Kopf aus den Wolken


oder so.

Gerade bei einer Mail gemerkt:

Mönsch, eigentlich haste doch richtig Glück.

Klar, ich jaul auf hohem Niveau. Immer noch. Meine Pension ist soweit ok – damit kann man leben. Keine großen Sprünge, aber es gibt andere in meiner Situation, denen würde es weitaus bescheidener gehen.

Ich hab Probleme mit der Family. Jo – aber ernsthaft? Letztlich sind es die Freunde, auf die es ankommt und da habe ich einige Prachtexemplare erwischt. ❤ an dieser Stelle 🙂

Ich hab ein prima Ventil hier im Blog. Falls ihrs noch nicht gemerkt hab: Hier pinsel ich alles ziemlich unreflektiert rein, weil ich das erstmal loswerden muss. Vieles würde ich nach einem Cooldown nicht mehr so schreiben, aber es steht und es ist das, was ich zu dem Zeitpunkt gefühlt habe. Wenn man so will, IST das hier mein Cooldown.

Und das ist immer noch besser als ne Parkuhr. *g*

Ich bin krank – jo. Aber momentan weiß ich noch nicht wie sehr genau. Also kein Grund zur Beunruhigung. Mit Panik kann man keinen Blumentopf gewinnen.

Und selbst wenns schlimm ist – warum Panik? Man kann nix ändern, nur entscheiden: Lohnt sich der Kampf oder nicht? Und das kann ich erst entscheiden, wenn ich weiß, was Sache ist.

Ich hab momentan nicht wirklich in der Hand, was mit mir geschieht, zuviel ist in der Schwebe. Zuviel ein „könnte sein, aber auch nicht“.

Egal, was es letztlich ist: Ich wills genau wissen und ich will genau die Prognosen wissen, wenns mies ist. Was nicht leicht werden wird, weil die meisten Ärzte bei der Diagnose „Depression“ meinen, sie müssten die Leute in Watte packen und auf keinen Fall über die tatsächliche Lage aufklären. Und mal noch besteht immerhin auch eine gute Chance, dass das alles viel Wind um nix ist. 🙂

Meiner Hausärztin hab ich die diesbezüglichen Zähne gezogen. Sie weiß, was ich will und ich glaub, sie hat auch begriffen, dass mir das wichtig ist. Reicht.

Hey, es könnte alles viel schlimmer sein.

Ist mir heute mal so aufgefallen. 🙂

Veröffentlicht am 9. August 2012, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 16 Kommentare.

  1. Kopf hoch und nicht unterkriegen lassen. Kampf lohnt sich immer, wenn man aufhört zu kämpfen hat man verloren.

  2. 🙂 das liest sich doch schon gleich viel angenehmer 😉

  3. Das ist die richtige Einstellung 🙂

  4. gut so, liebes Tantchen! Mach weiter so!

    .. aber etwas jammern darfst Du schon *), bevor der Über- zum Berstdruck wird 😉
    Liebe Grüße
    Hajo

    *) Nein, wer bin ich, dass ich Dir etwas erlauben oder verbieten dürfte? Aber etwas ehrlich gemeinte Bestäigung sollte doch erlaubt sein.

  5. Es gibt im Leben viele Kämpfe. Aber nur zwei Dinge, die immer wiederkehren:
    1. Die Frage: Lohnt sich der Kampf? und
    2. Nur der letzte Kampf, kann nicht gewonnen werden.
    Daraus ergibt sich die Frage:
    Welchen Kampf lässt du für dich den letzten sein?
    Und damit ich in die Wiederholungs Schleife komme:
    Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.

    Viel Glück und geh guten Mutes voran!

  6. Gut, dass Dir das aufgefallen ist. Ich brauch auch immer mal wieder so einen Anstoß, um die Dinge zu relativieren, grad gestern wieder einen bekommen.

    Trotzdem, jammern darf auch mal sein, auch mal wieder.

