Privatpatienten


Man erlebt ja doch noch so einiges, wenn man zwar krank ist, das aber (noch) keiner sieht.

Erste Reaktion der Leute, denen ich das erzählt habe (nein, noch nicht der Familie): „Na Gottseidank, du bist Privatpatient. Da hast Chefarztbehandlung“

Öhm, wie meinen?

Gut, „Gottseidank“ wär jetzt nicht die Vokabel der Wahl, aber was ist dieser Zauber „Chefarztbehandlung“ eigentlich?

Ich bin jetzt 20 Jahre Privatpatientin. 20 Jahre Chefarztbehandlung. Und ich war vorher Kassenpatientin. Weitere 21 Jahre ohne Chefarztbehandlung. Und ich frage mich immer und immer wieder, was denn an  „Chefarztbehandlung“ so toll sein soll?

Ich hatte vor 6 Jahren mal ein bisschen Aua am Bauch. Gut, das ist jetzt untertrieben – es war ein veritabler Darmverschluß und endete hinterher in einer ziemlich großen OP und die Narbe davon hab ich bis heute. ist hübsch lang, geschmeidige 30 cm.

Die Voruntersuchungen, bis die überhaupt erstmal wussten, was ich denn da jetzt genau hab, waren schon heftig. Aber als mir dann ne Darmspiegelung empfohlen wurde und die dann in einem Krankenhaus vom Chefarzt durchgeführt habe, bin ich davon wach geworden, dass Monsieur ziemlich laut und panisch rief: „Was ist DAS denn?“ und die Spiegelung abbrach.

Er hat mich dann nach Hause geschickt und gemeint, ich dürfte halt erst abends was essen und so halt.

Was sich 2 (!) Wochen später rausstellte, war: Der Darm war bei der Spiegelung gerissen. Und hätte ich nicht die 2 Wochen kontinuierlich Antibiotika geschluckt (ausnahmsweise alle 8 Stunden pünktlich auf die Minute) würde ich hier nicht sitzen. Nach 2 Wochen war das schon eine dicke Bauchfellentzündung, als meine Eltern mich dann in die Notaufnahme gefahren haben. OP direkt am nächsten Tag, 1 Woche Intensivstation inklusive.

Dieser Chefarzt war alles andere als ein guter Arzt. Er hat sich kaum mit mir unterhalten, mir nicht erklärt, was er vorhat, alles hat das Personal gemacht. Ihn umgab ehrfürchtiges Schweigen.

Letztes Jahr hat man dann endlich das Loch geflickt, was die Narbe da hinterlassen hat (zu früh PCs geschleppt = Narbenbruch *seufz*). Der behandelnde Arzt war ein Arzt in Weiterbildung und das eklatante Gegenstück zum Professor, der einsam auf seinem Podest thronte. Fürsorglich, engagiert, lieb und hat alles erklärt. Und zwar so, das man verstehen konnte worum es ging.

Das, um nur mal zwei Gegenstücke zu nennen. Chefärzte sind keine Garantie dafür, dass man ordentlich behandelt wird. Aber: Wir sind hier in Deutschland. Und wer vom Chef behandelt wird, bekommt eine „Sonderbehandlung“ – und stellt etwas dar.

Meiner Meinung nach ist diese Chefarztmanie genau diesem Umstand geschuldet. Man möchte vom Chef behandelt werden, weil das „Personal“ ja untergeordnet ist und man selber was besseres. Und die Chefarztpatienten, die dann immer bei mir auf dem Zimmer lagen, haben das Bild eigentlich bestätigt.

Tyrannische Zicken, alle miteinander. Und einen Kommandoton hatten die drauf…bäh. Mir hat eine mal gesagt, dass man als Privatpatient die ordentlich laufen lassen muss, sonst hätten die keinen Respekt. Ich hab die danach für doof erklärt. *g*

Neee…mir isses wumpe, welcher Titel ein Arzt hat. Der soll mich ordentlich und anständig behandeln – und dann kanns der Chef sein oder auch ein Arzt in Weiterbildung.  Von mir aus ein Frischling. Denn selbst der frischeste Weiterbildungsdoc hat ein anstrengendes Studium hinter sich – ihm fehlt höchstens etwas Praxis. Das sind alle keine Ahnungslosen, sonst wären die nicht durch die Prüfungen gekommen.

Kleiner Nachdenktipp für die Chefarztmanieristen:

Oftmals ist es so, dass der Chefarzt eh nur morgens zum shakehands (aka Visite) kommt und alles andere den Kollegen überläßt. Denn Chefs haben nu mal ein Problem: Den Papierkram. Der erledigt sich leider nicht von selbst und so ist es auch oft so, dass Chefärzte eher Schreibtischhengste sind als Frontschweine.

