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Wahlen in NRW
Wie man sich unwählbar macht:
Meine Herren, sind wir mit dem Rüttgers nicht genug gestraft? Muss man uns echt noch verspotten? 😦
Elektriker Endspiel
Ja doch. *g*
Das ganze war so enttäuschend wie unspektakulär. 😉
Der Elektriker kam, sah und stellte aufgrund meiner Fehlerbeschreibung fest, dass das VÖÖÖÖÖÖÖÖÖLLICH unmöchlich wäre. Und ich Ursache und Wirkung nicht richtig zusammenbringe. Bei der flackernden Deckenlampe wär sicherlich nur ein Starter defekt und darum flackert die so. Und wenn man ein Patchkabel steckt, wäre es schlichtweg unmöööööööööööli….äh, moment, warum hört das Deckenlicht auf zu flackern? „Das sollte jetzt nicht passieren!!!“
„AAAAAAAAAAACH NEEEE?“
Gut, Meßgerät reingehalten. „Ist aber in Ordnung.“
USV eingeschaltet. USV *FIEEEEP* Patchkabel rein – USV schnurrt.
„Hm, ist das Gerät vielleicht defekt?“
Mörderischer Blicke meinerseits. „Hersteller HP und fabrikneu. Wie hoch schätzen sie die Chancen darauf ein?“
Elektriker: „*seufz* gleich null, ok passt scho, ich gucke nach.“
Kollege, inzwischen eingetroffen: „Ich bitte darum.“
Festgestellt, dass die Leitung nur 175 Volt hat. Außerdem wohl offensichtlich irgendwo falsch geerdet ist.
Der Rest ist mir einfach zu technisch, die sabbelten was von Ampere und das interessiert mich nicht wirklich – ich brauch ne Stromleitung, die die USV nicht fiepen läßt, alles andere ist mir wumpe. 😉
Wird jetzt fertiggemacht. Und ist auch besser so, sonst mach ich mal fertig. *g*
Bonmot am Rande: Ich wette, der Techniker hat bis heute keine Ahnung, wie mein Gesicht aussieht – hab gestern dass tief ausgeschnittene T-Shirt angehabt. *flöt*
Dudeldie du Dödel du…
Dödeldi du Dödel da…. *g*
Schönes Ding, hat mir die eine oder andere Lachträne ins Äuglein getrieben, nun wissen wir also, was die Bildzeitung für Fehler macht.
Sie erscheint. *g*
Lass uns Tauben vergiften…
*mpf*
Kaum hats einen etwas hochgebracht, hauts einen sofort wieder runter.
Ich sitz auf meinem Mopped, will grad Helm aufsetzen, als
*KLAAAAATSCH*
der Segen von oben kam. Taube. Mitten auf den Kopf.
Hätt ich sie erwischt, sie wär gegrillt worden.
LEBEND.
Anderthalb Meter
…bin ich heute gewachsen. Oder so. 🙂
Was ist passiert?
Netzwerkreparatur stand an. Die Reinigungskraft macht mir die Tür zum PC-Raum auf, weil abgeschlossen und bleibt so wartend stehen. Ich, stutzend („die will doch jetzt nicht die nächsten 6 – 8 Stunden Wache schieben?) meinte:
„So, dann reparier ich mal. Ich bin vonne Stadt und so.“
Völlig baff: „Ich hab sie für ne Schülerin gehalten, sie sehen noch so jung aus“
So. KEIN TON WILL ICH HÖREN!!! KEIN EINZIGES WORT UND KEINE LÄSTEREIEN!
Das will ich erstmal genießen *g*
Das Ende eines Tages
Eigentlich wars heute ein schlechter Tag. Ich könnt noch nicht mal sagen, warum.
Aber ich hab mir zur Regel gemacht, einen schlechten Tag nicht schlecht ausklingen zu lassen. Denn dann hab ich Kopfkino und kann dann die Nacht über nicht pennen, weil der Kopf den Turbo aufdreht.
