Archiv für den Monat Juli 2008

Spitze


Himmel, was bin ich doch für eine miese Kollegin und fürchterliche Schlampe. Schon der 3. Vorgang, der unten bei den Kollegen nicht ankommt und die jetzt die Firmenrechnung nicht bezahlen können, weil der Vorgang ja fehlen tut. Ich kann ja viel behaupten, dass ich den schon runtergegeben habe, wenn dem so wäre, hätte die Kollegin den ja im Schreibtisch, oder würde ich etwa unterstellen, dass die sowas wegwirft?

Auch, dass die Kollegin alles unter der falschen Buchungsstelle eingetragen hat, ist ja meine Schuld, schliesslich „saugt die sich die Buchungsstelle nicht aus den Fingern“.

Ja, natürlich steht die richtige Buchungsstelle auf dem Zettel für sie. Aber irgendwie isses doch meine schuld. Weil sie ja keine Fehler macht. Die Kollegin.

Ich schon.

Jaja, ich bin schon echt ein Schlampenhannes. Ich glaub, ich fang als erstes damit an, meine Akten durchzunummerieren. Und danach gibts von jedem Vorgang, den ich runtergebe eine Kopie mit Vermerk, WANN der runtergegeben wurde.

Hach, es geht doch nix über ein gutes Arbeitsklima.

Ich will Urlaub…

Fakten schaffen


Naja, ich mach ja „in EDV“. Und da ich ein bisschen viel EDV für bisschen wenig Arbeitskraft an den Backen habe, bin ich über Hilfe dankbar. Die soll in Form einer externen Firma erstmal kommen und vor allem die dringend notwendige Inventarisierung machen.

Tjo. Das hab ich meinem Chef mitgeteilt. Der natürlich, wie aus der Pistole geschossen: „Dann machst du die jetzt.“
Praktikantin genötigt, ihren Dienstantritt an der Feststelle (bei uns arbeitet sie unentgeltlich) um 2 Wochen zu verschieben, um „mal eben“ die Inventarisierung zu machen.
Die hat sich wacker bemüht, aber richtig möglich war das nicht, weil die Schulen mitten in den Abschlussprüfungen waren.

Jetzt hab ich eine prima PowerPoint-Datei, in der wunderschöne Grafiken stehen, und wo alle PCs so vermerkt sind.
Eine Datenbank ist zwar angelegt, aber sie hat nicht geschafft, die PowerPoint-Datei noch in die Datenbank zu übertragen.

Und jetzt *tadaaa* Auftritt der DAU-Truppe.

„Du hast doch jetzt ne Inventarisierung. Da brauchmer die anner doch nich mehr“

„Doch brauchmer, weil da noch anner Daten drinstehen, die DA nicht drinstehn“

„Wieso hast die nich mit erhoben, ist doch wichtich“

„Weil mir a) die Tools dafür fehlen und b) die Zeit und c) is nu jut macht Firma“

„Tool kannst kaufen gehen. Und ich hab dir gesacht, machst nix annersch mehr. Und du hast Praktikanten. Nicht Firma machen, die soll annersch tun, aber nich Inventarisierung“

„Die haben eine feststehende Datenstruktur, die auch in die künftige Support-DB übernommen wird. Die kenn ich aber nich.“

„Dann lass die dir doch geben, dann füllst das entsprechend aus, da brauch nix Firma raus“

„Äh, machst du Witze? Die rücken die nicht raus, die müssten ja mit dem Klammerbeutel gepudert werden“

„Dann such ne andere Firma, die datt machen dut“

Ja, neeee…is klar.

Layout


erstmal gefällts mir so 😉

Gar nicht mal soo übel. Die Blogs bei WordPress haben zwar ein üppigeres Layout-Angebot, dafür kann ich aber hier mein Büro (die Leiste rechts) hübsch umbenennen. Bei WordPress bleibt die Blogroll Blogroll. Ob ich will oder nicht.
Hier isses ein Bücherregal 🙂

Ach übrigens…


…fällt mir grad so ein:
Wusstet ihr schon, dass google nix vergisst? 🙂

In Bayern gehen die Uhren anders…


… das ist das einzige, was mich derzeit tröstet. Übrigens: Das wird jetzt länger *g*

Was ist los?
Naja, der bayrische Landtag hat ja nix besseres zu tun, als hektisch und schnell noch vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes „mal eben“ die Online-Durchsuchung zu genehmigen. Vor der Wahl natürlich noch.

