Das Kreuz mit dem Binnen-I


Hachja, ich mach mir mal die Hälfte der Frauen hier zum Feind.Ich bin durch Zufall auf den Spiegelfechter gestoßen. Und auf das extreme Gegenbeispiel, das Piratenweib.

Und beim Lesen des Posts ist mir bewusst geworden:

Ich mag das Binnen-I nicht.

Warum nicht?

Nun ja, unter uns: Was bringt diese Sprachverhunzung denn? Und vor allem ist es eine Sprachverhunzung nur der positiv besetzten Begriffe. TeilnehmerInnen gibts. Aber MörderInnen? Schon mal gesehen? Liebe Damen, so gehts nicht. Wenn schon Gleichberechtigung, dann bitte allerorten. Und nicht aufschreien, wenn einer plötzlich MörderInnen schreibt. Auch Frauen morden. So sind Menschen.

Natürlich gibt viel zu tun, aber vor allem müssen die Bollwerke, die die unsägliche Alice Schwarzer gebaut hat, eingerissen werden. Es ist kein Geschlechterkampf. Und Gleichberechtigung ist erst erreicht, wenn jeder gleich behandelt wird – auch gleich schlecht. Und wenn keine Frau mehr einem Mann vorgezogen ist, nur weil sie eine Frau ist.

Ja, das ist, was mich betrifft, auch das Aus für die Frauenquote. Die hat sich überholt, wenn sie denn je berechtigt war. Das kann ich nicht beurteilen, zu der Zeit ging ich in den Kindergarten.

Nein, es ist kein Geschlechterkampf, egal was die Feministinnen uns Glauben machen wollen. Mit Hass ist kein Blumentopf zu gewinnen. Und einen Menschen zu hassen und bis aufs Blut zu bekämpfen, nur weil er das falsche Geschlecht hat, geht auch ein wenig übers Ziel hinaus, oder? Gilt übrigens für Männer und Frauen in gleicher Weise.

Ebenso das Bedürfnis, jemanden unbedingt verteidigen zu wollen, nur weil diese MenschIn das richtige Geschlecht hat.

Es wird – zu Recht – angeprangert, dass in islamischen Ländern Frauen verurteilt werden, weil sie für sich dieselben Rechte in Anspruch genommen haben, wie die Männer sie besitzen. Weil sie sich ihren Lebenspartner selbst wählen wollten.

Warum wird hier nicht angeprangert, dass Väter nach der Scheidung faktisch enteignet sind? Ich erlebe es gerade bei 2 meiner Freunde. Der eine hat ne trickreiche Ehefrau und nen miesen Anwalt. Ergebnis: Haus hat sie, Kinder hat sie, er zahlt alles. Und lebt jetzt (als Gutverdienender) von einem Betrag, der zum Leben zuviel und zum Sterben zuwenig ist. Und das mit über 50.

Er wollte sich einigen. Sie erst auch, aber dann hat ihre beste Freundin ihr gesagt, dass sie doch mit ihm ihre besten Jahre verschwendet hätte und dass er jetzt dafür zahlen soll. Ich hab des öfteren ein Häufchen Elend hier sitzen zum trösten. Und ja, ich weiß genau, was stimmt, ich bin ziemlich hautnah dabei und kenne die Schriftsätze. Er hat jetzt zumindest nen anderen Anwalt, vielleicht siehts demnächst besser aus.

Das Problem ist, dass viele meiner Geschlechtsgenossin Gleichberechtigung verwechseln mit grenzenlosem Egoismus und hemmungslosem Ausleben aller Aggressionen. Männer sind für sie keine Menschen sondern irgendwas aus dem tierischen Bereich und gerade mal gut genug, um Kinder zu zeugen. Aber so funktioniert das Miteinander nun mal nicht.

Ich bin als Administratorin in einem Beruf beschäftigt, wo mir _immer_ wieder Vorurteile entgegenschlagen. Natürlich tut es das, das kann auch nicht wirklich anders sein. Es ist ein technischer Beruf und in vielen Hohlköpfen sitzt halt drin, dass Frauen das nicht können.

Aber – und das ist ein Vorteil, den Frauen haben: Diplomatie. Ups, hab ich das eben wirklich geschrieben? *g*

Aber es ist tatsächlich so,  im allgemeinen bin auch ich lernfähig und weiß genau, dass man die Fliegen mit Zucker fängt und nicht mit der Peitsche. Wenn ich aber merke, dass ich da ein borniertes Arschloch vor mir hab, werde ich auch schon mal etwas härter in der Gangart.

Ich hole mit Freundlichkeit und Zugeständnissen für meine Schulen erheblich mehr raus als mein Kollege vorher, der grundsätzlich auf Konfrontationskurs war.

Wenn ich dann noch darauf hinweise, dass ich wirklich ein *wenig* überlastet bin, bekomme ich auch Hilfe. Und ich bin nicht zu stolz, sie anzunehmen, nur weil ich der Meinung bin, dass ich besser sein muss als alle Männer.

Das ist doch Bullshit, liebe Feministinnen. Haltet die Bälle mal was flacher. Nicht immer ist ein kritischer Berich auch ein Manifest gegen Frauen. Sondern viel häufiger gegen die Auswüchse, die ihr selbst geschaffen habt mit eurer extremen Haltung.

Männer sind keine Feinde. Männer können echte Freunde sein. Man muss das nur zulassen. Und den Gegenüber sehen, als das was er ist:

Ein Mensch.

Veröffentlicht am 16. August 2010 in Allgemein und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 72 Kommentare.

  1. Ja – das mit dem Binnen-I nervt mich auch. Es ist meiner Ansicht nach ein Ausdruck falsch verstandener Gleichberechtigung – ein pseudo-politisch-korrekter Ausdruck!

    Ich stimme außerdem zu, dass man mit Diplomatie und Freundlichkeit viel weiter kommt, als mit Agression und Sturheit – ich bin zwar ’n Kerl, aber das habe sogar ich erkannt.

    Und nicht nur Frauen sollten nicht zu stolz sein, mal Hilfe in Anspruch zu nehmen, manchem Mann schadete es ebensowenig – manche Sachen kann man nicht alleine erledigen oder sie dauern dann unendlich viel länger oder sind sehr viel schwieriger zu erledigen.

    Andererseits ist es leider auch bei uns in Deutschland immer noch so, dass da alte, meiner meinung nach völlig überholte, Rollenklischees in den Köpfen rumgeistern. Frauen können grundsätzlich alles was auch Männer können – Männer haben da einen entscheidenden Nachteil – sie müssen immer alles können (außer Kinderkriegen – das können wirklich nur Frauen – glaub ich 😉 ).
    Und diese Klischees sind es, die zu vielen Misverständnissen führen. Eben das Beispiel von der Frau, die von ’nem Kerl keine Hilfe annehmen will und sich herrab gesetzt fühlt, obwohl „der Kerl“ nur der Meinung war, mit Hilfe ginge es einfacher und schneller als alleine. Hey – da muss man durch, wer sich nicht helfen lassen will, obwohl’s sinnvoll ist, der/die ist einfach nur ’n bisschen dämlich (ich habe das auch schon durch). Scheiße! Wenn euch einer helfen will, dann lasst euch helfen – nehmt es einfach als feundliches Angebot!
    Auch der Rücken wird es danken.

