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Kopf => Tisch


Was passiert, wenn man eine Militärmaschine auf dem Dienstweg zusammenschraubt und nur Designer und Werbefritzen ranläßt, die Experten aber draußen läßt, dass sieht man hier.

Ähem, beim durchlesen des Artikel drängt sich mir die Frage auf, ob die da einen Hubschrauber für nen Sonntagsausflug der Flugbereitschaft kaufen wollen. Im Grunde genommen kann die Kiste nix von dem, was sie können soll. Und dass der Boden schon von dreckigen Kampfstiefeln kaputt geht ist echt ein Highlight. Kommt bei der Trachtengruppe ja so gut wie nie vor, die Stiefel sind ja immer gut geputzt.

Wenn man das so liest, fragt man sich echt, wen die da haben entwickeln lassen. Nen Blindenhund?

Und dafür will man dann 4,6 Mrd. Euro an Steuergeldern raushauen.

Und vom Jäger90, der da ja noch schlimmere Mängel aufweist, reden wir an der Stelle mal gar nicht, ja? 🙂

Der GO und seine großzügigen Meerschweinchen :)


An die mitlesenden Kollegen: Das wird ne Lästerorgie par excellence.

Ich arbeite ja im Haus, das Verrückte macht. Und das mal mit mehr und mit weniger Motivation. Wie wir alle 🙂

Aktuell eher mit mehr Motivation, weil:

Wir ziehen um. Jahaaaa. *g*

Und so siehts aus, wenn Beamtens umzie…äh umgebettet werden:

– es wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die aus den Abteilungsleitern besteht. Und die bespricht dann hochmotiviert, wer dann welches Büro bekommt. Und lustig wird dann die Diskussion bei der Frage, wer denn da ein Einzelbüro bekommen bzw. behalten wird. Ehrlich – im Film 300 ist weniger Blut geflossen.
Das ganze wird dann solange auf die Spitze getrieben bis die eiserne Faust des Chefs das ganze wieder auf Normalmaß zurückschrumpft und er die Räume verteilt.

– allgemeines Schmollen ist angesagt

– ich sitze hier und kichere in mich hinein. Und ärgere mich ein wenig, dass ich das Popcorn vergessen hab.

– Die nächste Phase: Der Umbau ist genehmigt. Denn hier fehlen Büros, so dass große Büros mittels Trockenbau verkleinert werden müssen. Und außerdem müssen alle umziehen. Ringelreihen.

Und hier setzt jetzt mein Wunsch nach einem Kinosessel mit freier Popcornversorgung ein.

„Ja wie jetzt? JETZT??“ Kann man so die Meinung hier umschreiben. 🙂
Und ein Stückweit kann ich die Kollegen auch verstehen *g*

Da wird monatelang diskutiert und geplant und irgendwann ist der Plan feddich und wird den zuständigen Kollegen gezeigt. Kann doch keiner ahnen, dass die jetzt anfangen zu arbeiten. Wo doch alle krank sind und so.

Fakt ist: Morgen werden Löcher in die Wände gefräst. Den Kollegen unten wurden dafür exakt anderthalb Tage Vorlaufzeit gegeben. Dass noch andere Abteilungen beteiligt werden müssen (wie die zentrale IT, die die PCs umstellen müssen und die das vor allem frühzeitig wissen müssen, damit die reagieren können), dass vor allem die Büros mal leergemacht werden müssen, dass interessiert die Kollegen vom Bau erstmal nich. Die sollen bauen also bauen die. Gnadenlos. *g*

Gut, man hält ja Kollegen so ungern von der Arbeit ab und so hab ich heute den Tag damit verbracht, den Kollegen den Unterschied zwischen meiner Abteilung und der zentralen IT zu erklären („watt in Schulen steht is mir, watt hier steht nich. Und hier pack ich nix an, ich weiß nicht, was wie verkabelt is, wenn ich watt falsch stecke, is die Duschkabine unten im Arsch und da hörtse nich hin, dafür isse zu groß“), das wurde dann auch irgendwann augenrollend akzeptiert, zwangsläufig, ich hab nichts angefasst. 😉

Das übrigens wirklich nicht aus Frack, sondern weil einige Ports in den Dosen mit 45 Volt bestückt sind und andere eben mit 5. Pack ich ein Teil, was 5 Volt braucht in eine 45-Volt-dose, weil ich eben nicht weiß, was am anderen Ende der Leitung ist, machts im besten Fall einmal *FUMP* – im schlimmsten Fall zerstöre ich damit Elektronik im Wert von mehreren Tausend Euro. Nix da, ich pack da nix an. *g*

Tjaaaa. Und so räumen die Kollegen unten aus. Ich hab dann mal zumindest Kabel abgezogen, um meiner IT-Kompetenz gerecht zu werden („du kannst das besser!!“ „STROMKABEL RAUSZIEHEN???“), sonst hab ich aber nichts angefasst.