Und ICH würd lieber ein Frontschwein ranlassen als einen Papierkrieger. 😉

Veröffentlicht am 26. August 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 25 Kommentare.

  1. Gerade von Menschen vom Fach höre ich immer wieder, dass man bloß nicht auf Chefarztbehandlung bestehen sollte. Die Leute sind nämlich keine Ärzte mehr, sondern Bürokraten. Und auch wenn das sicher nicht auf alle zutrifft: Oft haben die außer den „Chefarztpatienten“ überhaupt keine Praxis mehr und das macht sich auch bemerkbar. Dass die nicht mehr so drin sind, ist ja auch gar kein Problem – die müssen sich mit ganz anderen Sachen rumschlagen (ob sie wollen oder nicht). Nur sollte man das den Patienten auch klarmachen.

  2. Hallo Tantchen,

    ich habe mich zu Deiner Diagnose nicht geäußert, weil ich einfach zu sprachlos war. So richtig weiss ich auch immer noch nix zu sagen, außer, dass ich Dir alle Daumen drücke!

    Nun zum Chefarzt – es gibt bestimmt immer auch Fälle, wo der Chefarzt eine bestimmte Behandlungsmethode/OP/sonstwas mitentwickelt hat und er nunmal derjenige mit der größten Erfahrung in _genau_dem_ Bereich ist. Und Erfahrung kann man halt durch nix ersetzen außer durch noch mehr Erfahrung.

    Meist aber sind sicherlich andere Ärzte nicht nur motivierter und geübter, sondern auch noch „hungriger“ – die wollen ja schließlich vielleicht eines Tages auch nochmal Ober- oder Chefarzt werden. Da gibt es m.W. im ersten (? – Sprechstunde heisst das) Programm von Eckart von Hirschhausen auch eine ganz lustige Passage zu, wo er erklärt, wie man anhand der Anzahl der Kugelschreiber in der Kitteltasche erkennt, welchem Krankenhausarzt man wie weit vertrauen sollte…

    Nochmal alles nur erdenklich Gute,
    Sascha

    • Danke 🙂
      Aber das ist genau das Ding – man muss sich die ÄRZTE angucken, nicht die Titel. Wenn man mal die ganze Titelhysterie wegläßt und sich nur fragt: Wie geht der Doc mit mir um? Habe ich ein gutes Gefühl dabei? Dann ist mir das auch herzlich egal, ob das ein AiP,äh Arzt in Weiterbildung ist, ob das ein Student ist, oder obs ein Chefarzt ist. Naja, ok, Student ist was falsch gegriffen.

      Natürlich kann mich das Gefühl trügen – aber wenn ich dann schon abtreten muss, dann doch bitte gut betreut 😉

      • Genau DAS ist der Punkt. Prinzipiell würde ich erstmal lieber von einer Rampensau behandelt als von jemandem, der hauptsächlich DFG-Anträge und Papers schreibt und mit dem „fließenden Blut“ eher wenig zu tun hat. Und vor allem sollte die Chemie stimmen.

        Der Chef der Urologie, der noch Chef war, als ich zum ersten mal mit Nierensteinen zu tun hatte, wirkte eher arrogant und nicht unbedingt so, als nähme er noch täglich das Cystoskop zur Hand, sodass ich froh war, KEINE Chefarztbehandlung zu haben, sein Nachfolger dagegen war das glatte Gegenteil.

        Der Chef der Chirurgie, wo mir die Tumore aus dem Hals entfernt wurden, ist eine Seele von Mensch, steht jeden Tag selbst im OP, und dem würde ich mich bedenkenlos jederzeit vollständig ausliefern, obwohl es bei mir sein Oberarzt (auch sehr gut und menschlich korrekt) gemacht hat. Aber der Chef war halt als Mensch einfach NOCH einen Tick besser, er hatte für JEDEN Patienten fast täglich ein paar Worte oder einen Handschlag und kannte jede Akte.

        Davon auszugehen, dass eine Chefarztbehandlung immer und überall das non plus ultra bedeutet, ist gelinde gesagt naiv. Wenn man als Privatpatient die Möglichkeit hat, Chefarztbehandlung zu bekommen, sollte man dies erst nach gründlicher Abwägung wählen und nur, wenn die Chemie stimmt.

