Küchentratsch II


GNAAAAAAAAAAAAAAAAAa

Da diskutier ich mit der Küchenfee, die ihren schicken Handheld immer mit den Wünschen der Patienten bestückt, stundenlang, was man denn ausgerechnet heute als Abendbeilage nehmen könnte.

Das war echt nicht einfach, da die sich beharrlich weigerte von der „Diabetikerbeilage“ wegzugehen. Die ist ja normal ganz lecker, nur Freitags ist das immer Fisch und damit hab ich nu mal Probleme. Also, bestellt war „Vollkost“ und halt der Wurstsalat. Besser als nix.

Ich krieg grad mein Essenstablett und was ist da drauf?

HERINGSSALAT!!!!!!!

Morgen kriegt der Koch was zu hören. Und die Küchenfee auch. Und ICH geh jetzt erstmal Pizza bestellen. *gnatsch*

Veröffentlicht am 8. Oktober 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 21 Kommentare.

  1. Nice – very nice!

    Jeder bekommt, was er verdient!

    😀

  2. Ich bedaure Dich ja heftigst, konnt mir aber eben grad ein heftiges Gelächter nicht verkneifen. *in die Ecke geht und schämt*

    Den Spoiler musste man auch gar nicht anklicken, es ging eigentlich nur noch darum _welcher_ Fisch es sein würde.

    BTW Diabetikerfraß, den gibt’s doch eigentlich so gar nicht mehr offiziell. Hat das bei Dir einen realen Hintergund, oder halten die das, ähm, aus BMI-Gründen für angezeigt?

    • @drkall
      Eine Dame fragt man nie nicht nach ihrem Gewicht und/oder ihrem BMI!
      😉

      • NACH dem BMI hab ich ja auch nicht gefragt (ich habe zudem aus eigenen Beiträgen der Tante eine ungefähre Vorstellung davon 😉 werde aber dazu selbstverständlich keine weiteren Bemerkungen machen)
        In manchen Krankenhäusern meint man ja, den – naja sagen wir – BMI-mäßig nicht mehr ganz im Normbereich liegenden Patienten irgendwelche Sonderkost verabreichen zu müssen (mir auch schon passiert). Womit übrigens man in der Regel das Gegenteil des gewünschten Effekts erreicht, weil sich die betreffenden Patienten, sobald sie auch nur kriechend das Bett verlassen können, anderweitig mit reichlich schmackhaften Kalorien versorgen. :O

        Meine Frage zielte also darauf ab, ob man in diesem KH ebenfalls derartige Erziehungsmaßnahmen meint ergreifen zu müssen, was nach der Bemerkung des Kochs, dass es ja um ein katholische Krankehaus handele, ja durchaus im Bereich des Möglichen liegt. 😉

        • Ja, tun sie. Aber mich dran hindern, mir abends die Füllung für die Futterluke ans Bett liefern zu lassen, können sie mich auch nicht.
          Aber es ist richtig: Der Arzt hat mich auf „Diätfutter“ gesetzt.

          • Ich habe Menschen, die ein wenig, sagen wir: fülliger, waren immer gefragt, ob sie vielleicht die Gelegenheit nutzen wollten, nach der OP ein bis zwei Pfund Gewicht im KH zu lassen.
            Das Problem mit der Küche war nur, dass manchmal die Schonkost zwar eigentlich lecker war, aber leider püriert – obwohl davon nichts angekreuzt war auf dem Bestellzettel. Ich war in der Küche dann bald bekannt als Essen-Hol-und-Bringdienst von der Urologie 😉

    • Es gibt ja Diabetiker. Und das ist das Futter für die 😉

      • Hm ja, die Diabetiker als an Diabetes leidende Menschen gibt’s schon noch, aber diverse Diabetiker haben mir versichert, dass es sie sozusagen dietätisch eigentlich nicht mehr gibt, da sie im Prinzip alles futtern dürfen, was die anderen auch dürfen, wenn sie ihre Medikation im Griff haben, aber eben mit Maß und ggf. mal hin und wieder ein wenig auf die schnellen Kohlehydrate achten. Ein Bekannter vom mir weiß ziemlich genau, was er spritzen muss, wenn er vorhat sich gleich ein Stück Frankfurter Kranz oder einen halben Liter Cola reinzutun, was er dann auch mit Genuss tut, wenn er Lust drauf hat.

        • Das funktioniert aber in einem Krankenhaus nicht, wo die Oberschwester selbst den Überblick haben will, was der Patient vermedikamentiert kriegt, aber er selbst bitte nichts davon wissen darf…

  3. Versuch es doch einfach mal komplett anders: ordere einfach mal das, was du garantiet nicht magst. Da bekommst doch konsequent immer die Futteralien, die du nicht orderst. Vielleicht klappt es dann ja mit tatsächlich mit dem „Wunschessen“…

  4. Der Koch hat sich gerade krank gemeldet, Verdacht auf Fischvergiftung. 😉

    • Vermutlich hat er einfach zuviel Fisch essen MÜSSEN, weil ihm der von der Tante in den Rachen gestopft wurde.

      • Wenn Tantchen sich mit dem Koch über den ungewollten Fisch unterhalten hätte, müssten die Ärzte nicht nur seine Fischvergiftung behandeln, sondern auch Fischstückchen operativ aus diversen Körperöffnungen entfernen 😉

        • Ich weiß gar nicht, wieso ihr mir hier immer Gewaltorgien unterstellt: Ich bin Pazifistin.

          Und außerdem der Meinung, dass man die Leute mit Worten viel besser kleinkriegt als mit Gewalt 🙂

          • Manchmal kann es aber helfen, den Leuten körperliche Züchtigungen zumindest anzudrohen.
            Wenn man dabei überzeugend rüberkommt, kann man sich manche Diskussion sparen. 😀

  5. Wie gemein!
    Aber lachen mußte ich trotzdem. *duckundwech*

  6. Mit manchen Menschen meint es das Leben echt hart ;-)))
    Kopp hoch!
    LG Sweetkoffie

  7. Ich will ja nichts gegen konfessionelle Krankenhäuser sagen. Ich muss!
    Kann das sein, dass die ihre eigene Religion nicht kennen? Katholiken essen Freitags Fisch, weil sie an diesem Tag kein Fleisch essen dürfen. Das ist alles. Fleischersatz. Kein Gebot, unbedingt Fisch essen zu müssen.
    Nebenbei: soweit ich weiß, gilt Biber in katholischer Vorstellung als Fisch. Wär doch mal ein Vorschlag für den Breiverderber.

    Einer der Gründe, warum ich religiös geleitete Krankenhäuser mit Skepsis betrachte:
    http://mission4glod.blogspot.com/2010/07/wider-den-sittenverfall.html
    Und eine Lösungsmöglichkeit:
    http://www.programmwechsel.de/katholiken-problem-satire.html

    Kannst Du nicht den Krankenhaus-Server hacken und letzteren Text als Startseite implementieren?

    Nochmal Beileid!

  8. Tja was soll man sagen -Krankenhaus essen eben- Ich würde dort Pauschal immer Essen bestellen, dass die nicht liefern können und dann so lange diskutieren bis das Personal weint. ;). Wenn man da eins hat dann ist es ja Zeit.

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