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Unfassbar


In Haiti hat die Erde gebebt. So weit, so normal, es gibt viele Nachrichten dieser Tage, die – möglicherweise – wichtig sind.

Z.b. die Nachricht, dass die Hilfsgüter nicht ankommen, dass Rettungskräfte keinen Zugang in die schlimmsten Gebiete finden. Und dass viele Menschen nach dem Beben starben, weil ihnen einfach nicht geholfen wurde.

So weit – so normal, wir leben auf einem unruhigen Planeten. Für die Menschen dort eine Tragödie, doch betrifft sie uns nicht direkt.

Die Medien sehen das ähnlich – und wie händeringend müssen sie auf einen persönlichen Bezug gewartet haben, um auf diese Überschrift zu kommen?

Einzig das „endlich“ fehlt noch dort….

Wie blöd kann man denn bitteschön sein?


Ich hab ja immer schon gefordert, dass die Polizei besser geschult werden muss. Zwingend. Dass die bessere Ausstattung bekommen. Und vor allem besser bezahlt werden.

Denn was wir jetzt bezahlen, lockt doch nur hirnlose Schlagmichtot an, die ne sichere Anstellung mit gelegentlichem Frustabbau aka Demonstrationsbeendigung oder wie das heißt, haben wollen.

Das ich aber auch immer wieder bestätigt werde… echt übel.

Da wird soviel von „Sicherheit“ geschwafelt. Und davon, dass wir einen Arsch voll Technik brauchen, damit wir sicherer werden.

IMHO ist Sicherheit in erster Linie eins: Personal, dass seine Arbeit ernst nimmt, dass die Rechtslage kennt und sich dem Staat, dem es dient, verpflichtet fühlt.

Das bekommt man aber nicht für die erbärmlichen paar Kröten, die der Polizei gezahlt wird. So einfach ist Bergbau.

Staat, du willst Sicherheit? Dann ZAHL SIE. Und zwar an die Leute. Und nicht an Technikfirmen. *kotz*

Aus der Reihe „kann nur mir passieren“


Tür springt mit Krawall aus der Angel, ich fall vom Stuhl. *RUMMS*
Chef steht in der Tür.

„Samma, PENNST du hier?“

„Wie kommstn darauf?“ *hochblinzel* *verschlafenguck*

„Klang wie ein Sägewerk auf Vollast“

„EY JA? Ich schnarche nicht, das war mein Bein, das ist eingeschlafen.
Außerdem is mittach. Und ich brauch jetzt nen doppelten Bypass auf den Schreck. Danke auch dafür….“

Chef ging laut lachend raus hier….

Wird Zeit für Feierabend. Alle mobben einen hier… 😦

*mpf*


Da hat man Besuch und dann sowas:

„Ich will ja nix sagen, aber kannst du deine Schlafhöhle nicht mal schallisolieren?“

*mpf*
Als ob ich schnarchen würde….

/edit

Gerade flog eine Email rein, wo sinngemäß drinstand, dass er schon überlegte, evtl. Greenpeace zu holen, weil so ein Waldsterben…

*LARTpolier* ich bin für die nächsten Stunden ein wenig beschäftigt…

Uga Aga


Bumm bumm baga. Ugh ugh.

Ich Mann. Ich groooooooßes…*hust*

Äh, ja, back to topic. Kann mir mal einer den Sinn von solchen Studien erklären? *g*

Stück für Stück sterben


Angefangen habe ich „mein“ Internet bei AOL. Da hab ich die ersten Laufversuche gemacht und irgendwann bin ich bei den „Scouts“ gelandet. Die ehrenamtlichen Mitglieder, wie es so schön hieß. 😉

Soweit so bekannt, das wurde hier schon thematisiert. Im Laufe der Zeit wuchs die Kritik an AOL, da die ja schließlich Arbeitskraft für umsonst bekommen haben. Aber diese Rechnung ging so nicht auf. Denn die Scoutaccounts waren begehrt, da kostenfrei zu Zeiten wo man sich anderweitig blutig gezahlt hat.