Dabei zeichnet sich durchaus ab, dass diese für Verfassungswidrig erklärt wird.

Die Hintergründe sind dabei interessant. Der CSU gehen die Wähler im Stammland flöten, da auch die Bayern inzwischen die Schnauze voll von den Skandalen und Skandälchen haben und von der teils ungeniert gezeigten Großmannssucht und Selbstbedienungsmentalität. Aber scheinbar hat die CSU inzwischen wirklich Angst, die Wiederwahl komplett zu verlieren, nicht „nur“ die absolute Mehrheit. Sie agiert wie ein in die Enge getriebener Hund und versucht mit allen Mitteln, sich als „Macher“ zu etablieren.

Zitat aus dem Artikel:

„Bayern wird als erstes Bundesland die Rechtsgrundlagen für Online-Durchsuchungen schaffen“, erklärte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann bei den abschließenden Lesungen der Entwürfe. „Damit zeigen wir erneut, wer Marktführer im Bereich innere Sicherheit in Deutschland ist.“ Als weitere wichtige Änderungen begrüßte der CSU-Politiker die Befugnisse für die präventive Rasterfahndung und zur Kennzeichen-Erkennung. Als Opposition könne man vielleicht den Kopf in den Sand stecken, die Staatsregierung und die Mehrheit des Hauses würden dagegen handeln und die Schutzpflicht für die Bürger ernst nehmen. Er habe zudem „nicht den geringsten Zweifel daran“, dass die Gesetzesnovellen „im Einklang mit der bayerischen Verfassung und dem Grundgesetz stehen“ und die Ermittler auf den modernsten technischen Standard brächten.

Das ist Wahlkampfrhetorik pur. Man watscht gleichzeitig die Opposition ab, während man sich selbst als die einzigen hinstellt, die überhaupt was bewegen können.

Allerdings sollten die Herren mal aufwachen: Die Leute WOLLEN die Überwachung nicht. Jeder, der sich damit beschäftigt, kriegt das Gruseln, wenn man sich die Kataloge zur permanent-Überwachung der Leute so anguckt. Das sind nicht nur „rote Socken“ oder Extremlinke, die so denken, der deutsche Durchschnittsbürger, der eigentlich nur in Ruhe gelassen werden will, wacht auf und stimmt an der Wahlurne ab.

Mit der Totalüberwachung, wie sie den „Staatsschützern“ so vorschwebt, wird ja vorrangig nur eins gemacht: Die Unschuldsvermutung wird Stück für Stück ad absurdum geführt und statt dessen so gedreht: Wer sich nicht überwachen lassen will, ist ein potenzieller Terrorist und hat auf jeden Fall was zu verbergen.
Ich habe übrigens eine Menge zu verbergen. Hauptsächlich privaten Kram, von dem ich nicht möchte, dass er mehr als einer Handvoll Leute, die ICH auswähle, bekannt wird. 🙂

Anekdote nebenbei:
Es gab einmal eine „Schmankerl-Sammlung“ hübsch chronologisch geordnet, die die diversen Skandale der CSU so aufgezeigt hat und vor allem deren Konsequenzen. Die meist hießen: Keine.
Inzwischen weist die Seite http://www.filzgeschichten.de auf die Hauptseite der BayernSPD. Schade eigentlich – die hätten damit richtig Punkten können. Also hab ich mal kurz nachgefragt beim Landesvorstand der Bayern SPD (der auch offensichtlich etwas befremdet war, wieso denn um 8 Uhr morgens da ein Nicht-Bayer wegen sowas anruft und über die CSU nachhaltig mault. Er hat aber brav zugehört und versucht, soweit wie möglich konstruktiv zu diskutieren. Alleine dafür schon ein dickes Dankeschön :)).

