Archiv der Kategorie: Allgemein
Aus den Kommentaren
„sag mal, musst du zu jedem Scheiß deinen Senf dazugeben? Musst du zu jedem Thema deine unqualifizierte Meinung rausblasen? DU NERVST.“
Westboro Baptist Church gegen Anonymous
Also ich würde jetzt nicht vorschnell auf die Westboro Church setzen.
Die sind ziemlich klein und wenn Anonymous denen jetzt die Hölle heiß macht, sind die geliefert. Die Twitter-Accounts scheinen ja nicht so sonderlich sicher zu sein. *g*
Überhaupt ist die Westboro Baptist „Church“ eher ein Fundraising-System. Und ein infames noch dazu. Man stört gezielt Beerdiungen im Namen der Meinungsfreiheit, gerne von amerikanischen Kriegstoten, von verstorbenen oder andere Beerdigungen, die sehr empfindlich sind. Es gab Pläne, dass die anlässlich der Beerdigung der Kinder des Massakers an der Sandy-Hook-Grundschule in Newton ebenfalls ihre Hasstiraden losbrüllen wollten, also diese Beerdigung stören. Sie gehen grundsätzlich nur auf Beerdigungen, wo die Leute eh schon emotional sehr aufgeladen sind. Die Beerdigung der 90jährigen Großmutter gehört zum Beispiel nicht dazu.
Und wenn die Herrschaften dann ordnungsgemäß aufs Maul bekommen, verklagen sie die Schläger auf Schadensersatz. Davon leben die.
Meinungsfreiheit als Geschäftsmodell.
Wie kommt Anonymous hier ins Spiel?
Noja. Die WBC bzw. deren Mitglieder sind nu mal nicht die schlauesten. Die haben eine gewisse Bauernschläue, aber intelligent geht anders. Die sind bislang mit Hass und Wut überall durchgekommen und glauben jetzt, dass geht immer so weiter.
Der tragische Suizid des Hackers Aaron Swartz und dessen Beerdigung hat, dem Geschäftsmodell strikt folgend, dass man aufsehenerregende Beerdigungen nutzt, um seine „Botschaft“ zu „predigen“ (eher sein Hassgebrüll rauszulassen), wollte von der WBC genutzt werden, um mal wieder ein wenig auf die Pauke zu hauen.
Anonymous will jetzt die Beerdigung des Aktivisten schützen. Und ich sag mal: Das schaffen die auch.
Kleinere flankierende Aktionen wie das defacen der WBC-Webseite oder das Hacken der Twitter-Accounts sind schon erfolgt 🙂
„The gloves are off“ WBC? Yay, das könnte lustig werden.
Ich setz da mal auf Anonymous. Wenn die aufdrehen, kann die WBC nur noch offline gehen.
Nicht, dass ich denen jetzt eine Träne nachweinen würde.
Pornos haben mein Sexleben zerstört
Manchmal fragt man sich ja…
Dieses Geständnis eines jungen Mannes, der Pornographie konsumiert hat und jetzt meint, das hätte sein Sexleben zerstört.
Wenn ich mir das ganze so angucke, liegen seine Probleme NICHT im Pornokonsum….
Kinder vor Gericht
Auch den Fall mitbekommen, wo in den USA gerade ein Kind verurteilt wurde?
Der Fall ist aber noch um einiges schlimmer als hier in den Medien dargestellt wurde. Sprechen die alle keine Englisch? Die Übersetzungen sind teils grauenhaft.
Lance Armstrong
Da hat der Gute nun bei Oprah Winfrey ein Interview gegeben, in dem er offenbar erstmalig ein Doping-Geständnis abgelegt hat. Yay, Einsicht bei Lance Armstrong?
Mitnichten.