Hier ist die halbe Belegeschaft krank und während mein Kollege so angelegentlich neben mir stand und mir versonnen zusah, wie ich Kabel aufgewickelt hab („das kannst du ja besser“), erklärte er mir in einem Abstand von geschätzten 15 cm, dass er wohl eine Magen-Darm-Grippe ausbrütet, ihm wär totaaaaaaaaal übel.

Wenn der mich angesteckt hat, erwürg ich ihn mitm Kabel… das kann ich ja besser.

to be continued….

Popup-Wahnsinn


Was mich ja schon länger massiv ärgert, ist dieser Popup-Wahnsinn. Jede Webseite, die mehr als 3 Klicks im Monat hat, schaltet irgendwelche dussligen Werbebanner rein, die manchmal so von oben reinscrollen und den eigentlichen Text verdecken.

Klickt man dann auf „Schließen“ (ich guck mir die Tooltips inzwischen an, es gibt auch Knöpfe, die „hier schließen und Werbung im Hintergrund öffnen“ heißen), dann wird das Popup oder die Werbung nicht ausgeblendet, nein, aufdringlich und ätzend öffnet sich (gerade erlebt) im Extremfall die Werbung im selben Fenster, wo man gerade eigentlich einen Text lesen möchte.

Man muss also erst den Knopf für „zurück“ anklicken um auf den Ursprungstext zu kommen. Und dann ist wieder das Kotzwerbeding da und man klickt auf „schließen“ – und das geht weg. Und kommt wieder. Und geht weg. Und kommt wieder.

*hasskappe*

Ich will die Scheiße nicht. Wenn ich was kaufen will, weiß ich, was ich haben will. Wenn ich erst Werbung brauche, um mich auf ein Produkt aufmerksam zu machen, brauche ich das nicht wirklich. Und dann gebe ich auch kein Geld dafür aus. Und ich gebe auch ganz sicher kein Geld für irgendeine Scheiße aus, die mich so dermaßen aufdringlich nervt, dass man doch den Werbefritzen, der das verbrochen hat, mit dem Kopf voran das Klo runterspülen möchte.

Klickorgien helfen auch nicht wirklich, da die IPs geloggt werden. *seufz*

Wenn einer Lösungen für Firefox hat (der Internet-Explorer ist böse, den will man nicht): Immer her damit. 😦

Gnihihihihi


Mal gucken, wie die aus DER Nummer wieder rauskommen *boshaftgrins*

Ein Toter bei Olympia


Höher, schneller, weiter.

Die Rekorde müssen sich jagen.

Immer höhere Ansprüche, immer härtere Materialschlachten, immer mehr geifernde Zuschauer, die auf die Rekorde lauern und über die „Verlierer“ lachen, Arenastimmung wie einst im dekadenten Rom, wenn Gladiatoren sich gegenseitig zur Belustigung der Leute umgebracht haben.

Als ob es nicht reichen würde, wenn man bei Olympia dabei ist, als Vertreter seines Landes.

Und jetzt hat das „Höher, schneller, weiter“ ein Todesopfer gefordert.

Und die Presse hat nichts anderes zu tun, als immer wieder scheinbetroffen darüber zu berichten. Interviews mit deutlich überforderten Sportlern zu zeigen, die ihre persönliche Betroffenheit zum Ausdruck bringen sollen – über einen Menschen, den sie nicht kannten, der lediglich in der gleichen Sportart startete.

Eine sichtlich geschockter Reporter, der von seiner Redaktion gezwungen wurde, seinen Augenzeugenbericht zeitnah abzugeben und auf kreuzdämliche Fragen zu anworten. Neben ihm dann irgendwann eingeblendet der Rodelbundestrainer, dem Fragen gestellt wurden, die er derzeit gar nicht beantworten kann.