    /edit Tantchen:
    Den Witz hab ich mal rauseditiert. Trägt nicht zur sachlichen Diskussion bei UND würde JoyntSoft auf die Hassliste von gewissen Leuten setzen. Ne, nich hier bitte. 😉
    Und meinen Kommentar hab ich auch nacheditiert, der war gemein. sorry dafür.

  2. Vielen Dank – es freut mich sehr, wenn ich sehe, dass eine Frau in einem sogenannten „Männerberuf“ trotzdem keine überhebliche Feministin ist, sondern Männer immer noch als gleichberechtigt einstuft 😉

    • Das ist ja was ich nicht verstehe. Wir teilen uns diese Welt hier. Und jeder hat das gleiche Recht hier zu sein. Ich genauso wie jeder andere. Diese ewige Anfeinderei geht mir auf den Keks. Man könnte erheblich mehr erreichen, wenn man mal endlich diese Keilerei untereinander einstellen würde.

      Wir sind alle Menschen. Das sollte doch eigentlich genug sein um Frieden halten zu können *seufz*

    • Gott sei Dank habe ich in meinem beruflichen Umfeld mit der Anerkennung als Frau in einem technischen Bereich (ich bin Ingenieurin) nie Probleme gehabt. Klar kann ich nicht alles – einen Server mit 45kg schieb ich nicht so eben alleine ins Rack. Der durchschnittliche Mann aber auch nicht.
      Und ja, ich genieße es durchaus, wenn mir ein Mann höflich die Tür aufhält oder in die Jacke hilft, das tut meiner Weiblichkeit gut – kostet mir aber keinen beruflichen Respekt – denn den habe, wenn ich gute Arbeit leiste, nicht wenn ich mich „unweiblich“ gebe oder als Emanze durchs Leben trample.
      Daher habe ich auch eine gewaltige Aversion gegen das Binnen-I. Ich habe es bisher immer geschafft, es in Texten aller Art zu umgehen. Notfalls durch Ausschreiben von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und ähnlichem. Sobald ich dieses I lese, habe ich schon Vorbehalte gegen den Autor oder (meist) die Autorin… 😉

      Da fällt mir ein – einmal habe ich eine Teilnehmerin eines Projektmanagement-Seminars verärgert: „Sie sprechen immer vom Projektmanager. meinen Sie etwa, als Frau kann man das nicht? Also das finde ich ziemlich daneben! Also ich lege Wert darauf, dass Sie akzeptieren, dass man das als Frau auch kann, sonst werde ich mich über Sie beschweren!“

      *facepalm* *Kopf-Hand-SystemwiedervonderTischplattepfriemelnd*

  3. … der zum Leben zuviel und zum Sterben zuwenig …

    Eher anders herum: zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. 😉

  4. Tante Jay, du hast ja so recht: wenn sich jeder mal ein wenig zurücknehmen würde, dann wäre alles so viel einfacher.

    Wenn Frauen anfangen, ständig und überall darauf zu pochen, dass man Rücksicht auf sie nimmt und immer beide Geschlechter in jedem Text gleichberechtigt nennt (und das nervt ehrlich) – dann sind sie für mich genauso wenig ernst zu nehmen, wie alle anderen, die meinen sich auf irgendetwas herunter reduzieren zu müssen (Geschlecht, Religion, Hautfarbe/ethnische Zugehörigkeit, sexuelle oder politische Ausrichtung oder was auch immer). Ich frage mich bei solchen Leuten immer: „Habt ihr keine anderen Lebensinhalte als euer Geschlecht, eure Hautfarbe … ?“

    Also ich bin eine Frau und kokettiere durchaus auch mal damit, ich bin weiblich, lasse mir von meinem Mann helfen, führe den Haushalt, mag Sex (was haben Feministinnen eigentlich dagegen, auch mal Sexobjekt zu sein?), backe und nähe gern … und ich kann trotzdem mit Werkzeugen umgehen und tue es auch, mein Mann zollt mir viel Anerkennung dafür, dass ich den Haushalt von ihm fern halte und ihn in seiner kleinen Adminwelt leben lasse und dafür unterstützt er mich bei meiner Arbeit – wir sind vollkommen gleichberechtigt in unserer Beziehung und trotzdem haben wir eine – von Feministinnen belächelte oder sogar verabscheute – typische Rollenverteilung. Und was soll ich sagen: ich bin glücklich, ich mag es so, ich will es so und ich stehe dazu. Er geht 10 Stunden am Tag arbeiten, ich hab dann genug Zeit für den Haushalt, meine HP, meine Studien und die Bücher die ich schreibe und alles ist prima. Ich mag keine Klos putzen, er mag keine Kundengespräche, aber wir beide müssen da einfach durch – ich respektiere, dass er seinen Job macht, er respektiert meinen und keiner von uns musste jemals dafür kämpfen. So gehts doch auch… Ich bin gleichberechtigt und muss mich trotzdem nicht wie eine überdrehte Emanze aufführen und allen erzählen, dass ich meine HP selbst programmiere oder mich wie ein Mannweib aufführen…
    herje, ich gerate gerade ins Labern – ist halt ein Thema, dass mich gerade aktuell auch beschäftigt.

  5. Emanzipation. Ein sehr umfangreiches Thema, wie ich meine. Interessant finde ich da so manchen Aspekt, der gerade bei Feministen (oder doch Feministinnen? :P) auf tritt. Beispiel von Kryptische: Da wuerde wahrscheinlich jeder Feminist aufschreien, dass du tun sollst, was dir Spass macht und nicht unterdruecken lassen sollst. Was, wenn es aber so schon ist und es sich zufaellig mit diesen „Da ist man unterdrueckt“-Schema deckt? Das interessiert nicht, denn du hast sofort einen „Maennerberuf“ zu machen, damit du es diesen ganzen Machos („und das sind sie ALLE!“) zeigst, denn so wie es jetzt ist, kann es dir keinen Spass machen. UND KEINE WIDERREDE!
    Das ist ja ja dann wirklich und du redest gegen eine Mauer an und dir den Mund fusselig, damit dir doch jemand glaubt, dass du es tatsaechlich selbst so willst. Und selbst dann laechelt und nickt man nur und im gleichen Zuge bemittleidet man dich und blickt scharf zu dem Sklaventreiber von Mann an deiner Seite.

    Ein anderer Aspekt ist mir auch des oeffteren schon aufgefallen. Feministen wollen immer nur, aber das „muessen“ darf gerne weg bleiben. Beispiel Bundeswehr: Frauen duerfen dort hin, maenner muessen (sofern tauglich). Ja, ich weiss, dass Frauen da gerne mal noch so 9 * x, wobei x eine Ganzzahl groesser 0 ist, Monate haben, die sie nicht einfach abgeben koennen und deshalb ist das auch kein soooo gutes Beispiel, aber es geht mir da um den Grundgedanken. Man will halt auch mit spielen, aber wenn es zum Pflichtfach wird ist man ploetzlich ganz leise mit den Forderungen.

