Christian Pfeiffer


Es gibt ein Interview mit dem o.g. „Experten“, der vor der zunehmenden Gewalt der Hells Angels warnt. Und das ist auch noch in der Frankfurter Rundschau… die sollten doch eigentlich seriös…? ach lest selbst…

Die Hells Angels sind ein Problem. Und zwar nicht, weil sie Rocker sind und Rocker per se kriminell sind, sondern weil sich Kriminelle zu einer Bande zusammengeschlossen haben und ne Kutte angezogen. That’s all.
Gilt für die Bandidos übrigens genauso.

Abgesehen davon, dass selten bescheuerte Fragen vom Interviewer gestellt wurden wie:

Darf ein Hells Angel über eine Pistole verfügen?

Ja, natürlich darf er das. Wenn er ne Waffenbesitzkarte hat. Und wenn nicht, wird er ganz sicher keine Waffe anschaffen, weil is ja verboten. m(
Alleine an dieser Frage sieht man schon die geballte Kompetenz beider Interviewpartner. Oder besser: Deren nichtvorhandensein.

Die nächste Frage ist auch sehr geil:

Wird diese Gruppe gefährlicher?

Und die Antwort lautet erstmal sehr plakativ: „Ja, es besteht Anlaß zur Sorge“. Guten Morgen Herr Pfeiffer, willkommen in der Realität. Die Hells Angels gibt es seit den 70ern. Und seit den 70ern sind die kriminell. Da laufen bandemäßige Prositution und Drogenhandel und wasweißichnichnoch. Danach kommt eigentlich ein Arsch voll wischiwaschi, der genau das besagt. Dass die eben kriminell sind und dass den Verantwortlichen nach 40 Jahren das auch mal immerhin aufgefallen ist. Respekt. Ich mein, da hätte doch echt was passieren können. So bei Kriminellen… *facepalm*

Aber der Gipfel ist die Antwort auf die Frage, ob „Rocker“ sein heute noch attraktiv ist. Ich würd mal gerne wissen, was für ein gebügelter Schlipsischnösel das Interview geführt hat. Und ob Mutti ihm morgens die Eierschalen hinter den Ohren trockenföhnt und ihn ermahnt, nicht mit den Schmuddelkindern zu spielen… Also, die Antwort ist absolut endgeil.

Sie wirft alles in den Topf, was nach Meinung von Herrn Pfeiffer so schlecht ist. Und er macht erstmal Hooligans und deren Gewaltbereitschaft klar (die sind übrigens nur strunzdoof, nicht kriminell, oder wie nennt ihr Leute, die Spaß daran haben, sich gegenseitig die Fresse zu polieren?), macht einen eleganten Hüftschwung über die wachsende Gewaltbereitschaft von Computerspielern (Herr Pfeiffer, das könnte auch an der Schlagzahl ihrer Äußerungen liegen, die in ihrer Sinnhaftigkeit nahe an die Grenzdebilität kommen) und äußert dann zum Schluß diese Denkwürdige Feststellung:

Einer der ernsthaften Ursachenfaktor dafür ist, das viele junge Leute sich durch Computerspiele in Kampf-Rollen bewegen. Irgendwann will man das dann auch einmal real tun und nicht nur virtuell.

*facepalm* *facepalm* *facepalm*

Ich stell mir das gerade vor. Otto-Normal-Nerd kommt in die Unterkunft der Hells Angels, hakt unterwegs nen Hooligan unter und fragt dann den erstbesten, der an seiner Harley schraubt: „Du, ich hab nen 125er Roller, darf ich bei euch mitspielen?“

Ich mein, dann hätt der Hooligan aber wirklich mal was zum abfeiern… und der Nerd lange Zeit sich zu überlegen, wie er den Schraubenschlüssel aus dem Unterkiefer wieder rausbekommt. *g*

Und ich geh jetzt erstmal gucken, wie ich meine Pfote von der Stirn bekomme. Ist grad so ein nervöser Reflex. Kaum liegtse auf der Tastatur, wandert sie auch schon wieder zur Stirn….

Veröffentlicht am 18. März 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

warf folgenden Kuchen auf den Teller