Archiv des Autors: Tante Jay
Willkommen in China
Ich will ins Bett, aber wenn ich das jetzt nicht aufschreibe, kann ich vor Wut wieder nicht pennen.
Unbeachtet aller Expertenmeinungen ist das unsägliche Zensurgesetz durchgewunken worden. Und Thomas Strobl, der Schwiegersohn von Wolfgang Schäuble, hat sofort die Sperrung von Killerspielen, was auch immer das sein soll, ins Spiel gebracht.
man verzeihe mir das Wortspiel.
Doch die Leiche unserer Demokratie war noch nicht einmal kalt, als diese Forderung kam. Weitere Forderungen wie Urheberrecht, Glücksspielseiten etc. werden folgen und werden auch mit der Brechstange durchgesetzt werden.
Im Netz ist gerade in den entsprechenden Nischen die Hölle los.
Heise-Forum, Golem-Forum, diverse Blogs (Fefe, Thomas Knüwer vom Handelsblatt mit einem sehr treffenden Kommentar), sie alle sind Ausdruck des puren Entsetzens, dass die Politik skrupellos und ohne erkennbare Beratungswilligkeit mit einem einfachen Gesetz unsere Demokratie mal eben einfach so tötet.
Mein eigener SPD-Abgeordneter wird mir dafür noch Rede und Antwort stehen. Und ich werde „keine Antwort“ als eine Antwort nehmen. Dass nämlich offenbar Fraktionszwang über die Ehre als Parlamentarier ging. Und die SPD wird dafür in das verdiente Vergessen eingehen. Die ersten Leute treten aus, weitere werden folgen.
Alle die, die heute mit „JA“ gestimmt haben, haben ihre Ehre verloren, so sie denn je eine hatten.
Sie sind es nicht mehr wert, Volksvertreter genannt zu werden.
Die einzige Möglichkeit: Kollektives abwählen.
Wählt die Piratenpartei. Und schickt die Unterstützungsunterschriften. Wenn man nicht auf DVU, Republikaner oder NPD ausweichen will, die ebensowenig wählbar sind wie die etablierten, hilft als Denkzettel nur die Piratenpartei.
Ich mach hier jetzt gnadenlos Wahlwerbung für die Jungs. Sie sind angetreten, alles besser zu machen.
HAUT REIN!!!
Wahlempfehlung: Piraten
CDU? Nö, noch 4 Jahre das Gespann von der Leyen/Schäuble hält unsere Demokratie nicht aus. SPD? Zypries? STEINMEIER? *muahahahahaha* ne, lass ma stecken. Wenn die auf ihrem Parteitag schon die Internetzensur nicht diskutieren wollen, weil das medial unerwünscht ist, dann wirds Zeit, dass die in der Versenkung verschwinden. Die Linke? Oskar? Ne, nicht wählbar. Lafontaine will doch keiner. Den Gysi auch nicht, aber vorrangig Lafontaine. Nä. Der wird gewählt und verpisst sich wieder.
Die Grünen? Dann kann man auch gleich CDU oder SPD wählen, das ist inzwischen ein angepasster Klumpatsch. FDP? Nicht wählbar. Nicht nur wegen Westerwelle sondern auch wegen dem Neoliberalen Quatsch, den die unbeirrbar von der durch Neoliberale Gier ausgelösten Finanzkrise so daherreden. Und Hartz-IV-Empfänger unter CDU/FDP möchte ich nicht sein.
Was ist also wählbar?
www.piratenpartei.de
Derzeit wirklich in meinen Augen die einzige wählbare Partei. Guckt euch mal deren Wahlprogramm an. Auch wenn viele ein Problem mit dem Namen haben dürften, weil da die Nähe zu „Pirate Bay“ und Raubkopien ist.
Das Problem: Die brauchen Unterstützungsunterschriften. Also los damit. Und dann mal rein mit denen ins Parlament. Da gehört mal frischer Wind rein.