    Ich verstehe diesen ganzen Terz oft einfach nicht. Eine Freundin von mir naeht, Strickt, Haekelt und und und gerne. Eben dieses ganze „Frauenzeug“. Das kenne ich aber auch von Freunden. Beide Geschlechter koennen das moegen, mal mehr, mal weniger. Von beiden (maennlich und weiblich) weiss ich, dass sie das sehr gerne tun und ne menge Spass daran haben. Ich hab davon auch schon profitiert und jetzt einen tollen schwarzen Umhang 😀
    Umgekehrt hab ich eben eine Affinitaet zur Technik. Gebt mir ein neues Geraet, 30 Minuten Zeit und ich kann euch zeigen, wie das Teil funktioniert und wie man gar noch einige tolle Spielereien nutzt. Aber ich koche auch gerne und das ohne rezept. Ich probiere herum und meistens ist das auch gut essbar und vor allem geniessbar, wenn gleich sowas eben auch mal schief gehen kann. Ist eben so 🙂

    Kurz um: Wir sind alles Menschen mit verschiedenen Begabungen und Interessen. Nutzt diese und alles wird gut. Versucht euch jemand das streitig zu machen, dann wehrt euch. Aber verbeisst euch nicht und tut Dinge, die ihr nicht wollt oder macht sie euch unnoetig schwer, weil man es den anderen „zeigen“ muss.
    Merke: Wehren, wenn bedarf besteht, aber ansonsten leben und geniessen 😉

    MfG
    Sieben90

  6. Es kommt doch nur darauf an, was zwischen den Ohren abläuft. Das ist auch das schöne am Internet. Oft weiß man gar nicht, mit wem man da spricht oder welches Geschlecht einem gegenüber ist.

    Ich bin ja parteilich organisiert und stoße mit meiner Meinung zur Quote immer wieder auf merkwürdige Leute. Meistens Frauen *g*.
    Alle wissen, dass einige wirklich unfähige Frauen im Stadtrat sind, die lediglich über die Quote reingekommen sind. Das Theater, was es immer gibt, wenn ich für die Aufhebung der Quote plädiere, könnt ihr euch sicher denken. Es gibt natürlich auch unfähige Männer im Rat. Auch das hängt mit der Quote zusammen. Der Anteil ist aber meiner Meinung nach geringer. Problematisch wird es erst recht, wenn dadurch fähige Leute dadurch nicht in den Rat kommen.
    Hinterher beklagen sich dann alle, dass man nicht vernünftig arbeiten kann.

    Vergessen darf man aber auch nicht, dass es noch genug Deppen gibt, die Frauen für minderwertig halten. Die tarnen sich inzwischen ziemlich gut, aber es gibt sie noch und es sind nicht wenige. Man sollte eigentlich denken, dass das eine Frage des Alters ist, aber leider sind es auch jüngere (unter 30) Männer.

    Was mich auch nervt, ist die Forderung, bei gleicher Qualifikation Frauen bevorzugen zu müssen. Wenn dem Chef (oder der Chefin *g*) der Mann sympathischer ist, muss er trotzdem die Frau nehmen. Ob das der Team-Arbeit förderlich ist?

  7. Ergebnis: Haus hat sie, Kinder hat sie, er zahlt alles.

    Auch wenn nicht ganz zum Thema, aber das klingt nach Allan von Two and a half men.

    Zum Thema: Das mit dem „sie kriegt alles, er zahlt“ ist nicht immer so (zum glück). Manchmal aber auch zum Leidwesen der Frau und den Kindern. Sehe es z.Z. bei meinem Cousin. Er ist 10 oder 11, seine Eltern haben sich scheiden lassen. Sein Vater zahlt zwar Alliemente und hat seinen Sohn auch 1 mal pro Monat für ein We, aber mehr auch nicht. Also mit Erziehung hat das nichts mehr zu tun und mein Cousin ist auch schon das 4. Kind wofür mein Onkel Allimente zahlt (alle andern 3 sind aber schon älter, also zahlt er aktuell nur für eins). Und seine Ex-Frau steht nun da, mit einem nicht-abbezahlten Haus, was niemand kaufen will, weil es einfach sch**** ist. Naja ich schweife ab.

    Auf der einen Seite finde ich es auch gut, dass es Frauen (und sicher auch Männer) gibt, die sich für die „Rechte“ der Frauen einsetzen. Es gibt nämlich tatsächlich noch Berufe wo eine Frau bei gleicher Arbeit weniger verdient als ein Mann.
    Auf der anderen Seite ist es natürlich so, dass viele Frauen (Feministinnen) gleich pauschalisieren und sagen, dass alle Frauen bei gleicher Arbeit weniger verdienen. Und dieses „wir kämpfen für die emanzipation der Frau, wollen aber die Unterdrückung der Männer“-gehabe ist wirklich schlimm.

    • Ich habe ja nicht gesagt, dass es nichts mehr zu tun gibt.
      Aber Symbolismus hilft nicht weiter – und er verdeckt den Blick auf das Wesentliche.

      Gleichberechtigung ist erst dann erreicht, wenn jeder das machen kann, was ihm liegt, ohne dass jemand doof guckt oder meint, er müsste ihm weniger bezahlen, weil er eine Frau ist.

      Erzieher in einem Kindergarten z.B. – wer das in Deutschland macht, sollte einen guten Anwalt haben.

      Aber das Binnen-I ist dem nicht förderlich.

      • Genau. Emanzipation ist dann erreicht, wenn sich eine Frau oder auch ein Mann entscheiden kann, Hausfrau oder Hausmann zu sein, ohne diskriminiert zu werden, für gleiche Arbeit das Gleiche bezahlt wird – Geschlecht egal, und man nicht nach „Frauen-“ oder „Männerberuf“ einsortiert wird.

      • In einigen Bereichen sind wir da schon weiter. Z.B. der von dir angesprochene Erzieher. Im Kindergarten meiner Tochter arbeitet sogar einer und auch Tagesväter sind hier einige zu finden.

        Gleichberechtigung ist erst dann erreicht, wenn jeder das machen kann, was ihm liegt, ohne dass jemand doof guckt

        Leider wird es wohl immer Berufe oder Tätigkeiten geben, die als nicht besonders männlich oder weiblich angesehen werden.

  8. @Sieben90 – da möchte ich glatt amen schreien 😉 Dein Fazit bringt es auf den Punk.

    Da mich das Thema aber gerade einfach fesselt:
    Oja, die Feministinnen schreien wegen mir ständig auf (ich laufe ihnen bei der „Arbeit“ (also im Verlagswesen) über den Weg). Wenn ich erzähle, dass mein Mann jeden Morgen Frühstück ans Bett bekommt, dreht sich ihnen der Magen um – wenn ich aber erzähle, dass er mir am Abend jeden Wunsch von den Augen abliest und ich mich dann nicht mehr rühre (wir haben halt andere Wachphasen), dann ist das aber völlig normal….