Wi-der-lich.

Und für so ein grottenschlechtes Stück Geiferjournalismus zahlen wir GEZ-Gebühren.
Weil es ja zum öffentlich-rechtlichen Auftrag gehört, darüber zu berichten.

Leute, DAS kriegen die Privaten inzwischen deutlich seriöser hin.

Und was bleibt sind Bilder von dem armen Mann, der doch nur stolz bei Olympia dabei sein wollte und seiner Familie im Sarg zurückgebracht wird.

Axolotl Roadkill


Hallo, hier ich auch. 🙂

Man kommt die Tage ja nirgends vorbei an Berichterstattungen, Rechtfertigungen und Häme zum Buch Axolotl Roadkill von Helene Hegemann.

In dem ganzen Trubel sind mir aber einige Aspekte mal so richtig untergegangen.

Helene Hegemann soll 16 gewesen sein, als sie das Buch (ab)schrieb.

So. 16. Ein Buch, in dem sie beschreibt, wie sie anderen beim Sex zusieht und wie sie Erfahrungen macht, die weder mit dem Erziehungsauftrag der Eltern vereinbar sind noch mit dem Jugendschutzrecht.

Da schreibt eine 16jährige ein Buch mit einem Erfahrungshorizont, der deutlich über den anderer 16jähriger hinausgeht.

Und die wird GEFEIERT? Als Vertreterin einer Jugendgeneration? Die die Generation beschreibt? Da geht keiner hin und fragt mal nach, in was für einem Haushalt die lebt, dass sie solche Erfahrungen überhaupt machen konnte?

Was ist der Vater von Helene Hegemann? Wikipedia sagt, Professor für Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.

Wie viel Phantasie benötigt man, um zwei Dinge zu hinterfragen:

1. Wäre Helene Hegemann nicht die Tochter ihres Vaters, würde das Buch ähnlich gehyped worden sein?

2. Wären die Eltern geschiedene Hartz-IV-Empfänger, würde das Buch veröffentlicht worden sein oder würde nicht viel eher das Jugendamt das Kind aus den verwahrlosten Verhältnissen nehmen?

Und genau hier ist die eine Sache, die viel zu sehr kleingehalten wird. Helene Hegemann ist die Tochter eines einflußreichen Vaters. Und ob es jetzt so war, das Papa dafür gesorgt hat, dass das Manuskript in die richtigen Kanäle kommt oder ob jemand in vorauseilendem Gehorsam das Buch gehyped hat…das weiß man nicht und wird man auch nicht mehr herausfinden. Was bleibt ist die Tatsache, dass ein Kind ein Buch geschrieben hat über Verhältnisse, in denen sie lebt. Und dass diese Verhältnisse „Verwahrlosung“ bedeuten.

Ich hätte mir zumindest mal gewünscht, dass das Jugendamt den Arsch in der Hose gehabt hätte und mal ein Faß aufmacht.

Die zweite Sache, die mich stört…

der eine oder andere weiß, dass ich selbst schreibe. Nicht gut. Nicht veröffentlichungsreif. Aber ich hab ein paar Mitleser, die gerne lesen. Zumindest sagen sie das *g*
Und eine hat mich gefragt, wie ich das sehen würde.

Mein Unterschied zu Helene Hegelmann ist der: Ich schreibe nicht ab. Ich habe Vorbilder und Reminiszenzen an Autoren – in deren Augenhöhe ich nicht annährend stehe. Aber ich kenne „meine“ Bücher sehr gut und versuche jeden Anschein von Plagiaten zu vermeiden. Schon allein aus Stolz: Es ist MEINE Welt. MEINE Clarissa. Sie ist eigenständig und selbständig.

Und kein Abklatsch einer Moreta oder einer Lessa von Pern. 😉

Und wenn ich jetzt die wachsweichen Argumente des Verlages sehe, der sein Buch doch schützen möchte, der seine Verkaufszahlen schwinden sieht. Wenn ich die dummen Aussagen von Frau Hegemann lese, die das Plagiieren entschuldigen solle, stelle ich mir immer vor, was ich empfinden würde, wenn meine Clarissa auf einmal mir weggenommen wird. Denn das wäre es.