In den Anfangszeiten gabs sogar noch Telefongebühren dabei. Und wer einmal wegen Indernett ne 600-DM-Rechnung hatte, hat diese Gelder wertgeschätzt.

Letztlich war AOL die erste „Web 2.0“-Anwendung bereits in den 90er Jahren. AOL hat das Internet massentauglich gemacht, als erstes eine Community geschaffen und innerhalb der Community einzelne Bereiche, in denen man spielen konnte. Naja, genauso sahs dann stellenweise auch aus 🙂

Irgendwann kam ein Onkel mit Rotstift und etwas, das sich „Corporate Identity“ nannte und bereitete der fröhlichen Urständ ein Ende. Das Label AOL musste innerhalb eines festgelegten Designs arbeiten. Damit fielen dann viele schlecht gepflegte Inhalte hinten rüber, aber am Ende auch die guten. Der legendäre 11er z.b., mit lebhaftem Chat und Forum. Oder „Mitglieder fragen Mitglieder“ – die Scoutjauchgrube. Wer HIER überlebt hat, der war gestählt für ALLES.

Mein persönliches Menetekel, als ich mal Vertretungen gemacht hab, waren immer die Flirtchats. Bäh, nie ohne Ganzkörperkondom. Allerdings: Direkter Cybersex wurde da nicht gemacht. Das lief alles über Telegramme. Aber der Zuckerschock war regelmäßig zuviel für mich 🙂

Und in der Nachschau liegen genau da die Fehler, die AOL jetzt endgültig aus Deutschland hinwegführen. AOL lebte davon, dass man anders war. Dass man zwar Mainstream war, aber eben individuell und für jeden was dabei.

Als man das zurückgefahren hatte, alles nivelliert auf Corporate Identity, als man die Scouts „reorganisierte“ und damit auch ein Stück weit die Kreativität der Leute einengte, als man versucht hat, über Werbung und „professionelle Inhalte“ Geld zu verdienen, unterschied AOL nix mehr von web.de, yahoo.de oder einem anderen x-beliebigen Diensteanbieter.

Man hat damals einfach verkannt, was AOL eigentlich war. Das es durch die Mitglieder lebte. Dass man dem Wort „Community“ Leben gab, als die meisten noch im Usenet abhingen und sich gegenseitig geflamed haben.

Ich kenne die inneren Strukturen nicht gut genug, um zu wissen, ob man das hätte anders machen können. Ob es nicht besser gewesen wäre, den Communitygedanken konsequent weiterzuführen anstatt alles, was irgendwie nach Individualität roch, wegzubügeln.

Möglicherweise wäre AOL auf diesem Wege besser gefahren und immer noch eine Option im Internetgeschäft.

Denn dass ist es nicht mehr. AOL ist konsequent und mit Macht an die Wand gefahren worden. Die letzten machen – leider – das Licht aus.

Es war eine schöne Zeit. Vieles, was web 2.0 ausmacht, hatte seine Wurzeln bei AOL. Aber wie so häufig hat sich der Vorreiter selbst umgebracht.

Wenn AOL Deutschland die Pforten endgültig schließt, stehen weitere 140 Leute vor dem Nichts. Ein Abschied auf Raten, der nicht hätte sein müssen.

Aber nach allen Entwicklungen der vergangenen Jahre letztlich doch nur ein weiterer Diensteanbieter wie alle anderen, der geschlossen wird, weil es schon zuviele davon gibt.

Falls…..


…jemand ein Posting vermisst – offenbar lesen tatsächlich Leute hier mit die mich kennen 😉

Sondersendungen


Ähem…kann mich bitte mal einer aufklären? Ich gucke kein Fernsehen mehr, aber ist das wirklich wahr, dass der WDR

EINE SONDERSENDUNG GEMACHT HAT WEILS IM WINTER SCHNEIT???????????

Was kommt als nächstes? Ne Sondersendung vom Katastrophenherbst? Die Blätter fallen von den Bäumen?

Neue Kategorie eingeführt. Das ist wirklich einmalig….

Stempelkarte Continued…


Hier die versprochene Story von der verwirrenden Stempelkarte *g*

Zur geflissentlichen Erinnerung nochmal die Dienstvereinbarung (!!):

Unsere Stempelkarten werden im Stempelkartenfach sortiert. Janz oben is der Cheff. Fach Nr. 1.

