Archiv des Autors: Tante Jay

Mensch sein heißt weiß sein?


In Duisburg fand ein Unfall statt. Vorfahrt genommen, in die Seite reingerast, diese zerteppert.

Soweit so normal. Polizei gerufen, die hat den Unfall aufgenommen und damit sollte das abgeschlossen sein.

Tja. Wenn es sich nicht um die Polizei Duisburg handeln (nur echt mit der abgehängten Fahne) würde und das Unfallopfer schwarz wäre.

Das nachfolgende Verfahren war so „normal“ wie widerlich.
Im Hohlraum, wo andere Leute ein Hirn haben, des Polizisten vor Ort muss „Schwarz und dickes Auto = Drogenhändler“ ergeben haben.

Also wurde direkt mal ein Drogenabstrich gemacht. Wo der Herr in grün „eindeutige Hinweise auf Kokainmissbrauch“ festgestellt haben wollte.

Also wurde das Unfallopfer (!) mit auf die Wache genommen. Zunächst auch mal offensichtlich, ohne da mal nach Krankenwagen oder so zu fragen.
Dort sollte eine Blutprobe entnommen werden von dem zuständigen Polizeiarzt.

Das Unfallopfer hat die nicht ganz unberechtigte Forderung gestellt der Polizeiarzt möge sich doch auch als Mediziner ausweisen. Hätte ich auch, wenn die mir so gekommen wären – nicht, dass da noch ein Veterinärmediziner meinte, er könnte Blut abnehmen.

Der Polizeiarzt hat ihn völlig ignoriert, nur mit den Polizisten gesprochen. Seine Einwände waren irgendwie wie nicht gesprochen. Wie entwürdigt und hilflos man sich dabei schon vorkommen muss… ich kanns mir gut vorstellen.

Der Gipfel kam aber dann, als er sich weigerte, die Jacke auszuziehen, solange der Arzt sich nicht ausweisen würde.

Das nahmen diese Idioten in Uniform zum Anlaß, doch mal selbst Hand anzulegen und ihn von der lästigen Jacke zu befreien.

Das Ende der Geschichte: Hämatome am ganzen Körper, das Blut wurde abgenommen (Probe natürlich negativ) und die Versicherung weigert sich zu zahlen, da ja offenbar das Auto eines Drogenhändlers abgeschossen wurde.

Und was ist das Opfer jetzt genau?

Ein Arzt mit Doktortitel. Studierte an einer deutschen Universität. Lebt seit über 20 Jahren in Deutschland und hat einen deutschen Pass. Ist also das, was man so als „integriert“ beschreibt.

Ich würd verstehen, wenn er den wieder zurückgeben würde.

Und MICH macht diese Geschichte gerade unglaublich wütend.

Solche Polizisten brauchen wir in Deutschland nicht. Wir brauchen keine Leute, die vorurteilsbehaftet Lust am Menschenquälen haben.

Wir brauchen Polizisten, die sich dem Geist und dem Gedanken dieses Landes verpflichtet fühlen.

Aber vielleicht ist es ja so, dass ICH den Geist und den Leitgedanken falsch verstanden haben, die Idioten in Uniform aber schon?

Jetzt hab ich alles gesehen…


Ohmann. Brille putzen hilft jetzt auch nix mehr.

Heute morgen aus dem Bett gefallen (siehe unten, wollte noch ne Bömskentüte vor dem Eventende, hat aber nicht geklappt *g*), um 6:30 Uhr angefangen.

Wollte frohen Mutes in die Heiligen Hallen meiner Schaffenskraft laufen – und hab mir die Nase an der verschlossenen Tür eingerannt.

Mhm, um 6:30 Uhr dürfen wir ja anfangen und die Arbeitsverträge der Hausmeister sind auch drauf ausgelegt.

Also kurz geguckt – hm, Licht ist an, also klingelste mal beim Hausmeisterlein.

Ein verschlafenes „MHM???“ kam aus der Gegensprechanlage.
„Ich bins, Tante Jay. Ich frier mir mein nicht unansehnliches Stuhlsuchgerät weg…LASS MICH REIIIIN. Tür is zu“

Noja. Danach kam ein Anblick den ich NIE wieder vergessen werde.