Zurückhaltende Berichterstattung
Nach Amokläufen soll im allgemeinen zurückhaltend berichtet werden, zum Einen, um die überlebenden Opfer zu schützen, denn die haben wirklich genug auf dem Teller, die brauchen nicht wirklich noch skrupellose Journaille am Tisch sitzend, um auch die letzte tränenselige Story rauszumelken. Und zum Anderen, um Nachahmungstätern das Geschäft zu vermiesen.
Tja, das sind die Richtlinien, die dieser zahnlose Tiger, auch Presserat genannt, mal rausgegeben hat.
Und so sieht die Realität aus.
ICH kenne nur Leute, die von diesem Dreck abgestoßen sind. Und für mich ist mit ein Grund, warum Print stirbt (und Online-Paywalls nicht funktionieren) schlichtweg der, dass so ein mieses Geschreibsel von „ausgebildeten Qualitätsjournalisten“ die Leute einfach anwidert.
Die Gründe für gerade diesen Amoklauf sind, soweit mir bekannt ist, immer noch nicht vollständig klar. Aber eins IST offenbar klar: Der Täter hatte kein Asperger-Syndrom. Und selbst wenn – der ballert doch nicht Menschen um, weil er Asperger hat. Die Gründe liegen *immer* ganz woanders.
Das ist ungefähr die gleiche Argumentation wie die US-Waffenlobby sie jetzt raushaut: „Mehr Waffen rein in die Leute, denn: Nicht Waffen töten, sondern die Menschen, die Waffen halten“. Way to go, Cpt. Obvious. Und warum verbietet man nicht alle Waffen, sondern will noch mehr Waffen in die Leute pumpen? Weil „nur ein guter Mann mit einer Waffe einen bösen Mann mit einer Waffe töten kann“ – soviel zum Thema Gedanken können keine Waffen sein. Das ist so dermaßen bescheuert, dass man sich fragt, wie der noch unfallfrei die Schuhe zugebunden bekommt.
Aber auch wenn die Medien, und hier besonders die minderbemittelten Mietschreiberlinge des Boulevards, immer wieder leichte Erklärungen für komplizierte Sachverhalte suchen: So einfach ist es nicht. Und an Prävention geht nun mal kein Weg dran vorbei, wenn man Amokläufe verhindern will. Wir können unsere Kinder nicht bei der Geburt in Stahlkugeln einschließen und dann hoffen, dass nach 18 Jahren aufrechte, angstfreie Menschen aus den Kugeln hopsen.
Leben ist Risiko, Leben beinhaltet das Risiko, dass man sterben kann, das Risiko, dass man getötet oder ermordet wird. Und doch geht das Leben weiter für die Überlebenden. Doch man kann es ihnen leicht oder schwer machen.
Unsere Presse entscheidet sich regelmäßig in völliger Hysterie für das Letztere.
Antisemitismus
Mal ein paar Gedanken zum Thema. Unsortiert, aber ich beginne, mich inzwischen zunehmend unwohl zu fühlen.
Lolita
Wer glaubt, dass heute Kinder Kinder sein dürfen, hat nicht verstanden, wie sehr das Lolita-Image immer noch in den Köpfen der Menschen präsent ist.
Es gibt eine Menge (vorgeschobener) Gründe, warum Kinder wie kleine, sexy Erwachsene dargestellt werden. Besonderen Beigeschmack bekommt das in Belgien, der Heimat Marc Dutroux.
Ein Grund, Kinder in aufreizenden, erwachsenen Posen in Szene zu setzen, scheint offenbar die Einführung des Rauchverbots zu sein. Und die Medien springen unkritisch drauf an, feiern das als große Kunst. Seh ich nicht so.
Wer Kinder SO ablichtet, hat keinen Respekt. Wer das feiert, nix verstanden.
England und Europa
Arte hat einen sehr guten Beitrag zum Thema gebracht.
Wie wird Europa ohne England aussehen? Schaut rein, bevor der Artikel „depubliziert“ wird.