Danach die Kollegen in alphabetischer Reihenfolge.

Was dann immer lustige Geschichten aufwirft, wenn wir einen neuen Kollegen bekommen.

Eine Abteilungsleiterin möchte gerne die Fächer so sortiert haben, dass die Stempelkarten Abteilungsweise sortiert werden.

Also Abteilung 1: Leitung ganz oben, Kollegen alphabetisch dadrunter.

Gibt aber die Dienstvereinbarung nicht her und so isse knurrich, dass sie ständig ganz unten steht. Weil ihr Name nu mal mit „Z“ anfängt. *g*

Und dann der Kollege der NIEMALS damit fertig wird, wenn sich die Stempelkartennummer ändert. Das gibt jedesmal für den ein mittleres Drama.

Ich hab jetzt Stempelkartenfach 18. Kollege hat Stempelkartenfach 16. Aber sonst hatte er immer ein Stempelkartenfach über mir und plötzlich sind es zwei. Das alleine hätte schon ausgereicht für epische Dramen. Aber nein, es kommt noch hinzu, dass sich seine Fachnummer auch noch geändert hat, weil ein Kollege neu dazugekommen ist.

Folgender Dialog entspann sich zwischen ihm und mir vor der Stempeluhr, nachdem ich zielsicher meine Stempelkarte gegriffen habe:

„Aber ich hatte die 15 und jetzt die 16“

„Kann sein – ich hatte 17 und jetzt 18“

„Aber kommt denn noch jemand?“

„Äh, ja – ungefähr jeder, der im Anfangsbuchstaben höher als „P“ liegt“

„Ne, das meinte ich nicht, wir waren doch immer zusammen…ne, so meinte ich das auch nicht, aber ich war doch immer hinter dir… ach mann, das ist doch alles…“

„Schatzi?“

„Ja?“

„Schreib deinen Namen auf die Karte“

„Dürfen wir das denn?“

„Jau“

„OH DANKE!! Mach ich gleich sofort.“

*g* Mahlzeit und Frohes Neues ;-)“

Es sind die kleinen Dinge wie diese, die mich daran erinnern, dass das Leben doch noch Spaß machen kann 🙂

Btw. der Kollege ist einer der nettesten, die ich habe. Aber auf sowas kommt der echt nicht klar. 🙂

Frohes Neues und so. ;-)


Naja, mit Weihnachts- und Neujahrsgrüßen hab ich mich dieses Jahr ziemlich zurückgehalten. Mir war echt nicht danach. Weihnachten wird für mich immer mehr zum Familienterror. Keine Lust mehr drauf. Aber mal so gar nicht.

Mutti ist auch zu neuen Höchstleistungen aufgelaufen, meine Herren, ging da ein Film ab. Irgendwann kann man das echt mal verfilmen…

Was gibts noch?

Kleine Rückschau. In Rosarno (Berlusconiland) fanden die Leute es wohl nicht so toll, dass die Sklaven aufgemuckt haben.

Die hätten vielleicht mal die Spartacus-Bücher von denen weghalten sollen, dann klappts auch mitm Sklaven.

Silvester war eher ruhig, wir waren zu dritt und hatten 1. viel Schnee, 2. schnucklig warmes Ofenfeuer, 3. Raclette und 4. Met.

Ich war noch 2 Tage später vollgefressen. 😉

Gesundheitlich isses grad nicht so witzig, irgendwie gings mir schon besser. Aber auch das wird irgendwann. Es gibt nen Haufen Leute, denen es schlechter geht. (OK OK, sooooviel dann auch wieder nicht *g*).

Schultzi sollte mal wieder seine JCine updaten. Mir doch schnurz ob das echt oder gefaked ist – die Trulla ist besser als meine Lehrerlis. Und geil geschrieben isset allemal 🙂

Dann werde ich mich mal todesmutig in die Fallen der Verwaltung begeben und mal gucken, wie ich wieder ein wenig Sand ins Getriebe werfen kann. Schwer ist das sicher nicht.

