Kanonen auf Spatzen


Das Landgericht Köln hat entschieden, dass Beschneidungen unter „Körperverletzung“ fallen, in dem inkriminierten Fall ging der Beschneider aber trotz nicht unerheblicher Komplikationen straffrei aus, weil er das nicht wissen konnte.

So weit, so gut. Künftig isses nich mehr mit Beschneidungen von Jungs hier in Deutschland. Mädchen brauchen wir hier nicht diskutieren, wer Mädchen beschneiden läßt, gehört ins Glasbett geworfen.

So, da aber die Beschneidung von Jungs religiöses Gut ist, ist der Aufschrei einiger Religionsvertreter natürlich groß. Von Verbot der Religionsausübung wird da gesprochen. Und das „gerade“ in Deutschland. Herr Graumann vom Zentralrat der Juden moniert, dass das Urteil „fachjuristisch“ sei und ohne Gefühl für Religion und Herr Mazyek vom Zentralrat der Muslime kritisiert einen massiven Eingriff in Elternrecht und Religionsfreiheit. Selbst die katholische Bischofskonferenz ist aus ihrem Demenzschlaf erwacht und schreit in einer Art Pawlowschen Reflex was von „Freiheit der Religionsausübung in Gefahr“.

Liebe Leute, gehts auch ne Nummer kleiner? Bitte, ja?

Herr Mazyek, dass Gericht hat ausdrücklich festgestellt, dass das Urteil in die Religionsfreiheit eingreift. Und zwar greift ausschliesslich deshalb, weil es den Schutz des Kindes vor einer Körperverletzung VOR der Ausübung der Religionsfreiheit stellt. Bitte nehmen sie das zur Kenntnis: Die Religionsfreiheit endet da, wo die Unversehrtheit des anderen anfängt. Eine Selbstverständlichkeit in einem säkulären Staat, wenn auch nicht von allen zu verstehen.

Und Herr Graumann, sie beklagen, dass „GERADE“ Deutschland ein „fachjuristisches“ Urteil fällt? Sie sollten JUBELN. Das ist ein Urteil streng nach den Richtlinien des Gesetzes. Sie agieren in einem Rechtsstaat. Sie können sich auf die Pfeiler dieses Rechtsstaates verlassen, denn dieser Rechtsstaat nimmt keine Rücksicht auf überkommene Traditionen sondern urteilt nach der herrschenden Rechtslage.

Sie sind hier sicher. Sicher, dass es nie wieder passieren wird, das eine korrupte Justiz nach dem Nasenfaktor urteilt. Ein Freisinger hätte in diesem Rechtssystem keine Chance mehr.

Und das beklagen sie? Allen ernstes? Sie machen jetzt einen schlechten Witz, oder?

Ich bin 1969 geboren. Das einzige, was ich mir immer wieder vorwerfen lassen muss, ist die Tatsache, dass ich in einem Land geboren wurde, dass ständig den Ruf abwehren muss, dass es rassistisch ist, dass ständig unter Beobachtung steht, damit „das“ nie wieder passiert.

Geschieht das in Amerika? Ich erinnere an den Trail of Tears, und Reservate wie Pine Ridge Reservation sind auch nicht gerade eine Augenweide. Und vom Umgang mit der schwarzen Bevölkerung da drüben wollen wir jetzt mal garnicht reden. Stichwort Cradle-to-Prison-Pipeline.

Geschieht das in *irgendeinem* anderen Land, dass reichlich Erfahrung mit Genoziden hat? Was ist mit Belgien zur Kolonialzeit? Was ist mit Frankreich? England? Man gucke sich mal in Indien um, die Inder leben prima mit ihrer Kolonialvergangenheit.
Mein Deutschland ist kunterbunt. Ob jüdisch, ob muslimisch, ob buddhistisch oder von mir aus auch das fliegende Spaghettimonster – es ist Privatsache. Schwul, lesbisch, bi, transgender, Drag-Queen…suchts euch aus, solang sich jemand wohlfühlt, kann er von mir aus tun und lassen was er will.

Einzige Voraussetzung: Er akzeptiert, dass andere das möglicherweise nicht wollen und erspart allen Beteiligten eine Missionierung.

Tja, und hier liegt das Problem bei den Beschneidungen. Wenn ich richtig informiert bin, findet die 7 Tage nach der Geburt statt. Bei den Juden, um den Bund zwischen Abraham und seinem Volk zu segnen und bei den Muslimen…ach, wenn hier einer mitliest, ich würde gerne den genauen Grund wissen, ich hab den nie so richtig kapiert. 😉

Wo genau ist das Problem, wenn man wartet, bis das Kind 14 oder 16 ist? Dann kann es frei zustimmen, ob es beschnitten werden will oder nicht. Freie Ausübung der Religion.

