Ich glaubs nicht


„Der größte Schutz der Demokratie ist die Dummheit ihrer Feinde“

Frei zitiert – von wem weiß ich, ehrlich gesagt, nicht.

Da wird vom „Terrorpanikzentrum Musharbash“ im Spiegel mal wieder der Untergang des Abendlandes beschworen, und das wir demnächst hier einen Bombenhagel haben werden, gegen den das Silvesterfeuerwerk ein Dreck ist.

Da wird ein unfassbar dämlicher Kommentar von einem öffentlich-rechtlichen, „seriösen“ Sender losgelassen (nein, beides verlinke ich hier nicht (nochmal). Es reicht, dass hier die K13 aktiv war, mehr Schmutz brauchts nicht). Da wird an allen Ecken gewarnt, dass jetzt ganz bestimmt und ganz sicher ein Anschlag fast unmittelbar bevorsteht und wir alle sterben werden, wenn wir nicht sofort die Vorratsdatenspeicherung wieder einführen.

Die ja verfassungswidrig ist, wir erinnern uns.Ich stelle mir dann immer sowas vor:

Osama bin Laden und seine 112. rechte Hand (die grad von den Amis mal nicht pulverisiert wurde, gefährlicher Job anscheinend) lesen gemeinsam den Pressespiegel.

„Sag mal, die Deutschen schieben schon wieder so ne Panikattacke weil wir da Anschläge planen. Weißt du was davon?“

„Hmne, aber wenn die das doch so gerne hätten, ein paar Selbstmordattentäter haben wir da schon noch in Reserve. Die nerven langsam.“

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Und dann – mitten in den schönsten Forderungen, wo sich jeder Politiker einmal in der Wettbewerbskategorie „die dümmsten Forderungen des angehenden 21. Jahrhunderts“ profilieren durfte (Schünemann liegt ziemlich weit vorn mit Fußfesseln für „Gefährder“, knapp gefolgt von dem Berliner Hinterbänkler, der die Blockwarte wieder einführen möchte), und du schon glaubtest: „Dümmer kanns jetzt nicht mehr werden.“

Ja, genau dann kommt dann unser Geheimdienst ins Spiel.

Wie ein Schachtelteufelchen springt er grinsend aus der Sahnetorte und guckt strahlend in die Runde: „War nurn Schääääääärz“.

Und ich frag mich grad ernsthaft, ob es jetzt die Strahlen vom Nacktscanner sind oder ob die nur Leute einstellen, die sich beim Schuhe zubinden immer die Schnürsenkel falsch verknoten und dann auf die Fresse fallen.

Veröffentlicht am 19. November 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. Ähm ja, ich hab da noch eine alte Reisetasche, die war zumindest auch schon mal mit im nahen Osten, den alten ungültigen Riesepass mit den entsprechenden Sichtvermekren gibt’s auch noch, man muss ihn ja nicht unbedingt vollständig reintun. Ansonsten einen Digitalwecker hätte ich auch noch (oder ein altes Handy, damit macht man das wohl heute), Batterien selbtsverständlich, was zünderähnliches, Stück Wunderkerze vielleicht, bißchen Knetmasse, paar Klamotten, Testkoffer fertisch.

    So, und jetzt werden wir mal einen Flieger aufhalten, damit ein paar Passagiere Spaß bekommen. Wenn genügend Leute mitmachen, wäre das ja vielleicht so eine vom-Flieger-auf -die-Bahn-Aktion. Weil, wenn Du nicht weißt, ober der Flieger jetzt oder erst in 6 Stunden fliegt, kannst Du ja auch die Bummelbahn nehmen, die ist auch nicht viel unpünktlicher.
    Man könnte das Ding natürlich auch in einem ICE abstellen …

    So so, man rätselt also jetzt, wer warum den Koffer platziert hat. Nun, gekauft wurde er ja bei einem Hersteller von Alarm- und Detektionssystemen, ein Schelm, der Böses dabei denkt …

    Die Produkte (Testkoffer), die den Absatz der anderen Produkte (Alarm- und Detektionssysteme) fördern sollen, gleich selbst zu vertreiben ist natürlich eine geniale Idee. Sie dann auch noch ggf. an Geheimdienste zu verscheuern, die damit dann ihre Späße treiben, auch nicht schlecht. Denn weil das so geheim ist, dauert es natürlich lang genug, bis der Fake auffliegt, und bis dahin wurde durch Erregung öffentlicher Panik das Geschäft (mit denAlarm- und Detektionssystemen) ordentlich angekurbelt. Das ist Marketing, Respekt!

  2. Man könnte ja dann auch noch ’n paar Brief mit Drähten und ’nem Stückchen Platine drinne verschicken, so an’s Kanzleramt und den Präsidenten des Bundestages oder so.

    😀

    Ich mein‘: wenn schon Panik, denn richtich, nech!

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