Versteht mich nicht falsch: Es wird nicht so sein: Piraten im Bundestag und dann ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Neee neee. Der Sumpf ist viel zu tief. Aber es ist ien Schritt in die richtige Richtung.
Außerdem: Fundstück im Heise-Forum (!) das ich euch nicht vorenthalten möchte. Derzeit sieht es so aus, als ob die Dichterin Ines Henning ist.
Liebe Regierung.
Es ist knapp zwanzig Jahre her,
da wollte ein ganzes Volk nicht mehr.
Der Herbstwind wehte mit buntem Band.
Man nahm eine Jacke und den Schirm,
ein ganzes Volk kann sich nicht irr’n.
WIR sind das Volk. WIR sind das Land.
Es ist knapp zwanzig Jahre her,
da wollte ein ganzes Volk nicht mehr.
Es wollte nicht mehr hinter Mauern –
zwar warm und satt, und doch für dumm gehalten –
auf Infos und Wissen von drüben lauern.
Es wollte sein Leben selbst gestalten.
Der Herbstwind wehte …
Es ist knapp zwanzig Jahre her,
da wollte ein ganzes Volk nicht mehr.
Es gierte nach Recht, nach Demokratie.
Und ließ sich auch nicht mehr überreden,
es mit den Alten noch mal zu versuchen.
Wissend, es gäb nur die Krümel vom Kuchen
jagt es die Alten über den Fluß.
Schluß.
Der Herbstwind wehte…
Knapp 20 Jahre sind vergangen,
Und wieder in alten Maschen gefangen
stehn nun achzig Millionen da.
Der Feind ist tot. Nun sind wir Er.
Es werden jetzt achzig Millionen gegängelt,
mit Stoppschildern wird gegen die Verfassung gequengelt.
Und willst Du nicht mein Bruder sein,
so sammel ich Deinen Computer ein.
Dann planst Du Terror oder willst Kinder schänden.
Irgend etwas werd’ ich schon finden
sagt der Staat…
Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?
Sie waren es mal, und wer immer noch meint,
sie wär’n es für immer – der betrachte die Saat.
Der Wind ist verflogen, er hat nichts wirklich bewegt.
Wir werden wie dereinst belogen, belauert,
und geht staatlich was schief, ohne Rechte bedauert.
Blöd gelaufen, ja tut uns sowas von leid…
Jetzt braucht es den Sturm, damit sich was regt.
Es ist an der Zeit.
Ja, uns alle habt Ihr ständig belogen,
genau wie Ihr es auch heute noch tut.
(Wir WAREN das Volk. Wir WAREN das Land.)
Wir haben Euch alles gegeben.
Unsre Kraft für den Aufschwung,
unsre Jugend für (ja, wofür eigentlich?)
Und am Hindukusch – auch unserer Kinder Leben.
Septembersturm soll wild gehn übers Land.
Für Euch ohne Jacke und ohne Schirm.
Ein ganzes Volk wird sich nicht irr’n.
Erinnert Euch!!!
WIR sind das Volk!
WIR sind das Land!
Wählt nicht die etablierten Parteien. Auch nicht die Grünen. Die sind inzwischen etabliert.
Wählt die Piratenpartei.
Und sorgt vorher dafür, dass man die auch wählen kann: Unterstützungsunterschriften hin. Los. Sofort.
Der letzte Abend ohne Zensur
Er neigt sich dem Ende zu.
Ab morgen ist Artikel 5 des Grundgesetzes, „Zensur findet nicht statt“ von einem einfachen Gesetz, dass ohne Gesetzgebungskompetenz und handwerklich Fehler aufweist, ausgehebelt worden.
Das „Zugangserschwernisgesetz“, welch widerlicher Begriff für eine widerliche Sache.
Es werden weiter Kinder missbraucht. Sie werden weiter gedemütigt werden. Sie werden weiter vergewaltigt werden, Seelen werden weiter gebrochen. Der Missbrauch wird weiter dokumentiert.