An solchen Tagen komm ich mit der passenden Musik wieder auf „Normallevel“. Das hat schon immer funktioniert. Ich muss nur vorsichtig sein. So gerne ich Pink Floyd höre, dann ist es einfach die falsche Musik.
Heute hats Schiller getroffen. Das ist Musik, die (zumindest mich) beruhigt und anspricht.
Und so kann ich sagen: Es war zwar kein guter Tag heute, aber er endet gut. Es geht mir gut.
Keine Opfer
Frau Schröder, sondern Überlebende eines Missbrauches. Sie hätten gerne Opfer, das weiß ich. Aber das sind sie nicht mehr. Sie wissen um ihre Rechte und sie werden sie nutzen – und sie haben die Sympathien auf ihrer Seite.
Wie sie wohl bemerkt haben, lassen sich die Überlebenden nicht mehr instrumentalisieren und mundtot machen. Sie fordern ein, sich selbst zu vertreten, sie fordern faire Bedigungen und sie fordern sie mit Recht.
Frau Schröder, ihr Runder Tisch ist nicht die Arbeitszeit wert, die in ihn investiert sind. Hier richten die Täter über sich selbst. Das ganze ist ein Feigenblatt auf einer furchtbaren Geschichte, die über Jahrzehnte totgeschwiegen werden soll.
Und über welche Arroganz, Herzenskälte und vor allem über welches Unverständnis der tatsächlichen Situation muss man verfügen, wenn man einem Opfer ins Gesicht sagt: „Sie können sich an unsere Missbrauchsbeauftragte wenden, die für die Belange der Opfer da ist“
Wieder erfolgt der Versuch der Politik, die Überlebenden von sexuellem Missbrauch erneut zu instrumentalisieren, sie als Staffage zur Selbstbeweihräucherung zu benutzen.
Und ich danke MOGiS, NetzwerkB und allen Opferverbänden, die sich auf die Hammelbeine stellen dafür, das es sie gibt.
ES REICHT!
Elektriker, die Zwote
Das Drama um meinen Elektriker geht in die zweite Runde. Himmel schieb ich hier ne Krawatte.
Er sollte ja alle Fehler beseitigt haben. Er war vor Ort und mir wurde versichert, dass alles gehen würden tun täte.
Gut, ich also meinen Netzwerkbeauftragten von weit weit weg angefunkt, wir können _endlich_ loslegen.
Schrank endgültig bestückt (Hausmeister hat die USV wiedergefunden, frag mich mal einer, wie man ein 45-kg-Paket verlegen kann…?), neuer Switch rein. Patchkabel auf Switch: Licht geht an.
HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH?
Patchkabel raus: Licht aus.
Patchkabel rein: Licht an.
Neonröhre. Deckenlampe.
Aus meinen Ohren quoll allmählich weißer Dampf….
Gut, USV reingesteckt, die fing sofort an zu piepsen, weil die Eingangsspannung nicht stimmte. Patchkabel rein, USV zufrieden.
HÄH?
Kein Witz, meine Damen und Herren, die USV funktionierte einwandfrei in dem Moment, wo ein Patchkabel im Switch steckte. Port war ihr da aber egal.
Im selben Moment hörte auch das Deckenlicht auf zu flackern und funktionierte wieder einwandfrei.
Aha.
Getestet und für fehlerfrei befunden, die Leitung.
Lass mich Montag mal auf Arbeit kommen…
Kriegsrhetorik
Wie ich sie hasse, dieses widerliche Geschwätz und diese verlogenen Parolen. Wie ich sie ab-grund-tief hasse.
Ich fühle mich alleine vom Lesen dieses Artikels beschmutzt. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie ekelerregend ich Sprecherin und Sprache finde, wie schmutzig ich den Gedankengang dahinter finde.
Widerlich.
Abwählen.
Ode an einen guten Menschen :)
Folgendes Bild stellt euch vor:
Eine windschnittige Viermastbark, voll aufgetakelt. Ein echter toller Windjammer. Elegant und unter Vollzeug segelt diese Bark in den Hafen hinein. Alle Leute staunen, ein toller Kapitän, der dieses Schiff so schneidig hineinbringen kann.
