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Badetag Reloaded
Etwas älterer Text, aber ich find den wirklich gut. Ist selten, dass ich mich über mich selbst so kaputtlache. Und da nicht jeder so nach unten scrollt oder das ganze Blog durchliest, denke ich, kann ich das mal ein wenig nach oben ziehen 🙂
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Ich hab mal gedacht, bisschen fitter werden ist so eine feine Sache. Und Wasser ist ja auch das naturgegebene Element eines jeden Wales… Plan gut. Ausführung…naja, lest selbst.
ES IST ALLES WAHR *g*
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Naja, ich hab mir einen Badeanzug in der zarten Größe von 52 gekauft mit der Überlegung “da wächste noch rein”
Nix is – das Mistding PASSTE
ne, Kinners, so geit datt nich. Und die Jacke – ist auch doof, wenn man sich im Reißverschluß ständig die Wampe einklemmt.
Ergo: Spocht. Frau muß dann halt mal in den sauren Apfel beißen.
ok, ich heute also frohen Mutes zum Spätschwimmen. Von 19:30 bis 21:30 Uhr darf man da planschen. Monatskarte kost 26 Euros, 40x kostet 60 Euro. ich weiß noch nicht, was billijer is
Nunja, die Tante Jay also Sachen gepackt, losgedackelt. vorher noch den Badeeumel anprobiert, sitzt, paßt, wackelt und hat Luft => WROMMM los zum Schwimmbad.
OK, reingetrabt, bezahlt, Umkleide gesucht, Spind angeguckt, umgedreht, zurück zur Kasse…
“TANTEEEEEEEEEEEEEEEE – wie krich ich den Helm innen Spiiiiiiiiiiind?”
Gut, ich hab ihn dann an der Kasse gelassen, wo die Dame ihn netterweise verwahrt hat. 🙂
Zurückgetrabt, Klamotten ausgepackt, Handtücher, Duschzeugs (”SPITZE, die Dose suppt”) das gute Herbal-Essence-Shampoo. Mir eine innerliche Notiz gemacht, beim Haarewaschen nicht auszurasten.
Ich denk mir so im stillen: “Hmmm…eeeschentlich bisse doch schon ziemlich weit unten im Sack…wo is eigentlich der Bade….AAAAAAAAAAAAAAAAH”
OK, aus der Umkleide raus (hatte mich ja noch nicht ausgezogen) zur netten Tante nach vorne getrabt und gefragt, ob man einen Badeanzug im klassischen 4-Mann-Zelt-Design käuflich erstehen könnte. Und ob _vielleicht_ auch ein Badeanzug im Angebot wäre, wo man nicht aussieht, als müsste man nur den Auweis wegwerfen um 10 Jahre Rente nachgezahlt zu bekommen. Hatte sie nicht. OK, Tante Jay entschied sich für das Modell “Walfang” in dezentem blau. Bezahlte und trabte unter dem milden Grinsen der Dame wieder in die Umkleide.
Ich mich also wacker ausgezogen, danach unter dezenten Logistikproblemen alles in den Spind 303 gestopft. Spind angeguckt. Band angeguckt. Doof geguckt. Spind angeguckt. Band angeguckt. Doof geguckt.
Kam netter Onkel vorbei. Grinste, nahm mir den komischen Chip aus der Hand, drehte einmal an dem silbernen Pinöckel da, schloß den Schrank ab und gab mir das Teil.
Meine gemurmelte Entschuldigung “ich bin blond und mach nich so oft Sport” quittierte er mit einem lächelnden “Is nicht schlimm, datt hamwa öfta”
Ich verließ den Ort meiner Niederlage und trabte in die Dusche. Öffnete die Tür, ging rein, guckte, grüsste freundlich den netten Herrn unter der Dusche, drehte mich wieder um und betrat danach die Damendusche.
Brille abgelegt, zur Wand getastet, das große silberne Rechteck bepatscht, in der Hoffnung, dass da Wasser rauskommt. Kam nix raus. Hm. Meine Nasenspitze an die Platte gelegt und akribisch abgesucht. Rote Fläche mit “START” sah gut aus
* HOCHGUCK*
* DRAUFPATSCH*
Ah ja, meine Vorduscherin zog kaltes Wasser vor.
Ich den Hebel mit der Geschwindigkeit eines ICEs auf “WARM” gedreht. Danach den Duschstrahl verlassen, bevor ich gekocht werde.
* runterguck*
nass bisse, also kannste auch schwimmen gehen.
Ich verließ die Dusche ohne weitere Unfälle und betrat das Schwimmbad.
Im Becken befanden sich
Angeberschwimmtrainer A, Angeberschwimmerin B, Omma Luise, Omma Agathe, Omma Agathes Enkelin.
Einem von den fünfen gehörte wohl auch das Holzbein das am Rand rumlag, ich hab aber mangels Brille nicht erkennen können, wem.
Ich lasse mich vom Stapel und tauche in das Wasser ein. Von der Leiter natürlich.
ich begebe mich in Startposition. Neben mir Omma Luise. Omma Agathe zieht ihre Runde weiter vorne und die beiden Angeberschwimmer waren wohl auch für die Dünung verantwortlich, die mich fast ertränkt hat.
Omma Agates Enkelin schwomm so lustig vor sich hin und mußte wohl ein Raketentriebwert aufgeschnallt haben. Vielleicht hat Omma Agathe aber auch nur ein Bohnengericht gekocht, ich weiß es nicht.
