Trauer


Hallo? Könnt ihr bitte mal alle aufhören zu sterben? Ist ja furchtbar gerade. 😦

Was mich wieder zur Frage bringt: Wie geht man mit Trauer um?

Kurze Antwort: Gar nicht. Mit Trauer kann man nicht „umgehen“. Man muss sie zulassen. Die Leute, die meinen, mit ihrer Trauer „umgehen“ zu können, sind meist die, die den dicken Max markieren, wie stark sie doch sind, wie sehr sie doch den anderen helfen können, die vor lauter Trauer nicht mehr aus noch ein wissen.

Und die daran früher oder später zerbrechen.

Trauer ist ein furchtbares Gefühl. Eine Gemengelage (wenigstens bei mir) aus Wut, tiefer Traurigkeit, Hilflosigkeit und unglaublichen Verlusts. Und diejenigen, die rund um den Trauernden stehen, tun das ebenfalls etwas hilflos. Welche Worte man da hören muss:

„Kopf hoch, wird schon wieder“

„Lass dich nicht hängen, das hätte er nicht gewollt“

„Du kanntest ihn doch kaum, was kümmerts dich?“

Sowas oder etwas ähnliches kennt wohl jeder von uns, der schon mal getrauert hat.

Aber es ist so falsch wie irgendwas. Die Menschen, die gegangen sind, verdienen es, das man um sie weint. Sie verdienen es, dass man sie so sehr vermisst, dass es unglaublich wehtut. Sie verdienen es, dass man an sie denkt, am Anfang noch mit der vollen Wucht der Gefühle, aber später in lieben Gedenken.

Und wir verdienen es auch, dass wir das dürfen.

Und auch professionelle Bestatter dürfen das.

Tom *knuff* ich denke an dich.

P.S.: Nein, das ist kein Nachruf an MacKaber, das hat Tom schon so schön und liebevoll gemacht und dafür kannte ich ihn viel zuwenig. Mir gehts eher um Tom – den ich nun mal sehr mag.

P.P.S.: ich sagte MÖGEN. Ich gönn ihm sein glückliches Familienleben und muss da nicht mal versuchen, reinzudrängen. 😉

Veröffentlicht am 25. Juni 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 21 Kommentare.

  1. also – vorab – ich mag Tom auch wegen seiner z.Tl. einfühlsamen Art (Tom, liest Du mit?), aber um ihn geht’s doch nun wirklich nicht.
    Jeder geht mit seiner Trauer individuell um, das ist ein Fakt! Und es steht niemandem an, diesen Umgang zu bewerten, geschweige denn, ihn zu be/verurteilen! das ist der zweite Fakt!
    Trauer ist individuell (ich weiss das aus leidvoller Erfahrung), aber ich weiss auch, dass die Standard-Sprüche, die Du angeführt hast, zwar gut gemeint sind, aber letztendlich wenig hilfreich, manchmal auch lästig, sind
    .. nur jemanden deshalb zu verurteilen ?????
    Erlebt Eure Trauer, wie Ihr empfindet, nur dann kommt Ihr auch darüber hinweg.
    Liebe Grüße, liebes Tantchen, aus Frankfurt am Main
    Hajo

    • Ich glaub nicht, dass Tom mitliest, das vorweg. Da hätte er auch viel zu tun. *hust*

      Ich habe auch nicht verurteilt. Ich möchte halt nur, dass sich jeder mal Gedanken darüber macht, was ein „Kopf hoch“ alles anrichten kann. Was ein gedankenloses „aber du kanntest ihn doch kaum“ auch anrichten kann. Es ist nun mal so, dass jeder den Tod und was damit zusammenhängt, einfach gerne mal wegschieben. Und diese Allgemeinplätze sind es doch, die uns dabei helfen, etwas zu verdrängen, was wir nicht akzeptieren wollen: Das auch unser Leben endlich ist. Jeder Tod in unserem Umfeld erinnert uns doch daran. Wenn ich das im Text nicht hinbekommen habe, tuts mir leid, aber das war eigentlich meine Intention.

      Wenn der Text dazu eine Diskussion anstoßen würde, fände ich das sehr schön, vielleicht kann jeder was daraus mitnehmen für sich selbst, wie er mit Trauer und den Trauernden umgehen soll.

      Und imho geht es sehr wohl um die Trauernden. Den Toten kann keiner mehr helfen – sie sind unserer Hilfe und unseres Mitgefühls entzogen. Aber den Trauernden kann man sehr wohl helfen. Mit Mitgefühl und Verständnis.

      Nicht umsonst sind die Trauernden, allen voran die Familie, Mittelpunkt in einer Trauerfeier. Der Tote ist der Grund, aber letztlich geht es doch darum, den Trauernden Anteilnahme zu zeigen und selbst einen Ort für Trauer zu haben.

      DAS wiederum habe ich aus dem Bestatterweblog mitgenommen.

  2. .. und ich weine um meine Eltern und meiner kleinen Schwester
    .. aber allein!!!!
    und ich wll es gar nicht anders!

    • Dann ist das auch richtig so. Für dich. Jeder trauert anders, andere brechen am Grab zusammen. Solange man nur trauert und nicht die Trauer vergräbt unter einem „The show must go on“.

      Das haben die Toten nicht verdient. Und der, der trauert, auch nicht.
      *knuff*

      • „the show must go on“ ist ein sch.. Spruch (verzeih, liebes Tantchen)
        besser (wenn auch nicht annähernd ideal) ist Steppis „Lebbe gehd weider“
        Vielleicht weisst Du, was ich meine.

        • Genau das sag ich ja auch immer. Ja, Lebbe gehd weider. Aber für eine kleine Weile tuts gut, dass zu vergessen.

  3. Leider sind Leben und Tod zwei Seiten der selben Medaille. Als damals ein Freund viel zu früh im Alter von 31 Jahren starb, war ich auch lange Zeit ziemlich fassungslos. Erst war ich bei seiner Hochzeitsfeier, dann bei der Taufe des Sohnes, und kaum ein halbes Jahr später kam dann der Anruf, der mir schmerzlich klarmachte, dass das Leben vergänglich ist und der Tod nicht nur bei den Alten anklopft.

    Ich hab mich in der Zeit auch nicht meiner Tränen geschämt, warum auch? Zum Glück hatte ich nette Menschen um mich, mit denen ich darüber reden konnte, andererseits konnte ich auch zuhören, wenn die anderen reden wollten. In der Zeit ist mir auch klar geworden, was und vor allem wer wichtig ist in meinem Leben und dass Probleme nicht dadurch gelöst werden, indem man vor ihnen wegläuft. Ich nahm allen Mut zusammen und sagte meiner damaligen Freundin, was ich wirklich für sie empfinde. Die Beziehung danach hielt zwar nicht sehr lange, war aber die für mich schönste Zeit.

    Und für alle, die meinen, zu trauern wäre nur was für Weicheier: Die Trauer ist ein Freund, der einem in einer schweren Zeit hilft und den man nicht verstoßen sollte.

  4. Hallo Tantchen,

    da du schon das zweite Mal über Verstorbene, Verlust und Trauer schreibst, werde ich auch mal meine Erfahrungen schreiben. Ich entschzuldige mich schonmal im Vorraus, könnte etwas länger werden.
    Eigentlich bin ich noch garnicht so alt, dass man denken könnte, dass ich so etwas schon erlebt habe. Ich weiß es gibt für sowas garkein zu alt oder zu jung aber im Verhältnis gesehn, zu denen, die das gleiche Erleben musste wie ich, bin ich schon sehr jung, schätze ich.

    Auf jedenfall, verlor ich vor ca. 4 Jahren meine, noch ungeborene, Tochter. Es war eine Totgeburt ca. einem Monat vor der eigentlichen Geburt. Das Leben beginnt, zumindest nach dem Gesetz, erst nach der Geburt, doch wenn man seine totgeborene Tochter im Arm hält, wird einem erst bewusst, wann das Leben wirklich beginnt. Die Anteilnahme von Ausenstehenden (also größtenteils Verwandten) war relativ groß, doch wirklich nachvollziehen konnten das nur 2, die das gleiche viele Jahre (ca. 20 Jahre) vor uns durchmachten. Damals wussten wir, ich und meine Frau (wir waren zwar nicht verheiratet, aber ich nenne sie trotzdem mal so), garnicht wie wir damit überhaupt fertig werden sollen. Auch unsere Beziehung stand schon auf der Kippe, da wir sehr unterschiedlich mit unserer Trauer umgingen. Ich bin halt der Typ, der mehr nach Innen trauert, sprich ich zeige es nicht allen, meiner Frau habe ich mich zwar geöffnet, aber dennoch viel es mir schwer alles richtig zu verarbeiten.