Alles verfolgt gebannt den Weg des Segelschiffes. Totenstille. Man hört nur das einsame Kreischen einer Möwe.
Das SChiff nähert sich unaufhaltsam dem Anleger, als plötzlich:
*KRAWUMMMMMM*
Das Schiff mit voller Fahrt gegen die Kaimauer segelt.
Das sind so die Assoziationen, die ich bein manchen Infos ziehe.
Nein, muss man nicht allgemein verstehen. Es reicht, wenn das einer versteht.
Der mich dann wohl auch töten wird 🙂
Unausrottbar
*seufz*
Woher kommt eigentlich dieser unausrottbare Gedanke, dass man Windows „bereinigen“ muss, damits nicht langsamer wird? Dass man „regelmäßig die Registry putzen muss“ weil sie sonst langsam wird. Weil das da nur vor „übriggebliebenen Einträgen“ wimmelt.
Das die Festplatte regelmäßig defragmentiert werden muss weil sonst die Datenzugriffszeiten so un-glaub-lich erhöht sind?
Versuchen wir mal ein wenig Urban-Legend-Bashing.
Registry:
Zu Zeiten von WinNT war die Registry eine .dll-Datei, die stur von oben nach unten abgearbeitet wurde. „Leere“ Einträge oder Reste von Deinstallationen haben damals aufgrund dieser Struktur natürlich dafür gesorgt, dass die Lesegeschwindigkeit start verlangsamt wurde. Die Geburtsstunde der Registry-Putz-Tools.
Heute ist die Registry eine Datenbank. Jedes Programm hat in seinem Kern genau hinterlegt, wo es wann welche Einträge zu suchen hat. Demzufolge wird auch eine 100 MB-Registry jederzeit nur zu den KB (!) in den Speicher geladen, die die aktuellen Programme wirklich brauchen. Und der Zugriff erfolgt nicht mehr linear sondern seriell: Die Programme wissen genau, wo die Einträge stehen, die sie brauchen. Lange Suchzeiten entfallen. Sollte die Registrydatenbank irgendwo inkonsistent werden und Windows-Probleme verursachen, repariert sie sich eigenständig. Notfalls setzt man auf einen früheren Zeitpunkt zurück. Das alles funktioniert hervorragend mit Windows-Bordmitteln.
Kommen wir jetzt also zu den Registry-Putz-Tools: Diese Tools stammen aus einer völlig anderen Windows-Generation. Sie sind heutzutage völlig überflüssig. Im Gegenteil, einige sind sogar ausnehmend gefährlich, da sie die Selbstheilungsmechanimen der Registry-Datenbank zerstören und einfach nach dem Gießkannenprinzip „überflüssige“ Einträge löschen, ohne dass der Nutzer weiß, ob die tatsächlich überflüssig sind. Meist sind sie es nämlich nicht.
In _ALLEN_ Fällen (keine Ausnahme, wirklich alle!!), wo so ein Putztool tätig wurde, haben sich die Probleme kumuliert. Wenn Windows Probleme hat, ist putzen häufig nicht das Mittel der Wahl. Ein Virenscanner wär da hilfreicher *g*
Festplatte defragmentieren:
Auch so ein Tipp aus dem vorigen Jahrhundert.
Zu früheren Zeiten wurden die Festplatten via IDE angeschlossen. Waren es schnelle Zugriffe, hat man ein SCSI-System genutzt. Windows selbst hatte eine Datenträgerverwaltung, die zum jaulen war. Man darf sich das so vorstellen: Windows hat am Anfang eine dicke Wurst aus allen Daten gedreht. Mit der Zeit wurden Stückchen aus der Datenwurst gelöscht. Wenn jetzt etwas an die Datenwurst drangehängt wurde, dann geschah das nicht so, dass die freigewordenen Stellen mit Wurststückchen aufgefüllt wurden, sondern man hat das gesamte Wurststück hinten an die Datenwurst drangehängt. Irgendwann hatte man eine Schweizer-Käse-Datenwurst. Und da wir Festplatten mit langsamen Zugriffsraten hatten, gabs hier wirklich Probleme, weil man *gääääääääähn* so lange auf die Daten warten musste, bis der Lesekopf alles zusammengesammelt und durch die Leitung geschoben hatte.