Ein Hausmeister, sonst immer wie aus dem Ei gepellt mit vergrießgnaddeltem Gesichtsausdruck, noch sichtlich verschlafen, in einem uralten Bademantel und Schlappen ohne Socken.

Mir hats die Brille zerschlagen. Ehrlich. Oder wo kommt der Schleier vor meinen Augen her?
Werde ich am Ende davon blind? oO

WoW vs. Herr der Ringe online


Ich spiele ja schon geraume Zeit WoW. Und irgendwie wäre die Faszination ungebrochen, wenn, ja wenn da nicht 2 Faktoren wären.

Der erste Faktor liegt in WoW selber. Mein Druide Jayla ist inzwischen als Eule full Epic. D.h. erstmal ist Ende der Fahnenstange. Und womit beschäftigt man sich, wenn man alles erreicht hat in WoW, was Raids angeht?

RÖCHTÖÖÖÖG. Achievements. Auf deutsch: Erfolge.

Das ist ein System, dass für bestimmte Dinge Punkte verteilt. Z.b. 10 Punkte für 160 Kochrezepte lernen (ich hab 150 *grummel*).
Oder eben Punkte für gewisse Erfolge bei den „Ingame-Events“, also Feste. Aktuell das Fest zum Valentinstag: Liebe liegt in der Luft.
Bis auf einen Erfolg hab ich auch alles gut machen können. Der eine Erfolg, der mir jedoch fehlt, ist: EIN doofes Herzchen. Man bekommt per Zufall jede Stunde, wenn man Glück hat, eine sog. Bonbontüte. Da sind 10 Bömsken drin. Abklingzeit 1 min. man kann also jede Minute ein Bömsken da rausholen.
Ich habe in den 5 Tagen vom Event ZWEI dämliche Bonbontüten bekommen. Und die acht geforderten Herzchen aus den Bonbontüten nicht formen können. Es fehlt mir exakt EIN Herz.
Wär ja alles nicht so tragisch, wenn, ja wenn es nicht so wäre, dass die Erfolge einen sogenannten Metaerfolg nach sich ziehen. D.h. wenn man alle erfolge von einem Fest schafft, bekommt man erstmal einen tollen Titel. Beim Valentinsdings-Fest wird man dann „Liebesgott“ bzw. „Liebesgöttin“. Und wenn man alle Titel in einem Jahr gesammelt hat, bekommt man ein neues Flugreittier.

Langfristige Kundenbindung. In der Tat – und auch akzeptiert, wenn Blizzard es jetzt nicht auf die Spitze getrieben hätte mit 2 Erfolgen. Eben mit dem extremen Glücksfaktor Bonbontüte (bitte mal die Blizzardforen durchforsten, die werden grad wegen der Beschwerden gesprengt) und einem anderen Erfolg, nämlich dem Braufest. Das endete letztes Jahr am 3. Oktober. Und man konnte ein sog. Abonnement beim Verein „Bier des Monats e.V.“ abschließen. Dann bekommt man monatlich ein Bier in den Postkasten geworfen, dass man austrinken muss: Voila wieder ein Pünktchen im Erfolg. Und dieser Erfolg ist nötig, um das Metaachievement „Braufest“ zu erreichen.
Doof nur: Am 14. Oktober kam der Patch, der die Erfolge implementiert hat. Am 3. Oktober endete das Fest.
Wer jetzt das Abo nicht abgeschlossen hat, ist treuer Blizzardkunde mindestens bis Oktober 2010. So offensichtlich die Rechnung, die Blizzard aufmacht.

Dass das so nicht funktioniert, bekommt Blizzard gerade in voller Härte zu spüren. Und so geht auch wirklich nicht – das ist Verarschung pur. Weil ich das eine bescheuerte Herzchen nicht bekommen habe, MUSS ich jetzt ein Jahr verlängern, wenn ich das Metaachievement haben will?
Ich bleib bei WoW weil mich die Inhalte überzeugen (tun sie gerade nicht), und weil die Leute mich dort anziehen (das tun sie nach wie vor *zu Visce wink*).

Der zweite Faktor ist:
LotRo.