Im nächsten Post tippsel ich dann mal die neueste Stempelkartenanekdote. Schönes Ding das *g*

Schrödingers Katze


Tante Edith spricht:
Ich seh das nicht alleine so. Die Science Busters sind nicht so weit weg von meiner Meinung 🙂

Na, das ist aber mal ne ganz dolle neue Melung von unserer Bürgerrechtspartei FDP: Sie würden den Nacktscannern zustimmen, wenn die Privatsphäre der Bürger gewahrt bleibt.

Zum Mitschreiben:

Ich werde mit Röntgenstrahlen ausgezogen, jemand gafft mich dabei an – und die Bürgerrechtspartei FDP will zustimmen, wen mein Persönlichkeitsrechte bei den Gaffern gewahrt bleibt?

Wollen die da Leute vorsetzen, wo der Blindenhund auf das Bild von einer Dynamitstange reagiert???????????????????
Und der Krings hält es durchaus für möglich, dass die Intimsphäre gewahrt bleibt, wenn die Nacktscanner eingesetzt werden. Was hat der denn geraucht?

Und – BITTE…in den Niederlanden gibt es diese Nacktscanner – und das Kerlchen ist genau da eingestiegen. Die Nacktscanner haben also grandios versagt und jetzt will man das als Sicherheitsplus verkaufen?

Mann, wird man denn hier echt nur noch verarscht?

Achne, es geht um die „Privacy“-Funktion, die Ablehnung hätte sich nur auf die „Erste Generation“ der Geräte bezogen, die neuen sind na-tür-lich so eingestellt, dass Titten und Schwänze ausgeblendet werden. Sorry für die harte Ausdrucksweise.

Was diese Herrschaften alle nicht kapieren ist: Es geht nicht nur um die Geschlechtsteile, die man sieht. Ich habe einfach keine Lust, dass irgendein Vollhonk von Bulle meine kompletten diversen kleinen Speckröllchen via Scanner daraufhin untersucht, ob sie nicht vielleicht aus C4 modelliert sind.

Vor allem macht zuviel Technik blind. Die besten Polizisten sind immer noch die, die sich auf den Kopf und die Nase verlassen. Die die Technik als Hilfsmaterial nehmen und nicht als alleinseligmachende Technik. Die Technik kann das menschliche Hirn nicht ersetzen – aber genau das wird hier versucht.

Sprengstoffhunde einsetzen, die darauf trainiert sind, sowas zu finden. Gepäck wird ja bereits durchsucht, was auch völlig in Ordnung ist.

Die Nacktscanner brauchen wir nicht. Das ganze ging bislang gut und wird auch künftig gutgehen, es braucht keine große Voraussagekraft, dass der nächste Anschlag sich wohl eher nicht auf Flüge richten wird sondern was anderes zum Ziel haben wird. Flüge lutschen sich allmählich aus.

Und der bedauernswerte Trottel, der versucht haben soll, das Flugzeug zu sprengen: Entschuldigt bitte, ich bin kein Sprengstoffexperte, aber fällt das nicht auf, wenn man genügend Sprengstoff in der ZUNGE DES SCHUHS hat, um sowohl ein Loch in die Wand als auch den Flügel abzusprengen?

Das geht doch nicht mal eben mit ein paar Silvesterraketen, ich denke mal, so 2 – 3 Pfund müssen das doch mindestens sein. Und das soll nicht aufpassen, wenn man so ein Gewicht im Schuh hat? Ich mein, wie läuft denn einer mit soviel Sprengstoff im Latschen? Und wie sieht der Fuss aus? „Ne, sorry, Herr Oberamtsrat. Das ist ein Klumpfuss“???

Und wieso müssen unsere Politiker eigentlich bei JEDEM Scheiß sofort reagieren wie Mooshammer, wenn er eine Maus gesehen hat?

Fragen über Fragen…und ich REG MICH GRAD WIEDER TIERISCH AUF ÜBER DIE DÄMLICHKEIT DER LEUTE!!!!