Denn, Frau von der Leyen, Kinderpornografie, der Begriff qualifiziert die missbrauchten Opfer als Huren ab. Und das ist in Deutschland immer noch ein Schimpfwort. Der Begriff rückt die Opfer in die Nähe der Prostitution.
Es ist dokumentierter Missbrauch, vor dem die Augen zu schließen, mein Staat mich nun zwingen will. Ich werde gezwungen, wegzugucken. Ich werde gezwungen, die Opfer im Stich zu lassen, wenn ich mich nicht strafbar machen will.
Letzte Bastion Bundesverfassungsgericht.
Ich kann nur hoffen, dass die Ohrfeige so schallend ausfällt, wie sie verdient ist.
Auf den letzten freien Abend ohne Zensur.
Prost.
Zickige Mütter
*patpatpatpat*
Mein Cousinchen heiratet am Wochenende. ICH weiß erst morgen, ob ich überhaupt mitkann oder ob ich arbeiten muss.
*seufz*
Mein Schwesterchen weiß noch nicht, ob sie mitkann, weil: Siehe unten. Die kaut noch an den fiesen Sachen der letzten Zeit.
Und jetzt meine Mutter. Die hat nur gesehen: Ich evtl. nich mit. Schwesterchen evtl. nich mit.
Mhm… wie komm ich aus der Nummer raus, ich will jetzt auch nich mehr.
Und Tante gibt die Steilvorlage: Sie hat geäußert, dass sie neben ihrer (zugegebenermaßen hat sie da recht) bekloppten Schwägerin, die wo is die Frau von meinem Onkel, sitzen will. Die Frau hat wirklich einen Schatten und ist… naja. Doof. Ich mag sie auch nicht. Leute, die die Nase höher tragen als die Augenbrauen und aus dieser Haltung auf mich runtergucken, sind nicht meine Kragenweite. Und das merken die auch 🙂
Naaaaaaaaaaaja. naja naja.
Auf jeden Fall hat sich Tante (!) nicht Cousine überlegt: Mhm, ok, dann setzen wir sie doch an den Nachbarstisch. Am Verwandtentisch is eh so wenig Platz.
Was dann auch umgesetzt wurde, weil Tantchen das Cousinchen entsprechend verkauft hat. Und Tante hat dann Mutti in Kenntnis gesetzt.
Zur Ehrenrettung: Die hat sich da echt nichts bei gedacht. Die hat ne gute Lösung zur Konfliktentschärfung gesucht, sich überlegt, was jetzt gut sein könnte und voilá – Mutti sitzt am Nachbarstisch.
Und was macht Mutti?
NORMALE Leute gehen hin und sagen: Du gibts nich ne Möglichkeit, dass ich neben Person X sitzen kann? Wär prima, ich freu mich schon so auf die.
Und dann hätt Tantchen gesagt: OK, wir gucken mal und ich besprech das mit Cousine. Oder besser: QUATSCH MIT COUSINE SELBST. Wir müssen grad 200 Leute unterbringen und die Tischordnung ist nich grad einfach.
Isse auch nicht. Vor allem nicht, wenn du so zickige Weiber dazwischen hast.
Was also macht Mutti?
„Oh, ja, ist ja prima“ gibt sich begeistert, beendet das Gespräch und legt sich ins Bett und heult stundenlang, weil sie jetzt nicht am geehrten Verwandtentisch sitzt sondern bei den dusseligen Nachbarn.
Und hinfahren will sie jetzt auch nicht mehr. So. Hatse nu davon.
Himmelherrgottnochmal. Als sie sich bei mir beschwert mein ich nur: „Red mit ihr“
Antwort: „Ne, das klingt wie Betteln. Das mach ich nicht.“
Ne, lieber die gute Beziehung wegen so einer Scheiße abbrechen. Sehr schicke Sache das. *kotz*
So. Telefon. Mutti auf die Schienen setzen. Schwesterchen hat gestern schon vorgearbeitet nu kriegt sie von mir den Rest.