Tja und warum ist die Seite umgezogen?
Es gibt eine Verfügung, nach der die Seite vom Netz genommen werden musste, da das Persönlichkeitsrecht eines der Protagonisten verletzt wurde. Und das ist, da stimme ich dem Kläger auch durchaus zu, unter den gegebenen Umständen zu schützen. Es handelte sich offensichtlich auch um ein Bauernopfer, der weggeworfen wurde, um andere aus der Schusslinie zu nehmen.

Derzeit wird aber geprüft, ob die Seite wieder online gehen kann – mit kleinen redaktionellen Änderungen. Und darauf freue ich mich wirklich 🙂

Lieschens Buchhaltung *g*


Falls Buchhalter anwesend sind und ich was falsch verstanden haben sollte: Bitte anmailen, damit ich das korrigieren kann.

Aber was ich eben erlebt habe, ist wirklich ein Paradebeispiel aus „Buchhaltung macht Lieschen Müller“ 😉

Naja, es wird ja öfter mal was geklaut. Ich habe die persönliche Theorie, dass die Lehrerlis die PCs halt nicht so liebhaben und die dann flüchten, aber fakt ist: Die Dinger sind weg und meist auch Türen eingeschlagen.
Fluchtinstinkt halt 🙂

Nun kommt das Problem, für den geflüchteten PC einen Ersatz zu bekommen. Dazu gibts ja ne Versicherungserstattung und dann kann ich das dann halt raushauen das Geld.

Eigentlich ein „durchlaufender Posten“: Geld kommt rein und geht sofort wieder raus.

Unter der Verwaltungskameralistik wäre das früher so gelaufen:

Eine Einnahmehaushaltsstelle frühstückt sich das Geld ein, das ganze wird aus der Ausgabehaushaltsstelle verausgabt und wenns Geld alle ist, macht man ne Überplanmäßige Ausgabe und gibt die Einnahmehaushaltsstelle als Deckungsvorschlag an.

Hier der Teil, wo die Buchhalter bitte mal nen Wissenscheck machen bei mir:
Jetzt haben wir ja keine Verwaltungskameralistik mehr. Sondern die tolle Buchhaltung.

OK, in meinem kleinen Hirn tummeln sich T-Konten, Buchungssätze und ähnliches und ich dachte mir: Buchungsstelle für EDV-Krams, da wirds verausgabt. Und dann als Gegenbuchung die Einnahme aus der Versicherung und dann der alte Stand wiederhergestellt. Nullsummenspiel. Durchlaufender Posten halt.

Und jetzt die neudeutsche Realität in Lieschens Amtsstuben anno Buchhaltung und Bilanz:

Ich habe eine Buchungsstelle, wo ich Geld verausgaben kann. Aus Programmtechnischen Gründen erfolgt aber erst, nachdem die Buchungsstelle leer ist, eine Umbuchung. Und zwar wird die Haushaltsstelle, WENN SIE LEER IST, als gegenseitig Deckungsfähig markiert und kann dann mehr ausgeben, als eigentlich möglich ist.

Hm.
Irgendwie glaube ich gerade, ich bin im falschen Film, oder?

Schööön :)


es funktioniert wirklich. Ich sitz hier debil grinsend vor der Kiste und krieg mich grad nicht mehr ein *g*

Umziehen *seufz*


Ne, ich will nicht die Wohnung wechseln, aber irgendwie…

Hachja…

Da geht man gemütlich mit dem Kollegen was zu Mittag einschaufeln. Lecker wars ja. Und man freut sich, das Erlebnis unfallfrei überstanden zu haben. Bis…ja bis…

sagen wir es so:
Mein T-Shirt hat vorne so Zotteln dran. Bändchen, die den Ausschnitt so zusammenhalten, wie früher, als es noch keine Reissverschlüsse gab. Und diese Bändchen hingen halt runter.

Und dann auch in der Sauce.

Na lecker. Und ich geh mich jetzt mal umziehen. SO kann ich mich echt nicht beim Chef blicken lassen und ich hab gleich noch Dienstbesprechung. *mpf*