So. Das mal für Laien gesprochen. Access krankt übrigens meines Wissens nach bis heute an dem Problem.
Wie siehts heute aus? Windows guckt sich die Datenwürste schon inzwischen recht genau an, und schiebt passend zwischen. Auch sind mit den neuen S-ATA-Schnittstellen sehr viel schnellere Datentransporte möglich als noch zu früheren Zeiten. Flachbandkabel war so der Bummelzug, der an jeder Milchkanne hält. Im Vergleich hierzu ist man mit S-ATA mitm ICE unterwegs. Und wenn man noch ne Flashplatte drinhat, hockt man im ICE Express. Plattenzugriffe in Echtzeit. *träum*
Geht man jetzt mit einem Putztool hin, hat man im schlimmsten Fall alles verschlimmbessert. Defragmentieren kann man ja gerne tun, aber bitte doch nur mit den Bordmitteln. Da weiß Windows, dass man die Datenwurst zusammengeschoben hat und richtet sich drauf ein. Macht man das mit einem Fremdtool, zieht man schlimmstenfalls Windows den Boden unter den Füssen weg, weil die Indizes auf einmal nicht mehr stimmen und Windows erstmal wieder mühselig alles zusammenklauben muss.
Nein, den Indexdienst zu kippen ist keine Alternative. Davon wirds auch nicht schneller.
Wie kann ich meinen PC denn nu schneller machen?
1. Lass neue Hardware einbauen. Tu es nicht selbst, wenn du nicht weißt was du tust. Windows installiert sich und kompiliert seinen Kernel exakt auf die vorhandene Hardware. Neue Hardware drunterschieben heißt, dass der Kernel nicht mehr auf das Zeug abgestimmt ist, was zu Instabilitäten führen kann. DARUM wird ja immer wieder ne Windows-Neuinstallation angefragt, wenn man neue Hardware drin hat.
Man kanns patchen, sollte da aber wissen was und warum man es tut.
2. Müll den Autostart aus.
Nahezu jedes Programm, was mit einer autorun.inf auf der CD daherkommt, hält sich für so unglaublich wichtig, dass es _un-be-dingt_ bei jedem Systemstart mitgeladen werden muss. Ob es nun der Scanner ist, den man 1x im Jahr braucht oder ein Programm, dass man jederzeit aus der Iconleiste aufrufen können soll: Bullshit.
Wenn ich ein Programm häufig brauche heißt das noch lange nicht, dass ich das auch bei jedem Start automatisch mitgeladen haben möchte. Nein, auch nicht das Brennprogramm und nein, auch nicht mein Curse Updater. Den lad ich nach Bedarf. Ich brauch kein Programm, dass permanent online ist und jeden Mausklick nach Hause telefoniert.
Das einzige Programm, das ich im Autostart hab, ist mein Virenscanner. Alles andere brauchts nicht.
Macht nen schmalen Fuß im System. Das auch mit meiner betagten Hardware ganz flott läuft. 🙂
So.
Und jetzt geh ich den Müll wegräumen, den so ein Tool hinterlassen hat.
Das hat nämlich knallhart die Netzwerkverbindungen als Vireneinfallstor erkannt und darum konsequent alles kaputtgemacht, was mit „N“ wie „Netzwerk“ zusammenhing.
Und jetzt geh ich den Onkel mal verhauen, der da unbedingt ein System „putzen“ wollte… *fluch*
Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?