  3. Pu der Zucker

    Mir ist in meiner langen Krankenhaus“karriere“ noch kein Chefarzt untergekommen, dem ich wirklich vertraut hätte. Auf mich machten die Jungs bei den meist einmal wöchentlich zelebrierten „Chefvisiten“ stets den Eindruck zwischen ahnungslos und völlig verpeilt. Einer kam mir gar vor wie der Chefkoch, der abends in seinem Luxusrestaurant von Tisch zu Tisch geht, brav einen Diener macht und fragt, ob alles recht gewesen sei mit dem Essen.
    Bei der letzten größeren Sache löcherte ich lieber die PJler bezüglich der Untersuchungsergebnisse, stritt mich mit Anästhesie-Azubis um die letzte intakte Vene und diskutierte mit dem Oberarzt die OP, die mir über die nächsten paar Jahre helfen sollte. Mit dem damaligen Chefarzt hätte ich mich wahrscheinlich nach drei Minuten schon in den Haaren gehabt.
    All die „untergeordneten Chargen“ (diese Bezeichnung gebrauchte mal ein Mitpatient) haben übrigens prima Arbeit geleistet. Mir geht’s bis jetzt einigermaßen gut.

    • Genau das ist das. Ist dir mal aufgefallen, dass all diese Patienten, die auf „Chefarztbehandlung“ bestehen, alle eine etwas seltsame Obrigkeitshörigkeit haben? Sagt der Chef was, wirds befolgt – aber NUR dann. Mit den anderen Ärzten wird herumgestritten bis…*hust* der Arzt kommt 😉

      Btw. als Nachtrag: Was mir auch noch auffällt:
      WENN schon einer an mir rumschneiden muss, würde ich vorziehen, dass das jemand tut, der sich keine Gedanken darüber machen muss, woher er die Kohle für den nächsten Monat herkriegt.

      • Pu der Zucker

        Die Obrigkeitsgeschichte kann ich nur bestätigen.
        Solche Patienten haben allerdings einen Vorteil: Sie liegen beseelt lächelnd in ihren Betten, weil „gerade der Chef da war, der will mir morgen einen Defibrillator einbauen, ich weiß zwar nicht, was das ist und wie genau sowas funktioniert, aber schließlich hat der Chef persönlich das angeordnet und der weiß, was für mich gut ist.“ Die haben keine Fragen und keine Einwände , denn das kommt ja alles vom Chef. Der Chef ist so eine Art Ersatzgott für die. Die haben kein bisschen Angst vor der OP, die lassen alles klaglos (naja…) über sich ergehen, Hauptsache Hochheilig Chef hat’s angeordnet und durchblicken lassen, dass IHM nie was schief geht.
        So gesehen haben die es besser. Ahnungslos = stressbefreit.
        Und ja, die anderen Ärzte, das Pflegepersonal und die Raumpfleger stehen für die auf der gleichen Ebene, mindestens zehn Stufen unter ihrem geliebten „Chef“. Alles Stümper! Da wird auch gerne mal geklingelt, um sich von der Schwester die Hausschuhe am Fußende gerade hinstellen zu lassen („dafür sind die da“).

  4. Ich war jahrelang in Krankenhäusern (und Altenheimen) als Pfleger tätig. Und ich habe „Privatpatienten“ hassen gelernt. Es gab darunter wenige, die wirklich krank waren und somit auch viel Aufmerksamkeit vom Pflegepersonal benötigten. Genau diese (ich sach mal: richtich Kranken 😉 ) waren allerdings die, die am wenigsten Stress gemacht haben.
    Es ist nicht so, dass ich kein Verständnis hätte für Leute, die meinen wichtig zu sein, aber auf ’ner Station im Krankenhaus gibt’s noch mehr zu tun, als nur geistig unterversorgten Hypochondern das Händchen zu halten. (ja – ist krass ausgedrückt)
    Was das Laufen angeht, da gibt’s so’n paar Sachen, die sich nicht von alleine machen:
    – Infusionen anstöpseln und überwachen
    – Patienten zur OP fertig machen
    – Patienten nach einer OP überwachen
    – Menschen beim Essen, Waschen und dem Toilettengang helfen
    – Menschen umlagern, weil sie’s nich‘ alleine können und sonst wund werden
    – mit Patienten und deren Angehörigen reden und ihnen zuhören
    – bei Chemotherapien den Leuten ein wenig Erleichterung verschaffen
    – die Dokumentation führen
    – …
    In den Häusern, in denen ich arbeitete, waren die Stationen in Pflegebereiche zu je 9 – 12 Patienten aufgeteilt, für die man im Normalfalle alleine zuständig war.