Oh, ein nicht beschnittenes Kind ist nicht jüdisch? Dann wirds vielleicht mal an der Zeit, dass die Religionen ihre verkrusteten Ärsche bewegen und sich daran erinnern, dass SIE für die Menschen da sind. Nicht umgekehrt.

Und zum Abschluß will ich ihnen noch etwas von meinem Gott erzählen. Den ich in keiner Kirche wiederfinde.

Mein Gott ist so bunt wie die Welt. Mein Gott liebt die Menschen, denn er hat sie geschaffen. Mein Gott würde seine Kinder nicht verurteilen, nur weil sie anders sind. Oder weil sie noch einen kleinen Hautzipfel an einer Stelle haben, wo im Regelfall die Sonne nicht hinscheint.

Mein Gott liebt mich. Egal wie ich bin. Solange ich mich an die Regel der 10 Gebote halte, die, unter uns, immer noch ganz gut geeignet sind fürs tägliche Leben. OK, ich kämpfe grad mit dem vierten, aber auch das wird er mir verzeihen.

Nein, Herr Graumann, Herr Mazyek, deutsche Bischofskonferenz (mal wieder typisch, dass sich für den Laden eine Institution äußert und keine Person) – es gibt KEINEN Grund zur Beunruhigung.

Es sei denn, sie haben alle Angst um die Kirchenprivilegien. Aber das würden sie doch als ausgemachte Menschenfreunde nicht auf dem Rücken von 7 Tage alten Babies austragen, oder? Würden sie doch nicht?

 

Veröffentlicht am 28. Juni 2012, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 10 Kommentare.

  1. Wow. Du sprichst mir mal wieder aus der Seele. Ich habs leider nicht so damit meine Gedanken und Meinungen in Worte zu fassen, aber dann brauch ich nur bei dir nachzulesen und es geht mir gleich besser. Es ist als hätte ich meinen Frust damit auch gleich abgebaut. 😉 Danke

  2. Und es geht schon weiter:
    http://nachrichten.t-online.de/urteil-zu-beschneidungen-sorgt-fuer-zuendstoff/id_57561764/index
    Warum fragt man nicht den UN-Sonderberichterstatter Menschenrechte o.ä. statt den für Religionsfreiheit? Was DER sagen würde war doch wohl klar.

    Ahhh, und der Bagis am Ende. Was hat das denn bitte mit Defiziten bei Demokratie und Meinungsfreiheit zu tun, wenn man Körperverletzung als das beurteilt, was es ist?

  3. ähm… also… nun…. ich kann dem Richter definitiv folgen: ein medizinischer Eingriff ohne Indikation ist und bleibt Körperverletzung. Da kann kein Brauch und keine Religion darüber hinwegtäuschen, ansonsten müßte im Umkehrschluß auch die Beschneidung von Mädchen erlaubt werden – oder haben wir plötzlich eine Geschlechtertrennung?

    Daß das politisch viel Staub aufwirbelt, war – egal welches Urteil gesprochen worden wäre – klar: geht ja gegen den gerade von uns in der Vergangenheit vielgeschundenen Staat und Bürger im mittleren Osten.

    Warum muß man seinen Kindern eigentlich Religion aufzwängen? Warum nicht sie selbst entscheiden lassen, ob und zu welchem Verein sie wollen, wenn sie mündig oder zumindest halbwegs zu einer eigenen Entscheidung fähig sind (ich werf mal 14-jährig in der Raum mit bedingter Geschäftsfähigkeit)?

    Aber ja – dann würden die deutschen Kirchen per Steuer zahlende Kundschaft verlieren und müßte sich mal was einfallen lassen, dem Mitgliederschwund gegenzusteuern 🙂

  4. Ich schreib mal hier auf, wo das mit der Beschneidung herkommt. Ich kenn allerdings nur die Version des Alten Testamentes, und die ist ziemlich martialisch. Versionen anderer Religionen sind mir nicht bekannt: http://www.bibel-online.net/buch/dual/luther_1912/1_chronik/1/neue_evangelistische/2_mose/4/

