Tante Jay deepfrozen
*brrr*
Da hat Schwesterlein Geburtstag. Und Tante Jay hat beschlossen, mal hinzufahren. Da der eigene fahrbare Untersatz im Winter höchstens für Kurzstrecken zu brauchen ist (mit HeißgetränkeTankstationen dazwischen), sind dann noch Mama Jay und Papa Jay mitgekommen.
Gefahren wurde im elterlichen Auto. Das, mit Verlaub, ist aber die allerletzte Möhre. Verliert Öl (Vadda: „Da kipp ich öl nach, datt reicht. Kompression? Is’n datt?). Stoßdämpfer geben dem Wort „ausgeleiert“ eine völlig neue Bedeutung und irgendwie hat die Lichtmaschine auch schon länger so ein komisches Husten. Und die Spur…jo, da war mal was. Wenn wir krumme Autobahnen bauen, läuft die Kiste bestimmt irgendwann mal gerade.
Zu deutsch: Übers Ohr gehauen worden und nicht wahrhaben wollen, dass die Kiste Schrott ist, weil ist ja dolles Cabrio.
hmpf.
Heute dann also Fahrt in der Gurke – die 130 km zu Schwester Jay. Und so kurz vor der Abfahrt: *KLACK* Auto aus. Und tat sich nix mehr.
Saugeiles Gefühl, im Stau 1100 m vor der Autobahnabfahrt zu stehen – in der mittleren Spur und NICHTS tut sich.
Mutter steigt (!) aus (!!) und guckt sich nach Hilfe um. Die findet sie in Form von 2 entsetzten Polizisten, die uns dann auf den Seitenstreifen geschleppt haben. Nicht ohne Mutter nochmal drauf hinzuweisen, dass eine Autobahn nicht so der ideale Fußgängerweg ist. Auch nicht im Stau.
OK; ich ADAC angerufen. Und die Anweisung war ja mal ziemlich geil: „Bitte steigen sie aus und stellen sie sich hinter die Leitplanke. In ca. 1 Stunde kommen wir vorbei“
Äh, hallo? es waren locker Minusgerade draußen, es ging ein schneidiger Wind und die gefühlte Temperatur lag bei irgendwas um minus 20 Grad. Und dann sollen wir eine Stunde draußen stehen? *vogelzeig*
Nach 5 min draußen hab ich mich ins Auto gesetzt. War mir scheißegal, ob da einer reinfährt. Hauptsache warm.
Nach etwa weiteren 10 min. hielt auf einmal ein Auto der Millionen Blechkarrossen an und fragte, ob er helfen kann – neee, ADAC ist gerufen, aber echt, danke 🙂
Weitere 5 min. später wurde es mir mulmig. Vater stand draußen und guckte Löcher in die Luft und es hielten VOR uns und HINTER uns jeweils ein hellgrüner Mercedes mit Saisonkennzeichen. Es stiegen 2 arabisch sprechende junge Männer aus.
Meine erste Reaktion meiner Mutter gegenüber war: „Die kriegen weder mein Geld noch mein Handy“
Ich klau mal bei Will: „Verfluchte Vorurteile“.
Mutter lachte und fands lustig. Ich nicht. Der eine guckte sich das Auto sehr genau an und dann fragten sie auf radebrechendem Französisch nach dem Weg nach Aachen. Haben wir dann erklärt und die sind wieder abgezogen.
Ich persönlich finde es immer noch seltsam, dass man, wenn man offensichtlich eine Panne hat (weder Warnblinker noch Warndreieck waren so wirklich gut zu übersehen) vorne und hinten von Autos eingeparkt wird und dann nach dem Weg nach Aachen gefragt wird. Aber möglich ist ja alles.
Als dann der ADAC endlich kam, waren wir schon halb steif gefroren. Der Knabe hat uns dann erstmal von der Bahn geschleppt und den eigentlichen Abschleppdienst gerufen. Karre eingeschleppt und Mietauto. Das erstmal dazu.
Was die Karre wirklich hat, weiß ich nicht, aber die Startversuche klangen nicht so wirklich gesund. Entweder ist der Zahnriemen (der ja auch seit mind. 1 Jahr gewechselt werden muss) übergesprungen oder Kolbenfresser oder Elektrik im Eimer. So oder so tippe ich auf wirtschaftlichen Totalschaden.
Mal gucken, wie meine Eltern dann an einen neuen Wagen kommen.
ICH geh erstmal ins Bett. Aufwärmen. Ich bin sowas von durchgefroren,d as gibts nicht…
Veröffentlicht am 14. Februar 2009, in alltägliche Katastrophen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 11 Kommentare.