Einerseits zwei liebe nette Leute dort, mit denen man viel Spaß haben kann. Wo anders ist es möglich, dass man wegen Verfehlungen einfach mal degradiert wird? Oder sich Wortgefechte über die Sippennachricht des Tages liefert? 🙂
Außerdem ist die Community dort nicht halb so arrogant wie in WoW, wobei sich das gerade auch relativiert, weil ein Haufen Kroppzeuch von drüben rüberschwappt. Eine Meldung „lfg Boss xxx hardmode“ wär noch vor 3 Monaten unmöglich gewesen, ohne dass derjenige Arsch voll gekriegt hätte. Belegaer ist ein RP-Server und da sollten die Anfragen doch etwas dezidierter kommen. *g*

Lotro geht mehr in die Breite. In WoW ist alles fixiert auf Raids oder PvP. Ansonsten steht man doof in der Hauptstadt rum, guckt den NPCs beim Nasepopeln zu oder versucht, Erfolge zu kriegen.

Was aber nicht möglich ist: Sich einfach ins Tänzelnde Pony zu setzen, im RL ein Gläschen Wein in der Hand, ingame zusaufen und dem Barden beim Spiel zusehen. Und dann das Herr der Ringe-Feeling ausleben, in Chat, Sprache und allem.

Eine meiner schönsten Erinnerungen war eine Unterhaltung zwischen meiner Elbin und einem vorwitzigen Hobbit. Der Hobbit hat mich in meiner neuen Bude besucht, sich benommen wie ne offene Hose und alles niedergemacht – insbesondere die Elben. Die Elbin hat ihm dann in einer Mischung aus Arroganz des älteren (schließlich mindestens 700 Jahre alt) und Naivität Kontra gegeben. Herr der Ringe aus der Sicht eines Hobbits oder eines Elben. Der Hobbit ist irgendwann schlechtgelaunt verschwunden. Aber Njal ist eh was komisch drauf. Fragt mal seine Tochter Roseanna. 😉

Besaufen kann ich mich auch in WoW, aber das Flair fehlt einfach. Die Quests – die sind tatsächlich bei Lotro Nebensache. Man kann auf jedem Level Quests haben, die anspruchsvoll sind. Man muss nicht verzweifelt hinter Items herjagen – in Lotro verbessert man den Charakter mittels verschiedener Möglichkeiten. Z.b. muss man mal eben ganze Trollpopulationen ausrotten und bekommt dann einen Punkt in „Geduld“ 
Man bekommt eine Waffe, die man leveln kann. Und das ganze rumgehusche wegen „Verzauberungen“, „Sockelungen“ etc. kannst da auch vergessen. Wenn du ein Item hast, isses feddich und muss nicht noch kostspielig aufgewertet werden. Aufgewertet wird das schon genug durch die Repkosten.

In Lotro hast ein eigen Häuschen. Kannst dir aussuchen, ob ein Hobbithaus (niedlich), Elbenhaus (edel) oder Menschenhütte (gemütlich). Als Elb sollte man aber den Kopf einziehen, wenn man ein Hobbithaus hat. Gibt sonst Kopfweh. *g*

WoW und Housing? Ich hör die Entwickler grinsen.

Hinzu kommen noch viele andere Unterschiede, aber das ist so dass, was mich momentan wieder mehr zu Lotro treibt statt nach WoW. Codemasters verarscht seine Kunden auch und hat sehr seltsame Ansichten bezüglich Kundensupport. Aber letztlich nicht so offensichtlich mit derartig dreisten Kundenbindungsrezepten, wie WoW das gerade tut. Und guck ich mir an, wie die Leute gerade reagieren, bin ich nicht die einzige, die so denkt.

Was mir leid tut und mich derzeit am meisten nach WoW zieht, ist Schwesterlein. Die spielt weiterhin mit ihrem Freund dort. Wär sie auf Belegaer, und evtl. noch einige andere auch: Nichts würde mich in WoW noch halten. Das Spiel nervt schon lange gewaltig. Aber die Leute dort sind mir nicht unwichtig 

Tante Jay deepfrozen


*brrr*

Da hat Schwesterlein Geburtstag. Und Tante Jay hat beschlossen, mal hinzufahren. Da der eigene fahrbare Untersatz im Winter höchstens für Kurzstrecken zu brauchen ist (mit HeißgetränkeTankstationen dazwischen), sind dann noch Mama Jay und Papa Jay mitgekommen.