    Vater Moses war ja als Findelkind vom ägyptischen Pharao aufgezogen worden. Als er erwachsen war, wurde er von Gott auserwählt, sein eigenes Volk aus der ägyptischen Sklaverei zu befreien. Dazu hatte er allerdings keine rechte Lust. Darum lief er erst mal fort (dazwischen liegen noch ein paar Ereignisse, die lass ich hier mal aus) unter Zurücklassen seiner Ehefrau, seines Schwiegervaters und seiner Kinder. Gott versprach ihm aber, ihn zu unterstützen. Und so kehrte er zurück zu seiner Familie und nahm seinen Auftrag an. Er bekam eine Botschaft für Pharao, zu dem er dann mitsamt seiner Familie hin ging. Auf dem Weg dahin überfiel Gott Moses und wollte ihn töten. Da nahm seine Frau Zippora (die keine Jüdin war) den Erstgeborenen von Moses und beschnitt ihn und berührte mit der blutigen Vorhaut des Sohnes die Scham von Moses und nannte ihn: „Blutsbräutigam.“ Daraufhin ließ Gott von Moses ab, der dann seinen Auftrag ausführte. Seitdem werden alle männlichen Personen, die ihre Abstammung auf Moses zurückführen, beschnitten.
    Was das aber alles bedeutet, ist eine andere Frage. Das kann ich nicht beantworten.

    Es gibt noch die häufig geäußert Vermutung, dass bei den Beduinen aufgrund der Wasserknappheit und der damaligen Bekleidung es einen praktischen Nutzen hatte, die Jungen frühzeitig zu beschneiden. Es war wohl ein alter Usus, der älter ist, als das Judentum.

  5. Liebe Tante, der Typ vom Volksgerichtshof hieß Freisler – und hat auch „nur geltendes Recht angewandt“ – und doch seine Urteile motiviert durch „das gesunde Volksempfinden“, also nicht anders, als du deine Meinung begründest. Damit hier um dich zu werfen, ist weder sachgerecht noch dienlich.

    Es wäre ja schön, wenn die Sache einfach wäre, so wie bei Mord, Totschlag und Diebstahl.
    Hier gehts aber nicht einfach um ein „das ist verboten“, sondern um eine Güterabwägung. Hier stehen sich verschiedene Rechtsgüter gegenüber, die beide im gleichen Maße (!) von internationalen Rechtsnormen geschützt werden.

    Und – weil du von Nasenfaktor sprichst: es geht um eine Praxis, die von Antisemiten seit über 100 Jahren gern mal angeprangert wird, und jetzt wieder, wo man die bösen Islamisten eindämmen will. Da wird mal eben die Grundlage überhaupt des Judeseins verboten. (Im Islam hat die Beschneidung keine religiöse Begründung, es ist eine Tradition – und wahrscheinlich schlicht vom Judentum übernommen, genau wie die Bedeckung der Haartracht und eine Reihe anderer Praktiken.)
    Man will die Kinder schützen, klar. Ihnen unnötige Schmerzen ersparen, völlig eindeutig. Solange in Deutschland aber zigtausend Kleinstkindern und Säuglingen völlig unnötige Schmerzen zugefügt werden, weil man ihnen die Ohren durchsticht, um daran Schmuckstücke aufhängen zu können – eine Praxis, die keine Güterabwägung der Grundwerte benötigt, weil sie durch kein Grundrecht der Welt geschützt ist, und die damit schlicht und ergreifend nur verboten sein kann – solange das aber ungestraft weitergeht und sogar beworben wird, weil sich daran niemand stört:
    solange kann ich nicht glauben, daß es den Klägern in Köln um die Kinder ging.

    Die systematische Judenvernichtung des Dritten Reichs mit der Kolonialzeit auf eine Stufe zu stellen, ist übrigens auch nur haarscharf (wenn überhaupt) an der Holocaustleugnung vorbeigeschrammt; zu AOL-Zeiten hättest du sowas im Forum nicht durchgehen lassen.

    • Liebe Tante, der Typ vom Volksgerichtshof hieß Freisler – und hat auch “nur geltendes Recht angewandt” – und doch seine Urteile motiviert durch “das gesunde Volksempfinden”, also nicht anders, als du deine Meinung begründest. Damit hier um dich zu werfen, ist weder sachgerecht noch dienlich.

      Danke für die Korrektur, ernsthaft. Ich hab die verwechselt. Dein Punkt bei dem Rest aber ist jetzt genau was?

      Es wäre ja schön, wenn die Sache einfach wäre, so wie bei Mord, Totschlag und Diebstahl.
      Hier gehts aber nicht einfach um ein “das ist verboten”, sondern um eine Güterabwägung. Hier stehen sich verschiedene Rechtsgüter gegenüber, die beide im gleichen Maße (!) von internationalen Rechtsnormen geschützt werden.