Nee neee, geht mal ausnahmsweise nicht um die Kirche, Loco, kannst die gesträubten Federn wieder einziehen *g*
Ach Gottchen…der Geert Wilders steht vor Gericht und nutzt natürlich das ganze wieder einmal zur Selbststilisierung. Und die Medien, allen voran die Telepolis, hopsen auf den Zug auf und regen sich tierisch über den Kerl auf.
Mal ehrlich – wann haben die Rechten in letzter Zeit eigentlich nicht den Totalversager gemacht, wenn sie denn mal gewählt wurden?
Jeder einzelne von den Vollhonks, die da in irgendwelche Positionen gewählt wurden, seien es Stadträte oder Landesparlamente hier in Deutschland, hat sich doch innerhalb kürzester Zeit bis auf die Knochen blamiert und als die völlige Hohlbirne dargestellt, die er ja auch eigentlich ist.
Das ist ja das Problem der Rechten: Eine seriöse Vorbildfigur haben die nicht. Das sind alles ein Pack von Egomanen, die auf Empörung angewiesen sind, um ihre kruden Ideen durchzubringen.
Zählen wir doch mal auf: Geert Wilders, Jörg Haider, alles Leute, die rechts und im Ausland sind. Charismatisch, ja. Aber Konzepte und mal Ideen, die neu sind: Vergiss das. Denen gehts nur um den eigenen Arsch. Beim Haider ja auch buchstäb…*hust* *g*
Wie siehts denn in Deutschland aus. NPD? DVU? Wo haben die denn Charakterköpfe? Der Frey? Matthias Faust?
BWAHAHAHAHAHA… ja, nee is klar. *lachtränenwegwisch* Charakterköppe… bei denen weiß doch der Friseur nicht mal, wo er ansetzen soll, so wie die rumeiern. *g*
Ist ja auch ganz gut so – aber ehrlich, für nen Aufreger reicht das doch mal bei weitem nicht. Man regt sich ja auch nicht über Lieschen Müller auf, weil die ein wenig blöde ist. Aber kaum pappt das Etikett „Rechts“ dran, ist der mahnende Zeigefinger erhoben und man warnt vor den Rechten.
Von daher ist absolute Gleichgültigkeit ein probates Mittel für Rechte:
Die können alle mit Hass und Ablehnung leben, finden das sogar geil, weil sie sich auf die Art wichtig vorkommen können. Denn Hass oder Abneigung bedeutet ja: Ich nehme dich wahr und mag dich nicht. Und das führt dann dazu, dass die sich sagen können: „Wir sind eine verkannte Minderheit, aber wir haben recht.“ So simpel sind die tatsächlich gestrickt. Sieht man ja an Geert Wilders, dem Blender. Was die überhaupt nicht vertragen können ist: „Wer seid ihr überhaupt? Achsoja..ochnö, lass mal, nerv net rum und geh in der Sandkiste spielen“. Konnten die Rechten noch nie. Die reagieren da häufig mit Gewalt drauf, weil die ja anders nicht klarkommen. Denn jeder, der sich die „Argumente“ mal näher anguckt, entlarvt sie als heiße Luft. Diffuse Ängste werden darum geschürt, dass „genau, das Gefühl hab ich auch“.
Stellt man mal harte Fakten gegen diese Ängste, haben die schnell ausgespielt.
Außerdem: Man erspart sich ermüdende Diskussionen, die IMMER entweder damit enden, dass man Schläge angedroht bekommt oder aber dass man hört: „Du hast ja keine Ahnung, du bist ja auch schon infiziert.“ Oder, alternativ, wenn die Argumente komplett ausgehen: „Wir sehen uns demnächst, wenn du ein Kopftuch trägst“.
Tolles Argument. Man hat zwar keine Fakten, aber warnt mal wild in der Gegend rum.
Ehrlich – mir sind die so wumpe wie hupe. Ich find die komödiantischen Einlagen in den diversen Parlamenten erheiternd. Und die Klimmzüge, die jedesmal gemacht werden, wenns darum geht die gewährten Steuergelder, die man sich in die eigene Tasche gesteckt hat, umzudeuten als Parteivermögen. Oder wie man geradezu verzweifelt eine Überfremdung herbeiquatscht und daraus folgert, dass wir demnächst alle mit Kopftüchern rumlaufen. Wo jede Moschee noch der Untergang des Abendlandes ist.
