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Zickige Mütter


*patpatpatpat*

Mein Cousinchen heiratet am Wochenende. ICH weiß erst morgen, ob ich überhaupt mitkann oder ob ich arbeiten muss.

*seufz*
Mein Schwesterchen weiß noch nicht, ob sie mitkann, weil: Siehe unten. Die kaut noch an den fiesen Sachen der letzten Zeit.

Und jetzt meine Mutter. Die hat nur gesehen: Ich evtl. nich mit. Schwesterchen evtl. nich mit.
Mhm… wie komm ich aus der Nummer raus, ich will jetzt auch nich mehr.

Und Tante gibt die Steilvorlage: Sie hat geäußert, dass sie neben ihrer (zugegebenermaßen hat sie da recht) bekloppten Schwägerin, die wo is die Frau von meinem Onkel, sitzen will. Die Frau hat wirklich einen Schatten und ist… naja. Doof. Ich mag sie auch nicht. Leute, die die Nase höher tragen als die Augenbrauen und aus dieser Haltung auf mich runtergucken, sind nicht meine Kragenweite. Und das merken die auch 🙂

Naaaaaaaaaaaja. naja naja.
Auf jeden Fall hat sich Tante (!) nicht Cousine überlegt: Mhm, ok, dann setzen wir sie doch an den Nachbarstisch. Am Verwandtentisch is eh so wenig Platz.
Was dann auch umgesetzt wurde, weil Tantchen das Cousinchen entsprechend verkauft hat. Und Tante hat dann Mutti in Kenntnis gesetzt.

Zur Ehrenrettung: Die hat sich da echt nichts bei gedacht. Die hat ne gute Lösung zur Konfliktentschärfung gesucht, sich überlegt, was jetzt gut sein könnte und voilá – Mutti sitzt am Nachbarstisch.

Und was macht Mutti?
NORMALE Leute gehen hin und sagen: Du gibts nich ne Möglichkeit, dass ich neben Person X sitzen kann? Wär prima, ich freu mich schon so auf die.

Und dann hätt Tantchen gesagt: OK, wir gucken mal und ich besprech das mit Cousine. Oder besser: QUATSCH MIT COUSINE SELBST. Wir müssen grad 200 Leute unterbringen und die Tischordnung ist nich grad einfach.

Isse auch nicht. Vor allem nicht, wenn du so zickige Weiber dazwischen hast.

Was also macht Mutti?

„Oh, ja, ist ja prima“ gibt sich begeistert, beendet das Gespräch und legt sich ins Bett und heult stundenlang, weil sie jetzt nicht am geehrten Verwandtentisch sitzt sondern bei den dusseligen Nachbarn.
Und hinfahren will sie jetzt auch nicht mehr. So. Hatse nu davon.

Himmelherrgottnochmal. Als sie sich bei mir beschwert mein ich nur: „Red mit ihr“

Antwort: „Ne, das klingt wie Betteln. Das mach ich nicht.“

Ne, lieber die gute Beziehung wegen so einer Scheiße abbrechen. Sehr schicke Sache das. *kotz*

So. Telefon. Mutti auf die Schienen setzen. Schwesterchen hat gestern schon vorgearbeitet nu kriegt sie von mir den Rest.

EEEEEEEELTERN….

hyperaktive Väter


*ächz* meine Knochen, mein rücken… und ich dacht, mein Vater wär alt. *seufz*

_eigentlich_ wollte er mir nur die Bohrmaschine dalassen, damit ich endlich mal meinen Duschvorhang/Duschstange ordentlich anbringen kann und so. Immer baden ist auf die Dauer teuer 😉

Und beim einem Besenschrank wollt er aufbauen helfen, weil der schon so alt ist, dass man den zusammenbeten musste *g*

Naja, erst hat er Schrank aufgebaut, dann die Duschstange drangemacht und die Halterung für den Duschvorhang drangebohrt.

Dann hat er noch im Wohnzimmer gewühlt und alles umgestellt. OK, sieht jetzt besser aus, aber war dann doch was Aufwand *g*

Und ich bin jetzt geschafft… *seufz*

Ich werd alt.

Hilfeaufruf


Sodale.

ich war mal neugierig und hab mal Quellen dazu gesucht, was uns Zensursula so in den letzten 4 Jahren zum Kinderschutz gemacht hat.

Es wurde viel behauptet, dass sie die Gelder für die Opferhilfe runtergefahren hat – nur die Quellensuche für die Behauptungen gestaltet sich mühselig.

