Kneif mich mal einer


hat die Stadt Duisburg ernsthaft versucht, die Veröffentlichung von Dokumenten im Netz mit einer einstweiligen Verfügung zu verhindern???

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Wie dumm kann man sein?

/update

Ich glaub nu wissen sie, wie dämlich sie waren. Meine Herren, guckt euch die Verlinkungen bei Netzpolitik mal an. Ich habe selten so einen bildschönen Knieschuß gesehen wie hier.

Ist das jetzt sehr an den Haaren herbeigezogen, dass da ein Duisburger Verwaltungsmitarbeiter hingeht und konsequent Akten scannt und veröffentlicht? Hoffentlich erwischen sie den nicht.

Veröffentlicht am 18. August 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 16 Kommentare.

  1. Du erwartest Verstand bei dem Verein? 😉

    • Sir Richfield

      Eine jegliche Suche nach Dingen, die mit „stand“ aufhören, wie Verstand oder Anstand, enden irgendwie immer in einem Spaceballs Zitat: „Hier gibt’s nicht mal Scheisse, Sir!“
      Mich macht immer nur traurig, dass daraus dennoch keine Konsequenzen entstehen.

  2. Zumindest ein wenig mehr als die jetzt beweisen.

  3. Vielleicht soll das der selbe Trick werden, den die Amerikaner bei Assange versuchen.

  4. Ich schließe mich spontan der Forderung nach Konsequenzen an.

  5. Der macht trotzdem keinen Rücktritt. Gängen ja seine schönen Ansprüche flöten. Den wird man wenn überhaupt aus seinem Posten prügeln müssen (vielleicht findet sich da ja der ein oder andere).

  6. Ich bekomme langsam den Verdacht, das halblegale Tätigkeiten oder Pflichtverletzungen zur täglichen Arbeit von OBs gehören. Wenn ich mir den in unserem Städtchen anschaue, könnte beim Stichwort Rechtsbeugung durchaus sein Bild im Lexikon stehen.
    Und so lange die OBs nicht ordentlich kontrolliert werden wird das auch nicht besser.

    • Sir Richfield

      Die Menge kannst Du getrost auf fast alle Politiker erweitern.
      Je größer die „Beugung“, desto höher der Posten. Als Innenminister scheint es geradezu Pflicht zu sein, regelmäßig Verfassungsbruch begehen zu wollen.

  7. Mal ganz abgesehen davon, dass es doch enorme Zweifel gibt, ob man da überhaupt das Urheberrecht in Anspruch nehmen kann, sind auch gewisse Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Gerichts angebracht, welches solche Verfügungen beschließt!
    Die Stadt Duisburg, bzw. deren Verwaltung hat sich in jedem Falle lächerlich gemacht – aber es wirft auch ein Licht auf die Verantwortlichen bei der Stadt: wenn nix im Gutachten steht, was sie belastet, warum veröffentlicht man’s nich‘ komplett?
    Ein Schelm, wer böses dabei denkt 😉
    Ich fordere den Herrn OB Sauerland auf, endlich in die Kiste zu springen, sprich: zurückzutreten, und zwar genau wegen der jetzigen Aktion gegen die ganzen Blogger!
    Und ich gebe auch Sir Richfield Recht: schmeißt alle Politikers in ein‘ Sack und haut mit’m Knüppel drauf – trifft nie den falschen!
    Allerdings stellt sich die Frage, woher man einen solch großen Sack herkriegt…

    • Sir Richfield

      Das betreffende Gericht hat bereits einen entsprechenden Ruf, weshalb sich der Anwalt ja auch an dieses gewand hat.

      Nur – wer sollte den fliegenden Gerichtsstand aufheben? Wenn er doch so praktisch ist?

  8. Da man bei Internetausdruckern nicht erwarten darf, dass sie den Streisand-Effekt schon vor dem ersten Versuch kennen, sind solche Ideen nicht wirklich überraschend.

  9. Mehrere andere Portale haben unterdessen die Daten kopiert und sie abermals im Internet zur Verfügung gestellt. Die Stadt will dagegen keine weiteren juristischen Schritte unternehmen, sagte ein Stadtsprecher. Die unkontrollierbare Verbreitung der Dokumente sei faktisch nicht mehr zu unterbinden, hieß es. „Es war für uns eine Abwägung zwischen Urheberrecht und öffentlicher Aufklärung. Da haben wir uns für die Aufklärung entschieden“, sagte Rodenbücher. Die Öffentlichkeit habe ein Recht, diese Dokumente zu sehen.

    Also diese Aussage ist sowohl ein Witz wie eine Frechheit.

warf folgenden Kuchen auf den Teller