Gynäkologen


Frau mag sie nicht. Es ist unangenehm dort zu hocken und doofe Fragen zu beantworten.

Infolgedessen war ich jetzt auch geschmeidige 11 Jahre (!) nicht da. Ist wirklich schon so lange her, ich habs nachgucken lassen, der Nachfolger von meinem Gyn hatte noch die Patientenakte.

Für Männer wirds nu eklig, daher der Spoilerbutton. 😉

Nun ja. 11 Jahre ohne Gyn und davon gut 12 ohne Regelblutung. Fand ich persönlich ja nich schlimm und wer will das schon freiwillig.

Nur – Natur läßt sich nun mal nicht austricksen.

Und Anfang nächster Woche weiß ich dann ob ich noch weiter bloggen kann oder ne längere Auszeit brauch.

2 Sachen sind schon seltsam:

1. Ich hab NULL Panik oder Angst. Eher so ein „is halt so“-Gefühl. So ein „*schulterzuck* selbst schuld“.

Ich mach mir grad fast mehr Gedanken über das Fehlen der Panik als das ich mir Gedanken über die Diagnose mach, die im Raum steht.

2. Der Job verliert aber gerade genauso an „attraktivität“. Ich kann grad sekündlich zugucken, wie mir alles am Arsch vorbeigeht. Schock? Nö, eigentlich nicht. Nur ein zunehmendes „mir egal“.

Veröffentlicht am 19. Juli 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 23 Kommentare.

  1. Hey, wenn du drüber reden willst, schick mir ne Mail mit deiner Telefonnummer (ich verbummel die immer… :oops:), und ich ruf dich an.

    Ich hoff mal schwer, es ist nichts schwerwiegendes.

  2. Krebs ist heute auch nicht mehr das, was er früher mal war. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Falls es Dich also tatsächlich erwischt haben sollte, kann ich Dich ermutigen. Noch vor 20 Jahren hätte ich meinen Krebs nicht überlebt. Heute gibts OPs, die früher kaum denkbar waren, Chemotherapien, die ganz gut verträglich sind (ich mußte z.B. in 6 Monaten Chemo nicht einmal rückwärts frühstücken), und die Bestrahlung, falls nötig, kann super dosiert werden.
    Oft ist so eine komplette Heilung möglich. Und wenn nicht, kann man Krebs als eine chronische Krankheit ganz gut und auch lange überstehen.
    Klar, es ist natürlich anstrengend und auch unangenehm. Aber wie ich immer sage: Für einen guten Zweck nehme ich das auf mich.
    Es kann ganz gut sein, sich psychotherapeutische Hilfe zu gönnen. Das hab ich erst ziemlich spät gemacht (Ein Mann schafft sowas schließlich allein…), das hätte ich mir auch leichter machen können.
    Wenn Du magst, kannst Du mich gern anmailen, ich fahre erst ich ca. 10 Tagen in Ferien.

    PS: Ein Mann, der schon für das Wort Regelblutung einen Spoiler braucht, ist schon ein armes Würstchen…

  3. Oha,
    klingt nicht wirklich positiv. Seien Sie nicht so gleichgültig zu sich selbst. Vorwürfe sind fehl hier am Platz. Raffen Sie sich auf. Und sehen Sie weiß (wenn das Positive Gegenteil von „schwarz“ ist 😉 ) für die Zeit danach.

    Und lassen Sie nicht den Kopf hängen!

  4. Lass dich drücken. Mir gehts momentan auch nicht anders, ich warte auch auf eine Diagnose, von der meine weitere Zukunft abhängt und ob ich wegen einer oder sogar zwei Sachen operiert werde. Ist echt prickelnd, wenn man gerade ein Praktikum zwecks Umschulung macht und dies einen lange zurückwirft, aber hey, das kann ich immer noch machen, die Gesundheit hat man aber nur einmal.

    Kopf hoch und lass dich nicht unterkriegen, deine Lehrerlis sollen doch schließlich noch lange was von dir haben.

  5. Glücklicherweise ist längst nicht jeder Tumor bösartig und selbst wenn – hey du hat’s bis jetzt überlebt, also warum solltest du auch außgerechnet jetzt noch Panik schieben (weil muss ja wohl schon länger gehen)?

    Viel Glück 😉

  6. Das meiste ist gesagt – ich drücke Dir alle verfügbaren Daumen, dass Du mit einem blauen Auge davonkommst… *hug*
    Auch bei mir – meine Mail-Adresse hast Du ja, wenn Du magst…

  7. Auch bei mir werden alle verfügbaren Daumen gedrückt und Finger gekreuzt.

    Schonmal versucht so zu tippen? 😀

  8. Nich so ne Dinger, Tantchen! Fixes Weiterbloggen ist angesagt, ich lese hier doch so gerne mit.

    Gruß,
    Ma Rode

    rübergeschwappt von Tom

  9. Lochkartenstanzer

    Setz Dich auf Dein Moped genieß Dein Leben. Kopf hoch.

