Neue Germanische Medizin


Na, die Rattenfängerfraktion hat ja nicht lange auf sich warten lassen. In Gestalt einer ehemals guten Bekannten von mir.

Neue Germanische Medizin – unter der Überschrift verspricht Ryke Geerd Hamer jedem Kranken, dass er mit Psychotherapie von Krebs geheilt wird.

Moment mal – Psychotherapie? Gegen Krebs???

Genau das. Ich versuche das mal aus dem Blickpunkt eines medizinischen Laien zu formulieren. Ich bin wirklich kein Arzt oder einem medizinischen Beruf nahestehend (wenn man mal die 5 Familienärzte ausnimmt), aber aus verschiedenen Gründen habe ich etwas mehr aufgeschnappt als andere.

Hamer legt, grob gesagt, die Annahme zugrunde, dass jeder Krebskranke ein auslösendes Schockmoment hatte, was den Körper im Rahmen der „Heilung“ dazu bringt, Krebs zu entwickeln. Die Schmerzen bei Krebs sind Zeichen der Heilung. Die fortschreitende Wucherung der Beginn der „Verkapselung“. Und wenn man dran verreckt (sterben kann man DAS nicht mehr nennen), hat man das auslösende Konfliktmoment nicht übernommen oder an der Therapie gezweifelt. Also wird von Küchenhelfern psychologisiert und diagnostiziert – und kassiert.

So, meine Damen und Herren, fängt man heute Menschen.

Einher geht das ganze mit einem ziemlich widerlichen Antisemitismus und einem Bauch voll Ressentiments.

Natürlich wäre es schön, wenn Krebs immer heilbar wäre. Wenn man bei der Diagnose „Krebs“ nur eine Pille schlucken muss und *schwupps* ist alles wieder in Butter. Wenn nie wieder ein Kind sterben muss, weil es Krebs hat. Wenn man eine klar lebensverkürzende Diagnose bekommt, oder – weitaus häufiger: Eine Diagnose der Richtung: „Wir behandeln mal, drücken alle Däumchen und hoffen aufs Beste. Genau wissen wirs auch nicht, Heilungschance xx%, aber zu welchem Teil sie gehören können wir nicht mit Bestimmtheit sagen.“

Es wäre so schön, wenn man genaues wüsste, gerade bei einer derartigen Diagnose. Oder nur Sicherheit, dass alles gut wird.

Allein – die Welt ist nicht so einfach, wie Hamer (in meinen Augen ein ausgewiesener Psychopath, den der Tod seines Sohnes ziemlich bös aus der Bahn geworfen hat) es den Leuten gerne weismachen würde. Verantwortungsvolle Ärzte werden diese Sicherheit NICHT geben. Weil sie es nicht können.

Ich will nicht ausschließen, dass Krebs entsteht, wenn jemand einen emotionalen Schock erlitten hat. Oder wenn er über Jahre depressiv ist. Oder wenn es ihm einfach dreckig geht. Der Kopf heilt mit – das sieht man alleine schon, wenn man sich Studien über Placebos ansieht.

Aber das hat klare Grenzen. Sehr klare. Grippe oder auch andere Sachen kriegt man damit prima ins Lot. Krebs, AIDS (laut Hamer eine „Smegma-Allergie“…ja, nee is klar – wie kommen denn dann die Beschnittenen daran??) eher nicht.

Den Krebs interessiert es einen feuchten Scheiß, ob jemand seine inneren Konflikte löst. Er ist da und wuchert fröhlich vor sich hin. Unbehandelt führt er früher oder später zum Tod.

Und falls noch jemand meint, NGM wär ne prima Sache: Es ist nachweislich KEIN Fall bekannt, dass jemand Hamers Pferdekur überlebt hat. Jeder einzelne, der sich der NGM anvertraut hat, ist inzwischen tot. Oder wurde wie Olivia Pilhar zwangstherapiert und lebt deshalb noch.

80 Tote sind inzwischen gerichtsbekannt. Die Dunkelziffer kennt niemand. 80 x furchtbares Leid, furchtbares Elend, Hinterbliebene, die das irrationale Verhalten der Kranken oftmals nichts verstehen konnten.

80 zuviel. Und eins ist mal sicher: Egal wie die Diagnose bei mir lautet: Ich werde NICHT Nr. 81 sein.

Packt euch fort und bleibt mir vom Leib. Widerliche Geschäftemacher, die sich aus dem Tod und dem Elend anderer finanzieren haben bei mir höchstens einen Blumentopf für ihr eigenes Grab zu gewinnen.

Übrigens – wie ernst Hamer seine eigene Therapie nimmt kann man vielleicht daraus ablesen, dass er seinen eigenen Hodenkrebs konventionell durch Operation und Chemo hat behandeln lassen.

Feigling, elender.

Fehler von mir, da Artikel falsch gelesen. Den Absatz daher gestrichen. Und die Frage, ob Hamer sich heute schulmedizinisch behandeln lassen würde, ist müßig. Das wird sich zu gegebener Zeit herausstellen – oder eben auch nicht.

Veröffentlicht am 26. Juli 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 37 Kommentare.

  1. Gegen sowas hilft nur lobotomieren, sozusagen den Teufel mit dem Beelzebub austreiben …

    • Hamer ist eigentlich ne arme Sau. Aber mein Mitleid hält sich angesichts des unendlichen Leids was er verursacht hat, wirklich in Grenzen.

      Und der Vater von Olivia Pilhar ist ein Geldgeier. Den interessiert nur, wie er Töchterchen zu Geld machen kann und wie er aus NGM möglichst viel Kohle rausholt.

      Eine feine Versammlung von Widerlingen.

  2. Im Bekanntenkreis wurde eine Frau mit unheilbarem Krebs diagnostiziert. Anstatt aus der Zeit die noch bleibt unter den Umständen das beste für sich und die Kinder zu machen, hat man alles Hab und Gut verscheuert (das Auto, das Haus, Lebensversicherung)um einen Wunderheiler in Mexiko zu bezahlen, der den Tumor quasi rausmassieren soll. Einerseits schüttle ich den Kopf ob solcher Naivität einerseits und Geschäftemacherei andererseits, aber mir tun vor allem die Kinder leid, die nicht nur ihre Mutter sondern auch ihre Lebensgrundlage verlieren.

  3. Mein Sohn wurde und wird über alles geliebt. Trotzdem erkrankte er im Alter von 10 Jahren an Krebs – er hat überlebt, dank Schulmedizin und trotz einer Mutter, die Ärzten gegenüber skeptisch ist. Aber er war seinen Eltern zu wertvoll für Experimente.
    Dies Psycho-Nummer ist eigentlich alt, stammt aus den 80er Jahren und ist längst widerlegt.
    Ich find es echt sch…, wenn Menschen, die schon genug zu kämpfen haben wegen so einer Krankheit, noch zusäztlich Päckchen in Form von Schuldgefühlen aufgeladen werden.