Und ich wäre wütend. Ich wäre noch wütender, wenn der Autor, der mich bestohlen hat, damit eine schweinekohle verdienen würde und wenn ich dann vom Verlag höre, dass der Autor nun mal ein Kind der „Sharing-Kultur des Internets ist“.

Oh, moment mal… wie war das doch gleich mit der Verschärfung des Urheberrechts, dem Abmahnwesen und ähnlichem? War da nicht etwas von „wir müssen die Verlage schützen und brauchen ein Gesetz gegen Googles Abschreibementalität“?

Ähm, ja.

Wie sagte schon Talleyrand?

Verrat ist eine Sache des Datums.

Der Mann hatte mal eindeutig recht.

Wer denkt an sie?


Wenn man mal wieder genervt ist, weil der Opa vor einem mal wieder so elend schleicht und einen quasi zum überholen zwingt. Denn man möchte ja heute nochmal ankommen.

Wenn die Blagen hinten wieder mal so laut plärren, dass man nur noch raus aus der Kiste möchte und so schnell wie möglich ans Ziel.

Wenn man der tollen Schnecke neben sich mal richtig mit seinem Fahrstil imponieren möchte und so richtig aufs Gas tritt, um ihr zu zeigen, wie toll man seinen Wagen beherrscht…

…dann sollte man kurz innehalten und an sie denken.

Die hinterher wieder aufräumen müssen.

Zu spät


„Mensch, den hast doch früher immer gern gehabt und das zu Recht. Wattn netter Kerl“ – das waren meine Gedanken auf der Hochzeit meiner Cousine, als ich meinen Onkel wiedertraf.

Viel zu kurz haben wir miteinander gesprochen, aber wir versprachen uns, das nachzuholen. Es folgten einige Telefongespräche und das Versprechen, dass wir uns besuchen.

Das werde ich früher einhalten müssen, als ich dachte. Und auf eine so andere Weise, als ich hoffte.

Ich hätte lieber auf seiner Goldenen Hochzeit getanzt als auf seiner Beerdigung die Witwe getröstet.

So viele Jahre, die wir uns nicht gesehen hatten. Aus so unendlich vielen Gründen. Und jetzt werde ich diesen wirklich interessanten Menschen nie wieder genau kennenlernen.

Ein Mensch, der die kleine Tante Jay damals auf den Knien schaukelte, als sie vor lauter Heimweh untröstlich bei Oma und Opa war bei der alljährlichen Abschiebeaktion zu den Großeltern in den Sommerferien. Der das verschüchterte Kind getröstet und liebgehabt hat.

Mein Onkel. Liebevoll und geradlinig. Mit Fehlern – nicht der geringste war der Umgang damals mit seiner Tochter, die ohne Unterarm geboren wurde und wo man über die Jahre immer wieder verzweifelt versuchte, das „Manko“ zu verdecken. Mit katastrophalen Folgen für meine Cousine.

Sie haben es gemeinsam überwunden. Sie haben erkannt, was sie ihrem Kind angetan haben und sich nach Kräften bemüht, es wiedergutzumachen. Was auch tatsächlich funktioniert hat. Sie ist heute, nach allem was ich weiß, glücklich und im Leben angekommen, wie man so schön sagt.

Mein Onkel.

Und alles was mir bleibt, ist Adieu zu sagen.

Ich sagte neulich noch jemandem, dass die Zuneigung bleibt. Und die Gefühle, die man für jemanden gehegt hat, dass die nicht verschwinden.

Ein guter Mensch ist gegangen. Und die verlorene Zeit, die bringt uns niemals jemand zurück…

Steuersünder


Natürlich müssen Steuerhinterzieher gepackt werden. Sie leben hier und müssen genauso Steuern zahlen wie alle anderen auch.

Aber:

Ebenso natürlich muss der Staat sich an sein eigenes geltendes Recht halten.

Und die zweite Binsenweisheit:

Der Zweck heiligt niemals die Mittel.

Sehen wir mal davon ab, das der CDU-Chefsteuerhinterzieher Schäuble grad einen auf dicken Rollstuhl macht, sehe ich grade vor allem eins:

Die Leute wollen überwiegend trotz Bildzeitungskampagne eben NICHT, dass die Bundesregierung die Daten aufkauft. Weil sie aus einer illegalen Quelle sind. Weil der Staat sich damit erpressbar macht. Weil die Daten gestohlen sind.