Kampf gegen den Terror


Es ist eine alte Weisheit: Guerillakriege kann man nicht mit einer großen Armee gewinnen. Guerillakämpfer schlagen in kleinen, unvernetzten Gruppen zu, sie sind hochbeweglich und sie sind vor allem in der Regel eins: Hochfanatisch und von einer Mission getrieben. Eine gefährliche Mischung.

Die USA scheinen diese einfache Weisheit, die ihnen im Koreakrieg und in Vietnam mit Blut eingeprügelt wurde, nicht begreifen zu wollen. Sie begreifen auch nicht, dass man ein Land nicht entgegen seiner Bevölkerung regieren kann.

Die Iraker wollen die Amerikaner nicht. Die Afghanen auch nicht. Sie wollen auch keinen Präsidenten, der vor dem amerikanischen Auge Gnade findet. Wie heißt es so schön? „Lieber unseren Schurken als euren Heiligen“. Und das triffts eigentlich ziemlich gut.

Die Amerikaner glauben tatsächlich, dass man den „Krieg gegen den Terror“ mit einer Armee gewinnen kann, die von einem skrupellosen Geheimdienst gestützt wird.

Aktuell rufen sie die nächste Front im Jemen aus und machen das als zu, „bösen“ gehörend aus.

Liebe Leute, Guerillakämpfer besiegt man, indem man ernst nimmt, wofür sie kämpfen und indem man ihnen genau das gibt. Indem man Fehler eingesteht und versucht, sie wiedergutzumachen.

Den Krieg in Afghanistan haben die Amerikaner und auch wir verloren – es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Truppen sich daraus zurückziehen müssen. Zurück bleibt ein verstrahltes und ausgebombtes Land, dass jeglicher Hoffnung beraubt wurde.

Den Krieg im Irak haben die Amerikaner ebenso verloren. Die Entfernung zum Mutterland ist einfach zu groß, und die Kosten werden immer höher werden, je länger dieser Krieg dauern wird. Zurück wird auch hier ein ausgebombtes und zerstörtes Land abseits jeglicher Hoffnung bleiben. Ein sterbendes Volk.

Und jetzt der Jemen. Ein armes Land, wo die Hälfte der Einwohner weder Lesen noch Schreiben kann und keine Bildung besitzt. Ungebildete Menschen sind den Einflüsterungen Radikaler hilflos ausgeliefert. 58 von 1000 Kindern sterben kurz nach der Geburt. Das Land hat eine Arbeitslosenquote von 25% und eine Inflationsrate von 17,7%. Der Jemen ist ein armes Land, wo 34% im Dienstleistungssektor beschäftigt sind. Was alles sein kann – vom Krabbenpulen bis hin zu Beinahe-Sklaverei. Es wird streng muslimisch regiert.

Der Jemen ist ein gefundenes Fressen für muslimische Radikale, da sie hier wirklich paradiesische Zustände vorfinden: eine verarmte, ungebildete Bevölkerung, die alles tun würde für denjenigen, der ihr den Weg aus dem Elend zeigt. Wenn jetzt eine weitere Front „gegen den Terror“ militärisch gegen den Jemen aufgemacht wird – was zur Hölle will man denn da erreichen? Die trocknen das nicht aus, soviel Soldaten haben die Amis nicht, dass die alle Krisengebiete unter Kontrolle halten können. Sieht man doch jetzt schon.

Es ist eine schwierige Kiste. Ich höre den ersten schon wieder aufjaulen, dass man mit Verbrechern keine Geschäfte macht.
Gut, hören wir damit auf und kappen mal als allererstes die Geschäftsbeziehungen zu China und zu den USA. Oh, geht nicht? Ist nicht dasselbe?

Oh doch, ist exakt dasselbe. China und die USA sind Folterstaaten, sie sind Staaten, in denen Menschenrechte mit den Füssen getreten werden.

Gut, dann mal weiter. Ein vernünftiger Mensch würde jetzt zu dem Schluß kommen: Man befindet sich gerade in einer ziemlich fiesen Spirale. Und wenn das so weitergeht, knallts irgendwann ganz gewaltig.

