Morgens, halb elf in Deutschland


Oder besser gesagt, in dem Kaff hier.
Einkaufen ist angesagt.

Großer Fehler. GANZ großer Fehler. Weia.
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Der verunsicherte Diktator


Seit Wochen toben in der Türkei die Aufstände. Das wächst sich allmählich zum Bürgerkrieg aus. Erdogans öffentliche Auftritte gleichen inzwischen in ihrer Skurrilität den Auftritten Gaddafis, kurz bevor man ihn aus der Kanalisation zog.

Gut, zugegeben: Gaddafis Hirn war völlig weggetreten, der hat nix mehr gemerkt, aber in Puncto Selbstüberschätzung geben die sich beide nicht viel.

Erdogan beschimpft die Demonstranten, die es wagen, sich gegen seine Herrschaft zu stellen, als „Lumpen“, „Gesindel“ und „Terroristen“. Etwas später bietet er wieder Gespräche an. Er stellt ein Ultimatum, den Gezi-Park bis Sonntag zu verlassen und Samstag abend wird der Park unter maximaler Gewaltanwendung geräumt. Eltern haben sich schützend vor ihre Kinder gestellt, als die Plastikgeschosse einschlugen.

Dann wird wieder Gesprächsbereitschaft signalisiert und kurz danach geht die Polizei wieder mit Gewalt gegen Demonstranten vor. Die inzwischen mit Molotow-Cocktails zurückwerfen. Was ich angesichts der völlig zügellosen Gewalt, die die Polizei ausübt, nicht gutheißen, aber verstehen kann.

Jetzt droht Erdogan mit dem Armee-Einsatz.

Dass er das überhaupt kann, zeigt eigentlich, wie sehr er die Türkei geprägt hat. Vor Erdogan wäre die Armee schon auf der Straße gewesen: Als Militärputsch, damit der islamische Ministerpräsident nicht weiter Gelegenheit bekommt, das Erbe Atatürks zu „schänden“.

Doch zumindest Teile der Armee stehen unter Erdogans Befehl. Und wie gewaltig diese Drohung ist, kann man unter umgekehrten Vorzeichen in Deutschland sehen: Stellt euch vor, die Bundeswehr würde Angela Merkel aus dem Amt putschen, weil sie ihrer Meinung nach nicht mehr verfassungsmäßig legitimiert ist.

Völlig undenkbar? Richtig. Doch der Vergleich passt. Wenn Erdogan tatsächlich die Armee einsetzen *kann*, dann ist der Umbau der Türkei viel weiter fortgeschritten als ich bislang geglaubt habe.

Dass er aber damit drohen muss, zeigt aber auch, wie sehr Erdogan verunsichert ist. Er hält keine klare Linie durch, schwankt zwischen Gesprächsbereitschaft und Gewaltexzess, zwischen Kampfrhetorik und Versöhnung. Dabei werden die Töne immer schriller. Erdogan will bei den nächsten Wahlen Nachfolger von Abdullah Gül werden, das Amt soll vorher extra noch mehr Machtbefugnisse bekommen. Derzeit, mit den Aufständen, kann er das nicht durchbringen.

Der Druck auf ihn muss gewaltig sein. Und ich glaube, er droht daran zu zerbrechen.

Und wie geht es weiter?

Ich weiß es, ehrlich gesagt nicht. Die Demonstranten gehen freiwillig nicht mehr von der Straße weg. Und jeder Gewaltexzess spült mehr Menschen in die Arme der Demonstranten. Weil die Menschen merken, dass hier gewaltiges Unrecht geschieht, dass eine völlig überzogene Reaktion auf eine eigentlich harmlose Sache stattfindet.

Dass Erdogan noch einlenkt, ist ebensowenig zu sehen. Denn ein Einlenken kann angesichts dessen, was die Polizei in den vergangenen Wochen da getan hat, nur in einem Rücktritt bestehen.

Die Fronten sind verhärtet, keiner weiß genau, was die Armee tut, wann sie es tut und wie sie es tut. Es besteht auch die Möglichkeit, dass nur Teile der Armee auf Erdogans Seite stehen. Und DANN hat die Türkei einen Bürgerkrieg am Hals.

Und der geht dann ausschließlich auf Erdogan zurück. An dem hat keiner schuld außer ihm selbst.