      Richtig. Güterabwägung. Und das Urteil hat in diesem Fall (bei dem übrigens offenbar einiges schiefgelaufen war) entschieden: Körperverletzung und damit rechtswidrig. Das Urteil hat den Schutz des Kindes auf Unversehrtheit des Körpers höher gestellt als das Recht der Eltern, ein Kind im Zuge einer religiösen Zeremonie zu verletzen. Auf welche Internationalen Rechtsnormen beziehst du dich, soweit sie deutsches Recht überhaupt brechen können?

      Und – weil du von Nasenfaktor sprichst: es geht um eine Praxis, die von Antisemiten seit über 100 Jahren gern mal angeprangert wird, und jetzt wieder, wo man die bösen Islamisten eindämmen will. Da wird mal eben die Grundlage überhaupt des Judeseins verboten. (Im Islam hat die Beschneidung keine religiöse Begründung, es ist eine Tradition – und wahrscheinlich schlicht vom Judentum übernommen, genau wie die Bedeckung der Haartracht und eine Reihe anderer Praktiken.)

      Wie gesagt, ich hab keine Ahnung, warum das im Islam ebenso ist. Ich hatte die Vermutung, ebenso wie du, aber ich weiß es nicht – und bin da echt aktuell neugierig. Warum ist die Beschneidung Grundlage einer Religion? Also ein physisch verletzender Akt? SOLLTE das Grundlage einer Religion sein?

      Man will die Kinder schützen, klar. Ihnen unnötige Schmerzen ersparen, völlig eindeutig. Solange in Deutschland aber zigtausend Kleinstkindern und Säuglingen völlig unnötige Schmerzen zugefügt werden, weil man ihnen die Ohren durchsticht, um daran Schmuckstücke aufhängen zu können – eine Praxis, die keine Güterabwägung der Grundwerte benötigt, weil sie durch kein Grundrecht der Welt geschützt ist, und die damit schlicht und ergreifend nur verboten sein kann – solange das aber ungestraft weitergeht und sogar beworben wird, weil sich daran niemand stört:
      solange kann ich nicht glauben, daß es den Klägern in Köln um die Kinder ging.

      *hüstel*
      Die Kölner Richter hatte nicht über Piercings bei Kindern zu urteilen, sondern über eine Beschneidung, die auch noch schiefgegangen ist. Du WEISST nicht, ob sie ein Piercing erlaubt hätten. Nach allem, was ich gelesen habe: Nein, hätten sie nicht. Denn es ist Körperverletzung, da stimme ich dir zu. Und Körperverletzung ist untersagt. Es ist aber Sache des Gesetzgebers, hier einzugreifen und z.b. ein Mindestalter für Piercings zu etablieren. Übrigens eine feine Idee. Mich stört das nämlich massiv, dass schon Babies Ohrringe haben und dass sich keiner darum kümmert, ob die Wunden auch jeweils gut gepflegt werden. Oftmals werden sie das nämlich nicht. Vielleicht sollte man hier mal einen kleinen Hint in Richtung Gesetzgebung machen *überleg*

      Die systematische Judenvernichtung des Dritten Reichs mit der Kolonialzeit auf eine Stufe zu stellen, ist übrigens auch nur haarscharf (wenn überhaupt) an der Holocaustleugnung vorbeigeschrammt; zu AOL-Zeiten hättest du sowas im Forum nicht durchgehen lassen.

      Ach? Dann frag doch mal die Kongolesen. Ich könnte mir vorstellen, dass die da evtl. eine andere Meinung zu haben. Oder, um etwas aktueller zu werden, die Tutsi hätten da vielleicht auch die eine oder andere Meinung zu. Und möglicherweise auch die Cherokee, Choctaw, Chickasaw, Muskogee und Seminola.

      Mord ist Mord. Er ist ein Verbrechen, er hinterläßt Narben, die nie wieder heilen. Mord ist immer Mord. Man tötet keine Menschen, aus egal welchem Grund. Es gibt auch kein „das war aber ein sehr viel schlimmerer Mord als der da drüben“ – die Opfer sind tot, die Überlebenden heilen oftmals nie wieder richtig und die Täter leben oft genug lustig weiter. Die Anführer des Völkermords von Ruanda sind nie gerichtet worden. Man versucht es, aber es ist schwierig, da jemanden zu kriegen. Die Verbrecher des Dritten Reiches sind gerichtet, soweit man ihrer habhaft wurde oder *überhaupt ein Interesse daran hatte* – Stichwort Wernher von Braun.