EEEEEEEELTERN….
hyperaktive Väter
*ächz* meine Knochen, mein rücken… und ich dacht, mein Vater wär alt. *seufz*
_eigentlich_ wollte er mir nur die Bohrmaschine dalassen, damit ich endlich mal meinen Duschvorhang/Duschstange ordentlich anbringen kann und so. Immer baden ist auf die Dauer teuer 😉
Und beim einem Besenschrank wollt er aufbauen helfen, weil der schon so alt ist, dass man den zusammenbeten musste *g*
Naja, erst hat er Schrank aufgebaut, dann die Duschstange drangemacht und die Halterung für den Duschvorhang drangebohrt.
Dann hat er noch im Wohnzimmer gewühlt und alles umgestellt. OK, sieht jetzt besser aus, aber war dann doch was Aufwand *g*
Und ich bin jetzt geschafft… *seufz*
Ich werd alt.
Hilfeaufruf
Sodale.
ich war mal neugierig und hab mal Quellen dazu gesucht, was uns Zensursula so in den letzten 4 Jahren zum Kinderschutz gemacht hat.
Es wurde viel behauptet, dass sie die Gelder für die Opferhilfe runtergefahren hat – nur die Quellensuche für die Behauptungen gestaltet sich mühselig.
Wenn jemand da aushelfen könnte, wäre das sehr fein 🙂
Eltern und Kinder
*seufz*
Gerade eben… ich weiß nicht wirklich, ob ich weinen oder lachen soll…
Mutti will Kind erziehen. Thema der Lektion „Tür für ältere offenhalten“. Kind ist ca. 4 Jahre alt.
Nun muss man wissen, dass unsere Türöffner eher Türschließer sind. Die wollen die Tür zuhalten und sind _sehr_ stramm eingestellt. Man braucht richtig Kraft, um die Türen aufzukriegen. Meiner Meinung nach sind die ja zu stramm, aber…noja.
Kind angelt also auf Zehenspitzen nach der Türklinke der geöffneten Tür. Muttchen läßt los. Und dann die unaufhaltbare Slapstick-Situation:
Tür geht zu, Kind kann das nicht halten und fliegt hinter der Tür her, selbige knallt Muttchen schmerzhaft die Klinke der Innentür in die Nieren. Ich seh (und höre vor allem) im vorbeihuschen Mutti noch aufjaulend ins Kreuz packen.
Ich bin jetzt hier und lass mir das Bild beim Schreiben nochmal durch den Kopf gehen.
Und jetzt weiß ich auch, ob ich weinen oder lachen soll…
PRUUUUUUUUUUUUUUUUSTMUAHAHAHAHHA… NUR klasse. *g*
"Killerspiele"
Ich könnt ja wieder kotzen.
Da ist ein 16jähriges Mädchen durchgeknallt, verletzt eine Mitschülerin mit einer Messerattacke und schreibt einen Abschiedsbrief, in dem sie erklärt, dass sie so voller Hass ist, dass sie alles umbringen möchte. Einschließlich sich selbst.
Und was macht RP-Online? Erwähnt mit einem Nebensatz, dass sie „stundenlang Ego-Shooter“ gespielt hat und suggeriert damit, dass das Mädchen durchgeknallt ist, weil sie gezockt hat und nicht, weil sie am Leben und mangelnder Perspektivlosigkeit verzweifelt ist.
Ganz großes Kino liebe Leute. Ganz großes Kino.
„Killerspiele“
Ich könnt ja wieder kotzen.
Da ist ein 16jähriges Mädchen durchgeknallt, verletzt eine Mitschülerin mit einer Messerattacke und schreibt einen Abschiedsbrief, in dem sie erklärt, dass sie so voller Hass ist, dass sie alles umbringen möchte. Einschließlich sich selbst.
Und was macht RP-Online? Erwähnt mit einem Nebensatz, dass sie „stundenlang Ego-Shooter“ gespielt hat und suggeriert damit, dass das Mädchen durchgeknallt ist, weil sie gezockt hat und nicht, weil sie am Leben und mangelnder Perspektivlosigkeit verzweifelt ist.
Ganz großes Kino liebe Leute. Ganz großes Kino.