    Es dauerte eine Weile bis wir alles verarbeitet hatten bzw. es zumindest dachten. Später hatten wir das „Glück“, dass meine Frau wieder Schwanger wurde. Aber dieses Glück hielt nicht lange an, denn wir lebten in der Angst, dass es wieder „Schief“ gehen könnte. ich selbst hatte diese „Angst“ zwar unter Kontrolle, doch meiner Frau ging es da wesentlich schlechter. Keiner von uns rechnete damit, dass sie währrend der Schwangerschaft depressiv werden könnte, aber so kam es und das schlimm.
    Ich gehe jetzt nicht noch weiter darauf ein, da unsere zweite Tochter diesmal Gesund auf die Welt kam, was (eigentlich) sehr schön war, zumindest empfand ich es als Erleichterung. Doch meine Frau kam damit garnicht klar. Ich denke mal jeder hier weiß was Wochenbettdepression etc. sind. Sie konnte zu unserer Tochter keine richtige Beziehung aufbauen, auch Wochen und Monate später nicht, sie war wie ein anderer Mensch, scheinbar wie gebranntmarkt von der nicht verarbeiteten Trauer der Totgeburt unserer ersten Tochter.

    Ein Jahr nach der Geburt, als es sich einfach nicht besserte und nichts half, verstarb die Mutter meiner Tochter letztendlich. Auf den genauen Umstand möchte ich nicht eingehen, aber zu der Zeit fühlte ich mich (trotz meiner Tochter) allein und niemand war da der Trost spenden konnte. Lediglich meine eigene Mutter konnte ein wenig nachvollziehen, wie es mir ging, da sie am meisten von alle dem mitbekommen hatte.
    Was ich sagen will, manchmal nerven Kommentare wie „Lass dich nicht hängen“, doch nach allem, was ich durchmachte, fand ich, mehr oder minder, garkeinen Trost, da niemand mehr mitfühlen konnte bzw. einfach nicht Nachvollziehen kann/konnte wie es mir ging und auch oft noch geht. Die meisten tun lieber garnichts, als etwas falsches zu sagen.
    Ich will nicht sagen, dass es niemanden gab, der es nicht versucht hätte, mir etwas Trost zu spenden, doch die die es versuchten, wussten letztendlich nicht mehr was sie sagen sollten und es war ihnen evtl. zu unangenehm einfach mal zu umarmen, also schweigend zu trösten.

    Seit dem konnte ich eig. nie richtig trauern, da für mich alles so plötzlich kam, so plötzlich stand ich alleine da. Meine Eltern, vor allem meine Mutter, also die Oma meiner Tochter, unterstützten uns zwar sehr und meine Tochter hat auch eine sehr gute Beziehung zu ihrer Oma, aber dennoch fehlt mir seit dem etwas und mir ist es nicht gelungen es „auszugleichen“. Ich weiß, dass dies vllt nie ganz möglich sein wird, aber bisher bin ich in der Beziehung, kein Stück weiter voran gekommen. Denn ich muss auch stark sein, für meine Tochter, sie hat im Prinzip niemanden außer mir.

    So, hier an der Stelle, mache ich Schluss, ich hoffe der text war nicht all zu lang.

    • Da das sehr persönlich ist, habe ich lange mit mir gerungen, ob ich den Kommentar veröffentlichen soll. Ich tus dann jetzt (wenn auch mit dezenter Verzögerung) doch – ich denke, Wade weiß, was er wohin schreibt. Aber halt manchmal schreibt man im ersten Schwung was, was man später nicht so gerne sieht. Von daher: Soll das wieder weg, kleb nen Kommentar rein. 😉

      Zum Text selbst…Pfuh, harter Tobak. Richtig harter Tobak. Aber vielleicht, wenn du eines Tages Trauer nicht mehr mit Schwäche gleichsetzt, wenn du Trauer zuläßt, auch wenn du „stark sein musst“ – dann wirds besser gehen.