Natürlich müssen Steuerhinterzieher gepackt werden. Darüber herrscht weithin Klarheit. Aber:

Wäre es den zuständigen Stellen ernst mit der Aufklärung solcher Straftaten, würden sie die zuständigen Finanzdirektionen nicht personell und materiell ausbluten lassen.

Sie würden nicht erfolgreiche Ermittlungsteams, die wirklich vor keinem Namen zurückschrecken, psychiatrisieren und Zwangspensionieren lassen.

Sie würden im Gegenteil genau diese Stellen aktiv unterstützen. Und nicht jetzt noch wilde Gerüchte in die Welt setzen, dass das ja alles noch viel mehr Straftäter sind, die man ja nicht laufen lassen kann.

Die Bevölkerung hat inzwischen ein sensibles Näschen dafür, wann sie beschissen werden soll und dieser Haufen Scheiße stinkt zum Himmel.

Postulieren wir mal, dass bekannte Politiker auf der Liste sind, die nun versuchen, die Liste mit Steuermitteln aufzukaufen, sie zu bereinigen und dann diejenigen als Bauernopfer auffliegen zu lassen, die nicht genügend politische Rückendeckung haben. Damit man dann sagen kann: „Der Kauf der Daten hat sich gelohnt, wir haben x Fälle mit x Mio. Steuernachzahlung und x Jahren Knast aufgeklärt“.
Ob die Liste vollständig abgearbeitet wird, werden wir nie erfahren.

DAS ist die Zeit von Datenmanipulation. Einem Blatt Papier kann man entnehmen, ob es gefälscht wurde. Eine elektronische Datenbank verfügt im Regelfall nicht über derartige Möglichkeiten.

Werden die Daten angekauft, kommen wir dem Willkürstaat einen sehr großen Schritt näher.

Kleines Schmankerl am Rande. Wolfgang Bosbach ist ja neben dem Wiefelspütz einer der unfähigsten und widerwärtigsten Politikern, die ich so kenne. Aber in der Sendung „Hart aber fair“ vom 3.2. hat er ein Ding gerissen, dass ihn tatsächlich zur Ikone des Kampfes gegen die Contentmafia machen könnte:

„Daten kann man nicht klauen, da sie keine Sache sind“

Aha. Dann, Herr Bosbach, hätte ich doch gerne mal den Unterschied zwischen dem Staat und dem RAUBkopierer erklärt. 🙂

Religion?


Ich bin ein absoluter Feind jeglichen Extremismus. Egal ob religiös motiviert oder politisch, Extremisten haben alle einen an der Waffel.

Wie ich jetzt darauf komme?

Vielleicht erinnert sich jemand daran, dass in Dänemark vor ein paar Monaten die Mohammed-Karikaturen im muslimischen Teil der Welt große Aufregung verursacht haben. Tja, und hier kommen dann die Extremisten ins Spiel.

Im übrigen war das jetzt nur rein zufällig ein Aufschrei der muslimischen Welt – der Aufschrei wär genauso groß gewesen, hätte man als Deutscher Israel karikiert oder als Moslem Jesus.

Es sind grundsätzlich immer die machtgeilen Idioten, die die Religion vorschieben um andere zu verführen, die den Hals am lautesten aufreißen. Und die geballte Schwarmintelligenz, auch Mob genannt, rennt dann mit und verbrennt Fahnen.

Oder schnappt sich ne Axt und versucht, jemanden in seinem eigenen Haus totzuschlagen.

Respekt für den Menschen Westergaard, der als einziger der 12 Karikaturisten den Arsch in der Hose hatte und an die Öffentlichkeit gegangen ist.

Respekt für seine Einstellung, sich nicht den Mund verbieten zu lassen und aktiv für die freie Meinungsäußerung einzutreten.

Denn abseits aller Aufregung um die Karikaturen ist es genau das: Der Versuch, die Meinung einzelner zu kontrollieren.

Bereits jetzt sind zuviele Meinungsäußerungen unter Strafe gestellt. Oder werden zumindest ruinös teuer, wenn man an die Pressekammer Hamburg gerät.

Das Recht, die eigene Meinung frei und ohne Angst vor Repressalien äußern zu dürfen wurde von unseren Vorfahren sehr teuer erkämpft.