Also holt man sich nen Mittelsmann und versucht mal, auf die Leute zuzugehen. Dass das schwerfällt, ist mir bewusst. Dass es eine Gegenseite benötigt, die mitspielt, ebenso.

Auf der anderen Seite sind die modernen Guerillakämpfer alles andere als dumm oder ungebildet. Sie wollen etwas erreichen. Und sie wissen auch, dass das kaum möglich sein wird, wenn sie so weitermachen.

Ich habe ja noch die vielleicht etwas naive Hoffnung, dass eine ernsthaft ausgestreckte Hand hilfreich ist. Irgendwann, bevor uns dieser Planet um die Ohren fliegt…

„…und anderswo verhungern Leute“


Ich muss ja beim Lesen der Geschichte immer noch in mich hineinkichern…ich hab ZU schöne Bilder vor Augen. Tom schreibt aber auch zu schön *g*

Aber ein Kommentar hat mich dann doch etwas nachdenklich gemacht.

Irgendwo steht sinngemäß, dass man für irgendwelche überkandidelten Möchtegernpflegeprodukte Lebensmittel verwendet und anderswo verhungern die Leute.

Da steckt so viel drin, dass ich das mal für mich alleine aufdröseln möchte.

Zunächst einmal: Pflegeprodukte aus Lebensmitteln.

Letztendlich sind alle Pflegeprodukte doch aus Lebensmitteln gemacht. Seife wurde schon immer aus Fett und Lauge hergestellt – heute gibts nur den Unterschied, dass die Seife halt aus Pflanzenfetten hergestellt wird und nicht aus Rindertalg, wie im 19. Jahrhundert noch.

Auch Cremes und Schminksachen waren häufig Lebensmittelbasiert. Oder – schlimmer, eben das nicht, wie z.B. Bleiweiß als Gesichtsschminke im Rokoko, was nicht selten zu Vergiftungen geführt hat. Oder die Mode, Belladonna in die Augen zu träufeln, was zu Blindheit führen konnte.

Heutzutage heißt unser Bleiweiß „Hyaloronsäure“ – was nicht unbedingt toll ist. Sieht vielleicht toll aus, wenn die Haut unter dem Einfluss von dem Zeug aufquillt und „faltenfreier“ wird – aber ob das so gesund ist? Ich steh zu meinen Falten, von dem Zeug wird nie jemals etwas an meine Haut kommen.

Zurück zur Seife. Sie beinhaltet in erster Linie verseifte Fette. Damit es schäumt kommt Kokosfett oder Palmfett rein (Kokosfett macht feinen Schaum), damit es pflegt kommt Olivenöl, Jojobaöl oder auch Traubenkernöl rein. Gerne nehme ich auch Sheabutter oder Kakaobutter.

Gefärbt wird mit Lebensmittelfarben, sofern sie laugenfest sind: Eisenoxid (das gibt ein schönes rotbraun, aber vorsicht: Färbt das Waschbecken und Handtücher zuverlässig, die Haut hingegen nicht *g*), Titandioxid (weiß), diverse Heilerden (brauntöne) und gerne auch mal Rotwein (GUT aufgekocht, damit kein Alkohol mehr drin ist, das gehört nicht in die Seife, gibt ein feines dunkles rot).
Andere Farben sind Indigo und Ringelblumenöl macht z.b. ein schönes gelb. Karottensaft färbt leicht orange.

All das gibts im Pfenningsartikel in der Drogerie. Das steht da schon. Wenn ich es nicht kaufe und verseife, was würde geschehen? Würde das abgelaufene Zeug dann flugs nach Afrika verschifft werden, um dort Hungernde zu füttern?

Wohl eher nicht. Und hier kommen wir zum Punkt „umdenken“.

Es wird keinem einzigen helfen, wenn ich mein Hobby drangebe, weil halt soviel Elend in der Welt ist. Dem kann ich damit nicht abhelfen.

Aber:
Warum müssen es zu Weihnachten Importerdbeeren sein? Warum muss ich ne polnische Hafermastgans zu Weihnachten haben? Warum im Winter Brombeeren essen? Warum muss ich unbedingt Argentinisches Rindfleisch essen?