    Und ’n Chefarzt kann auch nicht immer besser operieren, als ’n langjähriger Stationsarzt! Ich kenne eine Ausnahme, der war Belegarzt für Augenheilkunde und hat als einer der Ersten Intraokkularlinsen eingesetzt – und das mit einer erstaunlich geringen Fehler- und Komplikationsquote.

  5. also am besten sind Assistensärzte am Ende ihrer Ausbildung,
    haben die Routine,
    sind am aktuellsten Wissenstand.
    Leider sind die Professoren oder Chefärzte an den Kliniken
    vom Aufgabenbereich eher Manager.

  6. jo, hört man öfter. man solle vor Chefärzten flüchten und lieber die nächste oder übernächste Ebene drunter nehmen. Die hätten wenigstens Übung 😉

    zu deiner Krankheit: ich schwanke immer noch, ob ich „oh du sch…“ oder „zum Glück nur bei Histologie gefunden“ schwanken soll. Ich glaub ich warte einfach mal ab, ob Metastasen gefunden werden bzw. wie der Tumor auf Behandlung anspricht 🙂
    Lass dich nicht fertigmachen. Für „sowas“ kann man nichts — auch wenn NGM und sonstige Eso-Schwachmaten das gerne behaupten…
    Womit ich beim zweiten Punkt wäre: ich glaube ich würde auch bei Ärzten flüchten, die mehr „Eso“-Programm als evidenzbasierte Fachrichtungen auf dem Schild stehen haben. Nicht nur bei Chefärzten. 🙂

  7. Der wirkliche Vorteil einer Privatpatientin ist meiner Meinung nach die Behandlung auf einer Privatstation (wenn es denn enthalten ist). Eine Chemo im 3-Bett Zimmer mit eingeschobenem viertem Patienten – ach nee… Mit haben die Leute damals immer so richtig leid getan. (Jahrelange Krankenhausarbeitserfahrung)
    Die Privatpatienten hatten dafür höchstens Zweibettzimmer (immer ohne zugeschobenem Dritten), viele Einzelzimmer, mehr Personal, besseres Drumherum.
    Die Chefarztbehandlung könnte mir gestohlen bleiben, aber die Unterbringung nähme ich gerne.

    • Glaub ich…
      Wobei bei meinen letzten Krankenhausaufenthalten als Patientin auch wir Kassenpatienten Doppelzimmer hatten…

      Noch ein vorteil als Privatpatient: Man kriegt schneller einen Termin, gerade bei den Fachärzten. Find ich ’ne Frechheit, ist aber so… (kein Neid, war selbst so 10 Jahre privat versichert)

  8. Da will ich mal eine kleine Story aus meiner langjährigen Berufspraxis im Medizinischen erzählen:

    Der eingebildete CA einer gerontologischen berliner Klinik war im wesentlichen faul und herrschsüchtig. Wenn Privatpatienten kamen, hat er ihnen die Hand geschüttelt und so getan, als ob er sich bemühen würde. Arbeiten musst aber der PJler. Eines Tages nun kam ein Promi auf die Station, der noch eingebildeter war. Da half nun nichts, der brauchte eine Stuhlprobe und der CA musst eigenhändig im Klo wühlen und die Hinterlassenschaft des Promis einsammeln. Ich bin da früh gegangen, weil ich so ein vorschriftswidriges Grinsen nicht unterdrücken konnte (ich bin keine Krankenschwester).

    Leute in meiner Branche übersetzen CA mit Chefarsch, OA ist der Oberarsch usw.

  9. Ich kann deinem Post nur beipflichten. Die Unterbringung wäre auch das einzige, was da wohl reizvoll dran wäre. Beim Rest würde ich auch eher den Routinisten den Vorzug lassen.

  10. das mit mehr Personal stelle ich
    so mal in Frage 8)

  11. @Tantchen:
    Ich drück‘ Dir die Daumen, wünsch‘ Dir gute Besserung und mögest Du uns noch ein bisschen erhalten bleiben.