  4. Der Mann ist mir schon aufgrund seiner antisemitischen Verschwörungstheorien sehr suspekt. NGM war offensichtlich auch nicht in der Lage, seinen Dachschaden zu kurrieren.

  5. Solche Quacksalber haben uns gerade noch gefehlt. Die „Psychoschiene“ zieht wirklich nicht. Wenn ein neun Monate altes Kind an Leberkrebs stirbt, ist wohl schlussendlich die Mutter schuld, weil sie es zu viel – oder zu wenig geliebt hat.

  6. Alleine die Bezeichnung: „Neue germanische Medizin“ – würg!

    Also dass du dich diesem Quacksalber nicht anvertraust, erhöht deine Chancen, gesund zu werden um ein Vielfaches! 😉

    Falls das was du hast wirklich bösartig (geworden) ist, heißt das ja lange noch nicht, dass alles vorbei ist. Bei der Arbeit auf ’ner Krebsstation im Krankenhaus habe ich miterlebt, dass die Prognose normalerweise sehr gut ist (solange man kein schwarzes Melanom hat!).

    Aber solche Typen sollten meiner Ansicht nach ihrer eigenen Therapie unterworfen werden – egal ob krank oder nicht…

  7. Das Problem bei Krebs ist ja, dass die einzige wirkliche Therapie (Chemo) oft sehr sehr viel Schaden (sichtbaren) anrichtet, wie Haarausfall und abmagerung. Und da ist es leicht zu sagen „schau mal wie unsere tolle neue Therapie hilft“. Plötzlich sind wieder Haare da und man wird fülliger, also wohl genährter. Das wollen wohl viele nicht einsehen, dass das daran liegt das die Chemo, die ja pures Gift für den Körper ist, diese Symptome verursacht und nicht der Krebs. Gab doch auch mal so ein „wunderheiler“ der durch Vitamine, den krebs heilen wollte.

    Ich bin überzeugt, dass ein psychisch stabiler Mensch höhere Chancen hat den Krebs zu überleben als ein psychisch Labiler. Aber dass sowas den Krebs erst entstehen lassen soll, waage ich sehr zu bezweifeln. Und dass da leute Geld mitmachen wollen, indem sie die Leute dermaßen abzocken und mit deren Leben spielen, ist abgrundtief böse.

    • Das die „Wunderheiler“ Scharlatane sind, sind wir uns wohl alle einig.
      Dass aber die Psyche einen Heilungsprozess unterstützen oder bremsen kann, ist inzwischen selbst unter Schulmedizinern unumstritten. Und meiner Meinung nach kann bei Menschen, die eh schon eine Vorschädigung oder Veranlagung zu einer Krankheit haben, starke Belastung diese zum endgültigen Ausbruch bringen – nicht umsonst nehmen die psychosomatischen Beschwerden aller Art zu – und dazu muss man nicht gleich Krebs haben.

      • Und da hätten wir dann wieder die Krebspersönlichkeit. Denn letztlich laufen die meisten Spekulationen in dieser Richtung auf eben diesen Begriff hin. Auch ich wurde als Betroffener mit diesem Begriff konfrontiert, allerdings nicht von enrstzunehmenden Medizinern und auch nicht von denen, die in dieser Beziehung wirklich Ahnung von der Materie haben, den Psychoonkologen.
        Selbstverständlich kann eine stabile Psyche helfen, sich mit der Erkrankung zu arrangieren bzw. seinen Frieden mit ihr zu machen. Sie kann auch dabei helfen, die oft sehr aggressiven Therapien ein bischen besser zu verkraften. HEILEN kann sie die Erkrankung nicht. Ebensowenig kann sie die Erkrankung AUSLÖSEN. Die dümmliche Frage danach, warum eine ganz bestimmte Person denn „sowas“ kriegt, habe ich mir genau 2 Sekunden und dann nie mehr gestellt, weil sie erstens niemand seriös beantworten kann und die Antwort zweitens dem Betroffenen, selbst wenn es eine gäbe, nicht nützen würde. Dafür habe diese Frage von anderen recht oft gehört. Und oft klang darin diese Hoffnung mit, etwas zu entdecken, was evtl. zeigen könnte, das der Erkrankte irgendwie eben doch vielleicht ein kleines bischen „selbst schuld“ sein könnte. Am besten so, dass man von sich selbst sagen kann, „na Gott sei Dank, bei mir ist das ja ganz anders“. Und oft genug kommt dann auch der Spruch „Hättest Du mal eine bischen stressfrier gelebt, vielleicht wäre Dir das ja erspart geblieben“

        Liebe Leute, vergesst das ganz schnell, es stimmt nicht und ist noch weniger hilfreich, weder für den Betroffenen noch für Euch!

        Ich habe meinen Frieden gemacht, komme gut zurecht, und ich bin keine „Krebspersönlichkeit“, denn eine solche gibt es nicht.

        Und bleibt den Quacksalbern fern, die Euch mit Krebsdiäten und Zuckerkügelchen vom Tumor befreien wollen, jedenfalls solange, bis ihr die harte Tour hinter Euch habt.

        • Krebspersönlichkeit? Habe ich noch nie gehört. Ich habe meinen Kommentar auch nicht (nur) auf Krebs bezogen.
          Dass man im Übrigen Anlagen für einige Krebsarten haben kann, hat mir leider die eigene Familiengeschichte ziemlich deutlich vor Augen geführt – aus der Familie meiner Mutter haben einige Personen schon ab der Kindheit ein schlechtes Blutbild (Details sind unwichtig), und genau diese Personen sind _alle_ irgendwann am Non-Hodgkins-Syndrom erkrankt, Kausalität wird von Medizinern angenommen, ist aber nicht durch Studien bestätigt. Ich habe auch dieses Problem im Blutbild. Ich gehe aber – ebenso wie die anderen Betroffenen meiner Generation – regelmäßig zur Vorsorge, um die Krankheit frühzeitig zu erkennen.
          Und es ist ebenso bewiesen – und zwar nicht durch irgendwelche obskuren Gurus oder Zuckerkügelchendreher – , dass die Psyche, die innere Einstellung den Krankheitsverlauf – nicht nur bei Krebs – günstig beeinflussen kann.
          Placebos wirken auch bis zu einem gewissen Grad, unbestritten.
          Natürlich kann man durch innere Einstellung keine Krankheit „wegdenken“, wer das behauptet,ist ein Scharlatan.

          Bezweifelst Du etwa die Existenz von psychosomatischen Erkrankungen? Und nicht jede Krankheit ist Krebs. Durch seelische Belastung und Stress hatte ich vor einigen Jahren auch unklare Krankheitsbilder, die verschwanden, als ich die Situation änderte – unwissend, das die wohl auch die Ausbildung dieser Erkrankung begünstigte. Und dazu brauchte ich gute Freunde, einen offenen Hausarzt und den Mut, viel im Leben umzukrempeln. Ich hatte seitdem diesbezüglich nie mehr Probleme, und nein, es war kein Krebs.