All das wird in Deutschland auch angebaut. Und es ist teilweise saisonales Essen. Ich brauche im Dezember keinen Spargel, dafür gibts die „Spargelzeit“. Klar kann man das bekommen, aber zu welchem Preis? Das Zeug wird über x Kilometer von Pontius nach Pilatus gebracht. Krabben? Schon Geschält? Feine Sache oder? Mal überlegt, dass die Viecher von der Nordseeküste bis nach Polen gekarrt werden und dort von Hand gepult? Und dann wieder nach Deutschland, damit man hier ja nicht Zeit verschwenden muss mit Krabben pulen? Alleine der Sprit der dabei draufgeht. Und wo wir überall das CO2 erwähnen, möchte ich zumindest mal ne kleine Randnotiz geben: Dieser Scheißluxus kostet unseren Kindern die Zukunft. Damit wir gepulte Krabben tiefgefroren kaufen können, wird mehr Treibhausgas in die Luft geblasen als ne Rinderherde in einem Jahr furzen könnte. *mpf*

Kommen wir mal zum Thema „anderswo verhungern Leute“.

Biosprit… die Brandrodung des Regenwaldes zugunsten von Palmölplantagen ist nicht gerade witzig. Und die Umwandlung von Anbauflächen zur Nahrungsmittelproduktion in die für Biospritproduktion ist auch unlustig.

Die 3.Welt-Länder haben immer noch groß unter dem Kolonialismus zu leiden. Dem modernen Kolonialismus – der durch Firmen repräsentiert wird, die ganze Länder meinen, in der Tasche zu haben. Shell und Nigeria ist hier ein großes Problem. Auch werden Schwellenländer durch die Weltbank und WHO künstlich im Armenstatus gelassen. Hinzu kommen Korruption in großem Stil und der Ausverkauf der Rohstoffe dieser Länder an Gierhälse.

Wenn ein Land nicht mitspielt wie die Großen wollen, dann ist Schluß mit Lustig. Die Iraker wissen das inzwischen sehr gut, die Afghanen auch. Und die Iraner sollen es grad lernen. Meinen andere.

Viele Probleme der Schwellenländer können wir nicht lösen. Wir können nicht viel gegen die Korruption tun – außer, sie nicht weiter zu unterstützen. Wenn der Westen nicht mehr mitspielen würde und Verbrecher als honorige Politiker behandeln, dann wäre der Sumpf schnell trocken. Allerdings ist es nicht Sache des Westens oder der ERsten Welt, anderen Ländern seine Vorstellung von Demokratie aufzudrücken.

Hungerhilfe – so nötig, wie sie in einer Hungersnot ist, das Handeln vieler Hilfsorganisationen ist kurzsichtig und verschärft viele Probleme noch. Wenn in Darfur eine Hungersnot ist, wird auf dem Weltmarkt Hirse in großem Stil gekauft und werbewirksam in die Hungergebiete verschifft und kostenfrei ausgegeben. Die Folgen sind inzwischen bekannt, trotzdem hört es nicht auf:

die noch verbliebenen Bauern werden ihre Waren nicht mehr los: Sie können nicht exportieren und in den Hungergebieten gibts die Lebensmittel ja kostenfrei. Sie verarmen ebenfalls und verlieren nicht selten ihr Land. Es folgen weitere Hungerjahre, weil keine Bauern mehr da sind und letztlich hängt die gesamte Gegend am Tropf der Welthungerhilfe und kommt da nicht mehr weg. Verschärft wird das ganze dadurch, dass die Preise für diese Lebensmittel extrem steigen. Und in anderen Ländern, wo man halt auch von demselben Zeug lebt, kann man auf einmal nicht mehr den Sack Hirse bezahlen, weil die Preise jenseits von gut und böse sind. Und so mildert man den Hunger in der einen Ecke und verschärft das Elend in der anderen.

Dann kommen die Entwicklungshelfer, bauen Brunnen in der Wüste, versuchen aus Steppen urbares Land zu machen und die Leute wieder anzusiedeln.

