Bombenanschlag
Es ist tolles Wetter. Ein Marathon steht an. 17.000 Teilnehmer und Zehntausende Zuschauer. Die Leute haben Spaß, feiern den Marathon.
Dann:
Zweimal kurz hintereinander laute Explosionen.
Zwei Bomben explodieren unterhalb von Zuschauertribünen. Die Explosionen sind gewaltig. Und während ich den Live-Stream hier verfolge, gibt es Schüsse und weitere Explosionen. Es ist unglaublich, ganz Boston muss vermint worden sein.
Und ich sitze hier völlig geschockt – und glaube nicht, was gerade passiert.
Wie kann man sowas nur machen? Wie kann man so von Hass verblendet sein?
/update
4 Bomben sind gefunden worden und offenbar kontrolliert zur Explosion gebracht worden. Doch wie viele noch in Boston liegen, weiß niemand. Es sind offenbar keine Splitterbomben gewesen wie die beiden großen, die hochgegangen sind, sondern kleinere Paketbomben.
Man sucht weiterhin nach Bomben, keiner weiß, wieviele über die Stadt verteilt wurden.
Und eins ist bislang klar: Das war eine gezielte und geplante Aktion, um so viel Zivilisten wie möglich zu töten. Das ist an Widerlichkeit kaum zu überbieten.
22:54 Uhr Pressekonferenz. Derzeit sucht die Polizei fieberhaft weitere Bomben, es wird davor gewarnt, in die Stadt zu gehen und die Leute auf eigene Faust zu suchen. Und ich hab endlich meine Leute alle ausfindig gemacht.
Folgt den Seiten selber, das ist mir grad echt an die Nieren gegangen.
http://www.salon.com/2013/04/15/explosion_reported_near_finish_line_of_boston_marathon/
Twittertags: #bostonmarathon, #bostonexplosion
Ich mach hier zu. Irgendwie ist mir gerade nur noch zum heulen 😦
NSU-Prozess
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Türkische/ausländische Medien haben ein Recht auf einen Sitzplatz im NSU-Prozess.
Na endlich.
Vermeidbare Tragödien
Wer keine Miete bezahlt, fliegt aus der Wohnung.
So einfach, so normal? Leider nicht immer.
Maskulisten die Zwote
Ich mag Torsten Dewi nicht. Der hat mir echt viel Arbeit gemacht. Und Kopfschmerzen vom Denken. *g*
Ne, Scherz, eigentlich hatte er ja recht mit dem, was er gesagt hat:
„Wenn einer im Vorfeld einer Veranstaltung nur rumzetert und rumproletet“ – ganz genau. Und es wäre angemessen gewesen, das zu belegen. Wenn man an die notwendigen Informationen nicht ran kommt, ist es nicht in Ordnung, sich einfach trotzdem ein Urteil zu erlauben, nur weil es einem ins Konzept passt. Das hat auch mit Journalismus nix zu tun, nur mit einer gewissen Fairness und Distanz. Fehlverhalten zu ahnden ist richtig. Fehlverhalten zu unterstellen und präventiv zu ahnden ist falsch.“
Margaret Thatcher
Nun ist also ihr Körper ihrem Geist, der sich vor langer Zeit schon in die Demenz verabschiedet hat, hinterhergegangen.
Und wie sehr sie die Welt gespalten hat, sieht man an den Reaktionen auf ihren Tod.
Manchester-Kapitalismus, Privatisierung, „schlanker“ Staat, der Staat überhaupt nur noch als Nachtwächter, Banken dereguliert, gute Freundin von Augusto Pinochet und Befürworterin der Apartheid. Nelson Mandela wurde einst von ihr als Terrorist bezeichnet.
Nein, viel Gutes kann man über Margaret Thatcher und den nach ihr benannten Thatcherismus wirklich nicht sagen.
Bis heute kämpfen wir mit den Folgen. Wer sie sehen will, gucke bitte in die „Krisenländer“. Wo immer harsche Spardiktate kommen, da wirkt die Doktrin der eisernen Lady.
