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Doch nicht vorbildlich


Ich bin grad platt wie eine Flunder. Im ernst.

Es kursierten ja Gerüchte, dass die Loveparade nur mit 7,5 Mio Euro abgedeckt war, was bei der erwarteten Größe der Veranstaltung eher ein Witz ist.

Ich bin bislang davon ausgegangen, dass das die übliche mediale Fehlinformation sei und die Leute mal wieder nicht richtig gelesen hätten – und die 7,5 Mio. Euro die Obergrenze PRO PERSON darstellte. Ich hab mal beim Finblog nachgefragt, denn ich bin nicht so der Finanzmensch (sagt meine Bank *hust*).

Pustekuchen. Lies den Rest dieses Beitrags

Vorbildlich


1 Mio Euro Soforthilfe für die Opfer der Loveparade.

Ich hätt jetzt spontan getippt, dass die von der Stadt Duisburg kommen.

Nö.

Rainer Schaller und Axa. Rainer Schaller hat in seine Privatschatulle gegriffen, die Axa übernimmt nach Prüfung die Auszahlung.

So macht man das. So und nicht anders.

Und alle Beteiligten, die sich damit beschäftigen, sich gegenseitig die Verantwortung zuzuschieben, dürfen sich gerne mal eine Runde schämen.

Ich weiß, sie werdens nicht tun.

/Update

Ach verdammt. Quelle vergessen.

Hah


Schwein gehabt.

Ins Krankenhaus muss ich trotzdem – aber nicht schlimm. Nur – was weg ist ist weg 😉

Warum Herr Sauerland Pattex beweist


Leute Leute…wenn sich noch _einer_ gefragt hat, warum der Sauerland in Duisburg so an seinem Stuhl klebt:

Guckt doch mal das Ratsinformationssystem der Stadt Duisburg durch. Und den Geschäftsbericht 2008.

Spannend. Lies den Rest dieses Beitrags

Wow


Kleiner Meilenstein.

Das erstemal vierstellig.

1092 1187 Zugriffe heute. Wow. Danke 🙂

Sauerlands Stellungnahme


Duisburgs OB Sauerland hat eine persönliche Stellungnahme veröffentlicht.

Und ich bin als erstes über diesen Absatz hier gestolpert:

Ich habe der Verwaltung bereits gestern Nachmittag eine Reihe von Fragen vorgelegt, die schnellstmöglich zu beantworten sein werden. Wir werden unsere Erkenntnisse unverzüglich der Staatsanwaltschaft mitteilen und diese darüber hinaus uneingeschränkt in ihrer Arbeit unterstützen. Auch unsere eigene Rolle gilt es dabei zu beleuchten: Wenn sich die Stadt etwas vorzuwerfen hat, dann werden wir Verantwortung übernehme

Wieder die Mär – diesmal verklausuliert – dass er doch von nichts gewusst hatte.

Welche Fragen hat er der Verwaltung denn „vorgelegt“? Er ist Oberbürgermeister, er ist der Behördenleiter. Es kann nicht sein, dass eine derartige Großveranstaltung am Behördenleiter vorbei organisiert wird, ohne dass der von etwas weiß.

WENN dem so ist, dann muss er alleine wegen Unfähigkeit zurücktreten. Denn dann hat er seine Verwaltung nicht im Griff.

Die Erkenntnisse hat er doch schon längst, und er weiß doch ganz genau, was die Stunde geschlagen hat. Aber wie ein guter Politiker hat er nicht den Arsch in der Hose zu sagen, dass er auf der ganzen Linie versagt hat. Er läßt seine Verwaltung im Regen stehen und versucht, sich selbst zu retten.

Es sollte ihm langsam dämmern, dass ihm das nicht gelingen wird. Entweder er geht freiwillig oder er wird gegangen. So oder so ist die Ära Sauerland in Duisburg vorbei.

Und allmählich wünsche ich diesem Weichei auch die Pest mit Cholera an den Hals.

/update:

Scheint, als kenn ich Verwaltungen doch ein bisschen besser:

http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall07/loveparade/100727.jhtml?rubrikenstyle=panorama

Loveparade – Zwischenfazit


Ich krieg ja grad die Krise, wenn ich mich durch die verschiedenen Artikel zur Loveparade klicke. Ich mein – Hallo? Da sind 20 Tote und über 500 Verletzte, und die Verantwortlichen zeigen in jede Richtung und sagen „er wars“?

Mal versuchen, ein Fazit zu ziehen:

Man plant ein Event, das in der Vergangenheit 1,5 Millionen Leute angezogen hat, auf einem Platz, der laut Genehmigung gerade mal 250.000 Leute fasst. Der rundrum eingezäunt ist, die Leute hatten also auch keine Gelegenheit, auszuweichen. Der Platz selbst war verwahrlost, Bauschutt lag überall herum.

Die Zuwegung ist so, dass diese 250.000 Leute durch einen 18 m breiten Tunnel geführt werden, der als Ein- UND Ausgang dient.

Zwei Besucherströme. 10.000 rein, 10.000 raus – rein rechnerisch.

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Blick über den Tellerrand


Hachja. Mal aus dem Nähkästchen plauschen.

Wir haben ja ein feines Buchhaltungsprogramm. Das sollte uns alle Arbeit erleichtern.