Wenn jemand da aushelfen könnte, wäre das sehr fein 🙂

Eltern und Kinder


*seufz*
Gerade eben… ich weiß nicht wirklich, ob ich weinen oder lachen soll…

Mutti will Kind erziehen. Thema der Lektion „Tür für ältere offenhalten“. Kind ist ca. 4 Jahre alt.

Nun muss man wissen, dass unsere Türöffner eher Türschließer sind. Die wollen die Tür zuhalten und sind _sehr_ stramm eingestellt. Man braucht richtig Kraft, um die Türen aufzukriegen. Meiner Meinung nach sind die ja zu stramm, aber…noja.

Kind angelt also auf Zehenspitzen nach der Türklinke der geöffneten Tür. Muttchen läßt los. Und dann die unaufhaltbare Slapstick-Situation:

Tür geht zu, Kind kann das nicht halten und fliegt hinter der Tür her, selbige knallt Muttchen schmerzhaft die Klinke der Innentür in die Nieren. Ich seh (und höre vor allem) im vorbeihuschen Mutti noch aufjaulend ins Kreuz packen.

Ich bin jetzt hier und lass mir das Bild beim Schreiben nochmal durch den Kopf gehen.

Und jetzt weiß ich auch, ob ich weinen oder lachen soll…

PRUUUUUUUUUUUUUUUUSTMUAHAHAHAHHA… NUR klasse. *g*

„Killerspiele“


Ich könnt ja wieder kotzen.

Da ist ein 16jähriges Mädchen durchgeknallt, verletzt eine Mitschülerin mit einer Messerattacke und schreibt einen Abschiedsbrief, in dem sie erklärt, dass sie so voller Hass ist, dass sie alles umbringen möchte. Einschließlich sich selbst.

Und was macht RP-Online? Erwähnt mit einem Nebensatz, dass sie „stundenlang Ego-Shooter“ gespielt hat und suggeriert damit, dass das Mädchen durchgeknallt ist, weil sie gezockt hat und nicht, weil sie am Leben und mangelnder Perspektivlosigkeit verzweifelt ist.

Ganz großes Kino liebe Leute. Ganz großes Kino.

Reingegriffen


Manche Leute haben das Talent, irgendwie immer nur in die Scheiße zu greifen. Bis zur Schulter.

Schwesterchen ist eine davon.

Sie hatte einen neuen Freund. Ich hab aus verschiedenen Gründen gesagt, das der nix für sie ist, aber – sie wars zufrieden und dann hab ich die Schnauze zu halten, egal wie sehr es mich in den Fingern juckt.

Gestern hab ich dann (weil sie ncoh kein Telefon hatte und die Auskunft für sie vom Handy aus zu teuer ist) noch via Internet nen Pizzaservice rausgesucht und da klangen beide noch ganz gut.

Heute morgen hat sie die Badezimmertür aufgebrochen und den Freund tot vorgefunden.

Der Verdacht, den sie zunächst hatte – Suizid – hat sich nicht erhärtet, nach der Auskunft der Polizei die bei sowas immer da ist, derzeit sieht alles nach einem Herzinfarkt aus.

Aber es gibt Situationen, die braucht mal echt kein Mensch 😦

Was vom Leben übrigbleibt


Da kennt man jemanden, der sitzt ein Büro weiter. Ist vielleicht 10 Jahre älter als man selbst.

Tag für Tag. Irgendwas war seltsam. Man redete nicht drüber. Aber so ganz koscher war das nicht.

Jetzt sitzt dieser Jemand nicht mehr in seinem Büro. Und es dauert nur Minuten, bis das erste Gerüchte aufkommen. Geflüstert über die Flure: Der hat getrunken. Hinter vorgehaltener Hand, denn über Tote sagt man nichts negatives.

Langsam sickert die Todesursache durch. Leberzirrhose.

Die Frage stellt sich mir, aber eigentlich auch jedem: Warum haben wir geschwiegen?

Insbesondere die, die jetzt sagen: „Ich habs doch immer gewusst.“

Sicher. Jeder ist seines Glückes Schmied. Und wenn man sich die Leber wegsäuft, dann ist das eine Hausnummer – das sind mindestens 10 Jahre starker Alkoholmissbrauch.

Aber wir achten zuwenig auf den anderen. Wir haben alle viel zuviel Angst, aufzufallen, derjenige zu sein, der die Omerta bricht. Ich habe mal meinen Verdacht geäußert, auch bei den richtigen Stellen. Aber offensichtlich nicht mit genügend Nachdruck und mit sehr unangenehmen Konsequenzen.

