Pfeiffersches Drüsenfieber


Dass ich den Herrn Pfeiffer, der ganz gerne seltsames Zeug absondert, nicht mag, weil ich die Motive seiner Äußerungen in Zweifel ziehe (meiner Meinung nach gehts dem um das ausschnufen von Fördertöpfen nicht um irgendwelche gesellschaftlichen Belange.) ist ja bekannt.

Es ist aber schön zu sehen, wie sich der Lieblingskriminologe („namhaft“ *g*) einmal richtig schön in die Nesseln gesetzt hat. Danke an das fallenlassen in meinen Postkasten 🙂

Und eins ist mal klar: Wer die Probleme der Jugend bezüglich Rechtsradikalismus darin sucht, dass die alle in den DDR-Kindergärten gemeinsam aufs Töpfchen gegangen sind und nicht darin, dass die keine Perspektive haben und dass die Nazi-Zeit in den Schulen damals immer als westdeutsches Problem gesehen wurde, nicht als ostdeutsches, der glaubt auch, dass Computerspiele Amokläufer produzieren.

Oh wait….

Veröffentlicht am 24. August 2011, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 13 Kommentare.

  1. Ich habe Herrn P. schon im RL erlebt.
    Leider hält er die Basis seiner Statistiken und Auswertungen unter Verschluss und versteckt sich hinter seinen Titeln. Die Möglichkeiten ihn vorzuführen sind daher gering. Schließlich kann man nur sehr schwer beweisen, dass seine Analysen auf falschen Modellen aufbauen. Der allgemeine Pöbel erkennt das nicht und man sieht bei einer Diskussion mit ihm schlecht aus. Man müsste selbst Studien gemacht haben, die das Gegenteil beweisen. Als Normalbürger ohne Dr.Prof. würde man in unserem Land dann trotzdem gegen ihn verlieren.
    Hinzu kommt, dass er meistens Themen nimmt, bei denen er Ergebnisse liefert, die die breite Masse genauso hören will. Kritisiert man seinen Stil oder die Ergebnisse, ist man automatisch ein pädophiler, raubkopierender Nazi mit Migrationshintergrund und schlechter Bildung.

    Der Mann kotzt mich an.

    • Tja, und – unabhängig vom Inhalt seiner Thesen, wo ich Euch absolut Recht gebe – ist genau dieses unter-Verschluss-halten der unwissenschaftlichste Stil den es gibt:
      Denn Wissenschaft lebt davon, die Daten zur seriösen Nachprüfung zur Verfügung zu stellen bzw. die Modelle zugänglich zu machen – vielleicht nciht in der Bildzeitung, aber in der wissenschaftlichen Community.

      • Wenn man den Pfeiffer denn als Wissenschaftler bezeichnen möchte…

        • NA ja, als Prof. betitelt, müsste er eigentlich Wissenschaftler sein. Müsste.

          • Wer weiß, woher er seinen Prof. Titel hat…

            • Auch wieder wahr…. h.c.?

              • Nein.
                http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Pfeiffer

                Zitat: Nach dem Abitur am Ruperti-Gymnasium Mühldorf am Inn 1963 und Abschluss des Wehrdienstes studierte er von 1965 bis 1971 Rechtswissenschaften und Sozialpsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie an der London School of Economics and Political Science.

                Er promovierte 1984 mit dem Thema „Kriminalprävention im Jugendgerichtsverfahren“. Von 1985 war er stellvertretender Direktor, ab 1988 Direktor des KFN. Im Jahr 1985 wurde er zudem auf eine Professur für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht an der Universität Hannover berufen.

                Mal Plagiate suchen? 😉

              • Hey, Tantchen, Danke… ich gebe zu, ich war einfach zu faul… Ich recherchiere eh im Moment Literatur bis zum Abwinken…

                Und ja, das wäre eine Idee… wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin. Mit Zitaten.Ohne Plagiate. 😉

  2. Warum man den als normaldenkender Mensch noch Ernst nehmen kann, insbesondere in Bezug auf sein Lieblingsthema „Kilerspiele“, wird mir immer ein Rätsel bleiben.Spätestens mit dem Unterzeichnen des „Kölner Aufruf gegen Computergewalt“ hat er sich als Wissenschaftler in dem Bereich unglaubwürdig gemacht:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Radikale-Spielegegner-wollen-Anerkennung-als-Kulturgut-verhindern-191616.html
    (Durchlesen nur auf eigene Gefahr und in sicherer Entfernung von Tischkanten)

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