Kurzmeldung


Man sollte meinen, dass ich grad viel Zeit hab. Hab ich auch, aber nicht immer verbringe ich die vor der Kiste. 😉

Zur Diskussion im Dicken Engel der Piraten…ich lasse das immer noch ein wenig Revue passieren und denke viel darüber nach. Ich hab auch viel gelernt dabei.

Wenn die Piraten weiter SO mit dem Thema umgehen, kanns direkt was werden. Dieter Gieseking (guck, ich kann sogar den Namen richtig schreiben, etwas, was er nicht fertigbringt) war zum Schweigen verurteilt. Und weder er noch die anwesenden Pädophilen haben das sonderlich gut aufgenommen. Im Etherpad der Piraten ist ein ziemlicher Shitstorm losgebrochen, u.a. wurden dann ASCII-Geschlechtsteile reinkopiert.

Billig. Aber eben nicht anders zu erwarten von jemandem, der der Meinung ist, dass eine „einvernehmliche“ sexuelle „Beziehung“ zu einem Kind von 12 Jahren möglich ist. Und der politische Parteien dafür einspannen will, das Schutzalter auf 12 Jahren herabzusetzen, damit das, was er tut, nicht mehr strafbar ist.

Mit den Grünen klappts nicht mehr, die sind im politischen „Jetzt“ angekommen und fallen auf die Rhetorik der Täter nicht mehr herein. Also versucht man jetzt, die Piraten zu instrumentalisieren. Und ich hoffe wirklich, dass ich da einigen Leuten einen dicken Strich durch die Rechnung machen konnte.

Ursprünglich war ich bei dem Thema hoch elektrisiert. „Die Lust am Kind“ – in Verbindung mit dem Thema Sexueller Missbrauch ist so etwas ein echter Knaller und ich war ziemlich in Alarmbereitschaft, als ich mich im Piraten-Mumble und Etherpad einloggte. Ich hatte eigentlich nur die vage Hoffnung, dass ich den gröbsten Unfug von Dieter Gieseking widerlegen konnte.

Letztlich stand ich dann (so vorbereitet wie unser Finanzminister bei Pressekonferenzen) plötzlich als Expertin da – weil ich bei MOGiS mitarbeite, weil ich mich mit dem Thema schon auseinandersetzen musste.

*schluck*

Ich und erste Reihe – zwei Dinge, die normal nicht so zusammengehen, wenn ich nicht grad in einer Umgebung bin, wo ich mich sicher fühle. Entsprechend müssen Christian auch bei meinen Mails die Ohren geklingelt haben. Ich hab hier stellenweise ziemlich Panik geschoben 😉

Meine Hauptangst dabei war, dass ich vielleicht alles kaputtmache, was Christian und Parse schon erreicht haben. Dass ich irgendwelchen Unfug erzähle und dann andere dafür die Rechnung zahlen müssen.

Ich glaub, die Klippen konnte ich gut umschiffen. Ich war mir in dem Augenblick dessen ziemlich sicher, als die Vertreter von K13 völlig Amok gelaufen sind. Im Etherpad waren zwischenzeitlich bis zu 18 Josef Fritzls – und es lief ein Editwar vom Feinsten. Ich selbst habe mich bemüht, den Blick von den Tätern weg hin zu den Überlebenden zu lenken.

Sie müssen ihr Leben damit leben, dass sie dauernd übersehen werden. In den Medien kommen sie doch allenfalls als komische Kauze vor. Die Täter bekommen seitenweise Publicity, die Täter haben umfangreiche Programme, die sie betreuen, die sie therapieren sollen.

Überlebende hingegen sind häufig jahrelang arbeitsunfähig, sie stecken in Therapien, die die Seelentrümmer, die der Täter hinterlassen hat, wieder zusammensetzen sollen. Finanziert wird das ganze von dem, was unsere Regierungen vom sozialen Netz übriggelassen hat.

Und während der Täter mit seiner Tat nach wie vor wunderbar leben kann, sind die Überlebenden doppelt gestraft: Sie können oft nicht arbeiten, um ihren Lebensunterhalt selbst sicherzustellen und haben dann noch die finanziellen Sorgen. Und die Rente wird dann ein weiteres Problem, da sie eben nicht 40, 50 Jahre einzahlen, sondern vielleicht nur 20 oder 30. Und dann sind die Kürzungen entsprechend.

Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Und ich hoffe wirklich, dass es mir gelungen ist, das ein wenig zu vermitteln.