Hätte er noch leben können, wenn ich durchsetzungsfähiger gewesen wäre? Habe ich irgendwo versagt oder binde ich mir wieder zuviel ans Bein?

Denn da waren auch Vorgesetzte, die es definitiv wussten, dass da jemand zuviel trinkt. Es gibt eine Dienstvereinbarung über den Umgang mit Alkoholkranken. Und gegen die wurde in jeder einzelnen Phase verstoßen.

Ich wünsche den Kollegen, dass sie das nächstemal mehr Fingerspitzengefühl an den Tag legen. Und mir wünsche ich, dass ich das nächstemal den Mund weiter aufmache und auf die Konsequenzen scheiße. Denn noch einmal will ich mich nicht fragen müssen, ob ich die Tragödie hätte verhindern können, wenn ich den Hals aufgerissen hätte.

Schwieriges Thema. Schwierige, sehr unerfreuliche Gerüchtesituation.

In memoriam an eine nette, hilfsbereite Kollegin, die ich nie anders als ängstlich und wenig durchsetzungsfähig erlebt habe.
Die oft um Hilfe gebeten hat – und nie erhalten.

Gegen Inhaltssperren


Dr. Wiefelspütz, der inkompetente, trollende Abgeordnete der SPD Unna (guckt mal bei Abgeordnetenwatch nach ihm, das sagt eigentlich schon alles aus. Und der findet sich dabei noch „kewl“. Schlimm.) hat sich geoutet.

Er hat „islamistische“ und „verfassungsfeindliche“ Webseiten mit ins Spiel gebracht, dabei aber leider vergessen, dass „islamistisch“ und „verfassungsfeindlich“ nicht auch unbedingt bedeutet „kriminell“.

Ja, es ist in Deutschland tatsächich erlaubt, unsere Verfassung abzulehnen, ohne dass das strafbar ist. Man darf halt nur keine Volksverhetzung betreiben. Aber seine Meinung zur Verfassung (oder dem, was unsere Politiker noch davon übriggelassen haben), darf jeder jederzeit äußern, ohne dass dies strafbar ist.

Warum also die Sperren?

Christian Bahls hat das sehr schön zusammengefasst und auch kommentiert.

Leseempfehlung meinerseits. Vor allem, weil jetzt die ganze Widerwärtigkeit, die abstoßende Gesinnung unserer Politiker so richtig schön deutlich gezeigt wird.

Sie haben skrupellos und ohne mit der Wimper zu zucken, Missbrauchsopfer erneut missbraucht, um ihre Interessen und ihr Wahlkampfgetöse durchzusetzen.

Widerliches Pack, mir fehlen wirklich die Worte für diesen Schmutz, der verbreitet wird.

Da werden Opfer erneut zu Opfern und das alleine aus niedrigen Beweggründen.

Die einzige Möglichkeit, die es gibt: Dieses Pack nicht wählen.

Wählt die Piratenpartei, Newropeans oder von mir aus auch die Linken – auch wenn die aus verschiedenen Gründen nicht wirklich wählbar sind. Aber wählt NICHT die CDU, FDP, SPD oder die Grünen.

Die sind alle zu satt, zu verkommen und zu kalt. Es wird Zeit für einen Politik(er)wechsel.

Beamter mit Herz


es wird den Beamten ja immer nachgesagt, dass sie eigentlich nur die Zeit bis zur Pension absitzen und sich ansonsten in puncto Bürgerfreundlichkeit eher nicht auszeichnen.

Nun gibt es allerdings ein kleines Dorf am Rande der Großstadt, wo die Beamten noch mit Herzblut bei der Sache sind.

Der dortige Leiter des Bürgerbüros, dass auch Sachen wie das gemeinsame Bekennen zu künftigem Unglück (aka Ehe) abhandelt, hat sich jetzt etwas ausgedacht, wie er und seine Schäfchen, auch liebevoll Mitarbeiter genannt, diesen Vorgang zu einem unvergesslichem Erlebnis machen können. Nur zu gut erinnerte er sich an seine eigene Eheschließung vor 30 Jahren, die als Omen für die nicht allzu gut verlaufende Ehe hätte dienen sollen. Er hatte sich vorgenommen, dass SEINE Schäfchen nicht so mürrisch und wortkarg sein sollten wie der Standesbeamte, der ihn damals getraut hatte.