Und Tag für Tag findet ein Angriff auf dieses Grundrecht statt, entweder von geldgeilen „Medienopfern“ oder aber von religiösen Extremisten, die mir vorschreiben wollen, wie ich im Diesseits zu leben habe, damit ich im Jenseits glücklich bin.

Bullshit. Ich lebe hier und jetzt. Und zwar so, dass ich mit meiner Umwelt in Frieden lebe. Nicht mehr und nicht weniger.

Das wollen religiöse Fanatiker aber nicht. Sie wollen Macht. Sie wollen die Gedankenhoheit über alle ihre „Schäfchen“.

Es obliegt an uns, sie zu bremsen. Und wir müssen da möglicherweise einen Blutzoll für zahlen, denn auch wenn die Hassprediger aller Religionen selbst keinen Finger krumm machen, sie hetzen doch ihre Jünger auf, so dass diese alles in Kauf nehmen, um ihrem Guru zu folgen.

Baaaaaah, wie ich dieses widerliche Volk verabscheue. Wein saufen und Wasser predigen.

EKELHAFT. Und die Dummbatzen, die ihnen folgen, sind ja nicht viel besser.

Ähem?


Wie stellt sich Lieschen Müller eigentlich ne Pandemie vor?

In etwa so wie ich: Ganz ganz viele Leute sterbenskrank, die Krankenhäuser überfüllt, die Ärzte und das Pflegepersonal am Rande der Leistungsfähigkeit, Zusammenbruch der öffentlichen Infrastrukturen, da keiner mehr arbeitsfähig ist und das aufrecht erhalten kann.

So mal als „Worst-Case-Szenario“.

Und jetzt die Definition der WHO

Laboranalysen hätten gezeigt, dass der Schweinegrippenvirus sich von anderen Influenzaviren unterscheide. Berichte vor allem aus Mexiko hätten darauf hingewiesen, dass der Virus zu einer schweren Erkrankung und auch zum Tod führen kann. Ärzte hätten dann erkannt, dass die Influenza zu einer schweren Form der Lungenentzündung führen kann, die bei der saisonalen Grippe nicht auftritt. Und die Verbreitung sei auch außergewöhnlich schnell geschehen. Ende April sei die Schweinegrippe in 9 Ländern nachgewiesen worden, 6 Wochen später bereits in 74 Ländern und in mehr als zwei WHO-Regionen, weswegen man die Pandemie dann schließlich ausgerufen habe. Am 1. Juli hatte sich die Grippe in 120 Ländern verbreitet.

Jahaaa…meine Damen und Herren. Eine Pandemie ist eine Krankheit, deren Auswirkungen vielleicht nicht so schlimm ist, aber die auf jeden Fall ganz ganz viele Leute haben.

Wirtschaftliche Interessen? Nöööööööööö… unsere Berater haben alle nen Fragebogen ausgefüllt. Die sind alle neutral…

Ich frag mich allen ernstes, ob die tatsächlich so dämlich sind oder ob die glauben, das wir so dämlich….?

Ich glaub, mir ist übel…


Ich mag meine Kollegen ja. Meistens.

Scheint aber nicht unbedingt auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Neben einigen sehr unerfreulichen Sächelchen haben wir genau ein Problem hier:

Mir verschwinden Unterlagen. Aktuell jetzt Bestellscheine, die ich letzte Woche fertiggemacht habe.

Verfahren ist einfach: Hausmeister wirds ins Fach gelegt, die Durchschriften bekommt eine Kollegin (die 1 Jahr jetzt nicht da war) und dann ist der Fall für mich erledigt.

Freitag bin ich aus allen Wolken gefallen, als ich feststellen musste, dass ein Hausmeister offenbar den Bestellschein nicht bekommen hat.

Der lag im Postfach, dessen bin ich mir sehr sicher. Die Durchschriften sind auch verschwunden. Die hatte ich übrigens der Kollegin übergeben.

Wir halten fest: Originale weg, Durchschrift weg und die Frage, ob ich denn sicher sei, dass ich das überhaupt gemacht hätte.

Mein Chef wusste noch, dass ich ihm das vorgelegt und er unterschrieben hat. Sonst würde ich hier völlig irre.

Erstmal alle wichtigen Unterlagen hier kopieren und abheften… und die Schlüssel verstecken.

Und bevor ich das mach, geh ich ne Runde kotzen… mir ist schlecht.

