Bankrotterklärung


Das Aloisius-Internat steht für Missbrauchsfälle bei den Jesuiten. Seit Monaten wird versucht, dort Aufklärung zu betreiben.

Irgendwann hat Frau Raue, die auch mit „aufklären“ wollte, gesagt, dass es kein fotografisches Material mehr gibt, das Zeug wäre vernichtet worden. Das ist dann als Lüge entlarvt worden.

Und dann gibts ein Interview, wo sich ein Pater um Kopf und Kragen redet.

Das beste Zitat, danach hab ich zu lesen aufgehört, es wurde unerträglich:

Auf die Frage, um welche Fotos es denn jetzt genau ging, es stünde eine Zahl von 250 Fotos im Raum, die Kinder in „auffälligen“ Posen zeigen würden, antwortete Pater Kiechle:

Pater Stüper, der da beschuldigt wird, war ein Kunst- und Hobbyfotograf, der in seinem langen, langen Wirken künstlerisch auch sehr gute Fotos gemacht hat und die an vielen Stellen veröffentlicht worden sind. Von diesen Fotos sind noch einige übrig, wobei Frau Zinsmeister diese ausdrücklich als nicht kinderpornografisch bewertet hat. Man kann da und dort, weil Kinder oft spärlich bekleidet sind, auch eine erotische Komponente entdecken, aber kinderpornografisch ist da nichts dran.

„künstlerisch sehr gute Fotos“. Hat mit „Kinderpornografie“ (ekelhafter Begriff) nichts zu tun. Und „Anscheinspornografie“ ist ja auch nur ein Begriff, mit dem man nix anfangen kann.

Sorry, aber solche Apologeten braucht kein Mensch.

 

Veröffentlicht am 29. November 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 19 Kommentare.

  1. *Tante ’nen leeren Sandsack reiche*

    Für zum Reingöbeln – ich mach‘ auch mit…

  2. „Pater“ Stüper ist offensichtlich ein mutmaßlicher Täter. Die betroffenen Kinder bzw. Jugendlichen, die auf den „künstlerischen“ Fotos mit erotischer Komponente abgebildet wurden, wurden nicht gefragt, ob sie das wollen. Es ist noch unglaublich viel Aufklärungsarbeit nötig, ehe die Leute sich auf die Seite der Betroffenen stellen und aufhören die Taten zu vertuschen.

  3. Hmm. Ich bin auch Hobby-Fotograf und habe auch schon mal überlegt, Personen aufzunehmen. Erotische Bilder sind da aus künstlerischer Sicht auch ein spannendes Thema. Allerdings ist für eine Veröffentlichung das Einverständnis der Personen, bzw. der rechtlichen Vertreter erforderlich.

    Ich kenne die Bilder nicht, die oben angesprochen wurden. Sollte es sich um Bilder mit Kindern handeln, müssten (was natürlich auch unterlassen worden sein kann) die Elten ja gefragt worden sein, falls die Bilder wirklich veröffentlicht wurden. In dem Fall wurden die Bilder offensichtlich nicht als „erotisch“ angesehen. Oder wurden diese gar nicht veröffentlicht und sind nur in der persönlichen Sammlung gelandet?

    Die Sache mit solchen Fotos ist ja immer ein Problem der Sichtweise. Wenn man Erotik darin sehen will, kann man die auch finden. Wenn ich meine Tochter am Stand im Bikini aufnehme, kann das ein einfaches Urlaubsfoto sein. Da sie aber im Bikini zu sehen ist und evtl. gerade den Kopf noch hinten wirft und der Bild-Winkel einen leicht Blick in den Ausschnitt zulässt, kann man dort auch Erotik drin sehen. Bei Aufnahmen mit Kindern ist es noch schwieriger. Die sitzen nicht still und bei kleinen Bewegungen kann die Kleidung auch mal „ungünstig“ sitzen.

    Sich ein Urteil darüber zu bilden, was die Aufnahmen wirklich zeigen, ist oft schwierig. Ich kenne nichtmal die Bilder. Es kann also wirklich harmlos sein. Und ein Fotogeraf macht ja meistens mehrere Fotos in Folge, um davon das Beste auswählen zu können. Da gibt es mit Sicherheit Aufnahmen, die „erotisch“ interpretiert werden können.