Reingegriffen
Manche Leute haben das Talent, irgendwie immer nur in die Scheiße zu greifen. Bis zur Schulter.
Schwesterchen ist eine davon.
Sie hatte einen neuen Freund. Ich hab aus verschiedenen Gründen gesagt, das der nix für sie ist, aber – sie wars zufrieden und dann hab ich die Schnauze zu halten, egal wie sehr es mich in den Fingern juckt.
Gestern hab ich dann (weil sie ncoh kein Telefon hatte und die Auskunft für sie vom Handy aus zu teuer ist) noch via Internet nen Pizzaservice rausgesucht und da klangen beide noch ganz gut.
Heute morgen hat sie die Badezimmertür aufgebrochen und den Freund tot vorgefunden.
Der Verdacht, den sie zunächst hatte – Suizid – hat sich nicht erhärtet, nach der Auskunft der Polizei die bei sowas immer da ist, derzeit sieht alles nach einem Herzinfarkt aus.
Aber es gibt Situationen, die braucht mal echt kein Mensch 😦
Was vom Leben übrigbleibt
Da kennt man jemanden, der sitzt ein Büro weiter. Ist vielleicht 10 Jahre älter als man selbst.
Tag für Tag. Irgendwas war seltsam. Man redete nicht drüber. Aber so ganz koscher war das nicht.
Jetzt sitzt dieser Jemand nicht mehr in seinem Büro. Und es dauert nur Minuten, bis das erste Gerüchte aufkommen. Geflüstert über die Flure: Der hat getrunken. Hinter vorgehaltener Hand, denn über Tote sagt man nichts negatives.
Langsam sickert die Todesursache durch. Leberzirrhose.
Die Frage stellt sich mir, aber eigentlich auch jedem: Warum haben wir geschwiegen?
Insbesondere die, die jetzt sagen: „Ich habs doch immer gewusst.“
Sicher. Jeder ist seines Glückes Schmied. Und wenn man sich die Leber wegsäuft, dann ist das eine Hausnummer – das sind mindestens 10 Jahre starker Alkoholmissbrauch.
Aber wir achten zuwenig auf den anderen. Wir haben alle viel zuviel Angst, aufzufallen, derjenige zu sein, der die Omerta bricht. Ich habe mal meinen Verdacht geäußert, auch bei den richtigen Stellen. Aber offensichtlich nicht mit genügend Nachdruck und mit sehr unangenehmen Konsequenzen.
Hätte er noch leben können, wenn ich durchsetzungsfähiger gewesen wäre? Habe ich irgendwo versagt oder binde ich mir wieder zuviel ans Bein?
Denn da waren auch Vorgesetzte, die es definitiv wussten, dass da jemand zuviel trinkt. Es gibt eine Dienstvereinbarung über den Umgang mit Alkoholkranken. Und gegen die wurde in jeder einzelnen Phase verstoßen.
Ich wünsche den Kollegen, dass sie das nächstemal mehr Fingerspitzengefühl an den Tag legen. Und mir wünsche ich, dass ich das nächstemal den Mund weiter aufmache und auf die Konsequenzen scheiße. Denn noch einmal will ich mich nicht fragen müssen, ob ich die Tragödie hätte verhindern können, wenn ich den Hals aufgerissen hätte.
Schwieriges Thema. Schwierige, sehr unerfreuliche Gerüchtesituation.
In memoriam an eine nette, hilfsbereite Kollegin, die ich nie anders als ängstlich und wenig durchsetzungsfähig erlebt habe.
Die oft um Hilfe gebeten hat – und nie erhalten.
Gegen Inhaltssperren
Dr. Wiefelspütz, der inkompetente, trollende Abgeordnete der SPD Unna (guckt mal bei Abgeordnetenwatch nach ihm, das sagt eigentlich schon alles aus. Und der findet sich dabei noch „kewl“. Schlimm.) hat sich geoutet.