Doch es ist nicht das Projekt der Leute. Es gibt nur wenige Projekte, wo sich die Hilfsorganisationen zurückhalten und die Leute einfach mal machen lassen und allenfalls mal mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Viel öfter ist ein „ihr macht das jetzt so und so, sonst gibts kein Geld und kein Saatgut.“
Das muss nicht immer richtig für die Gegend sein, aber die Hilfsorganisationen wissens ja besser.

Was man dann hat, sind unwillige Zuarbeiter, die auf ihrem eigenen Land nicht mehr Herr sind, sondern anderen die Verantwortung übergeben müssen.

Und, um es mal deutlich zu sagen: Das widerliche Experiment mit Genveränderten Pflanzen muss sofort aufhören.

Diese ekelhafte Geschäftemacherei mit sterilem Pflanzengut bedroht die Artenvielfalt. In Indien hat ja Monsanto bereits in großem Stil genveränderte Baumwolle anpflanzen lassen. Die Erträge blieben weit unter dem versprochenen zurück, Schuld hatten natürlich die Bauern, die nicht richtig angebaut hatten. Da die Erträge nicht ausreichten, dass sauteure Saatgut und die Düngemittel zu kaufen, sind da ganze Dörfer in die Pleite getrieben worden. Und danach flog eine Suizidwelle durch die Gegend, ganze Dörfer haben kollektiv Selbstmord begangen, weil sie aus der Falle keinen Ausweg mehr sahen. Durch die Missernte und die Schulden bei Monsanto konnten sie kein weiteres Saatgut mehr kaufen, die Pflanzen selbst lieferten keins, da sie steril waren.

Monsanto, Bayer, sie sind die Vorreiter dieser widerlichen Politik. Und dass ist das allererste was aufhören muss. Sofort. Denn wie sagte jemand (sinngemäßes Zitat):

Chemische Umweltverschmutzung ist nicht weiter schlimm. Die Flüsse sind vergiftet, ja. Aber mit der Zeit reinigen sie sich wieder. Biologische Umweltverschmutzung wie genmanipulierte Pflanzen hingegen greift direkt in die Evolution ein. Wir wissen noch nicht einmal, was das auslösen wird – und rückgängig machen kann man es auch nicht, da noch niemand weiß, zu was diese Pflanzen mutieren werden. Eine Verbreitung von Pflanzen, die auf einem freien Feld angebaut wurden, ist nicht zu verhindern, egal, was die Firmen sagen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Frohe Weihnachten ;-)


Die Familienzeit ist überstanden und ich habs auch dieses Jahr wieder überlebt.

Ich wünsche allen, die hier mitlesen, ein frohes Fest und ruhige Tage, bevor der Stress mit Silvester wieder losgeht 🙂

Bei mir wirds gemütlich. Paar Freunde kommen und dann wird Raclette gemacht. Und vollgefressen und -getrunken *hicks* wird dann reingefeiert 🙂

Ein App


Appleuser sind ja sowas wie die Sibirischen Bergbauern unter den Nutzern. Sie nehmen alles, hauptsache, es ist warm.

So gibts dann demnächst ein schickes neues App im applestore. Kostenfrei. Von der Tagesschau.
Nachrichten.
Kostenfrei.

das geht mal gar nicht. Folgerichtig ist auch Springer gleich mal aufgehüpft und hat geschimpft.

Money Quote des Tages (ich liege gerade noch vor Lachen unter dem Tisch):

«Es handelt sich hierbei um eine nicht tolerierbare Marktverzerrung. Die privaten Verlage, darunter auch unser Haus, versuchen derzeit, Qualitätsjournalismus im Netz durch den Aufbau von Bezahlmodellen zu finanzieren mit dem Ziel, die Geschäftsgrundlage für Qualitätsjournalismus in der digitalen Zukunft zu sichern und auch dauerhaft Meinungsvielfalt zu gewährleisten.»

Ihr habt richtig gelesen. SPRINGER-VERLAG. MEINUNGSVIELFALT. QUALITÄHÄHÄHÄHÄTSJOURNALISMUS

BRUAHAHAHAHAHA….*schenkelklopf*

Geht auf Weihnachten zu, die Springer-Presse findet ihren Humor wieder 🙂