  8. Btw. waren der Grund für den Artikel 2 Tage purer Telefonterror bei mir. Mit kryptischen Warnungen, dass die Schulmedizin mich umbringen wird, ich doch zu meinem eigenen Seelenheil doch die Diagnosestellung und Behandlung sofort einstellen soll und überhaupt würde doch mal jemand vorbeikommen und nach mir gucken.

    Erst die Drohung, dass ich JEDEN, der bei mir vorbeikommt, wegen Hausfriedensbruch verklagen werde und ihn selbst wegen Stalking, wenn er nicht bald die Luft anhält, ließ ihn unter finsteren Drohungen, dass ich meine Entscheidung schon „bald bereuen“ und dann „angekrochen käme“ und um „Behandlung betteln“ würde, ließ ihn verstummen.
    Es folgte noch ein „welche Behandlung bitte? Soweit mir bekannt ist, behandelt ihr doch GAR nicht?“ und ruh war.

    Ehrlich – die Jungs braucht kein Schwein. Unnötig zu sagen, dass ich bis heute nicht weiß, ob „John Doe“ der richtige Name ist *hust* und dass er nur mit unterdrückter Rufnummer angerufen hat.

  9. @simop
    Dass man für bestimmte Krebserkrankungen Anlagen haben kann, habe ich nicht bezweifelt. Genauer gesagt handelt es sich um genetische Dispositionen, und das ist für einige Krebsarten auch gut belegt und wird wohl auf die meisten auch zutreffen. Das geht bei einigen Krebsformen soweit, dass beim Vorliegen bestimmter Varianten 80% und mehr der Betroffenen erkranken.

    Das ist jedoch ganz klar von dem zu unterscheiden, was ich unter Krebspersönlichkeit genannt habe. Diese exisitert definitiv nicht. Die Annahme, dass Menschen mit einer bestimmten (erworbenen) Persönlichkeitsstruktur eher an Krebs erkranken ist definitiv falsch und wird auch dadurch nicht richtiger, dass sie von irgendwelchen Schnellbücherschreibern und selbsernannten Krebsexperten immer wieder auf’s Neue in die Öffentlickeit lanciert wird. Auch dafür, dass psychische Belastungen im Allgemeinen oder ein hoher Stresslevel an der Auslösung einer konkreten Krebserkrankung beteiligt sein könnten, gibt es bisher keine belastbaren Belege. Für einige andere Erkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) gibt es dafür immerhin eine gewisse Evidenz.

    Dass es psychosomatische Erkrankungen gibt, hab ich nicht Abrede gestellt, aber Krebserkrankungen sind definitiv keine psychosomatischen Erkrankungen, genauso wenig wie viele andere. Psychische Faktoren haben auf den _medizinschen_ Heilungsverlauf wenig Einfluss, wohl aber auf den Umgang mit der Krankheit und auch auf die Lenbensqualität. Sie wurden und werden aber sowohl in der populären Öffentlichkeit als auch vielfach im privaten Umfeld als _Auslöser_ gehandelt. Und da bleibe ich bei meiner Behauptung, die mir durch Fachmediziner und Psychoonkologen bestätigt wurde, dass dies einer unterschwelligen Angst und Verdängung der Nichtbetroffenen geschuldet ist, die eine Ursache oder auch „Schuld“ für die Erkrankung des Betroffenen suchen, die man bei sich selbst nach Möglichkeit ausschließen kann, sich also vor dem gleichen Schicksal zumindest partiell geschützt betrachten darf.

    Viele Menschen, die körperliche Probleme mit ihrer Krebserkrankung und den Folgen der Therapien haben werden von ihrer Umgebung aber auch von einigen Ärzten gern auf die Psychoschiene abgeschoben. Und manche von denen akzeptieren das sogar mit der Folge, dass effektive Hilfsmöglichkeiten leichtfertig verspielt werden.

    Selbsverständlich kann eine effektive psychoonkologische Betreuung den Betroffenen helfen, mit den oft erheblichen psychischen Folgen einer Krebsdiagnose und der aggressiven Behandlung besser umzugehen und diese zu überwinden, die sich _auch_ in somatischen Symptomen äußern _können_. Aber nur zu oft werden körperliche Symptome, die sich effektiv durch einfache medizinische Maßnahmen lindern oder beseitigen ließen, auf die psychische Belastung geschoben und damit inadequat behandelt. Manchmal wird dann der Misserfolg auch noch dem Patienten in die Schuhe geschoben, weil er sich der Psychotherapie „nicht geöffnet habe“ oder Ähnliches.

    Ich habe überhaupt nichts gegen eine kompetente psychoonklogische Betreuung und habe deren deren wohltätige Wirkung auch schon selbst erfahren dürfen. Aber ich wehre mich gegen populistische Psychotheorien, die leider auch immer wieder durch die unsäglichen Machwerke einiger Promis, bzw. deren medizinisch völlig inkompetente Ghostwriter, á la „Wie ICH den Krebs besiegte …“ in die Öffentlichkeit getragen werden.

    Man muss einfach speziell bei Krebserkrankungen , was die psychischen Zusammenhänge anbetrifft, vor allem erst mal zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden.

  10. Mag ja alles stimmen, was Du über Hamer sagst. Ich bin der Letzte der ihn verteidigen würde. Aber Deine Blauäugigkeit Ärzten gegenüber ist wirklich zum Lachen. Und Dein ‚Widerliche Geschäftemacher, die sich aus dem Tod und dem Elend anderer finanzieren‘ passt auf die Schulis und Pharmas genauso. Denn welche Firma, welcher Arzt sollte daran Interesse haben, dass alle Leute lebenslang dauergesund sind?
    Sogar Poitiker kommen mir immer wieder unter, die Gesundheitsprogramme ablehnen weil sie in Krankheit auch den Wirtschaftsfaktor sehen.

    • Mir ist noch kein – KEIN – Mediziner, der den Namen verdient, begegnet, der mich länger krank gehalten hat, weil er an mir verdient. Keiner.

      Das tun die Mediziner auch nicht. Es mag Einzelfälle geben, die das anders sehen, das Gros der Mediziner ist tatsächlich dem Beruf verpflichtet. ABER:

      – wen wundert es nicht, dass sie grantig werden, wenn sie zum xten mal in der Nacht rausgeklingelt werden, weil jemand der Nagel am linken kleinen Zeh wehtut und das doch Krebs sein könnte?
      – Ärzte wollen leben. Und sie wollen gut leben. Sie werden im Regelfall NICHT entsprechend ihrem Studium bezahlt. Es gilt auch in der Medizin: You get what you pay for. Wenn du die Leute permanent kurz hältst, wenn die nicht von dem, was sie verdienen, anständig leben können, dann wirst du auch keine guten Leute bekommen. Oder du bekommst gute, motivierte Leute, die spätestens (!) wenn sie raffen, wo der Hase langläuft, komplett die Ohren auf Durchzug stellen und Dienst nach Vorschrift machen.