      Mord ist Mord. Es gibt keinen Unterschied. Ein Verbrechen bleibt ein Verbrechen. Egal an wem.

      • Ich sags noch mal: du verlierst Maß und Ziel.
        Wie du richtig schreibst: hier wurde über eine *verpfuschte* Beschneidung geurteilt; das Gericht hat einen Einzelfall zu beurteilen und kein Gesetz zu schreiben. Gewaltenteilung, Basis der Demokratie, wir erinnern uns?

        Die Relativierung des Holocaust zielt darauf, dieses besondere und singuläre Verbrechen mit Massenverbrechen anderer Staaten – meist der ehemaligen Kriegsgegner Deutschlands – oder Massensterben aus anderen Ursachen auf eine Stufe zu stellen und so moralisch gleichzusetzen. … Auch die Alliierten hätten verbrecherische Massenmorde verübt, die denen der Deutschen kaum nachstünden.
        Steht da: http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaustleugnung

        Und deshalb geh ich auf den ganzen Rest nicht ein, den du schreibst. Überleg dir das noch mal gaaanz genau; auch i.R. unterstehst du noch dem Beamtenrecht, und Holocaustleugnung oder -relativierung kann dich deine Pension kosten.

        • Sag mal, du hast doch wohl echt nicht mehr alle Tassen im Schrank oder?

          Erst drohst du mit Knast und jetzt mit Entzug der Pension? Sag mal merkst du noch *irgendetwas* bei dir? Irgendwo?

          Und Sachen aus der Wikipedia aus dem Zusammenhang reißen, hauptsache es hat dann *irgendeinen* Bezug zu den wilden Behauptungen, die du hier aufstellst, nennt man Polemik und nicht Diskussion. Du hast zum Ziel, mich hier in eine Ecke zu stellen, wo ich nicht hingehöre und nie hingehört habe.
          Und das aus durchaus niedrigen Beweggründen.

          Denn wenn man den kompletten Absatz zitiert, dann kriegt der ein völlig anderes Bild:

          Die Relativierung des Holocaust zielt darauf, dieses besondere und singuläre Verbrechen mit Massenverbrechen anderer Staaten – meist der ehemaligen Kriegsgegner Deutschlands – oder Massensterben aus anderen Ursachen auf eine Stufe zu stellen und so moralisch gleichzusetzen. Dazu werden einige Massenmorde an Juden zugegeben, aber systematische Planung, Durchführung und Ausmaß des Holocaust bestritten. Behauptet wird etwa, die Massenmorde in den NS-Arbeitslagern hätten Regime- und Kriegsgegnern gegolten und seien bloß zufällige Kriegsfolgen ohne Ausrottungsabsicht gewesen. Auch die Alliierten hätten verbrecherische Massenmorde verübt, die denen der Deutschen kaum nachstünden. Sie hätten dann die Singularität des Holocaust bewusst konstruiert, um eine Diskussion über ihre Taten nicht aufkommen zu lassen. Diese Tradition begannen die Nationalsozialisten selbst noch vor dem Kriegsende 1945, indem die NS-Propaganda mögliche Kriegsverbrechen der Alliierten zu betonen befahl. – Obwohl die Relativierung des Holocaust ihn als Tatsache voraussetzt und seine Leugnung ausschließt, stützen sich Leugner und Relativierer in ihren Veröffentlichungen oft gegenseitig und treten gemeinsam auf, um eine „Deutungshoheit“ über die nationalsozialistische Vergangenheit zu gewinnen.

          Holocaust-Leugnung, my ass. Aber drunter machts echt niemand heutzutage, ja? Dramaqueen elende.

        • Und deshalb geh ich auf den ganzen Rest nicht ein, den du schreibst. Überleg dir das noch mal gaaanz genau; auch i.R. unterstehst du noch dem Beamtenrecht, und Holocaustleugnung oder -relativierung kann dich deine Pension kosten.

          Entzückend. Erst drohst du mit Knast und jetzt mit Entzug meiner Pension, nur weil dir meine Meinung nicht in den Kram passt. Nochmal: Ich habe den Holocaust nicht geleugnet. Keine meiner Aussagen ist strafrechtlich relevant, du Hobbyjurist.

          MIR Dieter Nuhr vorwerfen, aber dann behaupten, dass die Unverletzlichkeit des Körpers im Grundgesetz nicht geschützt ist, anders als die Religionsausübung.

          Essen und Trinken klappt aber noch einwandfrei?

  6. Super Text, trifft genau meine Meinung

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