Er hat „islamistische“ und „verfassungsfeindliche“ Webseiten mit ins Spiel gebracht, dabei aber leider vergessen, dass „islamistisch“ und „verfassungsfeindlich“ nicht auch unbedingt bedeutet „kriminell“.
Ja, es ist in Deutschland tatsächich erlaubt, unsere Verfassung abzulehnen, ohne dass das strafbar ist. Man darf halt nur keine Volksverhetzung betreiben. Aber seine Meinung zur Verfassung (oder dem, was unsere Politiker noch davon übriggelassen haben), darf jeder jederzeit äußern, ohne dass dies strafbar ist.
Warum also die Sperren?
Christian Bahls hat das sehr schön zusammengefasst und auch kommentiert.
Leseempfehlung meinerseits. Vor allem, weil jetzt die ganze Widerwärtigkeit, die abstoßende Gesinnung unserer Politiker so richtig schön deutlich gezeigt wird.
Sie haben skrupellos und ohne mit der Wimper zu zucken, Missbrauchsopfer erneut missbraucht, um ihre Interessen und ihr Wahlkampfgetöse durchzusetzen.
Widerliches Pack, mir fehlen wirklich die Worte für diesen Schmutz, der verbreitet wird.
Da werden Opfer erneut zu Opfern und das alleine aus niedrigen Beweggründen.
Die einzige Möglichkeit, die es gibt: Dieses Pack nicht wählen.
Wählt die Piratenpartei, Newropeans oder von mir aus auch die Linken – auch wenn die aus verschiedenen Gründen nicht wirklich wählbar sind. Aber wählt NICHT die CDU, FDP, SPD oder die Grünen.
Die sind alle zu satt, zu verkommen und zu kalt. Es wird Zeit für einen Politik(er)wechsel.
Beamter mit Herz
es wird den Beamten ja immer nachgesagt, dass sie eigentlich nur die Zeit bis zur Pension absitzen und sich ansonsten in puncto Bürgerfreundlichkeit eher nicht auszeichnen.
Nun gibt es allerdings ein kleines Dorf am Rande der Großstadt, wo die Beamten noch mit Herzblut bei der Sache sind.
Der dortige Leiter des Bürgerbüros, dass auch Sachen wie das gemeinsame Bekennen zu künftigem Unglück (aka Ehe) abhandelt, hat sich jetzt etwas ausgedacht, wie er und seine Schäfchen, auch liebevoll Mitarbeiter genannt, diesen Vorgang zu einem unvergesslichem Erlebnis machen können. Nur zu gut erinnerte er sich an seine eigene Eheschließung vor 30 Jahren, die als Omen für die nicht allzu gut verlaufende Ehe hätte dienen sollen. Er hatte sich vorgenommen, dass SEINE Schäfchen nicht so mürrisch und wortkarg sein sollten wie der Standesbeamte, der ihn damals getraut hatte.
Und demzufolge waren auch die Traureden inzwischen (von ihm redigiert) geradezu poetisch, einem Goethe würdig.
Er hielt es für ein bösartiges Gerücht seiner Neider, dass Traugäste während der Traurede eingeschlafen sein sollen.
Es ging also um die Umstrukturierung der Trauerfeiern in ein unvergessliches Event.
Er ist Beamter, also macht man so etwas gründlich.
Er studierte alle Veröffentlichungen zum Thema „Corporate Identity“. Und als er damit fertig war, studierte er die Veröffentlichungen in Google zum Thema „Design für Jedermann“ und stieß dabei auf einige wirklich entzückende Ideen aus dem Bereich „Homepagedesign“.
Er war ja diesen neuen Techniken durchaus aufgeschlossen und hatte sich auch schon selbst eine Seite gebaut, in der er die Umbauarbeiten minutiös bebilderte, als er für seine Mutti ein Zimmer in seinem Haus geschaffen hatte.
Tzt. Frauen. Immer so zickig. Vor allem die eigene. Lief doch alles prächtig zu Hause und endlich war auch wieder Ordnung im Haus.
