Der fälschungssichere Personalauswei
Tja. Da wurde so ein Buhei um den „fälschungssicheren“ Personalausweis gemacht. Was soll da nicht alles drauf, damit ganz sicher ist, dass der, der den Personalausweis in den Pfoten hat, auch derjenige ist, der da wirklich drinsteht.
Schon mal in der letzten Zeit einen Personalausweis beantragt und versucht, ein Passbild zu erstellen, dass den „biometrischen Vorgaben“ genau entspricht? Viel Spaß dabei – das beste was dabei rauskommt, sieht immer noch aus, wie ein Verbrecherbild von Mugshot.com.
Fingerabdrücke sollen rein, weil es gibt ja keine 2 Fingerabdrücke, die genau gleich sind. Sagt man.
Wissen weiß mans nicht, dafür bräuchte man eine Datenbank aller lebenden Menschen, um das abgleichen zu können.
Und bereits vor der Umstellung auf die neuen Personalausweise kamen die ersten Stimmen die sagten: „Das Problem liegt nicht bei der Fälschung, das Problem liegt daran, dass man zu leicht an die Dinger rankommt“.
Und recht haben sie behalten. An einen Personalausweis ranzukommen, der ECHT ist, ist leichter als einen nachzumachen. Geburtsurkunde und ein Mietvertrag für ne Wohnung, mehr brauchts nicht.
Beides Unterlagen, die wirklich pupeneinfach zu fälschen sind, denn eine Kontrolle, ob ein Johann Müller an dem Tag wirklich in Offenbach geboren wurde, findet ja nicht statt. Die Geburtsurkunde liegt vor (guckt euch eure eigene mal an, das ist ein A5-Zettel mit der Schreibmaschine ausgefüllt und Stadtsiegel draufgebabbt, mehr nicht), ein Mietvertrag liegt vor, also wird ein Personalausweis auf den Namen mit der Adresse ausgestellt und *schwupps* hat man eine Tarnidentität. Für 30 Euro und völlig legal, denn der Personalausweis ist ja echt.
Und wenn denn die Geburtsurkunde doch mal gegengecheckt wird, macht man das ganze auf dem nächsten Bürgeramt, wo vielleicht nicht so geguckt wird. Vorzugsweise im Bürgeramt einer schönen großen Stadt, wo aufgrund des eh eklatanten Personalmangels die Leute Zeit für alles haben, aber nicht für aufwendige Recherchen, die ja eh keiner fordert.
Wie jetzt? Zu weit hergeholt das ganze? Ja, dann guckt euch doch mal den Mordfall in Saudi-Arabien an, wo der Mossad in einer Großaktion einen Araber umgenietet hat. Die Personaldokumente aus anderen Ländern waren gefälscht. Nur die deutschen Pässe – die waren echt.
Aber hauptsache, die sind Fälschungssicher….
Veröffentlicht am 1. März 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.
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