Gefahren wurde im elterlichen Auto. Das, mit Verlaub, ist aber die allerletzte Möhre. Verliert Öl (Vadda: „Da kipp ich öl nach, datt reicht. Kompression? Is’n datt?). Stoßdämpfer geben dem Wort „ausgeleiert“ eine völlig neue Bedeutung und irgendwie hat die Lichtmaschine auch schon länger so ein komisches Husten. Und die Spur…jo, da war mal was. Wenn wir krumme Autobahnen bauen, läuft die Kiste bestimmt irgendwann mal gerade.

Zu deutsch: Übers Ohr gehauen worden und nicht wahrhaben wollen, dass die Kiste Schrott ist, weil ist ja dolles Cabrio.

hmpf.

Heute dann also Fahrt in der Gurke – die 130 km zu Schwester Jay. Und so kurz vor der Abfahrt: *KLACK* Auto aus. Und tat sich nix mehr.
Saugeiles Gefühl, im Stau 1100 m vor der Autobahnabfahrt zu stehen – in der mittleren Spur und NICHTS tut sich.

Mutter steigt (!) aus (!!) und guckt sich nach Hilfe um. Die findet sie in Form von 2 entsetzten Polizisten, die uns dann auf den Seitenstreifen geschleppt haben. Nicht ohne Mutter nochmal drauf hinzuweisen, dass eine Autobahn nicht so der ideale Fußgängerweg ist. Auch nicht im Stau.

OK; ich ADAC angerufen. Und die Anweisung war ja mal ziemlich geil: „Bitte steigen sie aus und stellen sie sich hinter die Leitplanke. In ca. 1 Stunde kommen wir vorbei“

Äh, hallo? es waren locker Minusgerade draußen, es ging ein schneidiger Wind und die gefühlte Temperatur lag bei irgendwas um minus 20 Grad. Und dann sollen wir eine Stunde draußen stehen? *vogelzeig*
Nach 5 min draußen hab ich mich ins Auto gesetzt. War mir scheißegal, ob da einer reinfährt. Hauptsache warm.

Nach etwa weiteren 10 min. hielt auf einmal ein Auto der Millionen Blechkarrossen an und fragte, ob er helfen kann – neee, ADAC ist gerufen, aber echt, danke 🙂

Weitere 5 min. später wurde es mir mulmig. Vater stand draußen und guckte Löcher in die Luft und es hielten VOR uns und HINTER uns jeweils ein hellgrüner Mercedes mit Saisonkennzeichen. Es stiegen 2 arabisch sprechende junge Männer aus.

Meine erste Reaktion meiner Mutter gegenüber war: „Die kriegen weder mein Geld noch mein Handy“

Ich klau mal bei Will: „Verfluchte Vorurteile“.

Mutter lachte und fands lustig. Ich nicht. Der eine guckte sich das Auto sehr genau an und dann fragten sie auf radebrechendem Französisch nach dem Weg nach Aachen. Haben wir dann erklärt und die sind wieder abgezogen.

Ich persönlich finde es immer noch seltsam, dass man, wenn man offensichtlich eine Panne hat (weder Warnblinker noch Warndreieck waren so wirklich gut zu übersehen) vorne und hinten von Autos eingeparkt wird und dann nach dem Weg nach Aachen gefragt wird. Aber möglich ist ja alles.

Als dann der ADAC endlich kam, waren wir schon halb steif gefroren. Der Knabe hat uns dann erstmal von der Bahn geschleppt und den eigentlichen Abschleppdienst gerufen. Karre eingeschleppt und Mietauto. Das erstmal dazu.

Was die Karre wirklich hat, weiß ich nicht, aber die Startversuche klangen nicht so wirklich gesund. Entweder ist der Zahnriemen (der ja auch seit mind. 1 Jahr gewechselt werden muss) übergesprungen oder Kolbenfresser oder Elektrik im Eimer. So oder so tippe ich auf wirtschaftlichen Totalschaden.

Mal gucken, wie meine Eltern dann an einen neuen Wagen kommen.