    Andererseits zeigen mir die sogenannten Feministinnen (es sind ja aber zum Glück nicht alle) eigentlich nur das gleiche Symptom, das mir viele Menschen zeigen: „nimm was du kriegen kannst, aber gib nichts dafür.“ Sie wollen alle respektiert werden, verwöhnt werden, ihnen soll alles abgenommen werden, sie wollen alle Rechte haben – aber sie wollen nichts dafür tun. Vielen ist das gegenseitige Geben und Nehmen ein wenig abhanden gekommen. Alle schauen immer nur auf ihre Rechte, auf ihren Vorteil, auf ihre Bequemlichkeit und andere sollen sich dafür krumm machen – und sei es der Exehemann aus dem Beispiel von Tante Jay. Diese Mentalität nervt mich noch mehr, als die Damen, die ihr Leben damit vergeuden, ihre Gleichheit zu demonstrieren, indem sie sich verbiegen, einer Männerwelt anpassen und ständig beleidigt sind, wenn diese sie dafür nicht in den Himmel loben.

    Also ich nutze ganz emanzipiert das Beste aus beiden Welten, ich bin Frau, ich bin es gern, ich mache Frauendinge und verwöhne meinen Mann, aber ich kann auch sehr emanzipiert einen männlichen Lektor oder sogar Verlagschef runterputzen und meine Rechte einfordern oder meinen männlichen Kollegen sagen, wo es lang geht und ihnen beweisen, dass meine Theorien stimmen, dafür muss ich aber doch nicht die langen Haare abschneiden, überall das „Innen“ dran hängen oder beleidigt jammern, dass sie mich wegen meines Geschlechtes nicht akzeptieren, wenn ich einfach nur mal falsch liege…
    Klar nerven mich als Frau auch diese dämlichen Machos, die meinen, weil ich eine Frau wäre, hätte ich keinen wissenschaftlichen Verstand – da muss ich natürlich mehr können und wissen, als jeder Mann um zu überzeugen. Aber ehrlich: ich bin auch mittlerweile darüber hinaus, es jedem Mann beweisen zu wollen oder zu müssen – wer mir wegen meines Geschlechtes nicht glauben mag, hat selbst schuld und verpasst was 😉

  9. Was ist denn hier los?
    SEHR interessante Disskussion. Alice S., Feminismus, Scheidungsväter.
    *Kaffee hol*
    Druffgugger

    • Du meinst, der ist die interessantere Lektüre? *fg*

      • simop, der Kaffee soll mich ob der zu erwartenden Diskussion wachhalten. 🙂
        Leider habe ich, wie viele andere auch, schon so meine Erfahrungen/Vorahnungen über das was kommt, nämlich der immer gleiche gebetsmühlenartig wiederholte Brei. Kotz.
        Unten sind wir ja schon bei Männer/Frauen als Autofahrern angelangt, gähn.
        Druffgugger
        Und JA, ich bin heute mies drauf.

        • Eigentlich hat sich mein Kommentar auf den inzwischen fehlenden vom Tantchen bezogen, in dem sie andeutete, dass ihr Spamfilter gerade auf Hochtouren liefe… 🙂
          Und an der Autofahrerdiskussion muss ich mich auch nicht beteiligen…

          • *hust* das war ein Schnellschuß aus der HÜfte, das sollte per mail raus. So ein Fall von geistiger Umnachtung *huuuust*

        • Tja, da siehste mal, wie flink wir sind… 😀

  10. Es ist schön zu sehen, dass hier viele meiner Meinung sind. Auch ich sehe es kritisch, welche Blüten falsch verstandene Gleichberechtigung manchmal treibt. Genau so sehe ich es kritisch, wie Frauen oft weniger bezahlt bekommen als Männer im gleichen Beruf bei gleicher Leistung, um nur weniges zu nennen, dem ich zustimme.

    Und jetzt kommt wieder was vom Automobil-Nerd… 😉

    Was mir in dem Zusammenhang aber auch immer wieder auffällt, ist das Frau-am-Steuer-Klischee. Es gibt noch viel zu viele Männer, die meinen, das Geschlecht entscheidet über fahrerisches Können. Fast genau so schlimm finde ich Frauen, die das einfach annehmen. Und mir sind schon soo viele Gegenbeispiele begegnet.

    Nach eigenen Erfahrungen fühle ich mich sogar meist bei einer Frau am Steuer als Beifahrer sicherer. Es sind in meiner Erfahrung meist die Männer, die aggressiv fahren, zu dicht auffahren, Verkehrssituationen falsch einschätzen und sich selbst überschätzen. Nicht selten werden nichtmal aus verursachten Unfällen Konsequenzen gezogen, und danach wird nicht vorsichtiger gefahren.

    Und unter den Frauen andererseits gibt es noch zu viele, die das als feste Realität ansehen und immer den Mann (Freund, Partner, Bruder, mit wem man halt gerade unterwegs ist) fahren lassen. Hier wird dann das Klischee zur Realität. Denn es ist unumstößlich die Fahrerfahrung, die eine gute Autofahrerin hervorbringt.

    Also: Frauen ans Steuer!!

    Und nur um das klarzustellen:
    1) Ich bin ein Mann, ein autofahrender.
    2) Auch mich findet man schon mal mit Tempo 200 auf der linken Spur. 😉

    • Oh ja. Eine „Wer-ist-der/die-bessere-AutofahrerIn“-Diskussion!

      Statistiken (Habe leider keine Quelle) haben ergeben, dass Männder im Schnitt aggressiver fahren. Wenn ich meine Blutdruck-Pille nicht hatte, gehöre ich ein bisschen dazu. 😉
      Meine Frau ist im Stadtverkehr aggresiver als ich. Sobald es auf Strecke geht, dreht sich das. Wobei ich uns dabei nicht in die extremen Lager zähle.
      Allerdings gehen mir die Fahrer auf die Nerven, die übertrieben defensiv fahren oder nicht bereit sind, sich dem Verkehrsfluss anzupassen. Mein persönlicher Eindruck sind da Frauen eher anzutreffen, als Männer.
      Ich kenne aber genügend Frauen und Männer, die keinem der Klischees entsprechen. Vieles ist auch altersabhängig und nicht geschlechtsspezifisch.
      Nachgewiesen wurde glaub ich auch mal, dass Frauen ein schlechteres räumliches Vorstellungsvermögen haben und daher beim Einparken mehr Probleme haben.

      Ich denke, dass Frauen und Männer weder besser, noch schlechter fahren. Sie fahren einfach ein bisschen unterschiedlich und es gibt bestimmt eine Menge Überschneidungen im Fahrstil.