Übrigens heißt Gleichgültigkeit nicht, dass Vatta Staat da nicht die Däumchen draufhat. Wenn er schon überwachen muss, kann er bei den Jungs gleich anfangen. Nicht, dass die noch Dummheiten machen.
Wir haben Kirchen hier. Warum nicht auch Moscheen? Solang mich der Muezzin nicht morgens um 5 mit einem lauten Gebetsruf weckt (ich hab übrigens auch schon überlegt, die Kirchenglocken mit PU-Schaum auszuschäumen wenn die mal wieder Sonntagmorgen um 10 Uhr unbedingt meinten, die Toten wieder hochläuten zu müssen), ist mir doch egal, wo wir Gebetshäuser haben.
Übrigens interessant an der Geschichte finde ich, dass es in Deutschland inzwischen einige recht große buddhistische Tempel gibt. Regt sich kein Mensch drüber auf. Und auch andere Religionen haben ihre Gebetshäuser hier. Wo macht man Theater? Beim „militanten“ Islam.
Was ich mir für die Zukunft wünsche?
Ich brauch mal wieder nen Flamewar. Ich würde dann gerne einmal die Kommentatoren von Politically Incorrect bestellen. Zum mitnehmen. 🙂
„Wir können da nicht raus“
Ich nehme mal die Kommentare von weiter unten auf 😉
Man hört immer wieder, dass „wir“ nicht aus Afghanistan „raus können“, weil wir sonst das „Gesicht verlieren“ würden und „der Terrorismus“ gewonnen hätte.
Ich fürchte, das artet jetzt in Wehrkraftzersetzung aus.
1. Was ist Terrorismus?
Unter Terrorismus versteht man laut Wikipedia Gewalt und Gewaltakte, die darauf abzielen, eine politische Ordnung umzustürzen oder einen politischen Wandel einzuleiten.
Welchen politischen Wandel in Afghanistan um Himmels willen wollen die Afghanen denn einleiten? Die wollen in der überwiegenden Mehrheit einfach in Ruhe gelassen werden. Selbst Karsai hat von seinen „Verbündeten“ die Schnauze voll und will dass die Besatzungstruppen (und als das werden sie von den Afghanen völlig zu Recht gesehen) nur noch verschwinden.
Den Widerstand gegen Besatzungstruppen jedoch nennt man nicht Terrorismus. Sondern schlichtweg Widerstand. Was in Afghanistan passiert, ist kein Terrorismus sondern (legitimer) Widerstand gegen eine widerrechtliche Besatzung.
Dass er in Europa umgedeutet wird als Terrorismus ist ebenso nachvollziehbar wie ekelhaft: Keiner WILL zu den „bösen“ gehören. Doch letztlich ist es das, was Deutschland gerade tut: Einen Angriffskrieg auf fremdem Boden führen.
Darüber hinaus: Glaubt auch nur einer der Leser hier, dass das Bombardieren und Abknallen von Zivilisten wie auf dem Moorhuhnschießplatz (DANKE@Neues von der Anstalt) dafür sorgt, dass es WENIGER Terroristen gibt? Der Vater eines Kindes, dass erschossen wird, dass weggebombt wird, der wird wohl danach kaum sagen: „Hmne, lieber nicht ins Terrorcamp, die hauen mir sonst die Familie weg“. Wahrscheinlicher ist doch, dass der sofort nach der Bombardierung fragt: „Wo gehts hier ins nächste Camp“ und die Taliban ihn sofort mit offenen Armen aufnehmen.
Die ganze Aktion dort macht die Welt UNsicherer. Nicht sicherer.