      Ärzte sind keine Heiligen. Sie sind Menschen wie du und ich. Und ich finde es eher paranoid, ihnen in Bausch und Bogen Geschäftemacherei vorzuwerfen. Geschäftemacherei betreiben die Schlipsies weiter oben. Aber die Docs an der Front geben, was sie können. Ohne selbst dabei unter die räder zu kommen.

      Und bezüglich welcher Arzt hat Interesse daran, dass Patienten Dauergesund sind: Chronisch Kranke stellen die höchste Belastung fürs Praxisbudget dar. Wenn eine Arztpraxis überdurchschnittlich viele Chroniker hat, dann laviert sie am Rande der Pleite. Weil die Kassen nämlich nicht mehr alles für diese Leute bezahlen – oder aber nur mit einem unvertretbar hohen Aufwand.

      Lies dich mal bei Medizynicus und co durch. So isset nu mal. Und ich kann das aus meiner Familie (Onkel Anästhesist, Cousine Labormedizinerin, Schwägerin MTA, Exmann Rettungsassistent und noch ein zusammengewürfeltes Medizinerhäufchen) zu 100% bestätigen.

      • Du bist entweder ein Träumer oder hast noch nie an der Medizin- Oberfläche gekratzt. Da brauchst Du bloß harmlose Gesundheitsseiten ins Netz stellen und diese Brüder fahren mit Klagsdrohungen auf!
        Ich maße mir auch kein Urteil über einzelne Ärzte an. Ich weiß nur, dass das Gesundheits- System durch und durch Profit- orientiert ist und ‚über Leichen geht‘.
        Ob da einer bewusst dran mitarbeitet oder bloß ein blauäugiger Mitläufer ist, der den Stuss glaubt, der an den Unis verzapft wird und dem ihm die Pharmareferenten reindrücken, ist mir schnurz. Ich mach den großen Bogen um die Typen ohnehin und paradise my life 😉

        /edit Werbelink entfernt. 😉

        • Du redest von Gesundheitssystem – ICH rede von den Personen, die dort arbeiten.

          Und die haben, soweit mir bekannt ist (und ich bin tatsächlich recht häufig beim Onkel Doc), alle kein Interesse daran, die Leute krank zu halten.

          Dass das Gesundheitssystem, wie wir es haben, total krank ist und absolut umgekrempelt gehört – geschenkt.

          Aber die Mediziner im allgemeinen sind ebenso die Opfer dieses Systems wie die Patienten.

          Btw. wie du oben gelesen hab, bin ich auch eine Weile nicht dagewesen (Gyn meide ich halt). Und nun darf ich die 2. Woche warten ob ich jetzt Krebs hab oder nicht.

          Die Krankheit ist ja da – oder eben nicht. Es geht rein um die Diagnosestellung. Und unbehandelt ist das alles andere als paradise.

          Und life auch nicht lange.

        • Hm, der Gyn war also. Ich schenk Dir einen Link.

          http://www.jci.org/articles/view/40802

        • hm, harmlose Gesundheitsseiten?
          Die da wären?

        • Schwierig zu beantworten Deine Frage nach den ‚harmlosen Gesundheitsseiten‘, wenn Du meine links löscht 😉
          Aber für Dich allein:

          members.yline.com/~naturpur
          z.B. brachte es schon auf zahllose ärztliche ‚Verteufelungen‘, ‚Warnungen‘ und Abqualifizierungen und 2 Klagsdrohungen

          • harmlos sind die „Gesundheitsseiten“ beileibe nicht. Deine Leidensgeschichte in allen Ehren – aber dann eine komplett neue Medizin daraus konstruieren UND Geld damit verdienen, ist zum einen Rattenfängerei und zum anderen unredlich.

            Insofern siehs mir nach, das ich die Links weiterhin inaktiv halte. Aber was da steht ist so dermaßen abstrus – der Körper funktioniert so einfach nicht, wie du es dir vorstellst. Aber du magst mit deiner Auffassung leben – ich mit meiner. Ich werde dich nicht überzeugen können und du mich ganz sicher nicht. Aber von einem gewissen, unterhaltsamen Blickwinkel aus kann man die Seite stehenlassen. Aber, liebe Kinder: Nicht zur Nachahmung empfohlen.

            Und das, was du „Verteufelungen“ nennst, sind für mich normale Handlungen eines Arztes, der versucht, derlei Scharlatanerie aus der Welt zu schaffen.

        • Liebe Tante Jay
          Du hast an meinen Naturpur- Seiten leider etwas falsch verstanden:
          a) Es geht dabei nicht um eine ‚komplett neue Medizin‘, also zur Behandlung, sondern um ein komplett neues System zur GESUNDUNG!
          b) Das hat sogar einen wissenschaftlichen Namen: Salutogenese und hat mit Medizin, die über die Seite des Leichen- aufschneidens und über Krankheit kommt, absolut nichts zu tun. Mein Blog- Beitrag von heute verdeutlicht diesen Unterschied.
          c) Was ich vortrage ist nicht bloß ‚meine Auffassung‘ und schon gar nicht ‚Scharlatanerie‘, sondern jedes Detail ist wissenschaftlich belegt. Es hat bloß noch nie jemand all diese Arbeiten so einfach verständlich zusammengefasst.

          • a) der Unterschied ist? Medizin ist per se der Gesundung des Menschen gewidmet, hasi 😉

            b) Prävention =|= Gesundung. Wer Prävention betreibt, muss nicht gesunden. Der ist gesund und will nur nicht krank werden. Wenn du jemanden gesund machen willst, machst du Medizin, punkt aus ende. Dass du natürlich in die Schiene nicht reinwillst, ist auch klar – das gibt sonst wieder Mecker vom Anwalt. *g*

            c) Also hast du die eierlegende Wollmilchsau erfunden? Du kannst sicherlich die entsprechenden (Doppelblind-)Studien vorlegen? Und fang jetzt nicht an wie der Hamer, der sich nicht entblödet, Notizzettel als „Verifikationen“ auszugeben.

        • Liebe Tante Jay,
          wenn Du nichtmal den Unterschied zwischen
          a) Gesundung, also das ertüchtigen des Körpers um Krankheiten von sich aus ’niederzubügeln‘ und ursächliche Problembeseitigung und
          b) der Symptomunterdrückung der Schulmedizin
          erkennen kannst, muss unser Austausch leider enden.
          Für untermauernde, wissenschaftliche Studien kannst Dir gern meine Diplomarbeit (Titel: Das ES- Modell‘, meint Evolutions- basierte Salutogenese), mit zig wissenschaftlichen Quellen, kaufen … 😉

  11. Weißt Du, Tante Jutta, zum Teil find ich’s ja ganz lustig wie Du Dich hier auslässt – und Deine Ahnungslosigkeit preis gibst.

    Tante Jay bitte. Soviel Zeit muss sein und ist dem normalen Respekt geschuldet. Ahnungslos…wir werden sehen.

