Der letzte Abend ohne Zensur
Er neigt sich dem Ende zu.
Ab morgen ist Artikel 5 des Grundgesetzes, „Zensur findet nicht statt“ von einem einfachen Gesetz, dass ohne Gesetzgebungskompetenz und handwerklich Fehler aufweist, ausgehebelt worden.
Das „Zugangserschwernisgesetz“, welch widerlicher Begriff für eine widerliche Sache.
Es werden weiter Kinder missbraucht. Sie werden weiter gedemütigt werden. Sie werden weiter vergewaltigt werden, Seelen werden weiter gebrochen. Der Missbrauch wird weiter dokumentiert.
Denn, Frau von der Leyen, Kinderpornografie, der Begriff qualifiziert die missbrauchten Opfer als Huren ab. Und das ist in Deutschland immer noch ein Schimpfwort. Der Begriff rückt die Opfer in die Nähe der Prostitution.
Es ist dokumentierter Missbrauch, vor dem die Augen zu schließen, mein Staat mich nun zwingen will. Ich werde gezwungen, wegzugucken. Ich werde gezwungen, die Opfer im Stich zu lassen, wenn ich mich nicht strafbar machen will.
Letzte Bastion Bundesverfassungsgericht.
Ich kann nur hoffen, dass die Ohrfeige so schallend ausfällt, wie sie verdient ist.
Auf den letzten freien Abend ohne Zensur.
Prost.
Veröffentlicht am 17. Juni 2009, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.
das war's, Gesetz ist angenommen. War eine namentliche Abstimmung, man kann sich unter http://www.bundestag.de/parlament/plenargeschehen/abstimmung/index.html
anschauen, wer wie gewählt hat und denjenigen dann entsprechend nicht wählen^^
Danke. ich hab die Liste auch grad gefunden.
Westerwelle war gar nicht erst da – und noch andere nette Sachen sind da drin. Und einer in der CDU hat ein Gewissen.
heute ist unsere Demokratie abgeschafft worden. Das ist kein Grund zum Feiern. 😦