ICH geh erstmal ins Bett. Aufwärmen. Ich bin sowas von durchgefroren,d as gibts nicht…

Ja ist denn heut schon Montag?


Heute morgen wie üblich zur Arbeit gelaufen (für die Ungläubigen unter euch: GE-LAU-FEN!!! Jawoll!!).

Im Büro angekommen, den üblichen Antrittsbesuch im Kollegenbüro gemacht. In die Jackentasche gegriffen, um meinen Schlü…

Wo sind meine Schlüssel??

Jo, da fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren:

IM VERDAMMTEN SCHLÜSSELKASTEN.

OK, Kollegin nach Generalschlüssel gefragt, schließlich muss ich ja in mein Büro kommen. Nach oben getrappst.

Rein ins Büro, Klamotten an den Haken gehängt (Jacke und Schal, ihr Ferkels).

Raus ausm Büro. Runtergedackelt. Kollegin Schlüssel gegeben. Hochgedackelt. Nase an der Tür plattgehauen.

Die ließ sich einfach nicht öffnen, irgendein Dorfdepp hat das Ding verschlossen…

Kurz umgeguckt. Mist, das konnte ich noch nicht mal der Reinigungskraft in die Schuhe schieben… war ich wohl 😦

Also wieder runtergedackelt. Schlüssel geholt.

„Tanteeeee…es ist doch heute kein Montag…“ mit einem leicht grinsenden Blick und vorwurfsvollem Ton.

Ich schimpfte vor sich hin und meinte: „Wenn das so weitergeht, nehm ich mir gleich frei.“

Kollegin daraufhin: „Neee, dann hätt ich nich soviel Spaß…“

Jo, danke auch. Übrigens hat die 2. Schließaktion dann was gebracht… ich sitz ja jetzt hier.

Neues von der Beschaffungsstelle


Ich will doch nur 2 Patronen hier liegen haben. 2 Druckerpatronen. Eine zum Wechseln, wenn die andere leer ist, damit ich nicht 2 Tage warten muss, bis ich weiterdrucken kann…

ZWEI. Nicht EINE.

Was krieg ich?

Eine.

Warum?

„2 sind zu teuer“

Ja, neee…is klar. *seufz*

Beim Brötchenhändler


🙂

Heute morgen beim Brötchenverkäufer. Ich (Augen auf Halbmast, noch nicht richtig wach und will einfach nur ein Brötchen haben und dann in Frieden sterben). Neben mir Mutti, will für die ganze Bagage Brötchen haben.

Verkäuferin: Stimmbandentzündung. Kann nicht quatschen. Ich kenn die, ist ne supernette. Aber heute halt etwas maulfaul. Verständlicherweise.

Sie guckt Mutti an. Mutti legt los:

„Ich krieg 10 Brötchen, ne. Und hörnsema das mit dem Wetter das geht ja mal so gar nicht, das ist ja nicht mehr schön, so kalt wie das ist. Und mitten im Winter. Meine Kinder sind auch schon am Husten und Schnorcheln und rotzen alles in der Gegend rum. Ein Brot bitte noch. Nein, das Kasseler daneben….“

Ich: *schnaaaaaaaarch*

Das Gesabbel hörte nicht auf. Ich hab ja noch wegen der besseren Lesbarkeit Satzzeichen gesetzt – aber die hat definitiv keine gesprochen.

Wach wurde ich dann, als ich hörte: „Nu saaachense doch auch mal was“

Verkäuferin: *hilfloser Blick auf mich*

Ich grinse breit und zeige nur auf das Schild, was vorne steht:

„Aufgrund einer Stimmbandentzündung kann ich nicht sprechen. Ich bitte um Verständnis“

Mutti: Still. Und dann:

„Uuuuuuuuuups….“

*g*

Montag morgen


man liest so gemütlich seine Online-Zeitung und trifft auf einen Artikel, nach dessen Lektüre man hellwach ist.

Hallo Telepolis?

Ich bin ja nun schon einiges von euch gewohnt, aber, äh, *hust* guckt doch mal wirklich, was bei euch im Kaffee so schwimmt. Coffein alleine kann das nicht sein.