    Insgesamt ist der Vorgang natürlich merkwürdig und sollte genau Untersucht werden. Zumal die Fälle in dem Internat schon sehr auffällig sind. Wer ist denn eigentlich diese Frau Zinsmeister? Etwa Annett Zinsmeister, die sich hauptsächlich mit Architektur-Kunst beschäftigt? Die ist wohl keine Expertin für erotische Bilder.

  4. Es geht hier garnicht darum, ob diese Fotos als erotisch eingestuft werden oder nicht. Diese Fotos wurden von einem der „mutmaßlichen“ Haupttäter angefertigt im Rahmen seiner über Jahre anhaltenden Straftaten des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen und Schutzbefohlenen (ich muss hier „mutmaßlich“ schreiben, damit Tantchen keine Abmahnung bekommt). Selbst wenn die Opfer zugestimmt hätten (was nicht geschah), sind diese Fotos Beweise des sexuellen Missbrauchs. Es ist nicht zu diskutieren, ob diese Fotos nicht für künstlerische Zwecke werden dürfen – so etwas ist im höchsten Maße unmoralisch und missbraucht die Betroffenen erneut. Nicht zu vergessen, dass es sich hier um den katholischen (christlichen) Kontext dreht.

    Das andere ist: Frau Raue (die stellvertretene Vorsitzende von Innocence in Danger) hat zugesagt, dass alle Dokumente vernichtet werden. Dass dies nicht geschah, ist deutlich. Es ist doch eigenartig, wie diese Organisation mit tatsächlichem Missbrauch umgeht. Es scheint hier eher um den Schutz des katholischen Gymnasiums und den Schutz des Rufes der Katholischen Kirche zu gehen, als um Aufarbeitung und Betroffenenhilfe.

    • Sorry, da war ich dann nicht genug informiert. So stellt sich die Sachlage ja völlig anders dar.
      In dieser Darstellung ist es eine Vernichtung von Beweismitteln, was die Dinge noch zweifelhafter macht.

      Unabhängig von diesem Fall, sollte man bei der Beurteilung solcher Fotos aber trotzdem vorsichtig sein. Mögliche fehlinterpretationen jeder Art (nicht nur erotisch) haben mich bisher immer davon abgehalten, Personen-Fotos zu veröffentlichen. Ich habe zum Beispiel eins, wo ein älterer Mann, wie ein Penner aussieht.

      Ich glaube, dass ich noch nie erotische Fotos gemacht habe. Hey Tantchen, ich brauche ein Modell. Hast du vielleicht Lust? 😉

      • Ich habe mir mal die Bilder meiner Enkel angeschaut – mit viel Phantasie kann man da eventuell auch was erotisches dran sehen, aber mal ehrlich, ich sehe da nur kleine Kinder, die in die Kamera gehalten werden oder gerade am Spielen sind. Vielleicht liegt’s aber auch daran, dass ich Kinder zwar klasse finde, aber eher auf ältere Frauen stehe (mein Frauchen ist 12 Jahre älter als ich 😉 ).

        • Joynt: Es geht nicht darum, Strandbilder zu kriminalisieren, wie es im Bereich „Anscheinspornografie“ ja momentan heftig hysterisch gemacht wird.

          Gerade MOGiS kämpft ja auch dafür, dass da endlich mal ein wenig Ruhe reinkommt und dass die Leute sich bitte mal auf das konzentrieren, was Missbrauch eigentlich für die Überlebenden bedeutet. Und dass man von der Täterzentrierten Sicht ein wenig abrückt.

          Wie oft hört man denn die „Schwanz ab“-Rufe, wenn wieder ein Fall bekannt geworden ist? Und wer denkt daran, dass bei jedem Täter eine unbekannte Anzahl Opfer vorhanden ist, die völlig ohne Hilfe dasteht? Es gibt eine Unzahl von Täteranlaufstellen, von Projekten, die Täter unterstützen, Präventionsprojekte, die sich auf die Täter konzentrieren. Was auch eigentlich richtig ist, denn ohne diese Projekte wären möglicherweise noch viel mehr Betroffene vorhanden.