Snowden im Live-Chat


Hab ich fast verpasst.

Edward Snowden gibt Auskunft im Live-Chat.

Bei Twitter kann man unter dem Hashtag #asksnowden selbst Fragen stellen.

Und weil wir schon mal dabei sind: Lesebefehl.

Um Verschlüsselung wird man jetzt endgültig nicht mehr herumkommen.

Der syrische Bürgerkrieg


Es liegen angebliche Beweise für den Giftgaseinsatz durch Assad vor. Gezeigt werden diese Beweise nicht, es erfolgt alles nach dem bekannten WMD-Muster aus dem Irakkrieg: „Wir haben die unumstößlichen Beweise, dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besitzt“.

Alles läuft darauf hinaus, dass der Westen den Rebellen in Syrien Hilfestellung liefern soll um Assad aus dem Amt zu jagen.

Nur – ganz so einfach wie zu Zeiten Saddam Husseins ist das diesmal nicht.

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Wunderbar :-)


Youtube ist eine unglaublich gute Quelle für wunderbare Dinge.

Zum Beispiel für Komiker, die diesen Namen noch verdient haben.

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Das schmutzige Geschäft mit Kindern


Eins vorweg: Wer es sich leisten kann: Bitte etwas an die taz spenden. Das ist ein sehr gutes Beispiel für Aufklärungsjournalismus und das muss gestärkt werden.

Jugendämter sind personell unterbesetzt, das ist inzwischen – dank Austerity und der Pflicht zum Personalkostenabbau – bundesweit so. Dieser Personalkostenabbau geht ja nicht einher mit dem Abbau von Verpflichtungen oder auch nur der Verringerung von Papierkram. Und so greifen viele Jugendämter zum Notnagel „Outsourcen“. Das ist eigentlich nichts anderes, als das das Wohl und Wehe von Kindern und Jugendlichen, deren Lebenssituation mit „schwierig“ nur unzureichend umschrieben ist, in die Hände von gewinnorientierten Firmen gelegt wird.

Denn das Geschäft mit den missbrauchten Kindern geht glänzend, dank § 1631 b BGB.

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Übrigens


Derjenige, der den Heuschnupfen erfunden hat, soll sterben gehen.

Langsam.

Schnief….HATSCHI

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Der dankbare Überwachte


Es gibt immer wieder Menschen, bei denen ich mir irgendwie nie völlig sicher bin, warum sie Politiker geworden sind.

Kenntnisse oder Durchblick kann es nicht sein, denn regelmäßig fallen sie durch Äußerungen auf, die so jenseits jeglicher Realität sind, dass man sich fragt, in welchem Paralleluniversum sie leben.

Heutiges Beispiel: Bundesinnenminister Friedrichs.

Soso, die Amerikaner haben durch ihre Überwachung „Terroranschläge“ in Deutschland verhindert. Ich dachte bislang immer, dazu halten wir uns 16+1 Verfassungsschutzbehörde plus BKA plus normale Polizei.

Herr Friedrich, soll das heißen, dass diese Behörden abgeschafft werden und die innere Sicherheit Deutschlands an die USA outgesourct werden?

 

Neues vom Spamfilter


Ach ja, die werden auch immer wieder einfallsreicher. Heute mal eine kleine Sammlung Spam, damit mir keiner drauf reinfällt.

Immer dran denken: Wenn dir jemand Geld anbietet, den du nicht kennst, hat der nichts Gutes im Sinn. Wenn dir jemand eine Dienstleistung anbietet und sich auf eine gekaufte Datenbank beruft, will er, dass du sauer bist und auf die Mail antwortest, auf die Art stellt er fest, dass die Emailadresse richtig ist und eine verifizierte Emailadresse ist Geld wert.

Alles in allem: Wenn eine Nachricht zu gut ist, um wahr zu sein, ist sie es wahrscheinlich auch nicht.

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Obamas blassrote Linie


Es gibt Nachrichten, die einen sofort elektrisieren. Man liest sie und weiß: Da lügt jemand. Und man fragt sich gleichzeitig: Warum?

Es war diese Nachricht, dass die USA jetzt “unmissverständliche Beweise” für Assads Giftgasangriffe gegen die Rebellen in Syrien haben. Die USA würden hier jetzt die rote Linie ziehen und sich überlegen, wie sie da eingreifen.