      • Och nee,
        bitte keine Autofahrerdiskussion.
        Nagelt doch solche Kommentare auf die Autoseiten im WWW.
        Druffgugger

      • Ich muss sagen, vielleicht war ich da jetzt missverständlich. Ich wollte jetzt nicht unbedingt sagen, dass Frauen grundsätzlich besser Auto fahren. Ich stimme Dir zu, was den Verkehrsfluss betrifft. Ich selbst werde auch eher von Frauen aufgehalten, aber eben auch sehr oft von Männern. Und wer mir bei 220 mit 15 Metern Abstand hinterherfliegt (letzten Donnerstag genau so vorgefallen), ist in meinen Augen kein guter Autofahrer, weil er die Situation in gefährlicher Weise fehleinschätzt. Das war in meiner Erfahrung kein Einzelfall, und da habe ich nie eine Frau am Steuer gesehen.

        Nochmal: Ich will nicht behaupten, dass Frauen grundsätzlich die besseren Autofahrer sind. Aber es würde mich zum einen nicht wundern, käme das in einer repräsentativen Studie (die z.B. auch Fahrerfahrung berücksichtigt, auf Störung UND Gefährdung des Verkehrs blickt) genau so heraus. Zum anderen regt mich hauptsächlich diese Frau-am-Steuer-das-wird-teuer-Einstellung vieler meiner Geschlechtgenossen auf, die es besser wissen müssten.

    • Die Frauen, die diese Klischees „annehmen“ gibt es wirklich zu oft. Ich hab früher auch immer sowas gesgat wie „frau am Steuer“, aber auch nur aus spaß oder um jmd. zu ärgern. Aber seit ich jetzt 3 Jahre selbst tag-täglich fahre, muss ich leider sagen, dass scheinbar zu viele Frauen sich dem Klischee annehmen oder ihm einfach entsprechen. Sie fahren zwar weniger aggressiv (im durchschnitt) würd ich behaupten, aber einige fahren zu „unvorraussichtig“.

      Nach ca. einem halben Jahr mit Führerschein hatte ich einen Frontal-Crash mit einer Autofahrerin. Und es kam nur dazu, weil sie einfach (ohne zu schauen) auf die Gegenfahrbahn fuhr und zum Abbremsen wars zu spät. Wirtschaftlicher Totalschaden meines Autos, zum glück ist niemandem etwas passiert. Und diese Frau bediente sich aller Klischees. Anstatt mit mir zu sprechen (sie war ja schuld etc.) rief sie einen Freund an und fing dann auch noch an zu heulen. War wohl ihr erster Unfall, naja meiner auch.
      Bis dahin hätte ich noch nichtmal gedacht, dass der Unfall passierte weil sie eine Frau ist. Aber ich fahre diese Strecke wirklich fast jeden Tag und genau der gleiche Unfall wäre mir später fast nochmal passiert und so eine Situation erlebte ich in den 3 Jahren mehrmals und immer waren es Frauen die ohne zu schauen in den Gegenverkehr fuhren bzw. in Kreuzten.

      • Nun gut. Natürlich machen auch Frauen Fehler und verursachen Unfälle. gar keine Frage. Wenn ich da eine eigene kleine Statistik aus Unfällen in meinem Bekanntenkreis aufstellen müsste, wären es nur etwas mehr von Männern verursachte. Was wirtschaftliche Totalschäden oder gar verletzte Personen betrifft, liegt die Mehrzahl jedoch deutlich auf der Männerseite.

        Einen grundsätzlichen von Frauen gemachten Fehler in einer der von Dir beschriebenen ähnlichen Situation konnte ich noch nicht beobachten, könnte ich auch nicht erklären.

      • Kinder nu lassts doch mal die Autofahrerdiskussion. Die is nu wirklich müßig 😉

        Ich hab Frauen und Männer Blut und Wasser beim rückwärtseinparken schwitzen gesehen. Und genauso Frauen und Männer gekonnt mit einem Rutsch einparken sehen.

        Das Problem ist die Wahrnehmung. 100 Frauen, die gut einparken, gut fahren – die sieht man nicht. Aber EINE dabei, die das Hirn bei der Führerscheinprüfung abgegeben hat, schon heißts wieder „siehste“? 😉

    • Das verstehe ich schon eher. Ich war bei meinem ersten Unfall auch etwas durcheinander. Geweint habe ich jetzt nicht. Aber manch einer/einem ist halt nicht gleich bewusst, dass der Blechschaden von der Versicherung gerade bei eindeutiger Schuldfrage meist recht problemlos abgewickelt wird.

      Ich selbst habe auch schon mit einem Auto, das mir nicht selbst gehört, einen Unfall verursacht. Für mein Gewissen war das ein größeres Problem, als es ein Unfall mit eigenem Auto gewesen wäre. Denn so hätte nur ich den Schaden, den ich verursacht habe, statt wie nun ein guter Freund, der mir sein Auto anvertraut hat.

  11. Zum Titelgebenden Binnen-I: Auch ich mag es nicht, und eine Zeit lang hatte ich den dringenden Verdacht, dass es sich bei dieser pseudofeministischen Sprachverschandelungsmaßnahme um einen perfiden männlich-chauvinistischen Sabotage-Anschlag handelte.

    Da wird ein Nebenkriegsschauplatz aufgemacht der für längliche, kräftezehrende germanistische Diskussionen sorgt, gleichzeitig von den eigentlichen Problemen (Chancengleichheit, Lohngerechtigkeit etc.) ablenkt und so die vermeintlich feministischen Akteurinnen in den Augen aufmerksamer Beobachter auchnoch der Lächerlichkeit preis gibt. Diabolisch! Interessant in diesem Zusammenhang fand ich auch, dass bei meinem Zivildienst in den 90ern ausgerechnet einige der männlichen Kollegen mit fanatischem Eifer penibelst auf die Verwendung eben dieses Gendermainstreaming-I pochten und keine Gelegenheit scheuten sich für dieses wortreich einzusetzen.

    Allerdings glaube ich selbst nicht wirklich an diese Theorie: aktive Antifeministen sind einfach nicht subtil genug um ihnen diesen Geniestreich zuzutrauen und die meisten übermotivierten WeltverbesserInnen sind leider blöd genug sich so etwas selber anzutun…

    So und jetzt gehe ich wieder meine Frau (Kryptische) unterdrücken… 😉

    • 1. genau auf den Punkt gebracht *g*
      2. Aber fix. Unbeaufsichtigte Frauen neigen dazu, komische dinge zu tun. Selberdenken und so

      *duckundwech* nein, das hab ich nicht geschrieben. *hust*

      • Zu Punkt 2: Gleichberechtigung ist ja gut und schön, aber selbst denken will ich wirklich nicht – wozu hätte ich denn dann heiraten sollen?

