Verschwurbelt


Meine Fresse, wenn ein Intellektüller loslegt, dann braucht man nen Duden um seinen Gedankengängen folgen zu können. Dieser Artikel hier klingt wie ne Ansammlung verschiedenster Bullshit-Bingos. Und auch wenn ich ein Nebensatz-Fan bin:

„Ich schreibe fürs Börsenblatt, ich brauche viele aneinandergereihte Nebensätze, das wirkt kluch“ ist nicht die richtige Einstellung, um einen guten Artikel zu schreiben.

Epic Fail. Und, äh, was wollten sie eigentlich sagen, Herr Meinecke? Das ging in den Nebensätzen etwas unter.

Veröffentlicht am 13. Juli 2009, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 7 Kommentare.

  1. Von Feministinnen lernte ich, an etwas Vordiskursives nicht zu glauben.

    Genau an jenem Punkt (zufälligerweise der Startsatz) hätte sich diese blässliche Diedrich-Diederichsen-auf-Kamillentee-Kopie seinen Gutschein für dreißig Sekunden Praktikantenbespaßung mit anschließendem Rauswurf abholen können. Mehr als verbale Fünfminutenterrine hat unser Mitglied vom Fähnlein Faselschweif, der noch nicht einmal kapiert hat, wie man einen Halbgeviertstrich korrekt benutzt, jedenfalls nicht zu bieten: aufreißen, verwässern, abkippen. Schöner Dreiklang, bevor die Klappe fällt. Prösterchen.

  2. Tantchen Jay

    DAS ist der sinnvolle Gebrauch von Nebensätzen *kicher*

    Ich wusste, auf das Bienchen kann ich mich verlassen *g*

  3. Tantchen Jay

    btw. ich hab mal bei Wikipedia nach dem Kerlchen geguckt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Meinecke

    Zitat:
    Seit Mitte der 1990er Jahre ist er mehrfach als postmoderner Literat hervorgetreten, der durch eine ungewöhnliche, den musikalischen Experimentierfeldern ähnliche Schreibtechnik des Sampling auffällt.

    Äh, kann das einer übersetzen?

  4. Stand vermutlich so in einem Verlagsprospekt (die zitieren gerne Selbstdarstellungen, damit die Wichtigkeitswichtel hinterher nicht weinen oder in der Rechtsabteilung angesabbert kommen) und heißt im Klartext:

    „Seit dem Rausschmiss bei Wiener, für den selbst seine Worthülsenansammlungen zu abgedroschen waren, veröffentlicht Suhrkamp im Jahresrhythmus seine Plattenbau-Romane, aus hier und da schlampig abgekupfertem Material hastig zusammengezimmerte Erzählungen, die den Inhaltsmangel hinter buntem Wortgeklingel und aufdringlicher Effekthascherei zu verbergen versuchen. Er würde gerne schreiben wie Beigbeder und Kracht, aber da Kunst von Können kommt…“

    Schönster Beweis dafür ist der Imperfekt lernte in obigem Satz; eine Vollendung, vulgo: der Lerneffekt steht bei ihm noch aus. Tja. Dieter Nuhr fällt mir da gerade ein. Was für ein Zufall.

  5. Tantchen Jay

    hehehe
    danke 🙂

  6. Ziemlich am Schluß kommt noch was Schönes:

    "Ich freue mich darüber, wenn jemand 19,90 Euro für meinen neuen Roman bezahlt."

    Also, Humor scheint er immerhin zu haben.

  7. Tantchen Jay

    Ich halte das ja noch für grenzenlosen Zweckoptimismus á la "die Sperren bringen wirklich ehrlich was. Nu gloobts doch."

    😉

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