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Tante Jay deepfrozen
*brrr*
Da hat Schwesterlein Geburtstag. Und Tante Jay hat beschlossen, mal hinzufahren. Da der eigene fahrbare Untersatz im Winter höchstens für Kurzstrecken zu brauchen ist (mit HeißgetränkeTankstationen dazwischen), sind dann noch Mama Jay und Papa Jay mitgekommen.
Gefahren wurde im elterlichen Auto. Das, mit Verlaub, ist aber die allerletzte Möhre. Verliert Öl (Vadda: „Da kipp ich öl nach, datt reicht. Kompression? Is’n datt?). Stoßdämpfer geben dem Wort „ausgeleiert“ eine völlig neue Bedeutung und irgendwie hat die Lichtmaschine auch schon länger so ein komisches Husten. Und die Spur…jo, da war mal was. Wenn wir krumme Autobahnen bauen, läuft die Kiste bestimmt irgendwann mal gerade.
Zu deutsch: Übers Ohr gehauen worden und nicht wahrhaben wollen, dass die Kiste Schrott ist, weil ist ja dolles Cabrio.
hmpf.
Heute dann also Fahrt in der Gurke – die 130 km zu Schwester Jay. Und so kurz vor der Abfahrt: *KLACK* Auto aus. Und tat sich nix mehr.
Saugeiles Gefühl, im Stau 1100 m vor der Autobahnabfahrt zu stehen – in der mittleren Spur und NICHTS tut sich.
Mutter steigt (!) aus (!!) und guckt sich nach Hilfe um. Die findet sie in Form von 2 entsetzten Polizisten, die uns dann auf den Seitenstreifen geschleppt haben. Nicht ohne Mutter nochmal drauf hinzuweisen, dass eine Autobahn nicht so der ideale Fußgängerweg ist. Auch nicht im Stau.
OK; ich ADAC angerufen. Und die Anweisung war ja mal ziemlich geil: „Bitte steigen sie aus und stellen sie sich hinter die Leitplanke. In ca. 1 Stunde kommen wir vorbei“
Äh, hallo? es waren locker Minusgerade draußen, es ging ein schneidiger Wind und die gefühlte Temperatur lag bei irgendwas um minus 20 Grad. Und dann sollen wir eine Stunde draußen stehen? *vogelzeig*
Nach 5 min draußen hab ich mich ins Auto gesetzt. War mir scheißegal, ob da einer reinfährt. Hauptsache warm.
Nach etwa weiteren 10 min. hielt auf einmal ein Auto der Millionen Blechkarrossen an und fragte, ob er helfen kann – neee, ADAC ist gerufen, aber echt, danke 🙂
Weitere 5 min. später wurde es mir mulmig. Vater stand draußen und guckte Löcher in die Luft und es hielten VOR uns und HINTER uns jeweils ein hellgrüner Mercedes mit Saisonkennzeichen. Es stiegen 2 arabisch sprechende junge Männer aus.
Meine erste Reaktion meiner Mutter gegenüber war: „Die kriegen weder mein Geld noch mein Handy“
Ich klau mal bei Will: „Verfluchte Vorurteile“.
Mutter lachte und fands lustig. Ich nicht. Der eine guckte sich das Auto sehr genau an und dann fragten sie auf radebrechendem Französisch nach dem Weg nach Aachen. Haben wir dann erklärt und die sind wieder abgezogen.
Ich persönlich finde es immer noch seltsam, dass man, wenn man offensichtlich eine Panne hat (weder Warnblinker noch Warndreieck waren so wirklich gut zu übersehen) vorne und hinten von Autos eingeparkt wird und dann nach dem Weg nach Aachen gefragt wird. Aber möglich ist ja alles.
Als dann der ADAC endlich kam, waren wir schon halb steif gefroren. Der Knabe hat uns dann erstmal von der Bahn geschleppt und den eigentlichen Abschleppdienst gerufen. Karre eingeschleppt und Mietauto. Das erstmal dazu.
Was die Karre wirklich hat, weiß ich nicht, aber die Startversuche klangen nicht so wirklich gesund. Entweder ist der Zahnriemen (der ja auch seit mind. 1 Jahr gewechselt werden muss) übergesprungen oder Kolbenfresser oder Elektrik im Eimer. So oder so tippe ich auf wirtschaftlichen Totalschaden.
Mal gucken, wie meine Eltern dann an einen neuen Wagen kommen.
ICH geh erstmal ins Bett. Aufwärmen. Ich bin sowas von durchgefroren,d as gibts nicht…
Veröffentlicht am 14. Februar 2009, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 11 Kommentare.
-
Hoffentlich geht es Dir besser wie mir, ich war nach einer Zwangspause auf der A24 krank.
