Keine Opfer
Frau Schröder, sondern Überlebende eines Missbrauches. Sie hätten gerne Opfer, das weiß ich. Aber das sind sie nicht mehr. Sie wissen um ihre Rechte und sie werden sie nutzen – und sie haben die Sympathien auf ihrer Seite.
Wie sie wohl bemerkt haben, lassen sich die Überlebenden nicht mehr instrumentalisieren und mundtot machen. Sie fordern ein, sich selbst zu vertreten, sie fordern faire Bedigungen und sie fordern sie mit Recht.
Frau Schröder, ihr Runder Tisch ist nicht die Arbeitszeit wert, die in ihn investiert sind. Hier richten die Täter über sich selbst. Das ganze ist ein Feigenblatt auf einer furchtbaren Geschichte, die über Jahrzehnte totgeschwiegen werden soll.
Und über welche Arroganz, Herzenskälte und vor allem über welches Unverständnis der tatsächlichen Situation muss man verfügen, wenn man einem Opfer ins Gesicht sagt: „Sie können sich an unsere Missbrauchsbeauftragte wenden, die für die Belange der Opfer da ist“
Wieder erfolgt der Versuch der Politik, die Überlebenden von sexuellem Missbrauch erneut zu instrumentalisieren, sie als Staffage zur Selbstbeweihräucherung zu benutzen.
Und ich danke MOGiS, NetzwerkB und allen Opferverbänden, die sich auf die Hammelbeine stellen dafür, das es sie gibt.
ES REICHT!
Veröffentlicht am 24. April 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.
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