Vor der Einführung des Buchungsprogramms wars auch kompliziert: Anordnungsformulare ausfüllen, unterschreiben lassen, abschicken. Manchmal, je nach Gusto, haben wirs auch selbst verbuchen müssen.

Alles viel zu kompliziert.

Nu geht einfacher: Lies den Rest dieses Beitrags

Das einfache Weltbild der Frau H.


Da sterben 20 Leute bei der Loveparade. Sie müssen sterben, weil sie darauf vertraut haben, dass die Verantwortlichen in erster Linie die Sicherheit der Leute im Visier hatten und nicht den Profit.

Wie sehr sie sich geirrt haben.

300 Leute sind verletzt.

Die Mängel bei der Zuwegung sind jedem offensichtlich, der sich das Gelände ansieht – nur der zuständige Sicherheitsexperte Schreckenberg hatte offenbar noch nicht einmal das nötig. Er hat das einfach aufgrund von Karten hochgerechnet.

Dass das mit der Loveparade nicht gutgehen konnte, hätte ein Blinder mit dem Krückstock erkennen müssen: Enger Tunnel, wo berechnet wurde, dass pro Stunde 20.000 Leute durchgeschleust werden können. In EINER Richtung. Der Tunnel war Ein- und Ausgang. Man möge sich bitte ausrechnen, wie lange die Leute gebraucht hätten, bis der Platz gefüllt wäre. 250.000 durften drauf. 20.000 pro Stunde passten durch.

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Inventur


„Verdammt, hier hinterm Aktenschrank ist auch noch einer.“ Mit einem beherzten Griff packte er sein Opfer am Kragen und zog es hinterm Schrank hervor. Die Geräusche glichen dabei der einer ertrinkenden Maus.

Kollege macht einen Strich auf der Liste.

„Wieviel warens hier dann insgesamt?“

„45, neee mit dem 46 in dieser Abteilung.“

„Hier sollten aber doch nur 20 sein?“

„Achnaja, du weißt doch… da war der Schwager der Mutter des dritten Sohnes des Abgeordn…“

*seufzt* „Hast ja recht, komm lass weiter zählen.“

Griechische Inventur. Die Inventur der etwas anderen Art.

Vertrauen


„Du samma, wie heißt denn das Fitnessstudio hier im Dorf am Rande der Großstadt??“

Nochmal, bitte langsam lesen.
Ich wurde gefragt, wie ein Fitnessstudio hier hieß.

ICH.
Ernsthaft.

JETZT glaub ich auch an den Weihnachtsmann. 😀

Neue Germanische Medizin


Na, die Rattenfängerfraktion hat ja nicht lange auf sich warten lassen. In Gestalt einer ehemals guten Bekannten von mir.

Neue Germanische Medizin – unter der Überschrift verspricht Ryke Geerd Hamer jedem Kranken, dass er mit Psychotherapie von Krebs geheilt wird.

Moment mal – Psychotherapie? Gegen Krebs???

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Ich liebe Wortspielchen


erwähnte ich das schon? 🙂

hrhrhrhrhr….

Abartige Lebensweisen


Es gibt Lebensweisen, die sind so widerlich- so abstoßend, dass man da kaum Worte für findet. Ich finde diese Leute ja geradezu kriminell. Trotzdem sehen sie sich selbst als gleichberechtigter Teil dieser Gesellschaft an und als solche habe ich sie zu respektieren.

Diese Menschen scheuen nicht davor zurück, schon kleine Kinder in ihrem Sinne zu indoktrinieren. Sie stellen ihre Lebensweise als die einzig richtige dar – und wollen sogar die Schulbücher jetzt auf diese  Lebensweise „einschwören“.

Sie treten schamlos öffentlich auf und verbreiten ihre Meinung. Sie können nicht im Privaten bleiben und ihre Abnormitäten privat ausleben, sie versuchen tatsächlich, uns ihre Lebensweise aufzudrängen.

Ich meine Menschen wie diese hier.

Seltsamer Humor


Ich kann den Tod ja verstehen, dass er die Guten zuerst holt – aber ich finde, allmählich ist es genug!!!

Undertaker J.A. Fox. Ein Mensch, mit dem es Freude gemacht hat, Mails auszutauschen. Der ein tiefes Verständnis für Menschen hatte und trotz dieses Verständnisses niemals der irrigen Meinung aufgesessen ist, dass sie bemitleidet werden müssen. Jemand, der manchmal sicher auch an seiner Umwelt verzweifelt ist. Ein lebender Anachronismus, mit erfrischenden Ansichten und einem skurrilen Humor, der einfach Spaß machte.

Die Mails von ihm habe ich gerne gelesen. Und ich kann nur hoffen, dass es ihm genauso ging.

Vergangenheitsform, denn Freund Hein hat auch ihn geholt.

Verdammt, ich weiß ja, dass da oben vielleicht langweilig ist. Dass MacKaber da Däumchendrehend auf der Wolke hockt. Aber ihr habts da ne Ewigkeit Zeit. Ehrlich, der hätt sich auch noch ein wenig länger die Däumchen drehen können.

Sein Humor wird mir sehr fehlen. 😦

Und ich hab die Schnauze allmählich voll davon, dauernd Nachrufe schreiben zu müssen. Ehrlich.

Stellts sterben bitte ein, ja?