Summieren wir mal kurz aus dem hohlen Bauch raus:

Frau Härpfer merkt des Öfteren an: „Da muss man doch Fragen stellen“

Hm, was genau war jetzt die Aufgabe von Journalisten? *grübel*

Frau Härpfer, es ist komplett bescheuert, einen fiktiven Film als Grundlage für einen ernstgemeinten Artikel zu nehmen. Der Film Mogadischu ist definitiv fiktiv. Er hat auch nicht den Anspruch, real zu sein. Er ist KEIN Dokumentarfilm.
Bitte den Realitätsdetektor neu justieren, danke.

Und, achsoja… das verschwundene Dossier. Die einzige Vermutung, die der Autorin des Textes NICHT kam, war, dass die geblufft haben könnten. Dass es dieses Dossier nie gegeben hat. Das man einfach mal versucht hat, mit der Drohung eines ominösen Dossiers die Vorgänge etwas zu beschleunigen. Nach dem Motto: „Wenn ihr den Kerl schon nicht wiederhaben wollt, dann habt wenigstens Angst vor dem, was er so ausgepackt hat“.

Dann muss ICH meinen Kaffee nicht schon am frühen Morgen vor den Bildschirm spucken und mich fragen, was ich da gerade lese. Sowas wär schon in der Grundschule als Referat peinlich, aber welcher Chefredakteur läßt denn sowas online gehen?

Der Fluch der bösen Tat?


Da holt Papst Benedikt die Ultrakonservativen (für mich sind das eher die Knallchargen des Katholizismus, aber jedem das seine) zurück ins Boot, indem er die Exkommunikation deren Bischöfe aufhebt.

Was denen ganz gut gefällt, nun können sie ihre Rattenfängerflöten unter dem Deckmäntelchen der katholischen Kirche musizieren und sich Zulauf sichern. So ne Exkommunikation ist ja für eine katholische Organisation doch etwas hinderlich.

Er fordert gar nicht viel, der Papst. Nur einen Gehörsam gegenüber Rom.

Ob er sich jetzt wohl wundert, dass die Brüder vom FSSPX ihm einen großen Haufen scheißen und lustig weitermachen wie bisher?

Das ist das Problem mit verblendeten sturen Idioten wie der FSSPX. Die sehen ihren eigenen Tellerrand und fürchten sich zutiefst vor allem, was abseits ihres schmalen Blickwinkels ist.

Und weil dem so ist und weil sie in Dogmen denken (es darf nicht sein, was nicht sein kann), reagieren sie mit ausuferndem Hass und Starrsinn auf alles, was nicht so ist wie sie.

Sie sind den ultraorthodoxen Juden und Muslimen darin sehr ähnlich.

Man kann dies gut auf deren Webseite betrachten: www.kreuz.net.

Nicht nur die „Artikel“ auf der Seite spotten sämtlichen journalistischen Traditionen, auch die Kommentare da drunter zeigen häufig, wes Geistes Kind diese Leute sind.

Sie sind klein. Sehr klein. Und sehr engstirnig. Und fühlen sich dabei wie die Könige und Weltherrscher.

Was sie anstreben ist die Herrschaft der Einheitlichkeit. Keiner darf anders sein als sie. Und ob jemand anders ist, bestimmen nur sie alleine.

Wenns nicht so traurig wäre, wärs direkt lustig.

Erklärungsbedarf


Es gibt ja nicht viel, was ich nicht wenigstens ansatzweise nachvollziehen kann, wie jemand auf diese krude Idee wieder kommt.

Aber kann mir bitte einer nachvollziehbar sagen, wieso man Leute wegen ihres Glaubens verfolgt?

Speziell Judenhass ist das, was mir gerade sauer aufstößt.

Himmelherrgott, die haben nen anderen Glauben. Ja und? Es steht mir nicht zu, darüber zu richten oder die Leute deswegen zu diffamieren. Weil es ihr GLAUBE ist. Sie glauben daran – und ob es richtig ist oder falsch, kann heute noch niemand mit Bestimmtheit sagen.

Persönlich frage ich mich ja immer, was denn die Jungs von Kreuz.net machen, wenn nach ihrem Tod auf einmal ein milde lächelnder Buddha ihnen den Weg in die nächste Reinkarnation weist… vielleicht als Ratte oder Wurm?