      Ein guter Bekannter hat seine Frau früh verloren. Es ist nicht meine Geschichte, daher kann ich _hier_ nichts schreiben, aber wenn du magst, mail ich dir was dazu.

      • Klar mail mal. Die angegebene Adresse stimmt auch eigentlich.

        Hatte auch erst überlegt ob ich das schreiben soll, aber nachdem hier einige auch schon berichteten, dachte ich, dass es nicht schaden kann, meine Erfahrungen zu posten.
        Jeder geht eben anders mit Trauer um. Manche besser, manche schlechter. Und da ich nicht denke, dass hier Leute lesen bzw. schreiben die sich über andere Schicksale lustig machen, wirds schon nicht schaden, das geschrieben zu haben.

  5. @ Oliver: Vielen Dank für den letzten Satz! Ich habe auch einen solchen Freund, mal sehe ich ihn monatelang nicht und höre auch nichts von ihm… aber sobald ich ihn brauche, ist er da. Danke.

  6. Hm,
    Tod gehört dazu. Tod ist das andere Ende des Lebens. Geburt ist der Anfang.

    Und ja, es schmerzt. Das ist ok. Schließlich ist der Tote nicht mehr unter uns. Zumindestens wohl nicht faßbar. Wobei – es ist immer schwierig, loszulassen. Denke ich. Dennoch gehört es dazu. Und das sollte man zu Lebzeiten lernen (später gehts ja eh nicht mehr) 😉

    Schwierig finde ich auch den Umgang mit den Trauernden. Man weiß ja nie, wie die das ganze sehen oder bewerten. Aber Trauer sollte schon dazu gehören und zugelassen werden – schließlich befreit es, bildet den Abschluß, denke ich.

  7. Trauer hat auch etwas Egoistisches, denn dem Verstorbenen hilft’s nicht wirklich 😦

    • Den Verstorbenen soll es auch nicht helfen – das hast du richtig erkannt. DIR soll es helfen als demjenigen, der trauert, damit fertigzuwerden, dass jemand, der dich vielleicht lange Zeit begleitet hat, nun weg ist. Das ist der Sinn von Trauer. Zumindest für mich.

  8. Ich mag Tom und schätze ihn sehr, ich schätzte auch Mac Kaber, auch wenn ich von ihm nicht mehr als seine Kommentare kannte, trotzdem habe ich das Gefühl, jemanden verloren zu haben, den ich kannte.
    Im Januar ist mein Vater gestorben, ich hatte damals nicht die Zeit, richtig um ihn zu trauern, zu viel passierte ansonsten noch, und ich glaube, wenn ich Todesmeldungen lese, egal ob Heidi Kabel oder ein Name aus einem Blog, dann kommt alles wieder hoch.

  9. Liebe Tante Jay
    Wenn wir schon bei diesem Thema sind…
    Danke dass Du den Artikel „Ich bin da Heinz“ bei Tom eingestellt hast. Dieser ist sehr toll geschrieben und man spürt die Hilflosigkeit, die Wut und erzwungene Untätigkeit ganz intensiv.
    Ich habe Dein Café erst heute entdeckt und werde wohl öfters mal vorbeischauen.
    Schönes Wochenende.
    VIOLETTA

  10. Stimmt, den Artikel fand ich auch ziemlich gut.
    Ich hab neulich mal auf die Links der häufig Kommentierenden geklickt und bin so auch bei dir gelandet.

  11. Auch-knuff- Tante.
    Mir reicht`s auch langsam. Den Aufruf zum Aufhören mit dem Sterben kann ich nur unterstützen. Es langt. Irgendwann ist die Kraft zum Trauern alle, und dann wird man empfindungslos, leer.
    So geht`s mir jedenfalls im Moment, und M…….war da nur noch ein Tropfen der mich weiter ausgehöhlt hat.
    Scheißtage sind das im Moment. Ehrlich.
    B. A.

  12. … weil das in diesem Fall wohl besser ist.

