Stinkwütend


Eltern können ja manchmal SOOO stur sein. Aber wenns dann an die Unbelehrbarkeit geht, fahr ich nur noch Schaum.

Heutiger Täter: Mein herzallerliebster Daddy. Fast 20 Jahre aus dem Beruf raus. Und auch vorher eigentlich immer in Firmen gewesen, wo es ihm soweit gut ging.

Tjo und jetzt Klugscheißmodus.
Schwesterchen wird in der Firma gemobbt. Bei der ist das noch schlimmer als bei mir und sie hat noch nicht die LMAA-Haltung, die ich mir inzwischen angewöhnt habe. Beispiele: Sie geht auf den Flur, will aufs Klo, hört Kollegen, die sich unterhalten. Man lacht, ist gut gelaunt. Und sieht sie dann: Totenstille. Kaum ist sie weg, setzt das Lachen wieder ein – mit deutlich höhnischem Unterton.
Sachen verschwinden bei ihr, ihr wird eine Fehlerquote von über 70% unterstellt (ich kenn die, die ist Mrs. Pingelig, 70% glaube ich niemals) und sie hat als einzige von 5 Leiharbeitskräften eine Festanstellung erhalten. Hinzu kommt, dass ihr derzeitiger Arbeitgeber mit einer anderen Firma fusioniert und entsprechend viele Arbeitsplätze derzeit auf dem Prüfstand stehen. Hackordnung freigegeben. Und sie steht ganz unten.

Väterchen meint, ein Gespräch mit den Leuten würde das schon richten. Sie soll durchhalten und halt die Leute mit ihrem Gerede konfrontieren. Demgegenüber stehe ich: Sie hat KEINE Chance, da noch normal arbeiten zu können. Die steht so dermaßen auf dem Prüfstand, dass sie da nicht mehr glücklich werden kann, geschweige auch nur noch normal Arbeiten.

Ergo: Sie muss da weg.
Ich habs dem verdammten sturen Esel versucht klarzumachen: Dass die ganzen Kollegen, die ihr jetzt sagen, wie sehr sich die eine Kollegin doch über sie geäußert haben, das alles nicht mehr wissen werden, wenn sie sie mit in die Konfrontation einbeziehen. Väterchen: „Das können die doch nicht machen, sie habens ihr doch erzählt“

Ja klar, aber fein drauf geachtet, dass keine Zeugen da sind, die das bejahen können.

MIR hat sie gesagt, dass sie sich am liebsten ins Auto setzen und vor einen Baum fahren will.
Und dann kommt ihr dieser sture Trottel mit antiquierten Durchhalteparolen nach dem Motto „wenn du denen zeigst, dass es dir egal ist, hören die irgendwann auf“

Von wegen – die Meute hat sich zusammengerottet und will das Wild zur Strecke bringen, und da muss sie sehr schnell raus, sonst hab ich leider eine Schwester weniger.

Ich könnt mal grad kotzen, ich glaub, ich brauche eine Bratpfanne um dem sturen alten Herrn mal ein bisschen Verstand einzubläuen.

Veröffentlicht am 10. September 2008, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Ich verstehe die Wut auf Daddy. Ich persönlich würde aber lieber die lieben Kollegen braten.

warf folgenden Kuchen auf den Teller