Und demzufolge waren auch die Traureden inzwischen (von ihm redigiert) geradezu poetisch, einem Goethe würdig.
Er hielt es für ein bösartiges Gerücht seiner Neider, dass Traugäste während der Traurede eingeschlafen sein sollen.

Es ging also um die Umstrukturierung der Trauerfeiern in ein unvergessliches Event.
Er ist Beamter, also macht man so etwas gründlich.
Er studierte alle Veröffentlichungen zum Thema „Corporate Identity“. Und als er damit fertig war, studierte er die Veröffentlichungen in Google zum Thema „Design für Jedermann“ und stieß dabei auf einige wirklich entzückende Ideen aus dem Bereich „Homepagedesign“.

Er war ja diesen neuen Techniken durchaus aufgeschlossen und hatte sich auch schon selbst eine Seite gebaut, in der er die Umbauarbeiten minutiös bebilderte, als er für seine Mutti ein Zimmer in seinem Haus geschaffen hatte.

Tzt. Frauen. Immer so zickig. Vor allem die eigene. Lief doch alles prächtig zu Hause und endlich war auch wieder Ordnung im Haus.

Als sich seine Studien dem Abschluß näherten, stieß er über eine Suchmaschine noch auf den Begriff „Eventplanung“. Hei, was für eine Freude. Da gab es doch tatsächlich „Eventmanager“ die dann die Planung des „Events“ übernahmen.

Er vertiefte sich begeistert in diese neue Welt und es eröffneten sich ihm zahllose neue Möglichkeiten.
Nun gut, vielleicht doch nicht so zahllos. Sein erster Vorschlag, das Trauzimmer in pink mit roten Herzchen zu gestalten, um eine würdige Umgebung zu schaffen, lief absolut ins Leere, da sich alle schlicht weigerten.

Undankbares Pack.

Als nächstes führte er ein „assoziatives Brainstorming“ durch und mittels neuer „Mindmapping-Fähigkeiten“ die er sich im Selbststudium aneignete, kam ihm die Idee, für Hochzeiten einen Chor mit kleinen Kindern und Ballons in der Hand aufzustellen, die dann für das Brautpaar singen sollte.

Kleine Kinder in rosigen Kleidern und mit roten Herzballons in der Hand.

Die Verwaltungsspitze berief für ihn einen Termin beim sozialpsychiatrischen Dienst ein und wollte ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen und war im übrigen strikt gegen seinen Vorschlag.

Unkreatives Pack.

Daraufhin überarbeitete er seinen Vorschlag noch einmal und bestellte jetzt für jeden seiner Schäfchen aka Mitarbeiter ein hübsches Sakko in „Lachsfarben“ mit einem großen roten Herz auf dem Rücken.
Die Damen bekamen Röcke in „lachsfarben“ und weiße Blusen. Ebenso mit großem rotem Herz.

Es wurde von ihm verpflichtend eingeführt, dass diese Kleidung anzuziehen ist. Einwände einer besonders rothaarigen Hexe von Kollegin, dass diese Kleidung sich mit ihrer Haarfarbe „beißen“ würde, wurden von ihm beiseite gewischt.

Eitles Pack.

Außerdem wurde das „Event“ von ihm nunmehr minutiös für jede Trau(er)feier durchgeplant. Das lachsfarbene Spalier ebenso wie die roten Luftballons und das Konfetti, was zu werfen war. Und wie.

Die Dienstanweisung „Verhalten und Uniformpflicht bei Trauveranstaltungen im Hause“ wurde erstellt und den Mitarbeitern zur Kenntnis gegeben.

Die ersten Trau(er)feiern waren ein voller Erfolg.

Die Traugäste hatten stellenweise Tränen in den Augen. Vor Rührung. Sicher.

Als nächstes Projekt möchte der städtische Eventplaner die Trauerfeiern in der städtischen Trauerhalle neu organisieren.

Die ersten Mitarbeiter versuchen derzeit laut letzter Meldung aus dem Personalamt, auf neue, ruhigere Stellen versetzt zu werden wie z.B. Mülllader bei der Müllabfuhr oder Tiefbauarbeiten.

Einhunderttausend Euro


mehr brauche ich nicht.

Nein, nicht für mich. Für meine Schulen. Mit 100.000 Euro könnte ich die Schul-IT auf anständige Füsse stellen, die Schulen komplett vernetzen und alles unter einem Dach vereinen.

Darin enthalten wären auch neue Server für die Schulen. Und die Dienstleister für die armen Lohnsklaven, die mein fehlendes Wissen ausgleichen sollen.

