Kurze Nachfrage


Kann mir mal irgendjemand erklären, was Stephanie v. Guttenberg so allgemein zu sich nimmt? Gesund kann das nicht sein. Oder sie hat in einer Fremdsprache gesprochen und die Übersetzung war grandios schlecht.

Ich kann mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass jemand, der noch alle 5 Sinne beieinander hat, DAS gesagt haben soll:

Auf die Erzählung vom Elend in Asien folgte Stephanie zu Guttenberg vom Verein Innocence in Danger mit einer Art „Live-Demonstration“. Nach Angaben von zu Guttenberg gibt es drei Varianten des Kindesmissbrauchs: Einmal ist da der Kindesmissbrauch, der gefilmt wird und von dem immer mehr Bilder zirkulieren. Eine Datenbank in den USA soll 2009 über 23 Millionen Bilder gespeichert haben. Dann gibt es den Kindesmissbrauch offline, dem eine Online-Anbahnungsphase vorhergeht, in der der Täter sein Opfer sucht. Die dritte Variante ist das Anpirschen in Online-Angeboten und der Online-Missbrauch, etwa durch das Schicken von Masturbationsbildern durch den Täter. Diese Variante sei stark im Wachsen und ein sehr ernsthaftes Problem, erklärte zu Guttenberg. Ihre anschließend auf Deutsch gezeigten Online-Dialoge waren einem Chat entnommen, in dem sich eine ihrer Mitarbeiterinnen als 13-Jährige ausgab. Binnen fünf Minuten diskutierten acht Männer mit ihr. Ein 44-Jähriger fragte in drastisch direkter Sprache, ob sie ihn treffen wollte und beschrieb seine geplanten Handlungen. Nach den Ausführungen von zu Guttenberg ist diese Art von Online-Missbrauch sehr süchtig machend und sie verlange deshalb nach Steigerung. „Irgendwann reicht der Chat nicht mehr aus, dann steigen diese Männer in ein Flugzeug nach Kambodscha und kaufen sich ein Kind.“ Dass allerdings Kindesmissbrauch überproportional häufig im engsten Bekannten- und Verwandtenkreis auftritt, war kein Thema ihrer Präsentation.

Leute, ich glaub das grad nicht. Das kann die nicht ernst gemeint haben. Sexueller Missbrauch findet Online, Online oder Online statt?
Und dann bringt man die Online-Chats noch mit den Bumsbombern nach Bangkok in Verbindung, weil das süchtig machen soll?

Und wer bitteschön, zieht die Dame endlich mal zur Rechenschaft, weil sie andere zu einer Straftat anstiftet? Ich meine, sie hält Mitarbeiter an, sich in Chats als 13jährige auszugeben, um andere dazu zu bringen, eine Straftat zu begehen. Das ist für mich die Definition Anstiftung zu einer Straftat. Denn sie hat nunmal nur gute Beziehungen und keinerlei staatliche Ermittlungsbefugnis.

Dass es gut so ist, dass sie keine hat, merkt man an ihrem Umgang mit dem Thema. Und ich kann grad nicht soviel Fressen wie ich Kotzen möchte….

Un-glaub-lich

Veröffentlicht am 27. Januar 2011, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 7 Kommentare.

  1. Komisch nur, dass es Kindesmissbrauch auch schon zu Zeiten gegeben hat, wo es noch keine Computer gab. Aber das war zu einer Zeit, wo an eine Frau von Guttenberg noch lange nicht zu denken war.

    Und zum Thema ‚Anmache in Chatrooms‘: Wer seine Kinder unaufgeklaert und blauaeugig frei im Internet rumsurfen laesst, oeffnet solchen Idioten Tor und Tuer. Meine Kinder sind mit dem Internet aufgewachsen. Sie wussten von Anfang an, dass das Internet keine Heile Welt ist. Ich habe sie auf das, was ihnen im Netz begegnen kann, vorbereitet. Ich habe erklaert, ich habe sie aufgeklaert. Sie wussten, was sie preisgeben durften, aber auch, was sie auf keinen Fall preisgeben sollten. Wenn ihnen irgendwas unterkam, was ihnen komisch vor kam, wurde ich infomiert. Es wurde mir gezeigt und wir haben darueber gesprochen, und wenn noetig, wurden entsprechende Schritte eingeleitet.

    Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass viele Themen, die nicht nur im Internet auftauchen, totgeschwiegen werden. Ich kenne 15jaehrige, die immer noch an den Klapperstorch glauben. Sex, und alles was damit zusammenhaengt, wird immer mehr ein Tabu (Wir naehern uns amerikanischen Verhaeltnissen). Gab es zB in den 80ern noch Aufklaerungstage in den Schulen, wurden diese seit den 90ern aus Kostengruenden nicht mehr durchgefuehrt. Zuhause wird das Thema Sexualitaet auch immer mehr zu einem Tabu, die Kinder haben dann auch keinen Ansprechpartner im Hintergrund, mit dem sie ueber Gesehenes reden koennen.