    Ich hab mir jetzt nicht die Mühe gemacht, mich durch Deine Texte zu quälen, vermute aber mal, dass ein Doc Dir etwas gesteckt hat, was nicht so lustig ist und für Deine „ehemals gute Bekannte“ Grund war, Dir einen Wink zu geben.

    Aha. Du konstatierst Ahnungslosigkeit indem zu zugibst, keine Ahnung zu haben. Das ist schon mal ein guter Anfang.

    Das, was Hamer als GNM veröffentlicht hat, hat mit der nebulösen Psychosomatik oder irgendwelchen „inneren Konflikten“, geschweige dem, was Du verstanden hast, Null Komma Null zu tun.
    Hamer hat „lediglich“ festgestellt – wie vor ihm eine ganze Reihe anderer Biologen und Mediziner – dass ganz bestimmte Formen von äußeren oder inneren Reizen ganz bestimmte Reaktionen (landläufig als Stress bezeichnet) bewirken.
    Diese Reaktionen können sowohl psychisch wie auch physisch erscheinen. Der psychische Stress geht mit dem physischen einher. Beides sind Symptome einer gemeinsamen Ursache. Psyche ist nicht der Auslöser.
    Deswegen ist es Blödsinnn, wenn Du schreibst, man könne z. B. Krebs mit „Psychotherapie“ heilen. Das war DEINE Behauptung, nicht die Behauptung Hamers.

    Ach nein? Dann muss ich das hier wohl falsch interpretiert haben?
    Der Auslöser einer jeden sog. Krankheit ist immer ein Biologischer Konflikt, ein hochdramatisches Schockerlebnis – DHS genannt
    1. Ein Patient schafft es nicht, seinen ursprünglichen Konflikt oder seine Anschlußkonflikte zu lösen, dann stirbt er an Kachexie (Auszehrung).
    2. Ein Patient hat eine zu lange Konfliktdauer, z.B. über sechs Monate, und kann erst dann eine Konfliktlösung finden. Die konflikt-gelöste Heilungs- phase wird um so beschwerlicher, je länger der Konflikt gedauert hatte.

    Konfliktlösung hab ICH bis jetzt immer in die Ecke der Psychotherapie gepackt. Du nicht? Achja. Quelle: http://www.neue-medizin.de/html/krebs.html
    also Hamers Seite selbst. Und willst du wirklich leugnen, dass die „Behandlung“ des Krebses darin liegt, dass man einfach nichts tut außer diesen „Konflikt“ zu lösen?

    Ich bin wirklich kein Arzt oder einem medizinischen Beruf nahestehend (wenn man mal die 5 Familienärzte ausnimmt), aber aus verschiedenen Gründen habe ich etwas mehr aufgeschnappt als andere.

    Da überschätzt Du Dich wohl. Aufgeschnappt hast Du ein Bisschen was, verstanden gar nichts. Muss ich leider so feststellen.

    Da spricht der Experte, vor dem ich mich wohl oder übel verneigen muss. *g*

    Hamer legt, grob gesagt, die Annahme zugrunde, dass jeder Krebskranke ein auslösendes Schockmoment hatte, was den Körper im Rahmen der „Heilung“ dazu bringt, Krebs zu entwickeln. Die Schmerzen bei Krebs sind Zeichen der Heilung.

    Hamer legt zugrunde, dass jede Krankheit, auch Krebs durch einen biologischen (keinen psychischen oder „inneren“) Konfliktschock verursacht wird. Dieser Schock also bewirkt im Organismus (körperlich wie psychisch) eine vorübergehende, zwangsweise Anpassungsreaktion (guckst Du Wikipedia: Anpassungsreaktion), die gekennzeichnet ist durch einen Wechsel des Vegetativums zwischen Sympathikotonie und Parasympathikotonie, einer Veränderung der hormonellen Konstellation, des Stoffwechsel, Gewebeveränderungen an bestimmten Organen zum Zweck der Leistungsanpassung, Änderung des Muskeltonus, der Darmtätigkeit, der Nierentätigkeit, des Schlafrhythmus etc. pp. und natürlich des psychischen Befindens.
    Schmerzen treten auf, abhängig von dem betroffenen Organ/Gewebe, in der sympathikotonen und/oder parasympathikotonen (vagotonen) Phase. Wann wo was weh tun wird, lässt sich vorhersagen, somit böse keine Überraschung und kein Grund zur Panik. Und auch keine Grund für flappsige SM-Sprüche wie „Jetzt geht’s wohl zu Ende“ mit nachgeschobener Morphiumspritze, wie das leider regelmäßig zu beobachten ist.
    Speziell bei den Gewebeveränderungen, auf denen von Dir und anderen herumgehackt wird („Hamer heilt Krebs durch Psychotherapie“ – so ein Schwachsinn!) reicht die Palette vom banalen Ekzem bis hin zum Pankreas-Ca.
    Hamer war nicht der erste, der das entdeckt hat, aber der erste, der die Zusammenhänge bis ins Detail aufgedröselt hat.

    Eben nicht. Schau, Schauli, ich will dir ja nicht deine Illusionen nehmen, aber Krebs funktioniert so leider nicht. Er ist keine „natürliche“ Abwehrreaktion des Körpers auf irgendwelche Schockmomente. Er ist eine Wucherung die da nicht sein sollte.
    Und wenn man weiß, dass Hamer nach wie vor den Tod seines Sohnes nicht verwunden hat und aus dieser unbewältigten Trauer, aus seinem aufgestauten Hass und seiner Wut eine eigenständige „germanische“ Medizin, die sich von der „verjudeten“ Schulmedizin (das ist ein Zitat Hamers) unterscheidet, aufbaut, dann ist das einfach ein Verbrechen gegenüber seinen Opfern. Und ein klitzekleines bisschen rassistisch, meinst du nicht?

    Weil Du ja von fünf sicher exzellenten Medizinern umgeben bist, frägst Du sie einfach mal, was ein Postaggressionssyndrom ist und ob dieses evtl. einen biologischen Sinn haben könnte.

    Ich „frägte“ Tante Wikipedia. Der Artikel ist einer der schlechteren, weil genau gar nicht belegt. Aber als behandlungsbedürftiges Syndrom würde ich das, was da steht, eher nicht einstufen. Das sind normale Heilungsprozesse, aber nix, was man behandeln müsste. Die _zugrundeliegende_ Krankheit hingegegen muss u.U. durchaus behandelt werden.

    Die fortschreitende Wucherung der Beginn der „Verkapselung“. Und wenn man dran verreckt (sterben kann man DAS nicht mehr nennen), hat man das auslösende Konfliktmoment nicht übernommen oder an der Therapie gezweifelt.

    Wo hast Du diesen Mist gelesen?

