Schlaflos im Ruhrgebiet


Ich frag mich gerade, warum ich überhaupt ins Bett gehe. Ich schlafe ja doch nicht und wenn, dann wache ich mit Panikattacken auf. Unschön. Und nein, Schlafmittel sind keine Lösung.

Veröffentlicht am 23. August 2011, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 13 Kommentare.

  1. Panikattacken klingt gar nicht gut. 😦 Leider kann ich dir außer durch Senden guter Wünsche, dass du das vielleicht mit Hilfe eines Therapeuten wieder in den Griff kriegst, kaum helfen… *hug*

    War halt doch eine ganze Menge im letzten Jahr… 😦

  2. Such dir wen zum Kuscheln – hat mir bei meinen Depressionen zumindest geholfen 😀

  3. Ich weiß nicht, ob Du aus der Rehe Tips in dieser RIchtung mitgenommen hast, wenn ja, sollte man sich die immer mal wieder ins Gedächtnis rufen.
    Mir hilft oft Ablenkung, wenn was diesbezügliches im Anzug ist, so simpel das klingt.
    Ansonsten hilft mir, wenn ich sie nicht abwenden kann, sich bewusst zu machen, dass man es noch immer irgendwie überstanden hat und sie dann auch vorbeigegangen sind, und dann einfach anrollen lassen. Sooo lange dauert es ja (meistens) nicht, und irgendwann kann dann auch auch wieder rational drüber reflektieren, was man auch tun sollte.

  4. Ich würde Dir aus eigener Erfahrung auch zu einem Besuch bei einer psychologischen Beratung raten. Ich hatte letztes Jahr kurz vor der Endphase meiner Diplomarbeit auch mit sowas zu kämpfen und alleine das einmalige Aufsuchen einer Psychologin hat mir schon viel gebracht.

    Weiterhin habe ich gute Erfahrungen mit einem Hopfenpräparat zur Einschlafförderung gemacht – Allunapret heißt das Zeug, ohne das hätte ich mein Diplom niemals geschafft, damit habe ich immerhin so 5-6 Stunden Schlaf pro Nacht hinbekommen und war morgens wieder halbwegs fit.

    Alles Gute für Dich!

  5. Lass mich raten – Deine Gedanken drehen sich die ganze Zeit um ein einziges Wort, oder? Das Wort duerfte ‚warum‘ lauten …

    • Gar nicht mal. Ich penne kurz ein und wache schweißgebadet auf – das hängt nicht mit Personen zusammen, irgendwie hab ich einfach nur Panik. Keine Worte gar nix, nur dieses verschissene Angstgefühl. Und das ist eher…unfein.

      • Tantchen, ich kenne dieses schweissnasse Aufwachen, meist nach 2 oder 3 Stunden Schlaf. Wieder einschlafen koennen? Fehlanzeige. Ich bin hellwach, und dann fangen die Gedanken wieder an zu kreisen. Was bleibt ist Ablenkung. Lesen, Bloggen, irgendwas tun, was keinen Krach macht, denn sonst ist das ganze Haus wach. Die Muedigkeit kommt dann am spaeten Vormittag, aber auch dann ist an Schlafen nicht zu denken. Mal ’ne halbe Stunde flachliegen, das war es dann … Aber diese Panik kommt nicht nur nachts, auch bestimmte Situationen, Verhaltensmuster von anderen, koennen diese Panik ausloesen. So ist das Verhaltensmuster eines Ex-Kollegen nicht ganz schuldlos an meinem Burnout …

        Schlafmittel sind wirklich keine Loesung, sondern eher eine Problemverlagerung. Du schlaefst nachts vielleicht besser, dafuer kommt aber tagsueber der ‚Mann mit dem Hammer‘. Du musst herausfinden, was diese Panikanfaelle bei dir ausloest, und auch wenn es ‚doof‘ ist: Such dir einen guten Psychologen!

        • Ich arbeite dran – nur: Versuch hier mal einen zu bekommen.
          Du bekommst da wunderbare Antworten: „Aus Selbstschutz nehme ich keine Patienten mehr an“. „Wir sind ausgebucht bis 2221“. Und ähnlicher Kram. Teilweise gehen die nicht mehr ans Telefon oder haben einmal die Woche 10 min. Sprechzeiten am Telefon für Nicht-Patienten. Ist echt übel.

          Im Oktober hab ich die Aussicht auf einen Platz mit probatischen Sitzungen. Tolle Wurst, das hilft mir jetzt nicht weiter. Ich WEISS ja auch wo das herkommt. Hallo? ich mein, bis jetzt 2000 Euro verdient, jetzt sinds noch 1250. Und 500 € Kreditrate (an dieser Stelle grüsse ich meinen Ex-Mann) und 420 Euro Miete. Da bleibt nicht mehr viel. Meine Schwester zieht jetzt hier ein, weils bei der finanziell noch schlimmer aussieht und 210 Euro Miete immer noch besser zu bezahlen sind als 420.

          Aber toll ist grad anders. Rente ist nicht annähernd so lustig wie die Leute, die jetzt „wow, die hats richtig gemacht“ rumlabern. Ich WILL NICHT in Rente. Oder Pension. Ich will arbeiten. Und vor allem bin ich stinksauer auf die Ärzte, die mich da in Rente geschickt haben. Im Gespräch sagt er mir: 6 Wochen, dann Wiedereingliederung. Und im Gutachten steht: Maximal noch 50%. *koch* und ich steh wie ein Idiot da, weil ich absolut nicht weiß, was ich da erzählt haben sollte.

          Ich bin wütend, ich bin enttäuscht und ich hab ziemliche Existenzängste – das kann schon mal Panikattacken auslösen, glaub ich. :-/

          • Ja, kann das, das ist ziemlich oft der Grund, auch bei mir gelegentlich (noch) und andere Dinge, die aber im weitesten Sinn damit zusammenhängen.
            Die Wartezeiten sind schlimm, die Akutversorgung mit Therapieplätzen bekannt schlecht, besonders für Kassenpatienten, und wenn man einen gefunden hat, ist noch längst nicht raus, dass man mit demjenigen klarkommt. Die Suche nach Therapie ist wichtig und richtig, aber bis man was gefunden hat, muss man ja auch erst mal überleben.
            Akut hilft wirklich nur Ablenkung wie Mendian auch schreibt, bzw. wenn nicht, einfach überrollen lassen, beides kann man trainieren. Ich weiß ich wiederhole mich. Es ist wirklich elementar wichtig, sich nach einer überstandenen Panikatacke bewusst klarzumachen, DASS man sie unbeschadet überstanden hat. Das hilft, die nächste besser zu überstehen. Unangenehm bis zur Unerträglichkeit sind sie immer, aber eben auch überstehbar.

          • Ich denke eher, dass ‚Wut‘ der Ausloeser ist (auch hier mal Gruessen an meinen Ex-Mann). Wut auf den Ex, Wut auf den (ex)Arbeitgeber, Wut auf die Aerzte, Wut auf die Gerichte – und die Hilflosigkeit, dass man nichts machen kann, und immer wieder an der langen Leine gehalten wird … Ich glaube, wir sollten eine Gruppe gruenden 😉

            PS: Selbsthilfegruppen und Gespraechsforen im Internet solltest du tunlichst meiden – meiner Erfahrung nach, ziehen dich solche Gruppen nur noch weiter runter.

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