Blog-Archive

Sauerlands Stellungnahme


Duisburgs OB Sauerland hat eine persönliche Stellungnahme veröffentlicht.

Und ich bin als erstes über diesen Absatz hier gestolpert:

Ich habe der Verwaltung bereits gestern Nachmittag eine Reihe von Fragen vorgelegt, die schnellstmöglich zu beantworten sein werden. Wir werden unsere Erkenntnisse unverzüglich der Staatsanwaltschaft mitteilen und diese darüber hinaus uneingeschränkt in ihrer Arbeit unterstützen. Auch unsere eigene Rolle gilt es dabei zu beleuchten: Wenn sich die Stadt etwas vorzuwerfen hat, dann werden wir Verantwortung übernehme

Wieder die Mär – diesmal verklausuliert – dass er doch von nichts gewusst hatte.

Welche Fragen hat er der Verwaltung denn „vorgelegt“? Er ist Oberbürgermeister, er ist der Behördenleiter. Es kann nicht sein, dass eine derartige Großveranstaltung am Behördenleiter vorbei organisiert wird, ohne dass der von etwas weiß.

WENN dem so ist, dann muss er alleine wegen Unfähigkeit zurücktreten. Denn dann hat er seine Verwaltung nicht im Griff.

Die Erkenntnisse hat er doch schon längst, und er weiß doch ganz genau, was die Stunde geschlagen hat. Aber wie ein guter Politiker hat er nicht den Arsch in der Hose zu sagen, dass er auf der ganzen Linie versagt hat. Er läßt seine Verwaltung im Regen stehen und versucht, sich selbst zu retten.

Es sollte ihm langsam dämmern, dass ihm das nicht gelingen wird. Entweder er geht freiwillig oder er wird gegangen. So oder so ist die Ära Sauerland in Duisburg vorbei.

Und allmählich wünsche ich diesem Weichei auch die Pest mit Cholera an den Hals.

/update:

Scheint, als kenn ich Verwaltungen doch ein bisschen besser:

http://www.wdr.de/themen/panorama/unfall07/loveparade/100727.jhtml?rubrikenstyle=panorama

Loveparade – Zwischenfazit


Ich krieg ja grad die Krise, wenn ich mich durch die verschiedenen Artikel zur Loveparade klicke. Ich mein – Hallo? Da sind 20 Tote und über 500 Verletzte, und die Verantwortlichen zeigen in jede Richtung und sagen „er wars“?

Mal versuchen, ein Fazit zu ziehen:

Man plant ein Event, das in der Vergangenheit 1,5 Millionen Leute angezogen hat, auf einem Platz, der laut Genehmigung gerade mal 250.000 Leute fasst. Der rundrum eingezäunt ist, die Leute hatten also auch keine Gelegenheit, auszuweichen. Der Platz selbst war verwahrlost, Bauschutt lag überall herum.

Die Zuwegung ist so, dass diese 250.000 Leute durch einen 18 m breiten Tunnel geführt werden, der als Ein- UND Ausgang dient.

Zwei Besucherströme. 10.000 rein, 10.000 raus – rein rechnerisch.

Lies den Rest dieses Beitrags

Blick über den Tellerrand


Hachja. Mal aus dem Nähkästchen plauschen.

Wir haben ja ein feines Buchhaltungsprogramm. Das sollte uns alle Arbeit erleichtern.

Vor der Einführung des Buchungsprogramms wars auch kompliziert: Anordnungsformulare ausfüllen, unterschreiben lassen, abschicken. Manchmal, je nach Gusto, haben wirs auch selbst verbuchen müssen.

Alles viel zu kompliziert.

Nu geht einfacher: Lies den Rest dieses Beitrags