    Nicht auf den Seiten der Neuen Medizin, das ist mal sicher. Sowas versaut die Quote.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Neue_Medizin
    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Germanische_Neue_Medizin
    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=GNM-Verifikationen

    Und bevor du Esowatch negierst – da hat einer ziemlich gründlich dem Haufen hinterherrecherchiert. Insbesondere die 30 „verifzierten“ Heilungserfolge sind dort auseinandergenommen. Und zu Trnava steht da folgender Satz:
    Die häufig in GNM-Kreisen zitierte „Verifikation“ der Fakultät für Krankenpflege und Sozialhilfe der Universität der slowakischen Stadt Trnava (deutsch Tyrnau), die von Hamer auch als „amtliche Verifikation“ bezeichnet wird, entstand während des von Hamer angestrebten Habilitationsverfahrens bei dem er, wie auch bereits vorher in Tübingen, durchfiel. Und zwar mit Pauken und Trompeten. Da lediglich Hamers Standhaftigkeit in seinem Glauben an die Neue Germanische Medizin verifiziert worden, sonst nix.

    Ich will nicht ausschließen, dass Krebs entsteht, wenn jemand einen emotionalen Schock erlitten hat. Oder wenn er über Jahre depressiv ist. Oder wenn es ihm einfach dreckig geht.

    Hört, hört! Wechselst Du jetzt die Richtung? Heute steht im Focus, dass allein schon Einsamkeit die Lebenserwartung drastisch verkürzt – stärker als Rauchen.
    http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/vorsorge/gesundheitsrisiko-lebensgefaehrliche-einsamkeit_aid_534999.html
    Vor ein paar Wochen war – ebenfalls im Focus – zu lesen, dass Stress das Krebswachstum fördert. Die Wissenschaftler sind jetzt auf das Adrenalin aufmerksam geworden. Sorry, das hätte ihnen der „olle“ Hamer schon vor Jahren verraten können.
    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/news/tumorwachstum_aid_53239.html

    uuuuuuuuuuuuuih, das medizinische Fachblatt Focus. Artikel die IMMER neutral und fundiert recherchiert sind. Achtung, Ironie. *g*
    Ich sagte, ich will nicht ausschließen, das dem so ist – ich bin nach wie vor kein Mediziner und weiß nicht, was Krebs auslösen kann. Bestimmte Risikofaktoren gibt es, das weiß ich. Man kann sie nicht immer meiden, auch das weiß ich. Aber inzwischen hat sich weiter oben schon jemand zu Wort gemeldet. Und das, was da steht, hat durchaus Hand und Fuß. Im übrigen hast du das auch falsch geschrieben. Adrenalin hat negative Auswirkung auf die KrebsHEILUNG. Nicht positive auf das KrebsWACHSTUM. Steht so in deinem Artikel. Und nichts anderes wurde weiter oben kommentiert. Stress und der Umgang mit der Krankheit wird sich negativ auf die Heilung auswirken.

    Und falls noch jemand meint, NGM wär ne prima Sache: Es ist nachweislich KEIN Fall bekannt, dass jemand Hamers Pferdekur überlebt hat. Jeder einzelne, der sich der NGM anvertraut hat, ist inzwischen tot.

    Hm, warum sitzt ich noch hier? *die Augen roll*

    Ui, ein Geheilter. Schauli, KEIN einziger angeblicher von Hamer Geheilter konnte nachweisen, dass er an Krebs erkrankt war. Die Diagnose wurde von Hamer gestellt und dann nach Hamer behandelt. Ob es wirklich Krebs war weiß niemand. Am wenigsten Hamer, der den Erfolg verzweifelt braucht, um weitermachen zu können.
    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Germanische_Neue_Medizin#Bislang_keine_einzige_Heilung_durch_GNM

    Zitat: Zwar behaupten viele Hamer-Anhänger, sie seien durch die GNM geheilt worden, nur können diese in keinem einzigen Fall einen Beleg für eine vormals bestehende bösartige Krankheit erbringen…Solche Beispiele angeblicher Heilung durch die GNM könnte man noch dutzendfach aufführen, doch zeigen sie alle eines: die Diagnose haben sich diese „Kranken“ immer selbst gestellt und in keinem einzigen Fall der behaupteten Heilungen wurde die Diagnose durch eine histologische Untersuchung nachgewiesen, ohne die ohnehin nicht von einem bösartigen Tumor gesprochen werden darf.

    Nun? Das erinnert irgendwie an den Joswig. Schon 1000x Leukämie gehabt, kein einziges mal dran gestorben. Hamer kanns!!!1!

    Oder wurde wie Olivia Pilhar zwangstherapiert und lebt deshalb noch.

    Olivia lebt noch, weil sie die zwangsmedizinische Rosskur um Haaresbreite überlebt hat. Kannst Dich gerne aus erster Hand informieren.
    http://www.olivia-tagebuch.at/

    Aus ERSTER Hand hätte Olivia das Tagebuch geschrieben. Nicht ihr Vater und bekennender Hamer-Fan Helmut Pilhar. Aus erster Hand sieht anders aus. Und ein 30-kg-Tumor in einem Kind ist auch kein Spaß. Herr Pilhar ist verantwortungslos und verblendet. Und hat für seinen unreflektierten Glauben das Leben seiner Tochter gefährdet. Bäh, hör mir auf mit dem.

    Übrigens – wie ernst Hamer seine eigene Therapie nimmt kann man vielleicht daraus ablesen, dass er seinen eigenen Hodenkrebs konventionell durch Operation und Chemo hat behandeln lassen.

    Wie wenig Du weißt, sieht man aus diesem Satz. Entschuldige, das ist wirklich selten dämlich, was Du da bringst.

    Hamer Sohn starb 1978. Damit kam der Hodenkrebs. Den Hoden hat er sich entfernen lassen. Chemo bekam er keine. Nach seiner Genesung begann er zu forschen. 1981 veröffentlichte er seine erste Arbeit darüber.
    Vielleicht hätte er sich damals bei Dir melden sollen. Du hast sicher eine Kristallkugel, mit der er ’78 hätte 10 Jahre in die Zukunft schauen können.

    Gut, das ist das _einzige_ wo du Recht hast, das hab ich falsch gelesen. Insofern mea culpa.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Neue_Medizin#Ryke_Geerd_Hamer
    Wenige Monate später erkrankte Hamer an Hodenkrebs. Auf eigenen Wunsch ließ sich Hamer diesen Tumor an der Uniklinik Tübingen chirurgisch entfernen. In der Folge entwickelte er seine Theorie über die Entstehung von Krebserkrankungen…

    Feigling, elender.

    Schnepfe, dumme.
    (Sorry, konnte ich mir bei soviel Stuss wirklich nicht verkneifen)

    Oh, Herr Hamer, sie schreiben selbst?
    Nun, der Stuss liegt nicht wirklich auf meiner Seite. Artikel oben bei der Unrichtigkeit geändert, ansonsten bleibts so bestehen. Geht mir weg, ihr Verbrecher, alle miteinander. Rattenfänger und Seelendiebe, die ihr seid.
    Ihr quält Menschen, ihr tötet sie im Namen einer „germanischen Medizin“ die nicht mal einen Schuß Pulver wert ist. Und lehnt die „verjudete“ Schulmedizin ab. Mir tun die Leute leid, die auf euch reinfallen und ich kann nur hoffen, dass jeder einzelne von euch, die ihr die verzweifelten verführt, vor Gericht landen und dort abgeurteilt werden. Verdient hättet ihr es.