          ABER:
          Kannst du mir neben dem Weißen Ring auf Anhieb eine Stelle nennen, die sich für die Überlenbenden einsetzt? Die dafür sorgt, dass die Leute Therapien bekommen, die dabei hilft, die Anträge zu stellen? Wusstest du, dass viele Überlebende ihr Leben lang um die finanzielle Sicherung kämpfen müssen? Da sind Leute aufgrund des Missbrauchs so zerfasert, dass sie kaum alltagstauglich, geschweige denn arbeitsfähig sind. Und dann müssen die sich noch durch HartzIV bzw. Grundsicherung hangeln, auf ein Minimum heruntergedrückt, von dem man kaum leben kann – von den anderen Begleiterscheinungen von HartzIV/Grundsicherung mal abgesehen.

          DAS sind die Probleme, denen sich Betroffene real gegenübersehen. Für Täter ist genug Geld da, die Projekte werden eher noch ausgeweitet. Wenn sie denn als „Täter“ angesehen werden – siehe auch Pater Stüper, der „wertvolle“ Arbeit mit Jugendlichen geleistet hat.

          Und die Betroffenen läßt man erneut im Regen stehen. Tolle Wurst.

      • *beäug*
        Das lassmer mal, ja? *g*

        Natürlich muss man bei der Beurteilung solcher Fotos vorsichtig sein, nuuur:

        Wenn ein Täter solche Bilder macht, dann werden das keine Strandfotos sein. Das bitte im Hinterkopf behalten. Und die Fotos werden auch nicht gemacht worden sein, nur um einen Schnappschuß zu machen.

        Die Betroffenen wären bei einfachen Schnappschüssen nicht so hinter der Vernichtung her gewesen. Und bitte beachten: Wenn ein TÄTER solche Fotos macht, egal mit welchem Motiv. Und du bist das Opfer von so einer Flitzpiepe: Was genau, meinst du, löst das in dir dann aus, wenn du die Fotos siehst, die dein Täter von dir gemacht hat?

        Versuchs dir einfach mal vorzustellen. Und lies in dem Kontext bitte nochmal deinen Kommentar neu. 😉

        • Du kennst mich doch. Ich nehme gerne die Gegen-Position ein, damit man auch andere Gesichtspunkte bekommt. Das fällt mir auch nicht immer leicht.

          Wenn ich von mir selbst ausgehe, so mache ich auch Fotos, die mir gefallen. Davon wird sich kein Fotograf schützen können. Wenn man dicke Menschen mag, wird man mehr Dicke aufnehmen. Bevorzugt man große Nasen, dann wird man unbewusst solche Portraits bevorzugen. Wer auf lange Beine steht, wird wohl Mini-Röcke gerne aufnehmen (Wo ist die Chauvi-Kasse?). Und wer Kinder mag, wird auch Kinder-Fotos bevorzugen.

          Der Charakter/Geschmack eines Fotografen spiegelt sich also normalerweise auch in seinen Fotos wieder. Ob das hier auch der Fall war, kann man meiner Meinung nach zumindest vermuten. Ob allerdings Absicht dahinter steckt, kann man nur beurteilen, wenn man die Fotos kennt. Und sollte es sein, lege ich bestimmt keinen Wert darauf, diese Fotos zu sehen.

          P.S.:
          Das Foto-Shooting bei dir habe ich schon abgemeldet. 😉

  5. Du willst es nicht begreifen: Hier geht es nicht um den persönlichen Geschmack eines Fotografen, sondern um Straftaten. Die Fotos, welchen Inhalt sie auch immer haben, wurden aufgrund einer Straftat hergestellt – sexueller Missbrauch. Selbst wenn ein Teil der Bilder das nicht deutlich erkennen lässt, wurden sie doch im Kontext der Straftat erstellt. Die Kinder hatten keine Wahl, sie wurden unter Androhung und Durchführung von körperlicher und/oder sexueller Gewalt produziert. Es geht hier nicht darum, ob man Kinder fotografieren darf, sondern, ob man Kinder sexuell missbrauchen darf und dann dieses Leiden noch zur Schau stellen darf. Da sind die Gesetze eindeutig.

    • Und du begreifst nicht, was ich geschrieben habe.
      Wenn es diese Fotos gibt/gab, so können diese eventuell beweisen, was der Fotograf „bevorzugt“. Das kann Rückschlüsse geben, auf die tatsächlichen Vorgänge in dem Fall.