Bei der Krummen 13 ist das angekommen. Und ich bin ehrlich: Es freut mich nicht wenig, dass hier einige Leute offenbar ihre Tastaturen zerbissen haben. Ihr findet eine Art „Transkript“ unten in den Kommentaren.

Ein paar Sachen sollte ich zu dem Transkript noch ergänzen:

1. ich heiße nicht Kristin, Dieter.

2. technische Probleme? My ass… Dieter, du standest mehrfach auf der Rednerliste, bis man dich runtergestrichen hat. Wenn du wirklich technische Probleme hattest, warum hast du dich dann dauernd wieder draufgesetzt?

3. Freie Diskussionskultur =|= Tätern ein Forum geben. Dieter Gieseking ist definitiv ein Täter. Er ist jemand, der offen verkündet, dass eine einvernehmliche, sexuelle Beziehung zu einem Kind möglich ist und möchte, dass die Kinder „das selbst entscheiden können“. Seine Argumentation hakt aber an einem entscheidenden Punkt: Am unterschiedlichen Erfahrungshorizont.

Das konnte auch bislang von keiner Argumentation ausgeräumt werden. Erwachsene haben eine größere Erfahrung als Kinder und Jugendliche. Ich persönlich kenne auch keinen normal entwickelten Minderjährigen, der Sex mit Erwachsenen toll findet. Die finden diese alten Säcke alle ziemlich ekelhaft.

Anders sieht das aber aus, wenn die Kinder eh schon Probleme haben. Kinder, die zu Hause wenig Liebe und Anerkennung bekommen, sind anfällig für die Avancen der Täter. Und der geht hin, durchbricht gezielt Grenzen, reagiert dann aber, wenn Kind sich zurückzieht, mit Liebesentzug. Und Kind, dass Liebe braucht, um gedeihen zu können, möchte geliebt werden. Also läßt Kind die Grenzüberschreitung das nächste mal bis zu einem gewissen Grad zu. Bis es wieder Grenzen setzt, der Täter wieder mit Liebesentzug reagiert und Kind irgendwann die Grenzen völlig fallenläßt und nicht selten so letztlich seiner eigenen Vergewaltigung zustimmt. Der Täter kann sich einreden, dass das Kind das doch möchte. Und so entsteht die Mär von der gleichberechtigten Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern.

Sie beruht IMMER auf Nötigung und emotionaler Erpressung. Und die Folgen sind einfach verheerend. Die Kinder sind dem völlig schutzlos ausgeliefert. Und ich klaue mal eine Definition aus Sicht der Überlebenden, die ich gestern im Postkasten gefunden habe:

… dass das schmerzhafteste Gefühl, was ich in der Kinderheit erlebt hatte, grenzenlose und vernichtende Einsamkeit war – und dass ich mich dann sinnbildlich geteilt habe in das eine Kind, dass den Missbrauch erlebte und darum rum das andere Kind, das funktionierte…

Wir müssen den Kindern helfen. Dazu brauchts Anlaufstellen. Dazu brauchts Geld für Beratungsstellen, Schulsozialarbeit, für Therapien, Schulungen der Erzieher und des Lehrpersonals und ganz banal: Sicherstellung des Lebensunterhaltes und der Rentenversorgung der Überlebenden.

Wie, das kann nicht finanziert werden?

 

 

Veröffentlicht am 17. November 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 25 Kommentare.

  1. Also hör ma‘!

    ACHTUNG – IRONIE!
    Du kannst doch Missbrauchsopfer nicht mit Irland gleichsetzen oder mit Banken oder mit Energieversorgern oder der Bahn oder Beamten – du sagst doch selbst, dass sie nix beitragen zum wirtschaftlichen Aufschwung.
    IRONIE OFF!

    Natürlich könnte man diesen Menschen helfen – wenn man nur wollte. Würde aber eine der Parteien eine entsprechende Initiative starten, so würden diverse „Bedenkenträger“ daherkommen und jede Menge Haare in der Suppe (sprich: Betrugsschlupflöcher etc.) finden. Außerdem müssten dann mal mehrere „schwergewichtige“ Politiker/-innen zusammen drüber nachdenken und dann nicht nur das Wort ergreifen, sondern mal ordentlich auf die Kacke (sprich: den Tisch) hauen.