Einhunderttausend Euro.

Ob ich mal Herrn Steinbrück anmaile, ob in dem Töpfchen, wo er die 1,5 Milliarden für Opel gefunden hat, auch noch die 100.000 für meine Schulen drin sind?

Windows 7


Mhm…
ich testes mal. Mein XP-System kann man eh sehr getrost als „vergurkt“ bezeichnen, da kann ich auch mal sehen, wie das funktioniert.

Ich hoffe, ich find schnell den „Halt-die-Schnauze“-Button. In Vista hab ich den schmerzlich vermisst auch wenn ich inzwischen weiß wo er ist. Gut versteckt 🙂

Das Ende einer Ära


Erinnert sich noch jemand dran?

Auf dem Höhepunkt der Marktmacht von AOL hat die doch recht kleine Internetfirma AOL damals TimeWarner übernommen.

Ich war damals sog. AOL-Scout und trotz aller Querelen hatte ich immer meinen Spaß da. Und das interne Scoutboard und die Flamereien da. Hach, manchmal fehlts mir doch 🙂

AOL hatte übrigens den Hype von Web 2.0 vorweggenommen mit dem Scoutsystem und den Einstiegshilfen für die blutigen Anfänger. Erkennend, dass das Internet weniger zum konsumieren als selbst tätig werden anregt, hat man die AOL-Community ins Leben gerufen. Abgeguckt vom Usenet, aber für Otto-Normal-User. Und jetzt, wo TimeWarner sich von AOL trennt (die Reihenfolge stimmt, TimeWarner hat bei AOLTimeWarner irgendwann die Kontrolle übernommen und der Chef AOL war dann irgendwann der Klotz am Bein), wird es Zeit für einen kleinen Rückblick, nicht ohne Wehmut.

Hachja. 600 DM Telefonrechnung. AOL-Kurierdienst, weil man sonst nicht nur die Einwahlgebühren bis zum nächsten Knoten hatte, sondern auch noch Minutenweise Verbindungskosten.

Das führte dann dazu, dass man mit einem Rutsch sämtliche Postings und Mails mal auf den Rechner zum „Offlinelesen“ gezogen hatte, offline bearbeitet, Modem (!) angeworfen und dann den Krempel reingekleistert.

Und was für schöne Boardschlachten es damals gab. CitySharky aus meiner Zeit, als ich zwar noch bei AOL war, aber halt noch kein Scout. Herrliches rumgeprügel. Und die Drohungen, er würde mich wegen meiner Webseite anzeigen, weil ich da fiese Programme reingecodet hätte. Da waren noch nicht mal Cookies druff. Dafür war sie hübsch bunt, flackerte schön und hatte netten Midi-Sound im Hintergrund. Wie man das damals so gemacht hatte *g*

In meiner AOL-Zeit das o.g. interne Scoutboard. Infos, diverse Sachen. Und der herrliche Anarchismus der Anfangszeit (ok, die GANZ frühen Anfangszeiten hab ich nicht mitbekommen). Keine Kontrolle, die Scouts durften mit AOL alle spielen.

Das sah man den Bereichen aber auch an. *g*
Einige gut gepflegte Seiten wie Picos Elferforum: Prima Sache. Handicap-Bereich, über den ich eingestiegen bin (ich weiß heute nicht mehr, wie ich da drauf gekommen bin, aber einige Freundschaften halten jetzt *rechne* boah, 15 Jahre) und FSCTmona36 und FSCTpirat (möge er in Frieden ruhen). Aber auch das Flirtforum… wenn die mal Hilfe brauchten beim Vertreten, wars für alle, die damit nix am Hut hatten, die Höchststrafe. *g*

Knuddelchat… durfte ich mal vertreten. Pfuah. Das war echt….gewöhnungsbedürftig.

Merlin, zu dem der Kontakt abgerissen ist. Mulle, die irgendwo verschwunden ist, teilweise auch durch meine Schusseligkeit.
Eine Lampe die uns erleuchtet hat – und dem Anarchismus Struktur gegeben hat 😉

Das Duo Infernale. Zwei Anarchisten, die wirklich alles kaputtkriegen, was kaputtzumachen ist. Und das mit Spaß 😉
Würd mich echt mal interessieren, ob die zwei erwachsen geworden sind. Wär schad, wenn ja.

Vampy nebst Ehegemahl. Schwierige Zeiten und in vieler Hinsicht genauso schusslig wie ich, wenns ums Thema „wie läßt man sich am besten ausnutzen“ geht.
Achja, Ricky? Ich bekomme immer noch 500 Euro von dir, du kleine miese Kanalratte.