Gerade die Schlagzeilen über Israel machen das immer noch deutlich, dass es sowas wie Antisemitismus weiterhin gibt.

Es wird deutlich in Formulierungen wie „die Zionisten haben..“ oder „die Juden haben..“

Ich hab auch den Bekannten eben, der von „dreckigen, bombenden Zionisten“ geschwafelt haben, die die „armen Ölaugen-Kinder“ wegbomben, deshalb ziemlich eins eingetütet.

Von meiner Bekanntenliste hab ich ihn bis dahin _noch_ nicht gestrichen, aber der Vorwurf, dass ich die „Judenhetze“ noch mitanheize und auf die „Judenlügen“ reinfalle, war so widerwärtig, dass ich mich am Telefon beschmutzt fühlte.

Und schmutzige Menschen, die zu dumm sind, ein Loch in den Schnee zu pissen, die will ich nicht kennen.

Leb nicht wohl. Möge die Erkenntnis dir irgendwann mit einem Amboss auf den Kopf fallen. Ich würde noch applaudieren.

Wiederholungstäter II


Das Gerät hat überlebt…

Scheiß arbeit jedesmal, das Zeug sauberzumachen. Aber wenigstens keine heiße Herdpladde in der Nähe…

"Das glaube ich nicht"


Man sagt Beamten ja nach, dass sie manchmal ein wenig pfantasielos sind. 🙂

Mein Kollege hats dann heute wieder mal auf die Spitze getrieben.
Ich mein, vom Äußeren her: Bling, moderne Klamotten, immer Top gestylt…kein Ding. Aber ne Mentalität wie ein Ärmelschoner 😉

Anlass zu seiner Verwirrung gab heute eine neue Dienstvereinbarung. Danach dürfen die Kollegen des gehobenen Dienstes (datt isser) bis zu 25.000 Euro anordnen. Bislang warens 2.500 Euro.

Und hier kommt die Verwirrung ins Spiel: „Das glaub ich nicht, dass ist eine Null zuviel, soviel Geld kann man doch aufn Mal gar nicht ausgeben“

Kann man locker, man braucht nur das richtige Sachgebiet dafür.

„Aber…aber…das geht doch nicht. Wer soll das denn kontrollieren????“

Tjo. Der Hinweis, dass die VoL sich massiv geändert hat und die Vergabebeträge ziemlich in den Himmel geschraubt wurden und das nur die seit 2,5 Jahren fällige Anpassung an die gegebenen Verhältnisse ist…die hat nicht richtig gezogen.

Er hockt jetzt unten über dem Papier, was ich ihm ausgedruckt hab und ruft Gott und die Welt an, um zu klären, ob das wirklich so ist, dass er jetzt für 25.000 Euro zeichnen darf oder nicht. Und ob das ein Druckfehler ist.

Hat jemand ne Tüte Popcorn? Ich bin weg, mir unten ne Hängematte aufbauen 🙂

„Das glaube ich nicht“


Man sagt Beamten ja nach, dass sie manchmal ein wenig pfantasielos sind. 🙂

Mein Kollege hats dann heute wieder mal auf die Spitze getrieben.
Ich mein, vom Äußeren her: Bling, moderne Klamotten, immer Top gestylt…kein Ding. Aber ne Mentalität wie ein Ärmelschoner 😉

Anlass zu seiner Verwirrung gab heute eine neue Dienstvereinbarung. Danach dürfen die Kollegen des gehobenen Dienstes (datt isser) bis zu 25.000 Euro anordnen. Bislang warens 2.500 Euro.

Und hier kommt die Verwirrung ins Spiel: „Das glaub ich nicht, dass ist eine Null zuviel, soviel Geld kann man doch aufn Mal gar nicht ausgeben“

Kann man locker, man braucht nur das richtige Sachgebiet dafür.

„Aber…aber…das geht doch nicht. Wer soll das denn kontrollieren????“

Tjo. Der Hinweis, dass die VoL sich massiv geändert hat und die Vergabebeträge ziemlich in den Himmel geschraubt wurden und das nur die seit 2,5 Jahren fällige Anpassung an die gegebenen Verhältnisse ist…die hat nicht richtig gezogen.