        *rumtroll*

        • Ah ja. Das erinnert mich an eine Aussage einer Schweizerin, die durchaus gut fand, kein Wahlrecht zu haben – denn, so argumentierte sie, wenn sie als Frau nicht die gleiche politische Meinung habe wie der Ehegespons, kann die Ehe ja eh nicht gutgehen…
          So gesehen… Hm… Jetzt ist mir klar, warum ich NICHT verheiratet bin. Dem Mann das Denken anvertrauen – das muss ja in die Hose gehen… 😀
          *mittroll*

          • Meine Tante war schon 30 Jahre Witwe – aber: „ich wähle, was mein Willy immer gewählt hat.“ Und dafür haben die Deutschen ihren Frauen das Wahlrecht 27Jahre eher gegeben als die Franzosen (den ihren)…

  12. Ich verwende kein Binnen-I. Soviel zu den Lesefähigkeiten einiger Menschen …

    • Da hats Piratenweib recht. Und mein Beispiel war insofern falsch gewählt. Dennoch – du kämpfst Kämpfe, die du SO nicht gewinnen kannst, weil es dann nur Verlierer gibt. Und das war meine – eigentliche – Intention, um dein Blog zu verlinken. Das Binnen-I stört mich halt nur noch zusätzlich und ich habs als Aufhänger genommen.

      Ich gestehe, ich verstehe das nicht. Du hast ein Anliegen und möchtest gehört werden. Doch wenn du immer so aggressiv vorgehst, wenn du permanent auf den vermeintlichen Feind einprügelst – glaubst du WIRKLICH dass du Gehör findet und dir dein Gegenüber sagt: „Du hast recht, danke für die Ohrfeigen?“

      Leute müssen überzeugt werden. Die Gesellschaft muss überzeugt werden. Wie willst du denn überzeugen? Hand aufs Herz, ist _irgendwer_ mal zu dir gekommen und hat gesagt: „Jou, deine Argumente haben was, du hast recht, da muss sich was ändern“?

      Und ändern muss sich in der Tat einiges. Sei es im Sorgerecht, sei es im Familienrecht, es gibt viele Baustellen, wo Frauen tatsächlich noch eklatante Nachteile haben. Aber du kannst diese Baustellen doch nicht mit der Panzerfaust aufschießen. So verhärten sich Fronten, jeder fühlt sich unverstanden und drischt noch mehr aufeinander ein.

      Wie gesagt, mir wird deine Intention nicht ganz klar. Denn ändern kannst du so nichts wollen.

  13. Das Binnen-I ist ja nur der erste Schritt. Es gibt noch den Unterstrich und den Stern. Der Unterstrich dient ebenfalls dazu beide Formen verwenden zu können („Liebe_r Leser_in“), da das aber noch nicht Transsexuelle und Intersexuelle umfasste folgte der Stern (Statt Liebe_r Leser_in, der_die das gerade liest. steht dann Lieb* Les*, * du das gerade liest.,)

    • Wobei du natürlich ein Prachtexemplar der Kategorie „Männer mit denen man nicht diskutieren kann“ bist.

      Du machst den Klassenkampf der Feministinnen mit umgekehrten Vorzeichen. Mit der gleichen Aggressivität und mit der gleichen Verve. Auch du wirst sicherlich keinen davon überzeugen, dass du letztlich recht hast. Du wirst auch die Gesellschaft (Gott sei dank) nicht mehr ändern. Die Zeiten sind halt vorbei.

      Es geht in der Gleichberechtigung nicht darum, zu beweisen, dass man den dickeren Puller hat – den habt ihr Männer. Den neiden wir euch auch nicht. 😉
      Es geht darum, dass jeder das machen kann, was mit seinen Talenten vereinbar ist, wozu er Lust hat und was er kann. Das kann die Frau sein, die KFZ-Mechanikerin wird. Oder der Mann, der Erzieher im Kindergarten wird.
      Oder eben die Frau, die Sekretärin wird und er Mann, der Geschäftsführer von irgendwas wird. Je nach Talent.

      Du wirst in 100 Jahren nicht verstehen, dass DAS die Gleichberechtigung ist, die man machen kann. Deine Umfrage, die du gepostet hast in allen Ehren – aber es gibt auch unfähige Männer auf jeder Führungsetage, genauso wie es unfähige Frauen dort gibt. So what?
      Wenn eine Frau es vorzieht, mit einem Mann zu arbeiten, ist dass dann ein Grund zu sagen, dass Männer bessere Führungskräfte sind? Ist doch Blödsinn. Und zwar komplett. Führungsqualitäten beziehen sich auf den Charakter. Und bei beiden – Frauen wie Männern – gibt es Charakterschweine, denen ich noch nicht mal die Führung eines Schweinestalls anvertrauen würde. DAS sind die Faktoren, nach denen man bei echter Gleichberechtigung Führungsqualitäten beurteilt. Nicht, ob man lieber für eine Frau oder einen Mann arbeitet, sondern ob derjenige es KANN. Denn wenn du nen Chef hast, der es kann, dann ist es wumpe ob das ein Mann oder eine Frau ist.

      Aber wie gesagt – das wirst du nicht verstehen, weil es zu sehr an deinem Weltbild kratzt und du wie deine Antagonisten, die Hardcore-Feministen, nicht in der Lage bist, über den Tellerrand hinauszusehen.

      Schade eigentlich. Die Welt da draußen ist echt schön.

      • Hey, das war mein erster Kommentar in diesem Blog und auf meinem eigenen Blog werden zahlreiche Diskussionen geführt – alle in einem sachlichen Ton soweit es mich angeht.

        Wo bitte bin ich hier oder bei mir aggressiv gewesen?
        Ich habe absolut nichts gegen Frauen die Automechanikerin, Ingenieurin oder Mathematikerin werden wollen und werden. Ganz im Gegenteil, ich begrüße das.
        Und jeder Mann, der Erzieher werden will soll dies ausdrücklich tun. Wir brauchen mehr Erzieher und Grundschullehrer.

        Alles was ich sage ist, dass im Schnitt Frauen eher Grundschullehrer werden wollen als Männer. Und das sich mehr Männer als Frauen im Schnitt für Ingenieurberufe interessieren. Das sagt natürlich nichts über den einzelnen Menschen aus, dessen Fähigkeiten vom Schnitt abweichen können.

        Natürlich gibt es gute Chefinnen. Ich habe nicht das Gegenteil behauptet. Aber es gibt in diesem Bereich eben andere Rollendynamiken, auf die ich eingegangen bin. Frauen sind häufig auf eine andere Weise gute oder schlechte Chefs als Männer. Ich zitiere ja in meinem Beitrag beispielsweise auch eine Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Leistungen bei der Führungskompentenz ausgewogen beurteilt werden.

        • Das mit dem 1. Kommentar stimmt, sonst hätt ich dich nicht freischalten müssen. 😉

          Die Frage ist jetzt eigentlich die Frage nach dem Huhn oder dem Ei. Wollen Mädchen jetzt Grundschullehrerinnen werden, weil sie „Rollenspezifisch“ so erzogen wurden und sich nicht trauen, einen anderen Beruf zu wählen oder wollen sie es werden, weil ihnen der Beruf liegt?