    Kinder und Jugendliche sind neugierig. Und das Internet ist eine grossartige Informationsquelle. Nur muessen die Kinder und Jugendlichen den richtigen Umgang mit diesem Medium lernen. Und genau hier sollten Eltern und Schulen ansetzen. Aufklaeren, zeigen, offen ueber alle Theme diskutieren koennen. Und nicht verbieten und totschweigen. Wenn etwas verboten, geheim oder versteckt ist, dann ist es umso interessanter. Das war auch schon in der Vor-Internetzeit so …

  2. Dass allerdings Kindesmissbrauch überproportional häufig im engsten Bekannten- und Verwandtenkreis auftritt, war kein Thema ihrer Präsentation.

    Mehr brauch man eig. gar nicht lesen, um zu mindest zu wissen, dass es nur Unfug sein kann, den die Frau da erzählt.

    Ich finde es schrecklich, dass sie wahrscheinlich denkt, es sei wirklich so. Die meisten, wie auch für Frau v. Guttenberg verstehen nicht, dass ihr Handeln höchstens dazu beiträgt, dass man wie früher nur wegsieht bei Missbrauch jeglicher Art. Natürlich wirkt es so, als gäbe es weniger Missbrauch wenn man davon nichts mehr im Internet finden würde oder alles gesperrt wäre. Aber dass man es dann eben nur nicht mehr erfährt, weils dann keinen mehr interessiert, nach dem Motto „was ich nicht sehe, existiert eben nicht“, wollen diese Leute nicht wahr haben.

  3. Das Internet lässt sich nicht regeln. Alles was einzelne Staaten machen ist zwangsläufig Zensur oder verdachstunabhängige Überwachung.

    Ich sehe die Notwendigkeit, dass Missbrauch unterbunden werden muss. Aber die Ideen, die von IoC und deren Vertreter verbreitet werden, sind nicht zielführend, da nur Symptome behandelt werden, wenn überhaupt. Mal ganz davon abgesehen, dass Missbrauch an ganz andere Stelle entsteht und das Internet irgendwo ganz hinten in der Kette steht.

    Wenn Kindesmissbrauch durch die Nutzung des Internets entsteht, so sind erstmal die Eltern verantwortlich! Jedem Kind wird eingetrichtet, sich nicht von Fremden ansprechen zu lassen oder in fremde Autos einzusteigen. Aber für das Internet bekommen sie keine Anleitung. Das nenne ich Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Auch Schulen gebe ich hier die Verantwortung. Verkehrsunterricht gibt es schon ewig, aber einen qualifizierten Internet-Unterricht nicht.

    Sind die Kinder informiert, können sie auch gewissenhaft mit dem Internet umgehen. Ich bin mir sicher, dass damit die Fälle über das Internet um 95% reduziert werden können. Dafür muss eben keine Überwachung und Zensur einführen.

    Und die komische Schnepfe, die keine Ahnung vom Thema hat, könnte sich endlich mal informieren und dort eingreifen, wo wirklich Bedarf ist.

  4. Anstatt mal ’ne Kampgne zu starten wie „Kinder sicher im Internet“ oder „Internet? Aufpasse!“ oder „Wenn du in’s Internet gehst, Hirn einschalten“ oder so, wird immer das Scharmützel vom Haupt- auf einen Nebenkriegsschauplatz verlegt: Vom näheren Umfeld der Kinder in’s Internet.
    Nicht im Internet werden Kinder missbraucht, sondern daheim (meist von Familienangehörigen oder Bekannten), zumeist werden auch nicht im Internet die Kontakte angebahnt, sondern daheim, und ich möchte wetten, dass die Zahl der Kinder, die auf dem Heimweg in ein fremdes Auto steigen, größer ist als die derer, die sich über’s Internet verabreden.
    Und Schmuddel-/Gruselbilder kann ein Kind auch im Fernsehen finden; ich bin sicher, dass auch Bilder von abgetrennten Gliedmaßen oder zerfetzten Körpern u. ä. nichts sind, dass man Kindern tagtäglich vorsetzen muss. Und auch im Internet muss man nicht lange suchen, um etwas über Penisverlängerungen oder Sexspielzeuge zu erfahren – auch ohne einen Chat und ohne dediziert danach zu suchen!
    Wir werden wahrscheinlich (siehe vorigen Post) wahrscheinlich aber, genau wegen solcher Polemik gegen das Internet, eine Situation bekommen, in der man schon für Texte/Bücher, die man liest, unter Verdacht gerät (siehe USA).

  5. Frau v. G. bewegt sich nun mal auf Stammtisch-und-Bierzelt-Niveau. Daran besteht kein Zweifel.
    Dumm, populistisch, substanzlos, unausgegoren. Hauptsache es wurde Medienpräsenz gezeigt.
    Jedes weitere Wort über diese Frau und ihren pomadisierten „Hoffnungsträger der deutschen Politik“ ist Ressourcenverschwendung.
    Ich rege mich schon wieder auf.
    Reicht mir meinen Kotzeimer.

    • Büddä schön!

      *Eimer reich*

      Und sach mix gegen unser’n Stammtisch, du! Da wird nur höchst wissenschaftliches Zeuch geredet, du! So’n Schiet wie das „G“ da von sich gibt, labern wir nicht mal, wenn wir besoffen sind!

      😀

Hinterlasse eine Antwort zu JoyntSoft Antwort abbrechen