Als Margaret Thatcher gehen musste, hinterließ sie in England verbrannte Erde. Das Land hat sich bis heute nicht davon erholt, die Städte und Gemeinden hängen am Londoner Tropf und London erwirtschaftet nur deswegen genug Geld, weil die Banken dort tun und lassen können, was sie wollen. Wie ein Bulldozer hat sie sich durch alle sozialen Errungenschaften der vergangenen Jahrhunderte gewühlt und sie systematisch ausgemerzt.
Das Recht des Stärkeren. Der Staat als Sozialgebilde war ihr eine Abscheulichkeit.
Nein, sie hatte keine Macht mehr. Dement und nicht begreifend, was die Leute eigentlich von ihr wollen, war sie eigentlich schon lange tot.
Aber ihr körperlicher Tod ist eine gute Gelegenheit, mal zu rekapitulieren, was wir dieser Frau zu verdanken haben. Und woher diese Idee des Sozialabbaus, die von den Konservativen in ganz Europa so gerne aufgegriffen wurden, eigentlich kommt.
Und vielleicht hilft es der einen oder anderen Partei dabei, umzudenken.
Ach Payoli
Das Kerlchen verfehlt es ja nie, mich zu amüsieren. Leider ist das eher ein grimmiges Amüsement, denn der Mann ist gefährlich.
Die einfache Welt der Kernenergiebefürworter
Kernenergie ist toll. So sauber und die GenIV-Reaktoren sind auch total und voll sicher. Die Technik ist ausgereift und beherrschbar, ja die ist so toll, wir brauchen ganz doll viele neue Kernkraftwerke, damit wir die bösen Kohlekraftwerke, die so viele Menschen durch ihren Dreck umbringen, endlich loswerden.
Maskulinismus
Die dämliche Schwester des Feminismus sind die sogenannten „Maskulisten“ – also die Verfechter von Männerrechten. Die meisten sind nicht sonderlich clever. Aber das sind Hardcore-Feministinnen auch nicht. Einziges Ziel: Das andere Geschlecht zu düpieren und doof dastehen zu lassen. Und natürlich Männerrechte wieder einführen.
Wisst schon: Uga Aga Bumbaga. Baum gepflanzt, Erbe gezeugt, Haus gebaut. Ugh Ugh
Anzeigen
MOGiS e.V. hat Yehuda Teichtal angezeigt. Weil er seinen Sohn eben nicht nach den Maßgaben des furchtbaren Gesetzes hat beschneiden lassen, sondern nach dem ultraorthodoxen Brauch, der eine Metzitzah b’peh beinhaltet.
Wunderheiler
Wunderheilung wird von mir ja übersetzt mit: Man wundert sich, wenns heilt. Gleiches gilt für Wunderheiler. Wenn DIE mal Erfolge vorzuweisen haben, dann meist, weil sie unglaubliches Glück hatten – oder besser gesagt, ihre Patienten.
Kleine Erinnerung
Es gibt immer noch Aurela. 🙂
Ulf war im Kosovo und hat ein Video gedreht, um mal Aurela auch zu Hause zu zeigen. Man sieht ein kleines fröhliches Mädchen, dass von der Familie sehr offensichtlich sehr geliebt wird.
Pjöngjang
Was geht eigentlich gerade in Korea ab?
Pjöngjang droht den USA mit einem Atomangriff? Die Maus den Tiger mit einer dicken Keule?
Kim Jong-Un jetzt komplett durchgeknallt?
Frauen! Bloggt!
Oder fangt wenigstens an 😉
Till Westermayer hat mal in CARTA die Artikel durchgezählt und festgestellt: Da bloggen überwiegend Männer. Duh.
Jörg Rupp ist auf den Zug aufgesprungen und hat festgestellt: Till Westermayer hat recht und außerdem siehts bei Heise (Twister), Netzpiloten und Ruhrbaronen nicht anders aus. Duh.