    • Ich hab aufgrund des exorbitant langen Textes mal meine Kommentare zwischen seinen Sermon gepfriemelt. War ja nur eine Frage der Zeit bis mal jemand von dem Haufen hier auftaucht.

      • Respekt, wieviel Zeit Du für solche Leute vergeudest.
        Andererseits – machst Du das nicht, denken vielleicht noch andere LEser, du stimmtest denen zu …

  12. „Normaler“ Respekt? Ja, klar doch 🙂

    Du hast wirklich Humor, Tante J., das muss man Dir lassen.

    Ich hatte Dich gebeten, Dich über das Postaggressionssyndrom schlau zu machen. Damit hatte ich nicht einen Wikipedia-Artikel gemeint. Focus ist keine Fachlektüre, Wikipedia auch nicht.

    Schau mal hier: Postaggressionssyndrom

    Der Artikel im Journal of Clinical Investigation, auf den der von mir verlinkte FOCUS-Artikel sich bezog:
    http://www.jci.org/articles/view/40802

    Kurz zum Fall Olivia:

    Aus ERSTER Hand hätte Olivia das Tagebuch geschrieben. Nicht ihr Vater und bekennender Hamer-Fan Helmut Pilhar. Aus erster Hand sieht anders aus. Und ein 30-kg-Tumor in einem Kind ist auch kein Spaß.

    Wo war denn von einem 30 kg schweren Tumor die Rede? Hab ich da etwas übersehen?
    http://olivia-tagebuch.at/index.php/tagebuch-link/teil-2/medizinische-bilanz.html

    Herr Pilhar ist verantwortungslos und verblendet. Und hat für seinen unreflektierten Glauben das Leben seiner Tochter gefährdet. Bäh, hör mir auf mit dem.

    Veranwortunglos… verblendet… in unreflektiertem Glauben… Wirklich bedauernswert, wie Du über Menschen urteilst, denen Du gar nie begegnet bist, von denen Du nichts weist, außer den Parolen, die Du von irgendwelchen Schmierfinken übernommen hast.

    Hältst Du Dir mit Deinen Beschuldigungen nicht selbst den Spiegel vor? So benimmt sich ein pubertierendes Mädchen, aber keine erwachsene Frau.

    Ach nein? Dann muss ich das hier wohl falsch interpretiert haben?
    Der Auslöser einer jeden sog. Krankheit ist immer ein Biologischer Konflikt, ein hochdramatisches Schockerlebnis – DHS genannt

    1. Ja, hast Du falsch interpretiert.
    2. Lies nochmal genau: BIOLOGISCHER Konflikt. Wir reden von Biologie, Tante, nicht von Psychologie.

    1. Ein Patient schafft es nicht, seinen ursprünglichen Konflikt oder seine Anschlußkonflikte zu lösen, dann stirbt er an Kachexie (Auszehrung).

    2. Ein Patient hat eine zu lange Konfliktdauer, z.B. über sechs Monate, und kann erst dann eine Konfliktlösung finden. Die konflikt-gelöste Heilungs- phase wird um so beschwerlicher, je länger der Konflikt gedauert hatte.

    Zu 1. Dieser Satz, den Du als „hat selber schuld, weil Konflikt nicht gelöst“ auslegst, ist lediglich ein Bezug auf den zwar bedauerlichen, aber biologisch zwangsläufigen Vorgang, wenn ein Individuum zu lange im Dauerstress befindet, bei erhöhtem Stoffwechsel mit reduzierter Verdauung. Die Patienten verhungern trotz Nahrungsergänzung. Die detaillierten Vorgänge kannst Du nachlesen, wenn Du z. B. bei http://books.google.de nach „postaggressionsstoffwechsel auszehrung“ suchst. Oder eben Deinen Onkel Anästhesisten fragst.

    Auch die Suche nach „tumorkachexie“ bringt Dir entsprechende Infos. Du wirst dann nachlesen können, dass traurigerweise ca. 20% der Tumorpatienten nicht an ihrem Krebs, sondern an dieser Auszehrung sterben. Auf dieses und nichts anderes weist Hamer mit o. g. Satz hin. Punkt.

    Zu 2. Ebenfalls ein rein biologischer Vorgang. Eigentlich brauche ich nichts hinzuzufügen. In der konfliktaktiven Phase (Dauerstress) herrscht kataboler Stoffwechsel, erhöhter Blutzucker, Fett- und Eiweißabbau, teilweise bis an die Grenze, evtl. auch Gewebeveränderungen.

    Nach der Lösung des biologischen Konflikts (Stress weg) muss regeneriert und repariert werden, um wieder den Normalzustand = Gesundheit herzustellen. Dieser Vorgang kann sehr intensiv werden, zum Teil so intensiv, dass er vorhersehbar nicht zu überleben ist. Das ist sehr tragisch, hat aber nichts mit Schuldzuweisungen gegenüber dem Patienten wie „hat versagt“ o. ä. zu tun!

    Konfliktlösung hab ICH bis jetzt immer in die Ecke der Psychotherapie gepackt. Du nicht? Achja. Quelle: http://www.neue-medizin.de/html/krebs.html
    also Hamers Seite selbst. Und willst du wirklich leugnen, dass die „Behandlung“ des Krebses darin liegt, dass man einfach nichts tut außer diesen „Konflikt“ zu lösen?

    Dann hast Du „Konfliktlösung“ leider in die falsche Ecke gepackt. Ich wüsste nicht wo Hamer behauptet, dass „man einfach nichts tut außer diesen „Konflikt“ zu lösen“.

    http://neue-medizin.de/html/therapie.html

    Einen Kommentar zu esow* etc. spar ich mir. Du könntest auch was aus der Bildzeitung zitieren. Das würde mich gerade so wenig interessieren.

    Ui, ein Geheilter. Schauli, KEIN einziger angeblicher von Hamer Geheilter konnte nachweisen, dass er an Krebs erkrankt war. Die Diagnose wurde von Hamer gestellt und dann nach Hamer behandelt.

    Weißt, Tantchen, Du kennst nur die Theorie und ein wenig Geschreibsel einiger esow*tch-Wirrköpfe aus dem Internet, bastelst Dir daraus eine „Meinung“ zusammen und willst damit Deine Leser beglücken. Ich hab im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von Leuten kennengelernt, die ihre Erstdiagnose nicht von Hamer, sondern einem Internisten, Onkologen etc. erhalten haben. „Tut uns Leid, aber sie haben… Ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit.“

    Bei einigen hat sich die Prophezeiung selbst erfüllt. Andere gibt’s, die laufen immer noch quietschfidel durch’s Leben, obwohl sie laut SM-Diagnose schon seit Jahren unter der Erde sein sollten. Manche davon sind wieder völlig gesund, andere haben sich mit ihrem Programm arrangiert, führen damit ein relativ normales Leben. Ihren Ärzten sind sie alle ein Dorn im Augen, denn Spontanheilungen gibt’s ja angeblich nur eine auf 100.000 Fälle. Aus Sicht der GNM ist die Spontanheilung der Regelfall, weil unser Körper eben das zwanghafte Bestreben, sich zu reparieren. Frag Deine Onkel mal, was Homöostase ist.