    Aber dafür müsste man ja auch mal an was anderes denken, als Wirtschaftskraft, Wachstum, Diäten, das eigene Auskommen, Lobbyisten oder „Geschenke“ aus der Wirtschaft…

  2. Mir geht schon die Hutschnur hoch, wenn ich nur deine Zusammenfassung der Ereignisse und einiger der „Helden“ lese.

    Weiter so.

  3. Da könnte man echt die Krise kriegen, wenn man so drüber nachdenkt.

    Liebe Tante, ehrlich: Auch wenn Du Dich nicht gerne in dieser Rolle gesehen hast, ich glaube, Du bist hier eher als Expertin zu sehen als viele, die sich gerne „Experten“ nennen und nur heiße Luft absondern. Du beschäftgist Dich mit dem Thema, und nicht nur oberflächlich. Ich hätte gerne mehr Experten wie Dich.

    • Aber das bin ich eigentlich gar nicht. Die eigentlichen Experten werden ja leider nicht gehört, fast nirgends. Der „Runde Tisch“ im Ministerium hat sich jetzt überwunden, endlich die Überlebenden zu hören, aber – Himmel, war das ein Gegrabe, bis das mal passiert ist.

      Da hätte nicht ich sitzen dürfen – da hätte jemand ganz anderes sitzen müssen. So konnte ich halt nur mein bestes geben und hoffen, dass es genug ist.

  4. Guten Tag,
    ich möchte mich hier nicht lange aufhalten, aber das Eine muß gesagt werden: Aus der Rednerliste habe ich mich selbst ausgetragen, nachdem der Umlaufbeschluss dort veröffentlicht wurde. Ich konnte zwar alles mithören, aber selbst nicht sprechen, weil es ein techn. Problem gab. Eine solche Online-Konferenz war für mich Neuland.

    Eine weitere Diskussion zum Pädophilie-Thema ist hier sinnlos. Vieles was hier diesbezüglich gepostet wurde ist einfach Unsinn. Ich empfehle den Besuch von K13online und die dortigen Links eingehend zu studieren.

    • Und was lernt man da? Das ihr nicht in der Lage seid, meinen Namen richtig zu schreiben? Dass ihr Kinder mit Manipulationen dazu bringt, ihrem Missbrauch zuzustimmen und dass dann „Beziehung“ nennt?

      Du bist im besten Fall eine Stimme für Täter und schützt diejenigen, die die zerbrechen, die sie zu lieben vorgeben.

      Es gibt wichtigeres für mich, als meine Zeit auf dieser Apologetenwebseite zu verschwenden.
      Btw. es ist gut, dass du dich nur kurz aufhältst. Das war der erste und letzte Kommentar von dir, der hier veröffentlicht wurde.

      Z.b. die Scherben aufkehren, die die Täter hinterlassen.

  5. Um es gleich Vorweg zu nehmen:
    Ich habe keine Ahnung von dem Thema und mir sind nur die Dinge dazu bekannt, die man gelegentlich der Presse entnehmen kann.

    Sexuellen Missbrauch verachte ich in jeder Form. Somit sollten nach meiner Meinung immer die Opfer im Vordergrund stehen. Aber nicht jeder, der als Täter angeprangert wird, muss auch wirklich einer sein.
    Ich selbst kann mir nicht vorstellen, eine sexuelle Beziehung zu einem Kind zu haben. Aber ich lebe auch monogam, was ich manchmal schon für eine Ausnahme halte. 😉
    Was ich eigentlich sagen will ist, dass es auch in diesem Bereich keine schwarz-weiß-Malerei geben sollte. So ist das Leben nicht. Vielleicht gibt es tatsächlich einvernehmlichen Sex zwischen Erwachsenen und Kindern. Ich gehe aber davon aus, dass sowas ganz besondere Ausnahmen sind, falls sowas wirklich vorkommt. In fast allen Fällen dürfte es wirklich um Missbrauch gehen. Und da sehe ich eindeutig den Schutz der Kinder im Vordergrund. Es muss auch den Pädos nicht egal sein, dass unter deren Deckmantel sexuellen Missbrauch von Kindern gibt. Wenn die Liebe wirklich so groß ist, muss man auch warten können. Sex ist NICHT Liebe!

    Gesellschaftlich ist Pädophilie bei uns geächtet. Und ich glaube, dass es viele gute Gründe dafür gibt. Jedenfalls deutlich mehr, als die Gründe, die für Pädophilie sprechen.