      Aus obigen Text geht nicht hervor, dass die Erstellung der Fotos unter Zwang erstellt wurden. Falls es wirklich so war, so hast du völlig Recht. Aber wo ist die Info, bzw. der Beweis, dass es so passiert ist?

      Bitte versteht es nicht falsch. Ich habe selbst 3 Kinder und weiß nicht, was ich mit so einem „Menschen“ machen würde, hätte er es meinen Kindern angetan. Ich sehe auch den großen Mangel im Bereich Opferschutz. Aber es gilt bei uns immer noch die Unschuldsvermutung. Diese wird oft als Täterschutz fehlinterpretiert, was emotional auch verständlich ist. Da stellt sich dann aber die Frage, was mehr wiegt: Einen Unschuldigen zu verurteilen oder einen Schuldigen evtl. laufen zu lassen.

      Vielleicht reagiere ich auch ein bisschen empfindlich, weil bei uns im Ort gerade ein Vater von seiner 12-jährigen Tochter angeklagt wird, weil der sie angeblich missbraucht hat. Soweit das bisher festzustellen war, stimmt das nicht. Aber alleine die Anschuldigung wird genügen, dass dieser Mann „erledigt“ ist.

      Sicher sind die Fälle sehr unterschiedlich, aber beides zeigt, dass man mit Vor-Verurteilungen vorsichtig sein sollte.

  6. Dann lies mal besser, was auf den angegebenen Seiten so ausgesagt wird. Es geht hier nicht um Vorverurteilung – der Täter ist bereits verstorben, die Taten des massenhaften Kindesmissbrauchs bewiesen. Einschlägige Fotos wurden vernichtet. Es wurde versprochen durch o.g. Rechtsanwältin Raue (Innocent in Danger) ALLE Fotos zu vernichten. Plötzlich tauchen sie wieder auf und werden verharmlosend als „künstlerisch wertvoll“ deklamiert.

    Wie müssen sich wohl die Jungs vom Eckigen Tisch (die übrigens Strafanzeige gestellt haben) fühlen, als sie erfuhren, dass nun ein Teil der Bilder wieder verfügbar ist, entgegen der Beteuerungen der Verantwortlichen.

    Du kannst es drehen und wenden wie du willst – du machst nur dich unglaubwürdig – es ist eine ganz andere Ebene, als wenn du deine Kinder beim Spaziergang fotografierst.

    • Jetzt kommen wir der Sache schon näher.
      Der gesamte Fall wird seit über einem Jahr bearbeitet. Ich habe nur die Infos, die man mal so nebenbei im TV oder Radio mitbekommt. Deswegen habe ich ja auch geschrieben:
      „Aus obigen Text geht nicht hervor, dass die Erstellung der Fotos unter Zwang erstellt wurden. Falls es wirklich so war, so hast du völlig Recht. Aber wo ist die Info, bzw. der Beweis, dass es so passiert ist?“

      Es fällt mir ein wenig schwer, die gesamten Infos dazu zu lesen und dann evtl irgendwann auf eine Information zu stoßen, wo das drinsteht, was du hier zuletzt geschrieben hast. Denn „Dann lies mal besser, was auf den angegebenen Seiten so ausgesagt wird.“ kann ich nicht, da hier keine Seiten angegeben sind.

      Ich glaube dir aber auch so, was du schreibst, ohne dass du mir einen Link reinstellst.

      Ich bin bei meinen Kommentaren schlicht von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen und entschuldige mich hiermit ausdrücklich.

      • Peter, das ganze ist ein ziemlich sensibles Thema und gut das du dich entschuldigt hast.

        Im Ursprungsinterview von mir stehen die Sachen tatsächlich nicht drin, eben weil es ein Apologeteninterview ist. Es geht in erster Linie darum, die Vorkommnisse zu verharmlosen und die Kirche aus der Schußlinie zu ziehen.

        Die Opfer sind den Interviewpartnern ziemlich wumpe. Im Gegenteil, es wird ja auf einer verständlichen Forderung („Fotos zerstören“) noch munter drauf rumgehackt.

        Auch das immer wiederkehrende „lieber sollen die sich an alten Fotos verlustieren, als das sie neue machen“ ist schlimm. Es gibt ja diese Missbrauchsbilder, die munter getauscht werden.