    Was den Chefarzt und die -behandlung angeht:
    Ich kann mich noch sehr lebhaft an eine Chefarztvisite erinnern, in der CA, Stationsärztinninnen (um den Kampfemanzen genüge zu tun :p) und Pflegepersonal geschlagene fünf Minuten über die lateinischen Fachbezeichnung des die Pest übertragenden Flohs (nicht den Erreger, wirklich der Floh!) diskutierten. Das Ende vom Lied war, daß keiner es wußte, es meinem rein diagnostischen Aufenthalt (ich habe während der zwei Wochen nur Kontrastmittel für’s CT und eine örtliche Betäubung bekommen) ohnehin nicht weiterhelfen würde und entsprechend lautete die Anweisung vom Chefarzt: „Jagen Sie alles, was wir kriegen können durch alle Tests, die bekannt sind, nehmen Sie ’n zweites Labor und schließen Sie aus, was geht.“ Wiedergesehen habe ich ihn nicht, der Behandelnde war aber gut genug, mir schon vorher eine zweite unangenehme Probenentnahme erspart zu haben. Spätestens seit dem ist Chefarztbehandlung etwas, was ich gerne profilierungssüchtigen Oberspinnern überlasse und mich mit der fachgerechten und angemessenen Behandlung durch die Ärzte, die das täglich tun, zufrieden gebe…

  12. ich hätte *meinem* chefarzt in der kinderklinik zwar jederzeit meine kinder anvertraut, aber nur wenns um entwicklung oder so ginge. in akutdingen war er kaum zu gebrauchen. das hat er mitunter auch durch die hand bei den visiten durchblicken lassen. intensivmedizin? sache des oberarztes. kardio? sowieso. kinderkrankheiten? machen die niedergelassenen besser. usw.
    chefarztbehandlung bedeutet in vielen kliniken aber auch „leitende oberarzt behandlung“ und die ist normalerweise ok.

    • Wie gesagt, das ist auch von Klinik zu Klinik unterschiedlich, aber ich hab da schon echt krasse Beispiele gesehen. In beide Richtungen.

  13. Interessant ist ja, dass hier die 3 Jahres-Frist zum Wechseln aus GKV in die PKV nun abgeschafft werden soll: http://wp.me/pDYR1-1b

    • Klar, die „private KV soll gestärkt werden“ … Warum aber werden der GKV jetzt Wahltarife untersagt – das wissen nur die Lobbyisten… 😦

  14. Als ich mich vor gut 10 Jahren für die Privatversicherung entschied, habe ich bei der Frage „CA-Behandlung inclusive?“ sofort „nein danke, OA reicht vollkommen und ist wahrscheinlich gesünder“ geantwortet^^
    Wünsche alles Gute für die Gesundheit 😉

  15. glücklicherweise bin ich von einer „Kankenhauskarriere“ bisher verschont geblieben, nur „mein“ Kardologe hat mich bisher einige Male in der Mangel gehabt
    ..ein As, Chef vonnet janze, kommunikativ und die Behandlung (OP mag ich nicht schreiben) war interessant und hat sogar Spass gemacht
    (meine Holde bringt mich ob dieser Einstellung noch mal um 🙂 )
    also: nicht so ganz verallgemeinern!

  16. Habe mich bisher zrückgehalten mit einem Kommentar, da ich schon drei Familienmitglieder durch Krebs verloren habe und mir das Thema wirklich an die Nieren geht (drücke dir aber sämliche Daumen).
    Das einzig Gute am Privatpatienten-Dasein ist das bessere Futter, das man auf Station bekommt (u.U. sogar Auswahl a la carte).
    Persönlich vertraue ich lieber einem erfahrenen Oberarzt mit einer Meute lernwilliger Stationsärzte, als einem Chefarzt.

  17. Kann mir nur Vielen hier anschließen, oftmals ist der Chef ziemlich aus der Übung, grade bei den eigentlichen Routine-Eingriffen.
    Und beim Pflegepersonal kann man sich, wenn man den Privatpatienten raushängen lässt, auch recht unbeliebt machen. Aber wenn es nicht schon standartgemäß Doppelzimmer gibt, wie in vielen neueren Häusern, kann diese Zusatzleistung viel ausmachen. Ob man nun wirklich ein Einzelzimmer will, in dem man dann den ganzen Tag alleine rumliegt, ist dann noch ne andere Frage…
    Aber auch hier kann man sich unbeliebt machen, wenn in einem Viererzimmer dann zwei Betten nicht belegt werden können weil es keine anderen Zimmer gibt, der Herr Privatpatient aber für ein Zweibettzimmer bezahlt.
    Aber es gibt auch Chefs, die auf einem kleinen Gebiet die absoluten Profis sind, da muss man sich mal umhören, denn wenn der Chef dann zum Krankheitsbild passt, kann man da durchaus von profitieren. Wobei diese Chefs dann meist auch ohne „Wahlleistung Ch-A-Behandlung“ die komplizierteren Fälle in ihrem Klinikum machen, wenn sie genau das gut können.

warf folgenden Kuchen auf den Teller