    Wie unser Tantchen schon schrieb, ist der Erfahrungshorizont ein wesentlicher Punkt. Ich kenne kein 12-jähriges Kind, das in der Lage wäre zu beurteilen, was Liebe ist (mal abgesehen von der Eltern-Kind-Liebe). Vermutlich gibt es dazu sogar Studien. Wenn also Pädos behaupten, dass eine entsprechende Verbindung einvernehmlich sei, so reden diese sich das selbst ein (von möglicherwiese ganz seltenen Ausnahmen).

    Für mich kann ich nur das Fazit ziehen, dass Pädophilie ein Verbrechen ist.

    • Peter, selbst diese seltenen Ausnahmen gibt es nicht. Es ist *möglich* dass ein Kind das toll findet. Aber spätestens im Erwachsenenalter, wenn es begreift, wie mit seinen Gefühlen gespielt wurde und dass es doch nur ein „Toyboy“ oder „Toygirl“ war, wenn die Liebe des Erwachsenen zum Kind das Erwachsenwerden des Kindes nicht überdauert – SPÄTESTENS dann bricht das Fundament weg, auf dem die Kinder stehen sollten. Denn dann begreifen sie, dass sie ausgenutzt werden.

      Denn der Erwachsene liebt ja nicht das Kind als Persönlichkeit, sondern die Tatsache, dass es ein Kind ist und sich kindlich verhält. Das ist keine Liebe. Noch nicht mal ein Abklatsch davon.

      Diesen Unterschied bekommen ja die meisten Erwachsenen nicht hin, wieviel weniger kann ihn ein Kind blicken?
      Und wenn dann später das Kind begreift, dass derjenige, der ihm Liebe schenkte, dies nur und ausschließlich tat, weil es ein Kind war und verfügbar, ist das für die meisten dann eine persönliche Katastrophe. Weil sie dann erst in vollem Ausmaß begreifen, was ihnen angetan wurde.

      Das ist eine Facette. Die andere ist die, dass die Kinder innerhalb der Familie mit Erpressung und Nötigung dazu gebracht werden, den Missbrauch zu tolerieren.

      Da wird eine Grenze überschritten – z.b. die Hand weit oben auf den Oberschenkel gelegt. Kind findet das nicht toll und zieht sich zurück. Täter reagiert mit Liebesentzug. Liebe jedoch ist innerhalb der Familie für die Kinder essentiell wichtig, damit sich die Persönlichkeit entwickeln kann.

      Kind braucht diese Liebe, läßt die Grenzüberschreitung daher zu und wird dann mit Liebe überschüttet. Dann erfolgt die nächste Grenzübeschreitung. Kind zieht sich zurück – dasselbe Spielchen von vorne. Bis Kind allem zustimmt, hauptsache es bekommt Liebe.

      Leider zeigen die Geschichten, die ich kenne, dass es genauso funktioniert. Bei einem Teil der Täter. Andere sind so wie ich es Eingangs beschrieb. Es gibt leider nicht *den* sexuellen Missbrauch. Allen „Beziehungen“ liegt aber eins zugrunde: Kind ist in einer Situation, in der es vom Täter beherrscht wird und wo der Täter nur an sich denkt. An nichts anderes.

      • Deine Ausführungen entsprechen zum größten Teil auch meinen Erfahrungen und deswegen stimme ich mit dir auch völlig überein. Ich möchte aber auch noch ein anderes Beispiel geben, wo es zu Missverständnissen kommen kann.

        Ich habe früher auch Ferienlager geleitet. Als Betreuer steht man da eigentlich schon mit einem Bein im Knast, weil jede Form von Zuwendung falsch interpretiert werden kann. Das ist aber nicht das Problem. In mehreren Fällen ist es auch vorgekommen, dass 11 und 12-jährige Mädchen sich in mich „verliebt“ haben und auch körperliche Zuwendung erwartet haben. Natürlich habe ich eine entsprechende Ausbildung gehabt und konnte damit umgehen. Die Ursachen für diese Form der „Liebe“ waren ganz offensichtlich fehlende Zuwendungen in der Familie. Und dabei hat auch das Milieu keine Rolle gespielt. Diese Fälle sind mir mit Mädchen aus „guten“ und „schlechten“ Verhältnissen passiert. Allerdings kann jemand ohne Ausbildung so etwas auch falsch interpretieren und das Ergebnis als einvernehmliche Beziehung ansehen.

        Ich will die Pädos gar nicht in Schutz nehmen, aber es gibt eben auch Fälle, wo aus Unwissenheit eine Situation des Kindes ausgenutzt wird. Die ursprüngiche Handlung muss also nicht zwingend vom Erwachsenen ausgehen. Allerdings sollten erwachsene Menschen nicht so blind sein oder dumm sein und diese Situation unbewusst oder auch bewusst für sich ausnutzen.