    Ja, schön wär’s, wenn diese Aufforderung, doch bitte mit dem Sterben aufzuhören, denn auch befolgt werden könnte. Leider funktioniert das natürlich nicht.

    Ich habe den ein oder anderen Todesfall von Personen, die mir nahe standen, oder die ich zumindest persönlich kannte, erlebt, was ja mit fast Mitte 50 nicht ungewöhnlich ist.

    Neu, und eine Erfahrung, die ich erst vor kurzem machen durfte/musste ist für mich, wie nahe mir der Tod von zwei Menschen gehen konnte und kann, die ich nicht persönlich sondern nur virtuell kannte. Ich konnte ihr Schicksal (als Mitbetroffener mit allerdings weitaus besserer Prognose) eine Weile mitverfolgen und habe sie wie viele andere als Vorbild im Umgang mit ihrer in diesen Fällen tödlichen relativ seltenen Krankheit empfunden. Ich sage bewusst nicht Kampf, denn das ist es nicht, sondern der, sagen wir, tapfere Umgang damit. Und es war auch ihre schonungslose Offenheit, die sie zum Vorbild gemacht haben. Diese Schicksale mitzuverfolgen und zum Schluss akzeptieren zu müssen, dass sie doch (viel zu früh) gehen mussten, hat mich zutiefst getroffen und mir auf der anderen Seite ungeheuer viel gegeben. Ich habe nach ihrem Tod eine Art Trauer kennengelernt, die ich vorher nicht kannte, und die in bestimmter Hinsicht intensiver war, als bei anderen Menschen, die ich persönlich kannte. Das war eine zugleich aufwühlende und auch beruhigende neue Erfahrung für mich, die ich aber auch nicht missen möchte.

    Zu den „dummen Sprüchen“: natürlich wird das jeder anders empfinden, aber für mich birgt auch ein vielleicht ungeschickter Satz Trost, wenn ich das Gefühl habe, er kam von Herzen, mehr vielleicht als ein paar „passende Worte“ von denen ich nicht weiß, wie ehrlich sie wirklich gemeint sind. Und oft kann ja gerade die Sprachlosigkeit und die Unfähigkeit, die passenden Worte zu finden, Ausdruck der eigenen Betroffenheit sein. Deshalb bin ich für Milde gegenüber dem „Kopf hoch“ oder „es wird schon irgendwie weitergehen“

  13. Liebe Wade Wilson
    Ihr Schicksal hat mich zutiefst erschüttert. Ich weiss in etwa wie Sie sich fühlen müssen.
    Unser erster Sohn ist im Alter von 9 Monaten an einem agressiven Tumor innerhalb von drei Wochen gestorben. Wir bekamen noch zwei Kinder und speziell als sie klein waren und an den üblichen Krankheiten litten, musste ich mich oft zusammennehmen, um nicht in Panik zu auszubrechen. Im Prinzip ist es heute noch so, obwohl sie schon erwachsen sind, dass ich sie am liebsten im Umkreis von 500 km um mich habe. Die Verlustangst wird wohl immer da sein.
    Unsere Beziehung wurde nach dem Tod des Kindes auch auf eine harte Probe gestellt. Bevor ich nicht vollkommen begriffen hatte, dass ICH mit dem Verlust meines Kindes ALLEINE fertig werden muss, erwartete ich zu viel vom Partner. Im Prinzip kann niemand helfen.
    Ich wünsche Ihnen, dass sich Ihre Situation verbessert und der ganzen Familie alles Gute.
    VIOLETTA

    • Danke für Ihre Worte.
      Der Tod gehört zum Leben, doch wenn das eigene Kind stirbt fragt man sich sehr nach dem Sinn. Und eine Antwort auf diese Frage gibt es nicht.
      Ich habe schon befürchtet, dass diese Verlustangst niemals weggeht, aber ich empfinde dies z.Z. nicht ganz so schlimm, da ich sehe wie fröhlich meine Kleine ist. Ich hoffe das sich das später nicht ändert und sie ein schönes Leben habe wird.

      Ich danke nochmal für Ihre Worte und wünsche Ihnen und ihrer Familie natürlich auch alles Gute.

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