          Ich kann das inzwischen ganz gut beantworten, ich habe einige Grundschulen in „Betreuung“. Der Nachwuchs, den wir bekommen, ist mit dem Job teilweise deutlich überfordert. Mir sind schon Referendarinnen heulend entgegengelaufen, weil der Fritz wieder ganz böse zu ihnen war und sie gemobbt hat. Fritz stellte sich dann als 6jähriger Dreikäsehoch heraus, der ganz verwirrt war und nicht wusste, was er denn so schlimmes gesagt hat. Ich rede hier nicht von Einzelfällen, dass ist mir mehrfach begegnet. Ich hab mal eine dieser Frauen gefragt, warum um Himmels willen sie denn Grundschullehrerin geworden ist, wenn sie doch so offensichtlich Angst vor Kindern hat. Die Antwort war: Meine Eltern wollten das so. Und die haben das Studium bezahlt.

          So ist es auch noch heute. Ich bin mir recht sicher, dass wir in den Schulen viele Leute (nicht nur Frauen) haben, die da eigentlich nicht hinwollten, die da aus Erwägungen hingegangen sind, die mit „Unterichten“ nicht viel zu tun haben – sicherer Job, einigermaßen anständige Bezahlung, sowas halt.
          Und genau das sind die Lehrer wegen der wir gerade eine Diskussion führen, über den weiteren Weg der Schule. Warum „QA-Teams“ in den Schulen sind, seitenlange lobhudelnde Berichte schreiben und damit die Statistik schönen, so dass die Bildungsministerin irgendwann sagen kann „ich weiß auch nicht, wieso die Kinder nix lernen, die Schulen sind toll, die werden wohl alle im Elternhaus vernachlässigt“. Die Schulen sind nicht toll. Einige sind in der Tat sogar unter Katastrophengebiet einzuordnen.
          Und solange hier nicht angesetzt wird und die untauglichen ausgesondert werden, solange werden wir auch nix gescheites in die Schulen bekommen. Die bisherige Ausbildung, zumindest hier in NRW, befördert Duckmäusertum.

          Was das jetzt mit der Genderdiskussion zu tun hat? Ungefähr soviel wie die Autodiskussion. Aber das ist auch ein Aspekt der Gleichberechtigung: Wenn wir nicht langsam akzeptieren, dass jeder Mensch unterschiedlich ist, dass er womöglich völlig andere Interessen hat, wenn Eltern nicht allmählich akzeptieren, dass die Pläne des Kindes möglicherweise nicht einher gehen mit den Plänen die SIE für das Kind hatten und dass das Kind das Recht hat, das Leben selbst zu gestalten – solange werden wir unfruchtbare Diskussionen führen, weil sie alle am Thema vorbeigehen. Ines Fritz hats ja auch wieder schlagend bewiesen. Für sie sind Männer Feindbilder, die es zu bekämpfen gilt, sobald sie wagen Widerworte zu geben. Und das mit einer Ausdrucksweise und einem Niveau, dass ich selbst von meinen Hauptschülern in der Form nur selten höre.

          Respekt wird eingefordert. Aber Respekt ist keine Einbahnstraße. Respekt muss man sich verdienen. Und gerade in der Genderdiskussion ist das fordern von Respekt inzwischen fast reflexhaft. Aber genauso reflexhaft wird jeglicher Respekt den Protagonisten des „Feindlagers“ verweigert.

          Solange DAS nicht raus ist, solange nur so rumgekeift wird, solange werden wir wohl kaum eine Änderung im Bewusstsein der Leute bewirken. Denn die muss her. Egal übrigens bei welcher Ethnie.

          • Über Respekt und sachliche Diskussionen habe ich auch in meinem Blog was geschrieben:

            „Warum sachlich über das Verhältnis von Mann und Frau diskutieren?“

            Natürlich gibt es Frauen und Männer, die dem Rollendruck nachgeben. Allerdings bewirkt eben Östrogen auch, dass man das Kindchenschema interessanter findet. Nun kann der Östrogenspiegel bei einzelnen Frauen sehr niedrig oder sehr hoch sein, im Schnitt ist er aber höher als bei Männern, weswegen Frauen Babies im Schnitt niedlicher finden als Männer.

            Natürlich wird es dadurch komplizierter, dass Frauen im Einzelfall ein männliches und Männer ein weibliches Gehirn haben können, das sieht man zB bei einigen sich sehr weiblich benehmenden Schwulen (die ja männlich sozialisiert wurden) und bei sich männlich benehmenden Lesben. Auch an Transsexuellen wird dies deutlich, sie sind eben tatsächlich im falschen Körper.
            Wir Menschen hängen mit den Hormonen an einem starken Tropf psychopharm wirkender Medikamente, die sich zwischen den Geschlechtern stark unterscheiden. Es wäre ein Wunder, wenn die Geschlechter im Schnitt gleich wären.

            Richtig ist, dass die Zuordnung von Erwartungen und Druck nach dem äußeren Geschlecht viele Probleme bereiten kann. Eben wegen der oben genannten Problematik

  14. Grad hängen zwei Kommentare in der Pipeline. Schalte ich frei – ich möchte nur direkt was dazu sagen und hab grad die Zeit nicht dafür 😉

    Mit Verspätung kommen aber beide rein. Im konstruiere ich mal eine VT. Beide Kommentare kommen innerhalb sehr kurzer Zeit rein und vertreten beide Extrempositionen.

    Habts euch abgesprochen und sitzt jetzt Popcornfutternd vor dem PC? *g*
    Feddich. 😉

    • Popcorn? Ich bevorzuge Otternasen und Wolfszitzenchips … aber sonst: ja, lass sehen!

      • *kicher* – als das hier los ging mit dem Thema, hatte ich mir auch überlegt, wie ein Vortrag von mir wohl klingt, wenn ich immer das „Innen“ mitnehmen muss – und sofort dachte ich: „Ich will, dass ihr mich Loretta nennt“… I

  15. Sozusagen….

    Mein Schleppi steht neben meinem Arbeitsplatzrechner und kriegt mit, wenn’s was neues gibt. Und hier auf Arbeit geht heute eh alles mit angezogener Handbremse…

  16. Was mich am meisten nervt ist, dass dieses dämliche „I“ so tierisch viel Zeit kostet.
    Ich muss viele Texte aus beruflichen Gründen lesen, bei denen mich nicht alles interessiert, sondern nur einzelne Passagen. Normalerweise gar kein Problem, querlesen geht schnell und einfach – es sei denn, dass der eingebaute Rechtschreibfehlersensor bei jedem „KundInnen“ und „MitarbeiterInnen“ hängen bleibt.

    Abgesehen davon finde ich es absolut in Ordnung, wenn Frauen eine Phase haben, in der sie sich emanzipieren und es ungemein wichtig finden, auf geschlechtliche Ausdrucksformen zu achten. Hatte ich mit 20 auch (Mein Text für die Abizeitung bestand fast nur aus Binnen -Is) Aber irgendwann sollte man diese Phase auch wieder hinter sich lassen können. Meine Diplomarbeit war mit dem anfänglichen Hinweis „Aus Gründen der Lesbarkeit verwende ich in dieser Arbeit ausschließlich männliche Bezeichnungen. Falls nicht ausdrücklich erwähnt, beziehen sich diese Bezeichnungen immer auf Menschen beider Geschlechter“ eindeutig besser lesbar und im Rückblick auch befriedigender.