        • Schwierig, vor allem auch deshalb, weil auch heute noch viele vor allem ehrenamtlich in der Jugendarbeit Tätige eben _keine_ entsprechende Ausbildung genossen haben.

          Meine Jugendleiterlehrgänge sind nun allerdings schon sehr lange her (Ende 70er, Anfang 80er), da war das überhaupt kein Thema, obwohl schon damals in den Mensen „Infostände“ von pädophilen Gruppen auftauchten, wo „einvernehmliche“ und „gleichberechtigte“ Verbindungen zwischen Erwachsenen und Kindern postuliert wurden.

          • Vor etwa 30 Jahren gab es in Deutschland und den Niederlanden etc.. noch eine echte und organisierte Pädophilenbewegung mit dem Ziel, der Legalisierung von einvernehmlicher Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen. Damals standen nicht wenige Sexualwissenschaftlicher auf der Seite der Pädophilen. In dieser Zeit sind mehrere Studien durchgeführt worden und eine Vielzahl an Büchern dazu erschienen, die es teilweise auch heute noch gibt. Was damals richtig war, kann heute nicht falsch sein.

            Allerdings gab es damals lediglich die Feministische EMMA mit Alice Schwarzer, die radikal dagegen war. Erst Jahre später sind bundesweit die Opfervereine und privater Kinderschutz massenweise gegründet worden. Fast in jeder Stadt gibt es heute entsprechende Anlaufstellen und Vereine, wohin sich Missbrauchsopfer von Gewaltaten wenden können. Im Gegensatz dazu existiert von pädophiler Seite so gut wie nichts organisiertes mehr. Seit circa 5 Jahren gibt es zwar bei der Berliner Charite das Projekt „Kein Täter werden“, aber dorthin wenden sich verständlicherweise nur ein ganz kleiner Bruchteil der Pädophilen in Relation zur Masse der Pädosexuellen von geschätzen 200.000 in Deutschland. Ich kann die Charite nur für die Pädophilen empfehlen, die bereit sind, den Rest ihres Lebens total enthaltsam zu leben. Wer das kann und schafft, der erhält dort Hilfe seinen Weg zu finden. Jeder Mann/Frau kann sich leicht ausmahlen, was es bedeutet, sein Lebenlang seine sexuelle Orientierung/Identität nicht auszuleben, sondern darauf „freiwillig“ zu verzichten. Das schaffen nur ganz wenigen Menschen – da bin ich aber ganz sicher.

            • Ich habe das deutlich anders wahrgenommen.

              Auch damals waren die Thesen der Pädophilenszene mehr als umstritten und zwar _nicht_ nur von feministischer Seite.

              Ich kann mich an sehr lebhafte Diskussionen an den Infoständen erinnern, und da waren die Befürworter ganz sicher _nicht_ in der Mehrheit.

              • Damals gab es einen eingetragenen Verein – DSAP e.V. Krefeld – Deutsche Studien und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie. Dieser Verein hatte sich nach circa 3 Jahren wegen interner Streitereien selbst aufgelöst. In den Jahren danach bis heute waren und sind die Pädophilen nicht der Lage, auch nur ansatzweise vergleichbare Aktivitäten auf den Weg zu bringen. Die frühere Pädophilenbewegung kam in den Jahren aus den Niederlanden u.a. auch nach Deutschland. Erstmals gab es damals solche Aktivitäten auch in Verbindung mit den entstehenden Grünen und anderen Homo-Emanzipationsgruppen, Teile der Medien(taz usw..), die die Forderungen der Pädophilen unterstützt haben. Wie immer, wenn sich etwas Neues beginnt zu etablieren, sind natürlich nicht immer alle sofort dafür. Hätte man diese positiven Ansätze damals durchgehalten und weiter verfolgt, wer weiß schon was heute dann wäre. Jedenfals waren die Pädophilen damals noch nie so weit gekommen und das beim 1. Anlauf.

            • Im Übrigen: Wer sagt, dass das, was damals in den Büchern stand, richtig war, nur weil es veröffentlicht wurde?

