Unser neuer Bundespräsident


Viel ist in den vergangenen Tagen gesagt worden über „den Respekt vor einem Amt“. Es wurde eingefordert, dass der Bundespräsident als Staatsoberhaupt wieder mehr Respekt erfahren sollte.

Und jetzt kommt Christian Wulff ins Spiel.

Rotzfrech hat er sich selbst ins Spiel gebracht, als wäre es lediglich die Beförderung eines Beamten um die es geht. Er hat nicht darauf gewartet, ob man ihn für geeignet hält, nein, er hat gesagt: „Hier ich, ich machs.“

Und alle Strippen gezogen, damit er auch ja aufgestellt wird.

Und anstatt, dass er sich jetzt auf das Pferd setzt, das er aufgezäumt hat, hält er sich eine Sicherheitsleine bereit. Er gibt sein Amt als Ministerpräsident von Niedersachsen erst auf, wenn er als Bundespräsident gewählt wird. Weil – wenn er nicht gewählt ist, ist er ja dann immer noch MiniPrä.

Pfui Deibel, das ist ein unwürdiges Spektakel in einer Zeit, wo wir eine integre Figur an der Spitze des Staates brauchen. Der Bundespräsident soll vereinigen und integrieren. Und sich nicht selbstgefällig den Arsch im Schloß Bellevue breitsitzen und sich am Gehalt freuen.

Und sowas will Bundespräsident werden. Ernsthaft, da können wir doch gleich Sponge-Bob dahinstellen. Der hat dann wenigstens noch Sexappeal.

Veröffentlicht am 8. Juni 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 12 Kommentare.

  1. Ich weiß gar nicht, warum du dich über soviel Dickfelligkeit überhaupt noch aufregst! Ist doch normal, dass sich Herr Wulff absichern möchte.

    Ich persönlich bin allerdings der Ansicht, dass er, falls er _nicht_ BuPrä werden sollte, auch kein MiPrä mehr sein kann (quelle blamage). Somit könnte er natürlich jetzt schon sein Amt freimachen (mal ehrlich: haste den designierten Nachfolger gesehen?), jedoch – uh – da kann er ja nichts mehr abgreifen, wenn er nicht gewählt werden würde – och nö – da gibt’s ja weniger Geld.

    Mit Verlaub, Herr Wulff, sie sind ein Schmarotzer!

    How!
    Isch ‚abe fertisch!

    • Schmarotzer passt. Den Wulff will doch eigentlich keiner. Nur muss man ihn jetzt nehmen, weil er sich so dreist vorgedrängelt hat und keiner den Arsch in der Hose hat zu sagen: „So gehts nicht.“

      Herr Wulff, so gehts nicht 😉

  2. SpongeBob! Und Patrick Star als Kanzler? Scherz Beiseite. Wobei mich interessiert was Tantchen an SpongeBob sexy findet 😉

    Ne, mal im ernst. Es wäre eine Frechheit wenn der Wulff PuPrä wird, der geht einfach nicht!
    Ich weiß, ich bin einer von denen, denen es man nicht recht machen kann. Die von der layen woltl ich auch nicht. Aber wieso soll man sich imemr „mit dem kleineren Übel“ abfinden? Nein, wer sich selbst vorschlägt für das Amt, der hat es am wenigsten verdient. So einer kann von mir aus bei DSDS antreten aber nicht für eine Wahl zum Präsidenten, auch wenn es weniger eine Wahl ist, eher eine Suche und Ernennung.

    Wenn der Präsident wird, ist das wieder ein Beweis dafür, wo die Demokratie versagt und das an allen Enden.

    • Die Idee ist doch mal nicht schlecht. „DSDSP“ Deutschland sucht den Super-Präsi. Jury: Dieter Bohlen, Sponge-Bob und Angela Merkel. *g*

      Was wetten wir, das er es wird? Wenn der nämlich NICHT gewählt wird, ist das ein weiterer Sargnagel für die Koalition und da sind doch so hübsche Pöstchen dran gebunden. Will keiner aufgeben, also schluckt man die Kröte Wulff.

  3. Nach meinen Verständnis für diese Neo-Demokratie, wird die Opposition allen voran die SPD sehr laut böse Wörter gegen Herrn Wulff hegen und am Ende werden sie zum Trotz ihre Stimmen enthalten, weil das viel mehr über deren Politische Haltung aussagt (Meinte der Dicke schon bei den letzten Gesetztestextabsegnungen) als dagegen zu stimmen und den Wulff durch jemanden anderes zu ersetzen.

    Finds schade das Gauck es nicht werden wird. Aber er kennt sich ja schon mit Possentheater und Pseudodemokratie aus.

  4. Mich auch mal ins Gespräch bring: ich habe alle Voraussetzungen zur BuPrä – ich kann lesen, ich brauch Geld, hab keine Lust, meine Wohnung zu putzen und keine Ahnung von Wirtschaft (ich meine nicht die, an der Ecke, wo mein Bierdeckel liegt).

    Und ich kenne jemanden, der mich für attraktiv hält. Also bitteschön: Parse for presindent!!!

    Uiii, ein paar broken English kann ick auch!!!

    • Meine Stimme hätteste *g*
      Und zum Englisch: „I knock you down the Kellertrepp that you never see the Tageslicht again“ sollte als Kriegserklärung ausreich. 😀

  5. Ein Bundespräsi muss parteipolitisch unabhängig sein und Neutralität haben.

    Das war auch bisher schon bei einigen Präsis nicht gegeben, allerdings haben die sich auch nicht an „alten“ Ämtern festgehalten.

    Was Wulff jetzt macht, ist in keinster Weise ein Zeichen von Unabhängigkeit und Neutralität. Theoretisch sollte er damit als Kandidat schon disqualifiziert sein.

    Ich kann ihn ja verstehen, dass er einen Rettungsring haben möchte, aber wenn er sich so unsicher ist, dann sollte er die Kandidatur einfach nicht antreteten.

    • Ich kann dir gar nicht sagen, wie angewidert ich von dem Kerl bin. Kackfrech, arrogant und auch noch intrigant und hinterlistig. Und sein präsidiales Geschwafel kann er sich von der Backe putzen – diesem rückgratlosen Schleimer glaube ich kein Wort mehr.

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