    Texte von Gleichstellungsbeauftragten sind übrigens eine stete Quelle alberner Formulierungen „MitgliederInnen der gesetzlichen Krankenkassen haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld“ – Wenigstens hat man so auch bei der Arbeit was zu lachen…

  17. „MitgliederInnen“ *grins*

    Ich habe auch mal von einer Rede gehört, die der Vortragende mit „liebe Mitgliederinnen und Mitglieder“ begann. 🙂

    • „Abgeordnetinnen“, Präsidentin des Landtags NRW Anfang der 90er
      „Papphockerinnen“, Dt. Ev. Kirchentag, gleiche Zeit.

      Tantchen, leider hast du ein BinnenI vergessen: in FeministInnen. Es gibt tatsächlich Männer, die sich diesem Sexismus hingeben…

      Aber ich hab ja gut reden: in meinem Beruf gab es die ersten Frauen vor knapp 80 Jahren, und sie waren nur für untergeordnete Stellen zugelassen. Heute machen sie 60 Prozent der Bewerber und 52% der Stelleninhaber aus…

      und den Kommentarschlängel les ich nach, versprochen.

  18. Also wenn ich „Mitgliederinnen und Mitglieder“ lese wird mir schlecht. Das ist ja genau so schrecklich wie das Binnen-I.

    Das Wort Mitglied ist geschlechtsneutral bzw. eine Sache (das Mitglied), wer da wirklich Mitgliederinnen oder gar MitgliederInnen schreibt, wird von mir niemals ernst genommen werden. Zumal ein das m.M. rechschreibtechnisch total falsch anzusehen ist!

  19. Ich hab das mit dem Binnen-I mal aufgearbeitet, sehr nett und sehr freundlich. Ich hoffe, es gefällt ihn.

    http://isis-welt.blog.de/2010/08/18/maenner-dumme-fragen-fragen-9200022/

    🙂

    • Ouha. Wenn DAS freundlich sein soll – was verstehen sie denn dann unter unfreundlich? Die berühmten Panzerfäuste? *g*

      1. Wer es so nötig hat, auf irgendwelchen Abschlüssen rumzureiten und allen anderen zu unterstellen, dass sie ungebildet sind, weil sie nicht der Meinung der Schreiberin sind ist… nun ja.
      2. nach wie vor: Das Binnen-I ist ein Nebenkriegsschauplatz, der nichts bringt (außer frustrierten BriefeschreiberInnen *g*), der von den eigentlichen Problemen (die nach wie vor da sind) ablenkt und das nur noch nervt.
      3. ich schreibe das ohne Hochschulabschluß. Macht mich das jetzt zu einem Menschen 2. Klasse?

      Sie beweisen gerade, dass ein Hochschulabschluß kein Schutz ist vor dämlichem Gequatsche. Übrigens – beim erstellen des Textes Bullshit-Bingo gespielt?

      • Das ist total freundlich. Ich hätte auch pöbeln können. So wie Sie gerade, Herzchen.

        🙂

        • Dann gebe ich zu, dass es wohl doch an meiner Schulbildung liegen muss, dass ich ihnen nicht folgen kann. Manchmal hat man ja auch Glück im Leben.
          Im übrigen war mir nicht bewusst, dass wir uns im Sandkasten schon kennengelernt haben, dass sie mich so einfach „Herzchen“ nennen? Ist mir was entgangen?

          • Ich habe einen Hochschulabschluß – sogar zwei: Magister und M.A. – und finde trotzdem nicht, daß die Auslassungen der Vorrednerin „sehr nett und sehr freundlich“ sind. Der Terminus „pöbeln“ (litt.: „dem Volk nach dem Mund gemotzt“) triffts dann doch wohl eher.

            • Ich habe „nur“ einen Dipl. Ing. und ein Staatexamen – wahrscheinlich verstehe ich deshalb die „Freundlichkeit“ dieser Dame nicht – vor allem: wenn diese plump-vertrauliche Anrede „Herzchen“ für fremde Frauen ein Zeichen für akademische Bildung ist, gebe ich gerne beide Titel zurück… 😦

              Aber wie man sieht, Wolfram, ist die Dame ja zu feige, sich nach ihren äh… Beschimpfungen hier der Diskussion zu stellen und ist einfach abgetaucht. Sagt ja wohl eine Menge aus, oder?

    • Dieses Pamphlet ist ja wirklich das letzte! Da schämt man sich ja richtiggehend, eine Frau zu sein – nicht, dass mir solcher geistige Dünnpfiff noch als „typisch weiblich“ unter die Nase gehalten wird. Tantchen, mit deinem Blogeintrag hast du nicht nur schlafende Hunde geweckt, sondern Furien zum Leben erweckt…

      Im Übrigen finde ich den Ton, in dem dieser Eintrag geschrieben ist, als nur hochnäßig und arrogant – damit disqualifizieren Sie sich selbst, liebe Autorin.

      • Ich weiß, sowas ist ärgerlich, aber es bringt nichts, mit der Dame zu diskutieren. Sie ist sehr davon überzeugt, als einzige die alleinseligmachende Wahrheit zu kennen. Und wie jeder Fanatiker wird sie unsachlich, wenn man nicht ihrer Meinung ist. Aber Flamen geht durchaus. 😉

        • Habe mir das Geschriebene mal kurz angeschaut – leider ist das Ganze polemisch und ungenau.
          Des weiteren lässt sich eine gewisse Arroganz der Verfasserin/desVerfassers nicht ganz verleugnen.
          Aber es gibt ja immer Leute, die alles besser wissen (oder in diesem Falle: besserwissen) als alle anderen.

          Um’s mal mit den Worten meiner Großmutter zu formulieren: solche Menschen muss es geben, denn sonst kann die Welt nicht leben.

          😀

  20. …ihnen.

    Ich hoffe, es gefällt ihnen!

    • Wem jetzt? Im korrigierten Kommentar finde ich keine Gruppe Menschen, auf die sich „ihnen“ beziehen könnte… oder wäre „Ihnen“, die Anrede, gemeint? Die würde allerdings groß geschrieben, speziell von akademischen Höhenfliegern, die alles besserwissen…

      • Tja, notfalls gibt es jetzt in akademischen Besserwisserkreisen eine weitere Version der deutschen Rechtschreibung – die natürlich die einzig richtige ist… 😉

  21. Gert B. Antenberg

    Lieber Onkel Jay,
    du sprichst mir aus dem Seele. Auch ich lehne den Verweiblichkeitswahn ab.
    Ich als Mann fühle mich von Femi… unterdrückt.
    Ich will ein Mann sein dürfen ohne als MenschIn zu enden.
    Danke.

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