Hach und mein Entchen nebst ihrem komischen fotografierenden Anhang. *g* Grüssle ihr zwei, ich weiß, ihr lest hier mit. Naja, Ente liests ihm vor. Lesen wird er nicht können *g*

CISCTskunk, die mir mehr als einmal aus der Patsche geholfen hat 😉

Und ganz wichtig: Picoschnäuzelchen. Mein Puschel-Wuschel und knuddeliger Fußballfan.
OK; ich lass das lieber, sonst sprengt mir jemand meinen Privat-PC. Das war jetzt grenzwertig. 🙂

Zwei Leute, die demnächst, wie ich über mehrere Eckchen hörte, heiraten. Hätt ich ja nicht gedacht, das die noch jemanden finden, der sie nimmt 😉
Gratulation euch zweien, ne dreien. Das mein ich übrigens wirklich ernst.

Und dann Roseannas Papa Njal Merlot und Drusla. Zwei wirklich liebe Leute mit denen ich jetzt in Mittelerde rumtobe. Community 3.0, wenn man so will.
Es sind so viele – sollte ich alle hier benennen, das würde so tierisch lang werden. Und es soll ja kein Lebensabspann sein, bin doch erst 40.

Und noch soviele, je länger ich drüber nachdenke, umso mehr werden es. Nicht wenige davon lesen und kommentieren hier auch mit.

Was war noch in AOL?

Achja, wie konnte ich das vergessen: Das Flameboard (ich glaubs nicht, das gibt’s noch….) das ausschließlich zum Zwecke gegenseitiger Beleidigungen erbaut wurde. Und auch _weidlich_ genutzt wurde.

Die Zeiten sind vorbei. Ziemlich endgültig. In vieler Hinsicht ist das schade, denn die AOL-Zeiten waren auch ein wenig das Paradies, aus das man dann vertrieben wurde. In Zeiten von Vorratsdatenspeicherung, Zensurbestrebungen, Kontrolle hier und allerorten, Erweiterung von Straftatbeständen und Abmahnunwesen und Abofallen hat, wirken im Nachgang Probleme wie „Dialer“ und Telefonrechnungen von 2500 DM heute wie ein müder Witz.

Man hatte „seine“ Community, in der man sich kannte. Fast nie ausschließlich virtuell, es fanden immer auch regelmäßige Treffen statt und Freundschaften bildeten sich aus, die teilweise noch bis heute halten.

Man hat über AOL gelacht, die User lächerlich gemacht (im Usenet brauchte man mit einer AOL-Emailadresse gar nicht auftauchen, man war sofort ein Vollpfosten) und AOL-Werbe-CDs zu künstlerisch wertvollen Mobiles verwurstet.

Aber WIR waren dabei. Jawolle. *g*

Jetzt kommts dicke


Wenn ich mir angucke, was alles jetzt rauskommt, nur weil die Ursula das angeschubst hat, kann man ihr ja fast dankbar sein. Sie hat hier mal auf breiter Front alle wachgemacht, ok, sie ist vielleicht nicht dankbar, aber man kann nicht alles haben 🙂

So ist z.B. in den heutigen News drin:

– In Australien musste man zugeben, dass weniger als 32% der gesperrten Seiten tatsächlich Kinderpornografie enthalten. (Für Feiglinge: Der Link führt zum bösen Wikileaks)

Anhörung vor dem Bundestag ergibt einen Strauß verfassungsrechtlicher Probleme.

Achwas?
Sehr schön hier auch:

Jürgen Maurer, Direktor beim Bundeskriminalamt (BKA), räumte ein, dass die laut den politischen Plänen seiner Behörde zugewiesene Aufgabe der Erstellung der Filterliste nicht in einem „trivialen Prozess“ zu meistern sei.

– wie war das noch, Frau von der Leyen? „Die Server sitzen in Ländern wo man nicht rankommt?“ Wirklich? Hm, was sagen sie denn dazu?

DAS ist die mediale Hinrichtung. Damit sind _sämtliche_ Argumente für die Sperre jetzt endgültig auch für den Dümmsten verpufft.

Schön auch, dass die Medien darüber berichten. Allen voran der konservative Focus.

Focus, SZ, taz (mit herrlicher Überschrift) und viele andere Medien. Es nimmt aber kaum Wunder, dass die Bildzeitung sich gepflegt bedeckt hält. Kein einziges Wort über die Anhörung heute. Nicht eins.