Ich hatte augenblicklich die Assoziation zu den „Weapons of Mass Destruction“ des Saddam-Regimes. Die Giftgas-Geschichte ist von ähnlicher Qualität, was die Glaubwürdigkeit angeht. Die russische Regierung, denen die Amerikaner die Beweise vorgelegt haben, zeigen sich ebensowenig überzeugt.

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Hurra auf das Elternrecht


Derzeit wird ja diskutiert, ob die Strafen für die *weibliche* Genitalverstümmelung (die männliche ist ja nach wie vor per Gesetz erlaubt) verschärft werden sollen.

Allein diese völlige Schizophrenie: Wenn Eltern einen Jungen haben, dürfen sie straflos mit gesetzgeberischem Segen aus jedem denkbaren Grund an den Genitalien ihres Sohnes herumschnitzen. Aber kaum ist das ein Mädchen, gibts Haftstrafen.

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Impressum? Oi?


Jo, ich hab ein Impressum. Lange mit mir gerungen, der Platz im Schatten war ja doch recht angenehm. Und auch durch meine persönliche Situation hab ich echt Probleme damit gehabt, mich zu „outen“. Und dann auch noch mit Adresse.

Aber…. ehrlich? War eine gute Idee.

Mein Schreibstil hat sich zwar nicht geändert, wohl aber der Ansatz, mit dem ich an die Artikel gehe und damit mein Blog eigentlich im Ganzen.

Ich lese erheblich mehr, warte oft jetzt auf den Informationsfetzen, der *click* macht, damit ich den Ansatz bekomme, den ich haben will. Prism ist hier ein Beispiel, aber auch der Artikel über Gustl Mollath.

Ich experimentiere jetzt mehr rum – was geht, was kann ich, und was nicht, was vielleicht nur *noch* nicht.

Die Reaktionen, die ich bekomme, zeigen mir: Der Weg ist jetzt nicht der verkehrteste. Und ein bisschen stolz bin ich ja schon drauf. 🙂

Naja, ok, mehr als nur ein bisschen. *g*

Das gibt mir auch die dringend benötigte Bestätigung – und das tut auch echt gut. Und ich lerne gerade wieder, dass ich mich auf meine Instinkte durchaus verlassen kann. Auch schick.

Alles in allem: Jop. Würde ich jederzeit wieder tun.

Was mir ein bisschen leid tut, ist, dass hier demnächst weniger persönliche Sachen stehen werden. Aber DIE dann auch noch öffentlich zu machen ist mir unter einem Impressum dann doch zu kritisch.

Sorry dafür, ich glaube aber, dass der Wechsel von „Person“ zu „Themen“ nicht zwingend schlecht sein muss. Denn klar ist auch: So ganz wird die alte Tante Jay ja doch nicht verschwinden.

Ich werde weiter ranten, mich aufregen, sauer sein, schimpfen und einfach ich sein. Nur mein (nicht vorhandenes *g*) Privatleben wird ein wenig in den Hintergrund treten 🙂

P.S.: Sobald ich die Datenübernahme geschafft hab und *endlich* auch das Desing passt, zieht die Tante Jay auf ne eigene Domain um. Von hier gibts dann nur noch eine Weiterleitung. 🙂

Yay :)


Eine befreundete australische Autorin hat eine Anthologie zusammengestellt. Titel: Love at first sight. Jo, is englisch.

7 Geschichten hat sie beisammen, eine achte folgt evtl.

Eine davon ist meine 🙂

Das ebook wirds bei Amazon geben, kostenfrei zum Download. Ich schick den Link sobald ich ihn habe. Lohnt sich, ich weiß, welche Autoren da mitschreiben und da sind einige verdammt gute dabei. 🙂

Raul Krauthausen


braucht Hilfe.

Ehre gibts heutzutage wohl nur noch in  Ausnahmefällen 😦

Neues von der Drosselkom


Die Telekom will ja die neuen Volumentarife anbieten. Und will ja auch partout nicht davon abrücken.

Aber was genau hat die Telekom da eigentlich vor?

Mario Sixtus und Herr Lehmann klären nach der Werbeunterbrechung auf 😉

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