Klaus Kinski
Ich hab etwas länger warten müssen, bis ich einen Artikel gefunden habe, der zeigt, worum es mir gerade bei Klaus Kinski geht. Spiegel hat ihn mir dann geliefert.
Liebe Nachbarn
ernsthaft? Um vier Uhr morgens? So laut, das ich davon wach werde?
Übrigens, das Wort was ihr gesucht habt war “müde“.
Eigentlich ist das ja schon etwas amüsant, wenn man hört:
“Oh, du machst mich so…. scheiße, ich hab das Wort vergessen“
Wäre es nur nicht so früh……
Posted from WordPress for Android
Plakativ
Was Missbrauch anrichtet können viele nicht begreifen. Die Haltung „das ist so viele Jahre her, komm endlich drüber weg“ ist weit verbreitet. Doch den Betroffenen wurde nicht nur einfach wehgetan.
Stellt euch euer Ich vor wie ein Haus. Ein Haus hat ein solides Fundament, Steinmauern und Fenster und Türen. Durch die Türen lassen wir die in unser Haus hinein, denen wir vertrauen können. Durch die Fenster gucken wir hinaus. In diesem Haus gibt es Zimmer, zu denen uns der Zugang verschlossen ist und andere, in die wir nie jemanden hineinlassen, zu groß ist das Risiko, dass man verletzt wird.
Missbrauch zerstört nicht nur das Haus, deckt das Dach ab oder wirft Scheiben ein.
Ein Täter zertrümmert gnadenlos die Tür, die euer Haus schützt, er dringt in jeden Raum ein ohne zu fragen und nimmt sich dort, was er will. Und letztendlich zertrümmert er das Fundament, auf dem euer Haus steht. Pulverisiert zu feinem Staub.
Wenn der Täter geht, mag das Haus, windschief, noch eine Weile halten. Doch das Fundament ist zerstört. Und nach und nach fallen alle Zimmer des Hauses in sich zusammen.
Übrig bleibt die nackte Seele, heimatlos und schutzlos.
Der Wiederaufbau dauert lange, das Fundament wird nie wieder so tragfähig sein und das Haus, das doch stark und schützend sein sollte, kann nur noch in Leichtbauweise erfolgen. Betroffene sind ihr Leben lang sehr verletzlich.
DAS ist das, was Täter mit Betroffenen machen. DAS ist es, was ich nicht müde werde zu bekämpfen. Und umso schlimmer ist es, wenn es institutionalisiert geschieht.
Hier ist das sehr gut in Bildern gefasst. In einer sehr anrührenden und intensiven Bildsprache.
Vorsicht: Für Betroffene kann die Bildsprache ZU intensiv sein.
Erzbistum München
In vorderster Front und genau in der aktuellen Schußlinie steht vorrangig das Erzbistum München und Freising, dass sich für mehr Kontrollbefugnisse ausgesprochen hatte und offenbar sogar ein Mitspracherecht beim KFN-Personal haben wollte.
Wollt ihr mal wissen, warum?
Der zweitletzte Absatz ist es.
Das Forschungsprojekt hätte die Arbeit von Frau Westpfahl nochmal gemacht. Nochmal die Akten gesichtet, nochmal die Fälle aufgearbeitet, nochmal Fallberichte geschrieben. Und die Angst des Erzbistums war offenbar, dass dann der Inhalt des „Roten Buches“ doch noch publik würde.
Soviel zum Thema Aufklärung.
/edit:
Übrigens an der Stelle nix gegen Frau Leutheusser-Schnarrenberger. Die macht gerade in dem Fall alles richtig.
Brutalst mögliche Aufklärer II
Das wird allmählich zum Possenspiel. Alleine in diesem Spiegel-Artikel sind ein paar Äußerungen drin, wo ich mich eines Lachanfalls nicht erwehren konnte. Allerdings war der gemischt mit einiger Bitterkeit.
Fangen wir mit Frau Leutheusser-Schnarrenberger an: