Telekomiker


„Guten Tag, ich bin im Auftrag von der Telekom hier und ich war gestern schon mal da, aber da waren sie nicht da und jetz bin ich nochmal hier“

„Yo, seh ich.“

„Ich wollt wissen, ob sie einen Vertrag mit der Telekom haben?“

„Was geht sie das an?“

„Ich bin im Auftrag der Telekom hier und wollte wissen ob sie Störungen haben oder ob sonst Beschwerden sind, hier ist das Auftragsformular, was sie dann ausfüllen könn…“

„Nur, das ich das richtig sehe.“  *formulardurchblätter*

Sie wollen, dass ich diesen Wisch ausfülle und unterschreibe?“

„Ja, damit wir Störungen und ähnliches zeitnah beseitigen können“

„Wieso steht denn da Neukundenakquisition auf dem Postit, was sie drangepappt haben? Und wenn es um Störungen geht, die die Telekom von sich aus beseitigen soll, wozu brauchen sie dann, sollte ich eh schon Kunde bei ihnen sein, meine persönlichen Daten einschließlich Kontodaten?“

„Ich glaube ich geh dann mal“

„Besser is, bevor ich die Polizei rufe“

*grummel*

Veröffentlicht am 19. Dezember 2012, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare.

  1. die Tricks werden immer dümmer… 😀
    Nur fallen leider immer wieder Leute darauf rein 😦

  2. Tantchen bevor du die Polizei rufst? Solche Nasen gehören direkt in eine Zelle, irgendwo ist das Bürgerpflicht solchen Idioten die Staatsgewalt auf den Arsch zu hetzen.

    Aber ok einmal kann man Gnade walten lassen 😉

  3. Tantchen sagte doch schon ein paar Posts weiter unten das sie guter Stimmung ist.

    Ich hätte ja fröhlich unterschrieben mit einen Namen der nicht auf der Klingel steht. Mal sehen was der dann gesagt hätte.

  4. Öch mensch,
    hätteste den mal zugelabert und nebenbei die Polizei gerufen. Das wäre viel interessanter geworden.

  5. Außerdem mußte das doch ausfüllen. Stell dir mal vor, die Telekom hat ne Störung. Die können sie dann gar nicht beseitigen, solang sie keine Unterschrift von dir haben. Und das mit dem Post-It ist sicher ein Mißverständnis. Vielleicht hat er sich auch bei dem Formular vergriffen, kommt schon mal vor. Sei doch nicht gleich so kleinlich. Außerdem ist ein Zweitanschluß in …

  6. Das Kerlchen scheint wohl noch nicht so lange im Drücker-Millieu beheimatet zu sein, immerhin hat er dir die Wahl gelassen, das Auftragsformular ausfüllen zu KÖNNEN. Einem echten schmierigen Klinkenputzer wäre so ein Fauxpas nicht unterlaufen.

    Seit ich an meiner Tür einen Zettel angebracht habe, dass ich solche Gestalten nicht mehr vor selbiger haben möchte, ist endlich Ruhe eingekehrt. Das Übelste hier waren ein paar Witzfiguren von Medieneinigkeit, die frech behaupteten, dass ein Techniker vorbeikomme, ich den in die Wohnung lassen müsse, da er etwas an der Kabeldose machen muss, und ich eine Auftragsbestätigung unterschreiben müsse. Die haben echt nicht locker gelassen (sie waren zu dritt im Haus unterwegs), und als denen dämmerte, dass sie das gewünschte Ziel nicht erreichen, sind sie fluchend in einer Wolke von Feuer und Schwefel verschwunden. Ich hab mir danach das Vergnügen nicht nehmen lassen, der Polizei Bescheid zu geben, dass ein paar unbekannte, bedrohliche Gestalten im Haus unterwegs sind und versuchen, in die Wohnungen der Mieter zu gelangen.

  7. ach Tantchen, Du bist aber auch kaltherzig 😦
    das war doch sicherlich ein armer Poltiwissenschaftsstudent mit fünfjährigen Knasterfahrungen ..
    genügt das, Dir ein schlechtes Gewissen zu machen? 😉

  8. Nur kein schlechtes Gewissen bei solchen Leuten, auch wenn die, die an der Tür stehen, wirklich die armen Schweine im modernen Drücker-System sind. Kriegen ein Gehalt, dass komplett auf Provisionen basiert – MÜSSEN also, wollen sie über die Runden kommen, dem Kunden alles Mögliche aufschwatzen. Dann kommt noch allmorgendliche Gehirnwäsche dazu – in der Regel 2 Stunden, die nicht zur Arbeitszeit gerechnet werden. Tage, an denen man keinen Auftrag eingeheimst hat, werden dann als „nicht gearbeitet“ gewertet, um juristisch das nicht gewährte Fixum zu rechtfertigen. Ich weiß, wovon ich rede, ich hatte leider selbst mal das Vergnügen, Klinken zu putzen. Gottseidank hat sich schnell mein Gewissen gemeldet. Die Firma, in der ich angestellt war, gibt es nach einem kritischen WiSo-Beitrag nicht mehr…

    Hier ein Link zum erwähnten Beitrag: http://www.dailymotion.com/video/xa4f0c_telekom-legt-kunden-rein_news

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