            • Welche Bücher? Wieviele? Nennen Sie doch mal Titel. Und Autoren. Nennen Sie Urteile mit Aktenzeichen, wenn sie Ihnen vorliegen, dürfte das doch kein Problem sein, oder? Wer schätzt die Zahl von 200.000 Pädos in Deutschland? Wer hat die entsprechende Studie angefertigt? Wer war der Auftraggeber der Studie? Sie scheinen sie doch so gut zu kennen?
              Btw: Ich kann Urteile lesen, also gut auswählen, ja?

              Nach wie vor: Es gibt keinerlei gleichberechtigte sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern. Alleine der unterschiedliche Erfahrungshorizont (ich wiederhole mich, ich weiß) schließt eine Gleichberechtigung völlig aus. Kinder können die vielschichtigen Folgen dieser Beziehung zu keiner Zeit überblicken. Dem Kind wird IMMER eine Last aufgebürdet, die es nicht tragen kann, leider sind die Folgen im Regelfall Spätfolgen und diese Folgen sind sehr massiv. Pädophile, die ihre Neigung ausleben, zerstören Menschen. Pädophilie ist eine zerstörerische Neigung. Ganz im Gegenteil übrigens zur Homosexualität. Möchte ich an der Stelle noch mal *ausdrücklich* betonen. Es wird zu leicht beides in einen Topf geworfen.

              • Damalige und heutige Bücher/Literatur kann man alle meinen Webseiten entnehmen hier:
                http://k13-online.krumme13.org/text.php?s=list&kid=3&von=0&order=author

                Das sind so viele, dass ich diese hier nicht alle einzelnt nennen kann.

                Hier nur ein Beispielfall:
                http://k13-online.krumme13.org/news.php?s=read&id=1843

                Die Schätzung von 200.000 Pädophilen allein in Deutschland wurde von der Berliner Charite(Prof. Dr. Beier/Ahlers usw..) ermittelt. Empirische Untersuchungen dazu gibt es bisher leider nicht.

                Ich empfehle zur Einvernehmlichkeit & Unschädlichkeit weiter den unteren Link:

                http://www.itp-arcados.net/wissenschaft.php
                (Pädophilie soll von der Liste der psychischen Krankheiten gestrichen werden)

                Und da ich schon mal beim Linksetzen bin empfehle ich auch die Teilnahme an einer aktuellen Studie zum Thema der Pädophilie hier:
                http://k13-online.krumme13.org/news.php?s=read&id=1855

                Alle Menschen können daran übrigens teilnehmen – also auch IHR !!!

              • Ich weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll.
                Deine Bücherliste: Sie besteht überwiegend aus Romanen zu deinem Thema. Ein paar Sachbücher haben sich dazwischen verirrt, aber du willst hier allen ernstes sagen, dass die Romane beweisen, dass eine einvernehmliche Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen möglich ist? Hältst du die Leute für so dermaßen dämlich? Romane sind, zur Erinnerung, fiktive Erzählungen aus den Behauptungen der Leute. Sie haben mit Realität nicht das geringste zu tun. Bist du wirklich so weit weg von der Realität, dass du sowas als Faktum auftischen möchtest?

                Du hast behauptet, dass dir viele Fälle vorliegen, wo im Urteil „klar“ hervorgegangen sei, dass es eine einvernehmliche Beziehung sei, aber die Justiz „leider“ nicht anders könne, als die Urteile milder zu fällen – und du nimmst als Beleg dafür einen Fall, wo die vorzeitige Entlassung verweigert wurde? Merkst du eigentlich noch was?

                Zur Einvernehmlichkeit: Ich frage nach neutralen Studien und du nennst mir die unreflektierte Meinung eines Pädophilen Selbsthilfevereins? Wo sind denn deine Belege, wo sind denn die Beweise für deine Behauptungen? Wo sind deine Studien, auf die du dich so großspurig berufen hast?
                Wo ist Substanz in dem Gewäsch, was du von dir gibst? Wo neutrale (!) Quellen? Du verlinkst ausschließlich auf deine K13-Seite und sonst nix.

                Das *einzige* was auch nur annähernd in die Nähe der Wissenschaftlichkeit gerät, ist die von dir genannte Hausarbeit der Studentin. Das ist aber nicht mit einer Studie zu verwechseln. Es ist eine Hausarbeit zu einem Thema. Mehr nicht. Das sollte man von der Wertigkeit also nicht zu hoch hängen.