-
Ich frier immer noch – und werd nicht mehr richig warm.Das riecht nach fieser Grippe. Zumal die ersten Halsschmerzen sich einstellen und die Bronchien auch etwas verschleimt sind.Noja. Freut sich mein Arzt…
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Gute Besserung
-
Danke 😉
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Scheiße, jetzt hats dich also wieder erwischt… dem König David haben sie rassige Mädels ins Bett gelegt, aber er ist trotzdem nicht warm geworden. Schon versucht? :DDas Erlebnis erinnert mich fatal an vor knapp einem Jahr, als mir auf der Beschleunigungsspur im AB-Kreuz der Motor ausging. Plupp, nix mehr. War auch nicht wieder anzukriegen. Also: ausrollen lassen, Bagage (Frau + 2 Kinder) hinter die Leitplanke verfrachtet… und dann auf die glorreiche Idee gekommen, die Batterie mal kurz abzuklemmen. Danach sprang der Motor wieder an, und kamen wir ohne Probleme heim. Von dem Tag an aber hatte die Zündung öfter Aussetzer, bis zum Pfingsttag, wo sie alle 30 Sekunden mit „Schlüssel raus“ zurückgesetzt werden wollte. Ich hab den Wagen nie wieder gefahren. Das letzte, was blieb, war eine Verschrottungsbescheinigung.
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Ich fürchte, das ist auch das letzte was man von der Gurke sehen wird…
-
Was war es denn für einer? Fiat Punto? Sonst gibts ja kaum Cabrios im schrottfähigen Alter…
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Peugeot 205 Cabrio ;-)Und der technische Zustand ist zum weinen…
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205 Cabrio? Der gehört als rollfähiges Exemplar ins Museum, davon hab ich schon ewig keinen mehr gesehen!
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Fahrfähig.Die Möhre ist tatsächlich wieder fertig… war „nur“ die Lichtmaschine…
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Und niemand hat die Warnleuchte gesehen? Klar, wenn kein Saft mehr da ist, fällt die Zündung aus, im Winter mit Licht, Gebläse und Heckscheibenheizung, zzgl. Radio etc., zieht man so ne Batterie schnell leer. Na dann, mal Obenöl rein, das macht zwar en KAT kaputt, aber dafür sorgts für mehr Kompression… :>
Hoffentlich geht es Dir besser wie mir, ich war nach einer Zwangspause auf der A24 krank.
Ich frier immer noch – und werd nicht mehr richig warm.
Das riecht nach fieser Grippe. Zumal die ersten Halsschmerzen sich einstellen und die Bronchien auch etwas verschleimt sind.
Noja. Freut sich mein Arzt…
Gute Besserung
Danke 😉
Scheiße, jetzt hats dich also wieder erwischt…
dem König David haben sie rassige Mädels ins Bett gelegt, aber er ist trotzdem nicht warm geworden. Schon versucht? 😀
Das Erlebnis erinnert mich fatal an vor knapp einem Jahr, als mir auf der Beschleunigungsspur im AB-Kreuz der Motor ausging. Plupp, nix mehr.
War auch nicht wieder anzukriegen. Also: ausrollen lassen, Bagage (Frau + 2 Kinder) hinter die Leitplanke verfrachtet… und dann auf die glorreiche Idee gekommen, die Batterie mal kurz abzuklemmen.
Danach sprang der Motor wieder an, und kamen wir ohne Probleme heim.
Von dem Tag an aber hatte die Zündung öfter Aussetzer, bis zum Pfingsttag, wo sie alle 30 Sekunden mit „Schlüssel raus“ zurückgesetzt werden wollte. Ich hab den Wagen nie wieder gefahren. Das letzte, was blieb, war eine Verschrottungsbescheinigung.
Ich fürchte, das ist auch das letzte was man von der Gurke sehen wird…
Was war es denn für einer? Fiat Punto? Sonst gibts ja kaum Cabrios im schrottfähigen Alter…
Peugeot 205 Cabrio 😉
Und der technische Zustand ist zum weinen…
205 Cabrio? Der gehört als rollfähiges Exemplar ins Museum, davon hab ich schon ewig keinen mehr gesehen!
Fahrfähig.
Die Möhre ist tatsächlich wieder fertig… war „nur“ die Lichtmaschine…
Und niemand hat die Warnleuchte gesehen?
Klar, wenn kein Saft mehr da ist, fällt die Zündung aus, im Winter mit Licht, Gebläse und Heckscheibenheizung, zzgl. Radio etc., zieht man so ne Batterie schnell leer.
Na dann, mal Obenöl rein, das macht zwar en KAT kaputt, aber dafür sorgts für mehr Kompression… :>