  7. Och,
    jammern ist auf jeden Fall okay. Sonst wüßten wir ja nicht, was los ist 😉 Und du wärst dann so still …

    Außerdem kühlt es auch ab, wie du ja selber gemerkt und angemerkt hast. Und dann kann man da noch mal in aller Ruhe drüberblicken. Dass du die Prognosen auf alle Fälle haben willst, ist gut. Hoffe mal für dich, dass die Ärzte da mitmachen.

    Und ja, so schlecht geht es dir wirklich nicht. Es gibt Schlimmeres, definitiv. Wobei ich deine Situation auch nur nach dem Geschriebenen beurteilen kann.

  8. hmmm…. „ich will genau die Prognosen wissen, wenns mies ist“… kennst Du Hannes Waders „Ich hatte mir noch so viel vorgenommen“?

    http://www.myvideo.de/watch/7743759/Hannes_Wader_Ich_hatte_mir_noch_so_viel_vorgenommen


    Es begann alles damit, das ich einen starken Schnupfen bekam.
    Ich bin dann auch zum Arzt gegangen und habe mich untersuchen lassen.
    Und er machte so’n merkwürdiges Gesicht dabei, ich fragte ihn: „Isses denn was Schlimmes?“

    „Tja“, meinte der, „sie haben Krebs, sie leben nur noch ein paar Tage!
    Am besten sie legen sich jetzt schön ins Bett, machen sich’n paar feuchte Umschläge.
    Sie haben eben zu wüst gelebt, jetzt haben sie den Salat!“

    😉

    • Sag mal, hab ich dir irgendwas getan? oO

      • Tantchen: einfach drüber hinweg lesen!
        liebe Grüße
        Hajo

      • Einfach die Sachen locker nehmen, wie’s auch der im Lied macht. Ich dachte, du würdest das evtl. kennen… 😦
        Und mir ist das Lied einfach eingefallen als ich „auch miese Prognose wissen“ las. Was kann ich für meine Intuitionen? 😉

        • ok, nach langem blöd-fühlen noch ein Versuch: nein, ich will nicht damit andeuten, dass Du Dir Gedanken um Dein Finale machen sollst oder was auch immer bei Dir ankam – falls es also negativ war und auch nach dem Anhören so rüberkommt bitte ich vielmals um Entschuldigung.

          Ich mag das Lied halt und nach einem langen Tag hatte ich spontane Assoziationen, die aber wie gesagt nicht negativ gemeint waren. Mea culpa.

  9. Da ich ja nicht wie die Meisten oben als Motivations-Raumbefeuchter dienen kann, muss ich es Dir klipp und klar sagen, Jay: Es ist schlimm. Du wirst sterben! Dabei wirst Du alleine sein, selbst wenn viele Menschen um Dich herum stehen. Niemand wird Dir dabei helfen oder es von Dir abwenden können. Vielleicht heute Nacht, vielleicht in 50 Jahren. Der Moment hat nichts magisches oder mystisches. Es ist eine Kreuzung, von der Du alleine weiter reisen wirst.
    Aber solange dieser Moment für mich nicht früher als für Dich kommt, kann ich Dir
    versprechen, dass die Momente in denen sich unsere Lebenswege gekreuzt haben, besonders die in denen Du mich aufgeregt oder zum Lachen gebracht hast, nicht vergessen sein werden. Und nach 49 Tagen wird eine Kerze für Dich brennen, Dein Karmakörper wird mit einem Mantra von mir mit den besten Wünschen begleitet werden. Ich hoffe, dass Du dann vielleicht ein klitzkleinwenig zufriedener Deinen Weg gehen magst. Denn wenn Du ihn zufrieden gehst, ohne Zorn und mit wenig Reue, dann ist dieser Moment…Frieden. Es ist kein Ende, es ist eine Station, egal ob der Zug dann fährt wenn Du ihn erwartest oder befürchtest, oder ob er sich um Jahre verspätet: „Lebe Tag für Tag und mache jeden Tag zu einem perfekten Tag!“.

    [HUGS]

  10. Liebe Tante

    Weiter So, das ist die richtige Einstellung!!

    Drück dich
    Tom

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