  10. Wie wohl die meisten hier, hoffe ich auch, dass es nichts schlimmes ist. Da einige gleich von Tumor und Krebs redeten, habe ich erstmal gegooglet, was es überhaupt für Ursachen haben kann.

    Wie gesagt, ich drücke dir ebenfalls die Daumen und wie JoyntSoft schon sagte, bis heute (12 Jahre) hast dus überstanden, was auch immer es ist. Das wird schon.

    Viel Glück

  11. Tantchen, das packst du schon. Du hast schon schlimmeres erlebt.

    Dein Körper ist stabil und du fühlst dich gesund. Ich habe auch meine ersten Alterserscheinungen. Ich habe da einen gesunden Fatalismus. Entweder die Therapie wirkt, (dann kann ich weitermachen) oder nicht. Dann kann ich aber auch weitermachen. 😉

    Wie die Blog-Freunde schon geschreiben haben, ist Krebs heute nicht mehr so dramatisch, wie früher. Die Heilungserfolge sind gut. Ich kenne auch ein paar Leute, die es alle(!) geschafft haben. Selbst mein Vater, den es vor über 20 Jahren wirklich schwer erwischt hat, lebt heute noch und hat keinerlei Anzeichen mehr. Und das, obwohl er durch verschiedene andere Krankheiten arg gebeutelt ist.

    Also sieh positiv in die Zukunft und lass dich nicht hängen. Das steht dir nicht!

    Meine persönliche Mail-Adresse kennst du. Wenn ich dir helfen kann, findest du bei mir immer ein offenes Ohr.

    Ich drücke dir alle Daumen.

  12. Es gibt Momente, da möchte man so viel sagen, dass man am besten schweigt.

    Ich bin hier ein eher stiller Mitleser, du kennst mich nicht, ich bin nur irgendwann über deinen Blog gestolpert und fand ihn lesenswert. Trotzdem drück ich dir alle verfügbaren Daumen, Tantchen.

  13. Alles Gute *knuddel*

  14. Danke euch… mal sehen, was die Zunft so rausfindet. Wir gucken mal. Ich mein, die Diagnose wird nix an den Tatsachen ändern – sie nur feststellen.

    Und wenn ich Pech hab hab ich halt Pech, wenn ich Glück hab hab ich Glück. Ändern kann ich so oder so nix 😉

    • Dann mach aber zumindest, was der Onkel Doktor Dir rät – ich will Dich nicht auch noch als Nachruf auf dem Bestatterweblog lesen!

  15. Ich drück Dir die Zehen! (Oder wie kann man die „Daumen“ bei Katzen nennen?)

  16. Auch Daumen drück. Mehr kann ich aus der Ferne leider nicht tun.
    Alles Gute, ach Quatsch, alles Beste was gibt 😉
    wünscht Dir, Tante Jay der dicke B. A.

  17. Danke 😉 Und bei Katzen heißt das „Krallen“ *g*
    @B.A. Jo, langsam ist genuch mit den Toten oder?

  18. @ Tante Jay.
    Ist wirklich langsam genuch, macht Hein nicht auch mal Urlaub?
    Mal schauen ob ich diese Nacht schlafen kann, gestern erfuhr ich das von Fox und gab`s gleich an Tom weiter. Scheiße war anschließend halt meine Nacht.
    B. A.

  19. Katzen drücken eigentlich immer die Pfoten und das mach ich auch … 😉

  20. Pu der Zucker

    Auch von mir ein Pfotendruck. Vor ca. 5 Jahren ging’s mir ähnlich (andere Krankheit, aber auch besch…..). Sobald mir die wohlmeinende Umgebung alle nur erdenklichen Teufel an die Wand malen wollte, stellte ich Ohren und Augen auf Durchzug (manchmal herrschte in meinem Hohlkopp ein Tornado nach’m anderen) und dachte: Das wird schon! Und siehe, es wurde. Es wurde zwar anders als vorher, aber ich lebe, ich lebe einigermaßen gut und noch immer gern. Alles Gute von Pu

  21. von mir kein Daumendrücken — das hat bei mir nämlich leider umkehrende Wirkung… 😦
    Dennoch wünsche ich alles Gute.

    Du hältst uns hoffentlich auf dem Laufenden, oder?

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