        Ja, die sind teilweise 20 Jahre alt. Aber auch nach 20 Jahren ist der Missbrauch real. Meint wirklich irgendjeman, dass die Fotos weniger schlimm sind, nur weil vor langer Zeit gemacht wurden? Wenn jemand per Zufall auf die Fotos trifft wird er unweigerlich retraumatisiert. Und bei vielen dürfte das der Ruin von langen Jahren der Therapiebemühungen sein.

        „Stell dich nicht so an, das ist so lange her, irgendwann muss gut sein“ – ein Satz der so oder so ähnlich vielen Überlebenden begegnet.

        Und die Grundhaltung wird in dem „lieber alte Fotos als neue machen“ noch bekräftigt. Du zeigst diese Grundzüge auch – und die gehen dir ein wenig zu glatt von der Taste.

        • „Du zeigst diese Grundzüge auch – und die gehen dir ein wenig zu glatt von der Taste.“
          Wenn dieser Eindruck wirklich bei euch so angekommen sein sollte, dann versichere ich, dass ihr da völlig falsch liegt. Ich habe weiter oben ja auch geschrieben, dass der Opferschutz mangelhaft ist.

          Bei diesem Beitrag, bin ich einfach von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Das musste zu Missverständnissen führen. Leider neige ich auch dazu, Gegenpositionen einzunehmen, um eine einseitige Sichtweise zu verhindern. Das führt zu einer besseren Argumentation, wenn man wirklich mal auf einen „Gegner“ trifft.

          Ich werde künftig darauf achten, dass ich meine persönliche Ansicht besser erkläre und von der bewussten Gegenposition trenne.

    • Wo ich grad wieder von diesen Voll-Nasen von „Innocence in Danger“ lese… Ich habe gerade eben auf Telepolis folgenden Kurz-Artikel gelesen, der mir die Leute nicht eben sympathischer macht:

      http://www.heise.de/tp/blogs/5/148840

      Die Pressemeldung von „Innocence in Danger“ liest sich dann auch so… bundespolitisch, will sagen: Mit viel Text und wenig Inhalt. Da wird am Ende darauf hingewiesen, dass man ja auf das Spendensiegel verzichtet, weil das Geld besser für die Kinder verwendet werden soll. Man stellt sich dann auch gleich mit Greenpeace, Ein Herz für Kinder und der Deutschen Krebshilfe gleich, die das ja auch so machen. Von den vielen Dutzend intransparenten geldschneiderischen Quasi-Hilfsorganisationen, die ebenfalls kein Spendensiegel beantragen, ist hier allerdings nichts zu lesen. Wäre warscheinlich auch nicht so eine gute Werbung.

      Sorry, wenn ich hier grad viel Dampf verbreite, aber die „Aussage“ bringt mich echt zum Kochen.

      • Vor allem berufen die sich ausgerechnet auf „Ein Herz für Kinder“ *g*

        Ich mein, natürlich haben die das Spendensiegel nicht – wieso auch? Die sind nämlich genauso wegen Intransparenz in der Kritik. Was übrigens auch mit ein Grund ist, warum die Bildzeitung das Spendensiegel so in Grund und Boden redet. 😉

  7. Bei solchen „Pro“-Argumentationen wird mir immer kotzübel.
    Ich wurde als Kind selbst von einem „Freund der Familie“ über lange Zeit belästigt, und wenn ich mir vorstelle, dass eventuell heute noch angeblich so „harmlose Kinderfotos“ existieren, die diesem Schwein als Wixxvorlage dien(t)en, dann wird mir gleich noch viel übler. Denn während die Großeltern vielleicht ganz witzig finden, dass beim Enkelchen der Schlüpfer unterm Petticoat hervorblitzt, geilt sich so einer eventuell dran auf ohne Ende. Bah, sorry, aber da gehen sämtliche Gäule mit mir durch!
    Übrigens hörte auch ich, als ich endlich – längst erwachsen – darüber sprach, den bewussten Satz („Stell dich nicht so an, er hat dich ja schließlich nicht richtig vergewaltigt, außerdem ist das lange her!“).

  8. Alles klar, Peter. So ein Austausch von Argumenten ist ja auch nichts Schlechtes. Ich habe verstanden und nehme deine Entschuldigung an.Wir sind beide auf der selben Seite.

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