                Ansonsten bläst du hier einen warmen Schwall heißer Luft in den Orkus.
                Ehrlich gesagt, habe ich nicht wirklich etwas anderes erwartet. Denn auch du wirst die Tatsachen nicht wegreden können: Eine einvernehmliche Beziehung zwische Erwachsenen und Kindern ist nicht möglich. Einfach, weil die Kinder die Konsequenzen nicht überblicken können.
                Sexueller Missbrauch hat ja nicht nur eine Facette sondern viele. Eine davon ist sicherlich die, sich die Kinder herauszusuchen, die zu Hause keine Aufmerksamkeiten bekommen. Ihr gebt sie ihnen und das finden sie toll. So toll, dass sie den Preis „Sex“ dafür zahlen.

                Die Spätfolgen bei DIESER bekommt ihr ja nicht mehr mit, denn dann sind die Kinder ja erwachsen. Für euch nicht mehr interessant genug.

                Danke, ich hab dir recht bewusst genügend Seil gelassen, damit du dich dran aufhängen kannst und das hast du bravourös erledigt. Hier haste abgewirtschaftet. Welcome im Spamfilter. Ich will dich hier nicht mehr sehen.

            • „Jeder Mann/Frau kann sich leicht ausmahlen, was es bedeutet, sein Lebenlang seine sexuelle Orientierung/Identität nicht auszuleben,…“

              Aha! Es geht also um das Ausleben der sexuellen Orientierung!

              Ihnen ist hoffentlich klar, dass die Kinder nicht Kinder bleiben. Suchen sich dann pädophile Menschen einfach ein neues Kind? Mit dem letzten kann man die Orientierung schließlich nach ein paar Jahren nicht mehr ausleben.

  6. Das Hauptproblem der Opferseite und Kinderschutz etc. besteht darin, dass wenn diese auch nur einen Fall von Einvernehmlichkeit zugestehen würden, dass dann ihr ganzes Gebäute – alles ist sexuelle Gewalt usw.. – zusammenbrechen würde. Sie müßten dann differenzieren und genau das wollen sie nicht. Oder anders gesagt: Die Pädophilenszene und natürlich auch K13online/meine Person wissen, dass es schlimmerweise auch sexuelle Handlungen gegen die Selbstbestimmung gibt und solche Straftaten werden von allen Pädophilen/Pädosexuellen, die ich kenne, auch verurteilt. Im Gegensatz zu den Missbrauchsopfern erkennen wir diese schlimmen Realitäten an – aber umgekehrt ist es nicht so. Das Problem der Uneinsichtigkeit dieser Realitäten liegt somit nicht auf der Seite der Pädophilen. Ein vernünftiger Dialog zwischen Missbrauchsopfern/Kinderschutz etc. und den Pädosexuellen ist erst dann möglich, wenn die Erstgenannten anfangen zu differenzieren. Leider tun das bisher nur ganz wenige der Pädophilie-Gegner – aber geben tut es sie schon. Und: Der Begriff der Pädophilie ist anerkanntermaßen als Liebe zu den Kindern definiert. Daran kommt auch die Opferseite/Kinderschutz nicht vorbei. Der Begriff Pädosexualität – also die gelebte/praktizierte Pädophilie – ist noch ein ganz anderes Thema. Die Begriffe Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität und Pädosexualität haben sich auch fast überall ethabliert. In diesem Sinne viel Spaß beim Recherchieren und Nachdenken….

    • Kinder, die Liebe bei Erwachsenen suchen, haben ein gestörtes Sozialgefüge im Elternhaus. Zumindest in allen mir persönlich bekannten Fällen. Woher ich diese Erfahrung habe, habe ich ja schonmal hier geschrieben.
      Erwachsene, die Liebe bei Kindern suchen (und ich meine keine Eltern-Kind-Liebe), sollten Wissen, dass Kinder noch nicht in der Lage sind, diese Art von Beziehungen einordnen zu können.

      Ich schrieb an anderer Stelle hier auch schon, dass es vielleicht ganz seltene Ausnahmen geben mag, aber diese seltenen Ausnahmen rechtfertigen ganz sicher nicht, dass man deswegen die entsprechenden Gesetze ändert. Denn in allen anderen Fällen ist es ein Verbrechen am Kind.
      Durch eine Änderung der Gesetzeslage, wäre dann bei einer Anklage die Beweislast beim Kind, was wohl kaum realistisch sein kann. Die Täter wären kaum zu überführen, denn wie soll man beweisen, dass es nicht einvernehmlich war?
      Es ist nicht akzeptabel, dass wegen extrem seltener Ausnahmen vielen Kindern schweres Leid zugefügt wird.
      Dabei handelt es sich übrigens nicht zwingend um sexuelle Gewalt, aber um psychische Gewalt.