– In Finnland werden auch Seiten gesperrt, die sich kritisch mit den Internetsperren auseinandersetzen.

Ja, man kann Frau von der Leyen wirklich dankbar sein, ihre Initiative war ein echter Anschub für die Demokratie.

und hinweisen möchte ich nochmal auf MOGIS. Los, Fördermitglied werden. Ist nicht teuer 🙂

via fefe und lawblog

Jugendschutz im Internet


Abseits von allen Streitereien rund um Zensur darf man eins nicht vergessen: Grundsätzlich hat die Dame von der Leyen ja recht: Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden.

Bis zu einem gewissen Alter (und ich persönlich halte das nicht nach dem Gießkannenprinzip feststellbar) sind Kinder und Jugendliche nicht in der Lage, festzustellen, welche Risiken sie eingehen dürfen und welche besser nicht. Sie wissen auch häufig nicht, wo sie Klicken und wo besser nicht. Und dazu kommt natürlich noch ein gutes Pfund Neugierde, wenn da steht „mach misch naggisch“ oder so.

Damit sind ja noch viele Erwachsene überfordert, umso mehr Kinder und Jugendliche, denen die Erfahrung einfach noch fehlt und die Konsequenzen noch nicht überblicken können.

Da, wie gesagt, Erwachsene, also die Erziehungsberechtigten, damit durchaus überfordert sein können, bietet es sich also an, einen kleinen Content-Filter zu installieren, der die jugendgefährdenden Inhalte aus dem Netz rauspflückt.

Was also sollte so ein Filter leisten können?

Er sollte:

– zuverlässig nicht geeignete Inhalte rausfiltern (im idealfall sperrt er bei ungeeigneter Werbung

– was nicht geeignete Inhalte sind, muss per Eckpunkte individuell von Eltern einstellbar sein

– er darf nicht zensieren, also die Meinung Andersdenkender unterdrücken, indem er sie filtert und somit suggeriert, dass die Seiten verboten sind

– er muss leicht bedienbar sein und sollte auch von unerfahrenen Personen (aka Eltern) problemlos und sicher einstellbar sein

– irrtümlich gefilterte Seiten müssen sehr schnell aus dem Filter manuell z.b. via Whitelist, aus dem System rausgenommen werden können.

Besonders der letzte Punkt ist sehr wichtig – was nutzt ein Filtersystem, dass so unübersichtlich ist, dass man studiert haben muss, um ihn entsprechen einstellen zu können.

Es gibt ganz gute Produkte hier. Persönlich setze ich in meinen Schulen das System Schulfilterplus ein, da dieser Filter zusätzlich zum reinen Filtern auch noch eine pädagogische Oberfläche bietet und der Hersteller sehr engagiert an alles herangeht und kostenlose Fortbildungen anbietet. Sehr klasse. Und der Support ist durchgängig nett und kompetent.

Und dann gibts noch schlechte Programme, die unter „Epic Fail“ laufen.

JusProg ist das, wo ich auch von meinen Lehrern drauf gestoßen werde, die den so toll finden.

JusProg filtert Seiten wie Telepolis.de, aber nicht www.heise.de/tp. Das ist ein Unding in zweierlei Hinsicht: Telepolis ist NICHT jugendgefährdend, im Gegenteil, es trägt zur politischen Meinungsbildung bei, und außerdem: Was nutzt ein Filter, der die Seite unter der einen Domain filtert, nicht jedoch nicht die Subdomains? Das ist ein krasser handwerklicher Fehler.

Fefes Blog ist als jugendgefährdend auf dem Filter drauf. Und andere bekannte Blogs. Eins haben alle gefilterten Inhalte gemeinsam: Sie sind gegen die von Frau von der Leyen propagierte Netzzensur. Den Filter zu installieren bedeutet, die Verhältnisse in spätestens 2 Jahren, wenn das BKA als Behörde durch die Webseiten Amok gelaufen ist, vorwegzunehmen.

Lustig in dem Zusammenhang: SPD, CDU und FDP sind erreichbar, GRÜNE und Piratenpartei nicht.

Was ist dann noch erreichbar?
www.bild.de
nicht aber:
www.bildblog.de weil das jugendgefährdend ist. Ja neee is klar.

Alleine diese Kombination ist schon entlarvend. Mit diesem Filter soll ganz sicher kein Jugendschutz betrieben werden.
Und wenn ich dann lese, dass die Beauftragten die Seiten nach bestem Wissen und Gewissen eingestuft haben, frage ich mich: Was ist, wenn die Ahnungslosen kein Gewissen haben?