Er hockt jetzt unten über dem Papier, was ich ihm ausgedruckt hab und ruft Gott und die Welt an, um zu klären, ob das wirklich so ist, dass er jetzt für 25.000 Euro zeichnen darf oder nicht. Und ob das ein Druckfehler ist.

Hat jemand ne Tüte Popcorn? Ich bin weg, mir unten ne Hängematte aufbauen 🙂

Erschreckende Naivität


…oder gezieltes „für dumm verkaufen“?

Netzpolitik.org hat ja netterweise ein komplettes Memo veröffentlicht, woraus hervorgeht, wes Geistes Kind die Führungsmitarbeiter der Bahn sind.

Diese Leute sind für etliche Milliarden Firmenvermögen, für den sicheren Transport der Leute von A nach B und für ca. 150.000 Mitarbeiter verantwortlich.

Also sollte man doch meinen, dass diese Leute fähig sind.

Rekapitulieren wir mal:

Die Bahn hat in großem Stil ihre Mitarbeiter für die verschiedensten Zwecke „gescannt“ bzw. scannen lassen. Da wurden Ehepartner genauso mit reingezogen wie die Bediensteten selbst. Kontenbewegungen aller privaten Konten wurden überprüft, ebenso wie die finanziellen Verhältnisse eines Mitarbeiters.

Besonderes Augenmerk wurde offensichtlich in die Ermittlung gesteckt, wer denn Herrn Mehdorn jetzt genau anonym eines Steuervergehens bezichtigt hatte.

Ein Schelm, der Arges dabei denkt.

Nimmt man dann noch hinzu, dass die betreffende Ermittlungsfirma die Aufträge ohne Ausschreibung erhalten hat (wir reden hier über geschmeidige 800.000 Euro, diese Aufträge müssen laut VoL europaweit ausgeschrieben werden, wobei es da zugegebenermaßen Probleme geben wird… „Die Deutsche Bahn AG misstraut ihren Mitarbeitern und sucht kompetente Spitzel, die die mal ordentlich durchleuchten“ klingt nicht so gut), bekommt das ganze einen sehr faden Beigschmack, wenn man bedenkt, dass die vorrangige Ermittlungstätigkeit der Korruptionsbekämpfung dienen sollte.

Was mich persönlich aber am meisten aufbringt, ist folgender Satz in dem nun veröffentlichten Memo, wo die „Großkopferten“ den Vertretern des Datenschützers Andreas Dix mal Rede und Antwort stehen mussten.

Es ging um das berechtigte Interesse, dass bei derartigen Anfragen immer im Vordergrund stehen muss.
Berechtigtes Interesse ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der aber nichtsdestotrotz recht eng gefasst ist. So reicht es z.b. nicht, einfach mal zu sagen: „Der könnte das gewesen sein, lass mal seine Privatkonten durchschnüffeln, ob er es auch wirklich war.“

Es müssen für derartig tiefe Eingriffe schon handfeste Indizien vorliegen. Und dass ein Mitarbeiter in der fraglichen Abteilung arbeitet, ist z.b. kein solches.

Unter diesem Hintergrund muss man sich diesen Satz im Memo mal auf der Zunge zergehen lassen:

Zum berechtigten Interesse
führte Herr Dr. Bähr aus, dass die Deutsche Bahn AG für die Auskunft bezahlen
würde, also könne man davon ausgehen, dass ein berechtigtes Interesse vorhanden
sei.

Ja nee is klar. Was glauben die eigentlich, wer die sind?

„Ich hab für die Pistole bezahlt, also kann ich auch nen Raubüberfall damit machen“?


Weg mit denen. Ab nach Hartz IV. Mehr haben die nicht verdient.

Emissionsrechte verkehrt…


Hab ich das jetzt richtig verstanden?

Die Verschmutzungsrechte wurden den Stromversorgern geschenkt. D.h. die mussten für diese Rechte nix zahlen.

Soweit so gut.

Aber der nominelle Preis für diese Rechte ist auf den Strompreis aufgeschlagen worden. So sagte mir ein Kollege gerade.

Gehts noch?