Zwischenmeldung


Sooo. Mal die Leute zum hypverentilieren bringen – in der Station heute hat das prima geklappt: „Ich bin dann mal für ein paar Stunden….spazieren…. “ *flöt*

„Sie muten sich zuviel zu2

„Die Fäden sind ja noch ncht mal gezogen“

Jajajaja. Mir wumpe, ich konnt das da nicht mehr sehen. Und hey, mir gehts gut und nachher mache ich ein rückenfreundliches Nickerchen in meinem eigenen (!) Bettchen. 🙂

Also: Alles gut geklappt, aber das bei mir was reibungslos abläuft, werd ich in diesem Leben wohl auch nicht mehr erleben. Aufnahme war schon prima.

„Gebense mal ihr Handgelenk.“ *schwupps* hatte ich ne Hundemarke mit Strichcode, Abteilung und Namen drauf drumgebabbt. Häh? „Falls sie sich nicht mehr dran erinnern, wer sie sind.“ Ja, nee is klar. Das Ding ist mir auch irgendwie zwischendurch verlorengegangen 🙂

PDA legen war schon mal ne Sache für  sich. 1. Arzt versucht, aufgegeben. 2. Arzt versucht, aufgegeben. *rumheul* AUAAAAAA

Dann die berühmten Worte „Hol mal Chef, das wird mir hier grad unheimlich“. Super, Dormicum sorgt ja gut dafür, dass man hinterher von nix weiß, aber: DAS weiß ich noch. *g* Naja, irgendwann lag sie und da hörts dann auch auf mit meiner Erinnerung – aber ehrlich: An die Schmerzen erinner ich mich auch noch gut.

Andererseits: Die Belohnung: Aufgewacht und *völlich* schmerzfrei. Mich kurz abgetastet, ob es mich noch gibt: Jau. Aber halt tut nix weh. GEIL 🙂

Schwester in dezent blau kam an und meinte: „wie gehts ihnen?“ Antwort von mir: „Prima, wann kann ich wieder laufen? War die Knie-OP erfolgreich?“

Die Belohnung war eine kreidebleiche OP-Schwester, die hektisch nach ihren Unterlagen griff. „Nur ein Scherz“ und schielte hoch. Die guckte mich entgeistert an und meinte: „Sie sind gerade nach einer 6,5 Stunden-OP aufgewacht und witzeln rum?“

„Gebt mir halt nicht soviel Morphium, das Zeug tut mir nicht gut“ 🙂

Irgendwann abgeholt worden und unter dem begeisterten Applaus der Menge im Triumphzu…ach scheiß Morphium, ich hab noch leise „danke für die nette Betreuung“ gerufen (war wirklich nett) und bin dann auf die Station gerollt worden. Das Zimmer teilte ich mir mit einer anderen Patientin, die, äh… energisch war. Und die Tana Schanzara inspiriert haben muss – so einen Slang hatte die druff. Das Problem (Pico wirds bestätigen können *g*): Ich schnarche ein bisschen. Und da durch die trockene Krankenhausluft meine Nasennebenhöhlen zu bis zum Stehkragen waren, hab ich halt ein bisschen mehr geschnarcht.

Fand sie nachts nicht lustig. Ich schon. Ich hatte ja mein Morphium.

Veröffentlicht am 7. September 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 10 Kommentare.

  1. Schön, daß es Dir besser geht 🙂
    Pfleg‘ Dich gesund. Und Gute Besserung.

  2. oh Schnarchen kann ich auch nicht ab, Hölle! aber gut zu hören dass du wohlauf bist.

    • Gibt ja Ohrstöpsel bei der Schwester, die haben das Problem wohl öfter *g*

      Aber halt doof, ich kanns ja nicht ändern, aber ich hab mir mal sagen lassen, dass das schon geeignet ist, jemanden um den Nachtschlaf zu bringen *g*

      • Tja, da gab es mal einen Bei- äh… Mitschläfer, der dafür von mir ein blaues Auge verpasst bekam. Eigentlich wollte ich ihn ja nur „anstupsen“, habe aber im Halbschlaf leider falsch gezielt. Keine Absicht, ehrlich! 😉

  3. Hey! Schön, dass es Dir besser geht!

  4. Watt happich geschrieben, sobald sie halbwegs beieinander ist, kriegen wir sie wieder zu lesen.

    Gut das alles soooooooo gelaufen ist. Aber halt dich noch etwas zurück und kurier dich richtig aus, alles andere war schonmal……….

    Heckse

  5. Dich darf man echt nicht frei rumlaufen lassen – und das Mundwerk muß man noch extra anketten! 😀

  6. Das muss ja eine echte Horrorklinik gewesen sein. Zum Glück waren Ärzte und Pflegepersonal bei mir wesentlich entspannter. Nachdem ich nach der OP aufs Krankenzimmer verlegt wurde, wollte ich unbedingt aufstehen, weil ich dringend aufs Klo musste. Was macht die Krankenschwester? Sagt mir, ich sollte besser liegen bleiben, und hängt mir eine Plastikflasche an den Rollwagen… Nach einem gedanklichen „WTF?“ habe ich nur noch gewartet, bis sie das Zimmer verlassen hatte, stand auf und ging aufs Klo. So ein Schnitt am Hals wegen einer Schilddrüsen-OP schränkt meine Fortbewegung schließlich nicht ein, und in Schläuche zu urinieren hat noch mindestens 40 Jahre Zeit.

    @Wolfram: Beim nächsten Mal wird das Mundwerk rein präventiv operativ verkleinert 😉

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