/edit
hab mal ein bisschen die Welle gemacht und gemeint, dass es nicht sein kann, dass Unterlagen verschwinden, die vom Chef unterschrieben wurden.
Na huppela – wie schnell sowas wieder auftauchen kann ist doch manchmal echt erstaunlich….
NA-TÜR-LICH hab ich nur falsch geguckt…

Technik vs. menschliches Versagen


Tjau. Da hat doch tatsächlich die Technik am Münchner Flughafen funktioniert. Es wurde ja Alarm geschlagen am Airport.

Und da ja alles so sicher ist, haben die ja auch bestimmt den Verdächtigen sofort aufgehalten und durchsucht, damit das böse Zeug, was er möglicherweise bei sich trug, auch sofort erkannt wird.

Wie jetzt? Der konnte unerkannt durch Sperren und alles abhauen? Und keiner hat ihn aufgehalten?

Genau. Sofortiger Einsatz von Nacktscannern. Die halten im Zweifelsfall Verdächtige auch nicht auf, aber immerhin weiß man dann zumindest, ob der Terrorist die Unterhose vermint hat oder ne Wumme dabei hat.

Leute, nochmal: Stockt das Personal auf, bezahlt die anständig und schult die gescheit.

DAS ersetzt keine wie auch immer geartete Technik.

Machtverschiebungen


Bislang galt ja immer das Dogma, dass Staaten die Macht in den Händen halten. Sie regeln die Dinge im eigenen Land und geben das Geld (was sie möglicherweise nicht haben) nach ihrem Gutdünken aus. Vertreten werden die abstrakten Staatengebilde bekanntlich durch die jeweiligen Regierungen, die die höchste Macht im Staat darstellen.

Wirklich?

Wie kann es dann sein, dass eine Ratingagentur (wir erinnern uns, Ratingagenturen haben zu Zeiten der Immobilienblase den Hasardeuren gezielt zugearbeitet), die ja über keinerlei hoheitsrechtliche Befugnisse verfügt, in der Lage ist, mal eben durch einfaches Abwerten der Kreditwürdikgkeit eines Landes anhand zumindest für mich undurchsichtigen Kriterien, eben dieses Land über den Rand des Ruins hinauszuwerfen?

Aktuell geschieht das mit Griechenland und Portugal. Warum nicht mit Spanien und Italien, die ähnliche Defizite und Tricksereien bringen?

Wie kann es sein, dass eine simple, gewinnorientierte Firma in der Lage ist, mit einem Federstrich Millionen von Menschen ins Elend zu stürzen?

Wenn man noch nicht der Meinung war, das wir hier eine Schieflage haben – spätestens das dürfte der Beweis sein. Zumal die Ratingagenturen aus dem Desaster um die Banken völlig ungeschoren herauskamen.

Was wetten wir? Wenn das so weitergeht, gebe ich unseren Währungen noch 2, vielleicht 3 Jahre. Und dann ist Schluß mit lustig. Der Euro wird dann noch dazu da sein, um vielleicht irgendwann an einer Wand eingerahmt zu hängen – zusammen mit dem Inflationsgeld der frühen 30 Jahre hier in Deutschland nach dem Börsencrash von 1929.

Oder, wenn die so weitermachen, mit dem dann nicht mehr existierenden Dollar.

Ich HASSE Montage


Ich komm mir grad vor wie auf einer Slapstickveranstaltung…

Telefon klingelt, ich dreh mich rum und *RRRRRRRRRRUMMMMMS* knallt mein Knie vor die Schreibtischkante. Und zwar mit gefühlten 200 km/h. Nachdem ich mit Sterne zählen fertig war und wieder gucken konnte (Indianer der ich bin hab ich NICHT geschrien), wollte ich weiterarbeiten.

Aktenordner rutscht mir aus der Hand, ich bück mich, heb das Ding auf und *KNAAAAAAAAAAACKS* fährt mir ein sehr fieser, böser starker Schmerz vom Kreuz bis zu den Zehenspitzen…

Aktenordner fallengelassen, erstmal Entspannungsübung gemacht. Eingepennt. Klar, wie auch anders.

Tür geht auf, Chef kommt rein.

„Samma, wie sieht das denn hier aus? Und wieso pennst du auf dem Boden??“

„Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären. Die würdest du auch nicht glauben…“

Mir tut grad alles weh…aber so richtig 😦