Als sich seine Studien dem Abschluß näherten, stieß er über eine Suchmaschine noch auf den Begriff „Eventplanung“. Hei, was für eine Freude. Da gab es doch tatsächlich „Eventmanager“ die dann die Planung des „Events“ übernahmen.
Er vertiefte sich begeistert in diese neue Welt und es eröffneten sich ihm zahllose neue Möglichkeiten.
Nun gut, vielleicht doch nicht so zahllos. Sein erster Vorschlag, das Trauzimmer in pink mit roten Herzchen zu gestalten, um eine würdige Umgebung zu schaffen, lief absolut ins Leere, da sich alle schlicht weigerten.
Undankbares Pack.
Als nächstes führte er ein „assoziatives Brainstorming“ durch und mittels neuer „Mindmapping-Fähigkeiten“ die er sich im Selbststudium aneignete, kam ihm die Idee, für Hochzeiten einen Chor mit kleinen Kindern und Ballons in der Hand aufzustellen, die dann für das Brautpaar singen sollte.
Kleine Kinder in rosigen Kleidern und mit roten Herzballons in der Hand.
Die Verwaltungsspitze berief für ihn einen Termin beim sozialpsychiatrischen Dienst ein und wollte ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen und war im übrigen strikt gegen seinen Vorschlag.
Unkreatives Pack.
Daraufhin überarbeitete er seinen Vorschlag noch einmal und bestellte jetzt für jeden seiner Schäfchen aka Mitarbeiter ein hübsches Sakko in „Lachsfarben“ mit einem großen roten Herz auf dem Rücken.
Die Damen bekamen Röcke in „lachsfarben“ und weiße Blusen. Ebenso mit großem rotem Herz.
Es wurde von ihm verpflichtend eingeführt, dass diese Kleidung anzuziehen ist. Einwände einer besonders rothaarigen Hexe von Kollegin, dass diese Kleidung sich mit ihrer Haarfarbe „beißen“ würde, wurden von ihm beiseite gewischt.
Eitles Pack.
Außerdem wurde das „Event“ von ihm nunmehr minutiös für jede Trau(er)feier durchgeplant. Das lachsfarbene Spalier ebenso wie die roten Luftballons und das Konfetti, was zu werfen war. Und wie.
Die Dienstanweisung „Verhalten und Uniformpflicht bei Trauveranstaltungen im Hause“ wurde erstellt und den Mitarbeitern zur Kenntnis gegeben.
Die ersten Trau(er)feiern waren ein voller Erfolg.
Die Traugäste hatten stellenweise Tränen in den Augen. Vor Rührung. Sicher.
Als nächstes Projekt möchte der städtische Eventplaner die Trauerfeiern in der städtischen Trauerhalle neu organisieren.
Die ersten Mitarbeiter versuchen derzeit laut letzter Meldung aus dem Personalamt, auf neue, ruhigere Stellen versetzt zu werden wie z.B. Mülllader bei der Müllabfuhr oder Tiefbauarbeiten.
Einhunderttausend Euro
mehr brauche ich nicht.
Nein, nicht für mich. Für meine Schulen. Mit 100.000 Euro könnte ich die Schul-IT auf anständige Füsse stellen, die Schulen komplett vernetzen und alles unter einem Dach vereinen.
Darin enthalten wären auch neue Server für die Schulen. Und die Dienstleister für die armen Lohnsklaven, die mein fehlendes Wissen ausgleichen sollen.
Einhunderttausend Euro.
Ob ich mal Herrn Steinbrück anmaile, ob in dem Töpfchen, wo er die 1,5 Milliarden für Opel gefunden hat, auch noch die 100.000 für meine Schulen drin sind?
Windows 7
Mhm…
ich testes mal. Mein XP-System kann man eh sehr getrost als „vergurkt“ bezeichnen, da kann ich auch mal sehen, wie das funktioniert.
Ich hoffe, ich find schnell den „Halt-die-Schnauze“-Button. In Vista hab ich den schmerzlich vermisst auch wenn ich inzwischen weiß wo er ist. Gut versteckt 🙂