Ride on


Traurige Nachrichten reißen nicht ab. Ob im privaten Bereich oder im „Promibereich“ – aktuell ist irgendwie wohl das Gesetz der Serie aktiv.

Ein Mist ist das. Menschen gehen, die uns Freude gemacht haben. Die wir liebgewonnen haben. Das Wort von „ich kann ohne dich nicht leben“ ist alt und unwahr, denn auch wenn man manchmal meint, der Schmerz ist zu heftig – man lebt weiter. Mit einem weiteren Schnitt im Herzen, der nur schwer verheilt und eine Narbe hinterläßt. Mit einem leeren Platz der vorher gefüllt war und der auch leer bleibt.

Mit der Zeit ebbt der Schmerz ab und wird weniger. Schwinden wird er nie ganz.

Ich winke an dieser Stelle in eine bestimmte Richtung und wünsch euch alles Gute. Ihr könnts brauchen, alle miteinander.

Wonach mir grad ist? Danach:

Veröffentlicht am 19. Mai 2012, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 13 Kommentare.

  1. Druffgugger

    Danke.

  2. Also Ac/Dc stand ich nie recht nahe.
    Aber trauriger finde ich die Nachricht von Kurt Felix:
    http://bestatterweblog.de/archives/Kurt-Felix-verstorben/6591

    Damit bin ich aufgewachsen.

    Gruß,

    Matti12

  3. „Das Wort von “ich kann ohne dich nicht leben” ist alt und unwahr ..“
    schön geschrieben, liebes Tantchen, das Leben geht weiter (auch wenn der Spruch von einem Fussballtrainer in Dialekt ausgespochen wurde), aber es ist „auf einmal“ anders. Folglich muss es heissen: „ich kann ohne Dich so nicht (weiter) leben“
    Ich weiss ja nicht, ob es wirklich ein Gesetz der Serie gibt, es ist aber auch müßig, darüber nachzudenken oder?
    Ich wünsche Dir noch ein friedliches Wochenende ohne weitere trübe Gedanken, ich weiß, die kann man nicht immer so ohne Weiteres ausblenden, aber sie nützen nichts, nützen gar nichts.
    Liebe Grüße
    Hajo

  4. Druffgugger

    Habe ich erwähnt das Horst Motorrad fuhr?

  5. Nein.
    Aber ich stell mir immer vor, dass ich nach meinem Tod irgendwo auf einer endlosen Route 66 vor mich hin cruisen kann. Schöne Vorstellung.

  6. Shine on, all of you …

  7. schnüff… allen, die in der letzten Zeit einen lieben Menschen hinterhertrauern durften, wünsche ich aufrichtig, dass sie bald wieder zurück in ein „normales“ Leben finden und sich ohne allzu viele Schmerzen an ihre Lieben erinnern können…

  8. simop, es gibt kein „normales“ Leben mehr danach.
    Im Februar waren es 11 Jahre die ich ohne einen mir unglaublich wichtigen Menschen verbringen musste. Und egal wieviel Jahre es werden, es ist nicht mehr ganz richtig, dieses Leben.
    Weil er fehlt. Immer. 1000 Kleinigkeiten wo der Schmerz so hart zuschlägt das man kurz nach Luft ringen muss.

    Soviel Liebe hat nunmal einen Preis. Der Schmerz wenn man zurückbleibt.
    Die Besten sterben jung, hat er immer gesagt und gelacht. Dann werden wir 150, hat er gelacht.
    Schön wärs gewesen…

  9. Nein,
    normal ist das Leben danach selten. Es hat sich dann schon arg gedreht – oder ist permanent dabei, da geb ich Cerise Recht. Allerdings: was willste machen? Da mußt du irgendwie durch.

    Und jeden Tag lernt man aufs Neue, dass es morgen zu Ende sein könnte …

  10. Stimmt. Ein nomales Leben wird es nicht mehr geben nach dem Tod eines Famileinangehörigen, egal, ob Schwager, Vater oder Ehegatte. Bestenfalls ändert sich das weitere Leben, man gestaltet um und sucht neue Herauforderungen. Schlimmstenfalls geht man unter. Was bleiben wird, ist der Verlust.

    Der Schmerz wird allerdings erträglicher mit der Zeit. Und es tut gut, wenn man furchtlose Freunde hat, die sich nicht scheuen, einen trauernden Menschen zu begleiten. Wenn da nicht mal da Wichtigste ist nach einem Todesfall …

  11. Korrektur: Wenn das nicht mal da Wichtigste ist nach einem Todesfall …

  12. Daher „normal“ in Anführungszeichen – irgendwann kommt man zurück in den Alltag, macht neue gute und schlechte Erfahrungen – natürlich bleibt die Erinnerung (soll sie ja auch!), nur der Schmerz wird mit der Zeit kleiner, so dass man wieder am Leben mit allen Facetten teilnehmen kann – und man an den geliebten Mensch mit Freude und nicht nur mit Trauer denken kann.

    Und, Cerise, ich denke, fast jeder von uns hat schon geliebte Menschen verloren.
    Neben anderen nahestehenden Menschen habe ich vor nicht allzu langer Zeit meine Mutter verloren. Sie wurde gerade 63. Die Zeit danach war schrecklich. Inzwischen träume ich aber kaum mehr schmerzlich von ihr und kann mich wieder mit Freude an sie zurückerinnern, ohne in Tränen auszubrechen. Vor drei Monaten hat sich ein letzter offener Punkt aufgelöst, so dass ich jetzt endgültig mit dem Schmerz abschließen kann, wie ich fühle.

    Daher wage ich durchaus zu behaupten, dass man ein „normales“, aber halt verändertes, ausgefülltes und zufriedenes Leben führen kann.

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