2. Das Gesicht verlieren
Das ist Rhetorik der Stärke, die aus Imagegründen Menschenleben kostet. Wer will für ein wie auch immer geartetes Image verantworten, dass Menschen sterben? Wir reden hier nicht nur von toten Soldaten, sondern auch von toten Zivilisten und toten Widerstandskämpfern.
Das Prinzip vom Gesichtsverlust heißt auf den Punkt gebracht: Man ist aus einer vermeintlichen Position der Stärke heraus auf ein kleines Land losgegangen, man meinte, mit der überlegenen Technik die Muschiks in den Bergen zu Paaren treiben zu können. Und die „Think Tanks“ dachten, dass die Afghanen die Vertreibung der Taliban begrüssen würden.
Jetzt muss man sich eingestehen, dass dem (bis auf die Taliban und selbst die erscheinen den meisten Afghanen inzwischen als das geringere Übel) nicht so ist. Die Briten waren nicht nur schlecht ausgerüstet, als sie in Afghanistan abgewatscht wurden. Die Russen waren nicht nur schlecht versorgt und es lag auch nicht an den von den USA finanzierten „Freiheitskämpfern“ aka Taliban, dass sie in Afghanistan so aufs Maul bekommen haben.
Es lag an Afghanistan und den Strukturen und den Menschen dort.
Afghanistan ist ein Land, was kaum eine Ebene größer als ein paar Kilometer hat. Aufgrund der bergigen Landschaft findet man hier auch noch Stammeskulturen. Die einzelnen Stämme darf man sich ungefähr so wie die Schotten vor Culloden vorstellen: Man bekämpft sich bis aufs Blut und rauft sich widerwillig angesichts eines übermächtigen Feindes zusammen und versucht den (während man sich das Land unter sich aufteilt) rauszuwerfen. Und das untereinander zankend und prügelnd.
Hier wäre das ungefähr so, als würde man Bandidos und Hells Angels in einer Kneipe aufeinander loslassen und nachdem die sich da lustig gegenseitig zerlegt haben, schickt man ein Sondereinsatzkommando rein. In dem Moment, wo die Grünen stürmen, schließen die sich zusammen und vermöbeln die Polizei. Nur um sich anschließend wieder der Tätigkeit von vorher zu widmen.
Die dem zugrundeliegende Geisteshaltung kann man gut oder schlecht finden (ich mag sie aus den naheliegendsten Gründen nicht, in einer solchen Gesellschaft ist kein Platz für die Schwachen und Kranken), allein: Es ist nicht Aufgabe des Westens, mit aller Gewalt dafür zu sorgen, dass sich das ändert.
Und genau das hat der Westen hier versucht. Er hat versucht, mit Lügen („Taliban forcieren Opiumanbau“ der Witz in Tüten, die CIA finanziert sich doch durch den Afghanischen Opiumanbau) und rhetorischer Vernebelung diese Tatsachen zu drehen, so dass wir als die Retter der Welt dastehen.
Sind wir aber nicht. Wir sind – mal wieder – die Kriegstreiber der Welt. Und wenn man das nicht so sieht und wenn man das nicht langsam mal in die Köpfe der Leute bekommt und denen klarmacht, dass für das Image in der Welt von Angela Merkel gerade Soldaten geopfert werden, werden weitere Soldaten sterben.
Diese widerliche Perversität muss man sich mal klarmachen: „Wir können nicht aus Afghanistan raus, weil wir sonst Gesicht verlieren“ heißt doch nichts anderes: „Weil es zu peinlich ist, zuzugeben, dass wir in Afghanistan total versagt haben, müssen die Soldaten leider weiter sterben. Und, oh…ja, auch die Zivilisten dort“
Der Satz passt genau so. Und er macht vielleicht klar, was hinter dem Gesichtsverlust steckt.
Was ist übrigens das Gegenteil von Gesichtsverlust?
Größe.
Neues aus der Anstalt
http://anstalt.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,4291327,00.html?dr=1
NOCH ist es zu sehen. Schnell gucken, das wird vom ZDF normal nach 7 Tagen gelöscht.
Und die haben recht.