    Belege für solche Heilungen? Wer würde sie akzeptieren wollen? Die Esow*tch-Lausbuben? Diese Leute, die ich kenne, haben zum Teil ziemlich heftige Geschichten erlebt, bevor sie erkrankt sind. Ich glaube nicht, dass sie es sich gefallen lassen müssen, ihr Privatleben vor diesen Rotznasen zu strippen, um sich dann bespucken und durch den Dreck ziehen zu lassen.

    Es gibt einige Wenige, die trotzdem den Mut haben und mit ihrer Lebensgeschichte an die Öffentlichkeit gehen. Würdest Du Dich dafür interessieren? Wärst Du bereit, Dich unbefangen damit auseinanderzusetzen? Ich bezweifle das, ganz ehrlich.

    Abschließend: Ich drück Dir die Daumen für Deine OP.

    Das hier fand ich noch ganz lesenswert:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32927/1.html

    • So, machen wirs mal nicht ganz so kurz und knapp:

      1. Du nutzt medizinische Nebelkerzen („biologischer Schock“ was für ein exorbitanter Blödsinn), um deinen dillettantischen Schlußfolgerungen den Anstrich von Seriosität zu verleihen. Nur – das funktioniert nicht. Der Körper funktioniert so nicht. Ebensowenig wie er auf Payolis Art funktioniert.

      Beim Krebs ist an irgendeiner Stelle was im Stoffwechsel gestört. Die Zelle dreht durch und wird zum Krebs. Was und warum und wieso – das ist Schwerpunkt der Forschung. Und die Ärzte, die ich kenne, sind die ersten, die zugeben, dass man noch verdammt wenig drüber weiß. Nur – das kann nicht dazu führen, dass auf einmal ein Psychopath von Hamerschem Format kommt und Leute, die behandelbar sind und noch durchaus Lebenschancen hätten, einfach umbringt.

      Und wenn sie dann – unter teilweise elenden Schmerzen – verreckt sind, kommt dann Hamer und sagt, dass sie ihren biologischen Konflikt nicht lösen konnten. Diese Art der Rattenfängerei, die zusätzlich zur Krankheit auch noch die Verantwortung auf den Patienten verlagert („du bist schuld, dass du krank bist, weil du deinen Konflikt nicht lösen kannst“) ist übelste Gehirnwäsche.
      Und na-tür-lich ist das alles Psychotherapie, was denn sonst? Erzähl doch keinen Stuß von medizinischer Behandlung. Gesprächstherapien, die dem Patienten helfen sollen, seine Konflikte zu lösen sind psychotherapeutsche ansätze und sonst nix. Da kannst 1000x das Etikett „biologischer Konflikt“ draufkleben – es ist und bleibt psychische Gehirnwäsche.
      Und die Forschung zu Postaggressionsstörungen dreht ihr auch noch solange rum, bis sie in euer Weltbild passt. So funktionierts aber nicht.

      Zu Hamer und seiner Habilitationsgeschichte: Er ist doch so stolz drauf, dieses Papier aus Trdingsda zu haben. Nur – eine Habilitation oder Anerkennung medizinischer Forschung sieht doch deutlich anders aus. Dass du Esowatch nciht gelten läßt („Bildzeitung“) und damit komplett die Auseinandersetzung verweigerst, ist noch ein übriges. Esowatch ist eben NICHT Bildzeitung, sondern die haben die einzelnen „Heilungen“ hinterherrecherchiert, keine einzige wurde entsprechend verifziert.

      Es gibt irgendwo in Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern einen „Geheilten“ den man mit den Worten zitieren kann „ich hab schon x-mal Leukämie gehabt, das ist ganz harmlos, ich hab mich immer selbst geheilt“. Ja, neee is klar.
      So – und nun mal zu „Homöostase“ und „Homöopathie“: Im Bereich Placebo helfen die gut. D.h. der Körper _hat_ bis zu einem gewissen Grad Selbstheilungskräfte, sonst würden wir alle nicht sehr alt werden. Der Körper kann Wunden heilen, der kann Knochen flicken, wenn man ihm Zeit läßt, aber bitte – alles hat seine Grenzen. Es gibt Erkrankungen, die kann er nicht heilen. Degenerative Knochenerkrankungen z.b. aufgrund des Alters. Arthrose z.b., UND KREBS. Geht nicht. Das ist eine Erkrankung, die Behandlungsbedürftig ist – und Hamer verweigert seinen Patientne diese Behandlung und er zerstört systematisch das Vertrauen in die Ärzte, die verantwortungsvoll mit dem Menschen umgehen.

      Diese Spontanheilungen, wieviele davon haben tatsächlich Krebs gehabt? Oder ihn sich nur eingebildet? Die Zahlen, die vorgelegt werden, sind nicht belastbar, die Verifikationen sind unbrauchbar und das Weltbild, dass die „verjudete“ Schulmedizin anprangert, ist widerwärtig.

      Geh nach Hause, nimm deine Lebensgeschichte mit und freu dich das du lebst. Andere, die auf Hamer reinfallen, werden das Glück nicht haben.

      Ich klinge zornig? Ich bin es. Ich finde Leute wie dich zum erbrechen. Selbstgerecht, widerlich und…bäh…als ob man durch ne Jauchegrube watet.

      • Tante Jay, ich möchte Deine Aussagen einfach nur unterschreiben. Punkt.

        • Ich unterschreibe mal mit.
          Bin grad in einer onkologischen Reha, die ich aus beruflichen Gründen leider viel zu lange aufschieben musste, und die Dinge die Hamer und seine Adepten von sich geben, dürften für fast alle hier wie der blanke Hohn klingen. Leider fällt dieser Schwachsinn hin und wieder doch auf fruchtbaren Boden und die armen Schweine, die drauf reinfallen, berauben sich unter Umständen ihrer letzten Heilungsaussichten oder zumindest einiger Lebenszeit.

          Es ist weiß Gott nicht alles in Ordnung in unserem Gesundheitssystem und wenn man das Pech hat bei den gar nicht so seltenen „seltenen Erkrankungen“ zugeschlagen zu haben, kann es unter Umständen recht düster aussehen. Aber Hamer und Konsorten werden NIEMALS eine Alternative sein können.

        • Und wenn die merken, dass es hier keinen Blumentopf zu gewinnen gibt, ist hier vielleicht auch Ruhe.
          Telefon ist seit ein paar Tagen wenigstens merklich ruhiger.

        • Ich bin gerade dabei, das „Tagebuch“ von Olivias Vater zu überfliegen – haarsträubend!

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