3 Beamtenregeln


Kennt ihr das?

1. Beamtenregel:

Haben wir immer so gemacht

2. Beamtenregel:

Haben wir noch nie so gemacht

3. Beamtenregel:

Wo kommwa denn dahin?

Es gibt immer schöne Zusammenstöße mit Tantchen und der täglichen Realität, die da lautet: „du hast die 3 Regeln vergessen“.

Aktuell: Ich hab die ehrenvolle Aufgabe, meinem Kollegen, der des PCs unkundig ist, ein paar Adressetiketten auszudrucken.

Handwerkszeug:

Adressetiketten im Dutzend billiger, ein handelsüblicher Tintenpi…Tintenstrahldrucker und eine Tante für den Hausgebrauch.

Eigentlich kein Ding: Adressen in Access einpflegen (schöne Importfunktion), Adressetikettenassistent im Bericht anwerfen, Etiketten aussu… *such*

*such*

*SUUUUCH*

Etikettenbeguck…. *WAAAAAAAAAAAAAAAAAH*

Kollegen angerufen: „Ich hätt gerne Etiketten für nen DRUCKER. Du hast mir welche für ne Schreibmaschine gegeben“

„Wo ist denn der Unterschied?“

„Die Schreibmaschine kann mehr. Würdest du mir bitte vernünftige Adressetiketten schicken?“

„Die hatten wir aber schon immer!!!einself“

Kollision mit Beamtenregel 1. Danke fürs Gespräch. Nächster Anlauf:

„Aber ich hab hier einen Drucker, der kann mit den Schreibmaschinenetiketten nich um. Kannst du nicht..?“

„Aber die hatten wir schon immer!!!einself“

Muss ich mir merken, dass war das 1. Axiom zu Beamtenregel Nr. 1.

„Schau, Hasi. Ich weiß, dass du die Etiketten für den Inkjet bei dir bunkerst. Ich WEISS dass du die hast. Also sei lieb und rück sie raus.“

„Das haben wir noch nie gebraucht“

Beamtenregel Nr. 2. *wamm* ich hätt schwören können, da war ne Tür und keine Wand…

OK. Seufzend aufgegeben.

Weiterprobiert. Ging nich.

Geistesblitz gehabt. Kollegin angerufen. „Du sach ma…“ Problem geschildert, sie sich halb kaputtgelacht. Und als ich ihr die Datei „strunzdoof.doc“ rübergemailt hab, damit sie da Etiketten draus baut, hat sie erstmal einen gut. Wobei…

wo kommwa denn dahin, wenn ich hier auf einmal einem was schulde? 🙂

Man kann Beamtenregeln auch FÜR sich arbeiten lassen. *g*

Veröffentlicht am 6. Juli 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 18 Kommentare.

  1. Die wichtigste Beamtenregel fehlt!
    Bin ich überhaupt zuständig?

    • Nä. *g*
      „Bin ich überhaupt zuständig“ betrifft das Außenverhältnis des handelsüblichen Beamten. Im Innenverhältnis gelten die 3 Regeln 😉

  2. Das kann dir in jedem Kirchgemeinderat auch begegnen…

  3. Ich glaub ich währe schnell den Job los. Nach 5 Min heissts nurnoch „Gleich regiert hier nackte Gewalt“.

  4. Nach den letzten Todesdrohungen gegenüber meinen Schülern meinte ein Kollege doch tatsächlich, den Norfallplan für Amokläufe und sonstiges aus der Schublade holen zu müssen… *grmpf* Ich konnte durch Einsatz nackter Gewalt gerade noch den Einsatz der GSG 9 verhindern…

  5. Ich persönlich stehe ja mehr auf Beamtendreikampf:
    – knicken
    – lochen
    – abheften

    Beliebteste Beamtenspiel?
    Beamtenmikado – wer sich zuerst bewegt hat verloren!
    (passt auch zu Regel 1 und 2)

    Mein Bruder (Finzanzbeamter) ist jetzt nach der Arbeit immer so müde – sie haben Arbeitszeitverkürzung:
    15 min weniger Schlaf täglich!

    Schön ist aber auch der (faule) Handwerker:
    Hab‘ ich kein‘ Auftrach für!

  6. Ach, das wäre doch einfach zu machen gewesen:

    Access-DB per Drucker auf handelsübliches weißes Papier gedruckt.

    Mit einer Büroklammer Typ I an die Bögen mit Adressetiketten geheftet.

    Einen Zettel mit dem Weg zur nächsten Schreibmaschine beigelegt.

    Mit Kommentar versehen: Für automatisierte Ausgabe der Etiketten durch Systemroutine „Tante“ bitte das nächste Mal folgende Komponenten beifügen: <>

    CC an Chef geschickt.

    Feierabend gemacht.

    • Ich mag den Kollegen, für den ich das heute gemacht hab, eigentlich sehr gerne *g*

    • hmmm, auch ne Variante dessen was ich mir angeeignet hab: saufreundlich antworten, aber so, dass das gegenüber mehr Arbeit hat als notwendig wäre. Grad so, dass es nicht gegen einen verwendet werden kann. Und Kopie an Chef. Versehentich natürlich.

  7. Kenn ich. So ein Exemplar sitzt hier im Büro neben mir und handelt sei 25 Jahren nicht anders … *seufz*

  8. Für die Schreibmaschinen-Etiketten lohnen sich die alten Nadeldrucker.

    [ Achtung kleine Anekdote ]

    Meine Praktikums-Firma (lang lang ist her) hat sich ein solches Gerät bei der E-bucht ersteigert. Problem: Keine Treiber mehr auftreibbar und überhaupt LPT-Anschluss? Das Ende vom Lied war dass die Damen und Herren kurzerhand eine USB/Lpt Brücke zusammengelötet und einen Treiber in Assembler gebastelt haben.

  9. Sir Richfield

    Hmm, bin jetzt zu faul, einen offiziellen allgemeinen Kontaktweg zu suchen.
    Da Du ja erst mal alles liest, was gepostet wird:

    Deine Meinung zu Blizzards grandioser Idee würde ich gerne lesen…

  10. nemesismiller

    Die Regeln könnten auch von meiner „Lieblings“-sekretärin aus der Unizeit stammen.

    1. Beim Abholen der Scheine musste man egal ob man da zum 100. Mal ankommt den Studentenausweis zeigen. Auch wenn die einen bereits kannte und man auch keinen Vorteil hätte nen falschen Namen zu nennen. Macht man immer!

    2. Abholen war nur bis um 12 Uhr möglich, danach sass sie zwar bei geöffneter Türe in dem Büro und arbeitete ganz normal weiter, aber 12:00:01 Uhr ist eben keine Scheinausgabe mehr. Wars noch nie!

    3. Grüssen auf dem Gang in der Uni? Klar. Grüssen ausserhalb des Campus? Wo kommwa denn dahin?

    • Die Studenten sollen sich halt frühzeitig an Regeln gewöhnen, sonst verlottern die *g*

    • ach da kenn ich noch ne nette Variation dazu: Abholung nur Donnerstags zwischen 9:30 und 10:00.

      Und dreimal darfst du raten, zu welcher Zeit wichtige Vorlesungen laufen… 🙂

      Andere Abteilungen waren da allerdings zugegebenermaßen besser organisiert, bis hin zu „Der Dekan kommt ohnehin heute noch rein, unterschreibt das und wir schicken das dann gleich ans Prüfungsamt“ (hat geklappt!) als ich …hmmm… etwass spät Scheine etc abholen wollte 🙂

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