      Dass Pädophilie per Definition was anderes als Pädosexualität ist, ist völlig klar. Allerdings wird es im allgemeinen Sprachgebrauch gleichwertig verwendet. Solche Spitzfindigkeiten sind typische Kniffe, um unbedarfte in Erklärungsnot zu bringen.

      Ich finde es bedauerlich, dass hier versucht wird, mit rhetorischen Kniffen, die Tatsachen zu verdrehen. Aber es zeigt auch, auf welchem verlorenen Posten die Szene steht.

      • Schön erkannt, Peter.
        Ich guck mir die Diskussion noch ein wenig an und behalte mir vor, die Kommentarfunktion hier zu schließen, wenns entgleist.

      • Bei einer Legalisierung von klar einvernehmlichen Beziehungen/Kontakten werden alle anderen Handlungen gegen die sexuelle Selbstbestimmung natürlich weiterhin mit Strafe bedroht bzw. verurteilt. Das Eine schließt das Andere nicht aus. Die Beweislast liegt immer nicht beim Kind, sondern bei den Ermittlungsbehörden bzw. der Staatsanwaltschaft. Daran kann und wird sich auch nichts ändern. Das Gericht verfügt über die Möglichkeiten, Sachverständigengutachten über das Kind und den Erwachsenen einzuholen. Auch das bleibt alles so wie es ist. Das Gericht hat aber bei aktueller Gesetzeslage nicht die Möglichkeit, den Erwachsenen bei eindeutiger Einvernehmlichkeit, frei zu sprechen. Mir liegen hier einige solcher Fälle vor, wo klar im Urteil steht, dass alles einvernehmlich war und kein Schaden entstanden ist. In solchen Fällen hat das Gericht nur die Möglichkeit, dass Strafmaß gering zu halten. Nur um solche Fälle geht es mir/K13 – nicht mehr und nicht weniger. Pädophile Beziehungen/Kontakte sind grundsätzlich immer einvernehmlich und werden deshalb so gut wie nie das Licht der Öffentlichkeit und damit der Justiz erreichen. Denn auch der Junge/Mädchen weis natürlich heutzutage bei Bravo usw.. , dass diese Beziehung im Geheimen gelebt werden muss. Passiert etwas gegen den Willen der Kids wird es sofort zur Strafanzeige komme – und das vollkommen zu Recht. Wer es jetzt noch immer nicht verstanden hat, um was es geht, der wird es wohl nimmer mehr begreifen. Und nochmals: K13online mit meiner Person steht auf der Seite der Opfer ! Zum Einen auf der Seite der Kinder, denen sexuelle Gewalt angetan wurde und zum Anderen auf der Seite des Erwachsenen, der auf Grund der bestehenen UNrechtsgesetze bei Einvernehmlichkeit verurteilt wurde. Mehr gibt es dazu nicht mehr zu sagen und deshalb schließe ich meine Diskussion hier ab. Danke, für die Aufmerksamkeit.

        • das ist wohl die verdrehteste Rechtsauffassung, die ich je gelesen habe….

          „Die Beweislast liegt immer nicht beim Kind, sondern bei den Ermittlungsbehörden bzw. der Staatsanwaltschaft.“ — also post facto. Der Missbrauch ist also ggf. schon geschehen. Und dann muss auch noch der Staatsanwalt nachweisen, dass dies gegen den Kindeswillen war? Wenn das Kind evtl. vorher psychisch so konditioniert wurde, dass es das als das kleiner Übel (ggü Liebesentzug o.ä.) ansieht?
          Zudem wäre dadurch die Rechtslage umgekehrt zu heute: „Sexuelle Beziehungen zu Kindern“ grundsätzlich erlaubt, es muss ja *nachgewiesen* werden, dass es dem Kind schadete.

          Umgekehrt wird ein Schuh draus. Warum soll ein Erwachsener, der an einer solchen Beziehung Interesse hat, dies nicht *vorher* und vor allem *selber* beweisen, dass dies dem Kind nicht schadet und das Kind dies vor allem aus eigenen Stücken will, die nötige Reife das zu überblicken hat etc pp.? Natürlich unter der Voraussetzung, dass es auch nur ein Kind gibt, das so denkt wie von Ihnen behauptet (was zu beweisen wäre). *Dann* könnte man evtl. davon absehen, zu bestrafen. In den 99,9…% aller Fälle, in denen dies anders ist jedoch….

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