Niedrige Gesinnung


Wenn eine Beziehung scheitert, ist das für die Beteiligten nie schön.

Man kann sich das ganze jetzt leicht machen und sagen: „OK, wir kriegen das hin, das deins das meins, das geht schon.“

Oder man stellt sich hin, spielt den dreijährigen Trotzkopf und hockt sich auf den Stuhl, verschränkt die Arme vor der Brust, macht Schmollmund und scheißt auf Anstand und Moral, hauptsache, man kann sich richtig als Wildsau benehmen.

Denn dass man verlassen wird, das ist natürlich ein Unding. Das darf man demjenigen nicht antun, sonst zeigt er einem was eine Harke ist.

So geschehen gerade bei meiner Schwester. Das Benehmen von ihrem Exfreund als kindisch zu bezeichnen, als sie umgezogen ist, triffts nicht ganz. Kinder sind deutlich vernünftiger.

Da ist ein Umzugshelfer hingegangen (der macht den Job seit 15 Jahren) und hat ne Kiste auf seinen hochheiligen Schreibtisch gestellt. Und was macht das Kerlchen? Brüllt den an, dass er seinen Schreibtisch kaputt macht. Vollholz. Mit einem Pappkarton.

Und anbrüllen geht mal gar nicht.

Der stellt sich quer, wo er nur kann. Benimmt sich wie das allerletzte Arschloch, hauptsache, er kann ihr zeigen, wo der Hammer hängt.

Nur um das geht es: Um Machtausübung. Sie hat sich seiner Machtausübung entzogen und nun wird der Kleine zickig.
Machtgeilheit muss schon doof sein, wenn man nicht genug Charakter hat um dann auch mal tatsächlich so etwas auszuüben.

Im übrigen ist das behandelbar. Solltest du dringend mal was dran tun.

Aktuell sehr niedliches Beispiel:

ER will jetzt die komplette hälftige Miete haben. Inklusive Nebenkosten. Und weiß genau, dass sie das mit ihrem kleinen Einkommen nicht zahlen kann. Ist ihm aber egal, er will sie fertigmachen. Für ihn ist das finanziell deutlich ein kleineres Problem. Wenn er ausgezogen ist, kann man sich ja nochmal drüber unterhalten, was man macht, falls die Kündigungsfrist abgelaufen ist. Aber dazu müsste man ja mal Redebereit sein.

Ich kann nur die Vergleiche zu meiner Scheidung damals ziehen. Wir hatten uns getrennt, er hat die Miete für seine neue Wohnung zu tragen gehabt, ich hab die Miete für die gemeinsame Wohnung getragen und mir ne neue gesucht. Es stand nicht mal kurzfristig zur Debatte, ihn an der Miete zu beteiligen – er wohnte da nicht mehr drin, es war meine Wohnung und insofern hatte ich auch die Mietkosten zu tragen.

Fiel mir schwer genug, aber es ging. Und ich kann heute in den Spiegel gucken.

Es geht mir zwar finanziell nicht gut, ich zahle immer noch an der Geschichte und werds auch noch ne Weile tun, aber:

Ich kann in den Spiegel gucken, ich hab mich selbst nicht um des billigen Vorteils der „Rache“ verraten. Ich bin mir selbst treu geblieben und habe Anstand und Moral nicht auf den Haufen geworfen.

Tja, aber wenn man ein zu kleines Gemächt bei einem übersteigerten Geltungsbedürfnis hat und zudem über eine labile Persönlichkeit verfügt, die die Trennung nicht als das nimmt, was es war: den Wandel von Gefühlen, sondern als einen vorsätzlichen Betrug bereits seit Beginn der Beziehung, tja…

solchen Leuten kann nur eine langandauernde Therapie helfen. Von Rückgrat, Anstand, Moral und Aufrichtigkeit mag ich bei einer derartig widerwärtigen Vorstellung, die ich gerade als Zuschauer miterlebe, gar nicht reden.

Bis zu einem gewissen Grad hatte ich Verständnis für ihn, es war sicherlich nicht einfach und er musste sich wirklich wie in einer Achterbahn vorgekommen sein. Aber das was er jetzt abzieht, ist Rachsucht und Vergeltung auf niedrigstem Niveau.

Und dafür wirds von meiner Seite zu keiner Sekunde irgendein Verständnis oder Nachsicht geben.