Aber:
SO SCHNELL SCHWIMMT KEIN NORMALER MENSCH
Ich also auf meinen Startplatz und lege los. Ein Schwimmzug und noch einen. Ich gucke kritisch. hm, 2 Schwimmzüge und 30 cm. sind keine gute Ausbeute, ich beschließe, einen Zahn zuzulegen. Als ich auf der Mitte der Bahn bin legt Omma Agathe los. 2 m weiter hat sie mich dann eingeholt und zieht triumphierend an mir vorbei.
Ich überlege kurzfristig, ob ich sie nicht ersäufen soll, entscheide mich dann aber dagegen.
Mit Todesverachtung ziehe ich meine Runden.
Ab Runde 6 zieht mein Magen mal kurz an der Speiseröhre und bittet um Nachschub.
Ich bleibe hart und verweigere sie ihm.
Ab Runde 8 wird mein Magen unfair.
Bilder von wohlgeformten Burgern und knackigen goldgelben Pommes erscheinen vor meinem inneren Auge.
Ich sage meinem Magen, er soll die Fresse halten – SO hätten die Dinger nie ausgesehen.
Ab Runde 10 wird er noch unfairer.
ich sehe Bilder von Hungersnöten. Und mein Magen findet es eine gute Idee, einfach mal in einer Lautstärke zu knurren, die deutlich sagt “HUNGER”. Die beiden Angeberschwimmer gucken mich verblüfft an, wieso ich die denn anknurre.
Ich lächele freundlich und schwöre meinem Magen, dass er nie wieder Kaffee kriegt.
Nach kurzer Überlegungszeit lenkt mein Magen ein und gibt Ruhe. Er signalisiert nur noch schüchtern “Äh, bei Gelegenheit hätt ich aber gerne….”
Omma Agathe zieht derweil ihre Runden. Anläßlich einer Pause vernehme ich, wie Omma Agathe sich mit Omma Luise unterhält:
“Ach wissen sie, mein Zipperlein, es geht halt mich mehr so schnell wie es früher mal ging” “Ja, man ist ja auch nicht mehr die Jüngste”
Ich überlege kurz, wie man so rumjammern kann, wenn man mit der Geschwindigkeit einer Luft-Boden-Rakete durch das Schwimmbecken saust…aber jedem das seine.
Runde 20 ist angebrochen. Oh Gott, meine Arme, wieso tun die so weh? Und wieso tut mein Nacken weh?
Da es auch viertel nach neun ist und ich mich noch umziehen muß (was mit Armen, die herunterhängen wie Blei etwas schwierig ist). Ich gehe in die Dusche, das einschalten klappt nunmehr problemlos und ich nehme wieder die Dusche von vorhin, da die ja prima auf meine Temperatur eingestellt war.
Aha. Da war noch ein Kaltduschfan vor mir drunter.
nachdem die Seifenschale meine schöne Flasche Herbal-Essence-Shampoo ausgespuckt hat und der Deckel etwas abgeplatzt ist, gehe ich zur Umkleide, öffne selbständig den Spind und ziehe mich sogar unfallfrei um.
Wie schön – die Haare hätt ich gar nicht trockenmachen brauchen. Waren auf dem Rückweg eh wieder nass. Merk ich mir fürs nächste mal, spart Arbeit.
Los. Mitzeichnen
Wie in einem Kommentar weiter unten steht: Es gibt eine e-petition gegen die Sperrlisten.
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3bsa=details%3bpetition=3860Die
LOS. Worauf wartet ihr?
Südländisches Temperament
Mittagspause.
Eben zum Supermarkt gegenüberflitzen und einkaufen.
Völlig in Gedanken versunken durch die Flure huschen und nicht richtig auf die Umgebung achten. In der Hand eine Glasflasche mit Ketchup.
Nicht sehen, dass zwei Angestellte dort offensichtlich eine Boeing 747 oder ein A-300 einweisen.
MITTEN in die ausgestreckte Hand der einen Angestellen hineinlaufen.
*KLIRR* Flasche putt.
Ich: „AUA“
Angestellte: „Könnense nich aufpassen wose hinlaufen?“
Ich: „Äh, bitte was? Sie haben doch hier so rumgefuchtelt, als würden sie Verkehrspolizist spielen.“
Sie: „Und sie sind rumgerannt wie ein blinder Dackel. Und wer wischt den Mist jetzt weg?“
Ich: „Noja, wer sonst? Ich etwa?“
Sie: „Wär ja nur angemessen, sie habens ja auch runtergeworfen.“
Das war der Zeitpunkt, wo ich kurz vorm durchknallen stand und die Trulla gerade ordentlich anscheißen wollte, als der Geschäftsführer von dem Laden ihr kurz auf die Schulter tippte, sich ausnehmend höflich bei mir entschuldigte, mich durch die Kasse lotste und meinte: „Geht aufs Haus.“ und dann die Dame am Arm mit einer sehr bestimmten Bewegung in sein Büro lotste.
Ich glaub, die seh ich da höchstens noch als Kundin. Aber ehrlich selbst schuld.
Blinder Dackel.
Pah.
P.S.: Mist, ich wünschte, ich hätt mehr eingekauft. 🙂
Es wird länger :)
Tom vom Bestatterweblog ist ja ziemlich frech. Was ich gut finde. Nina wurde von ihm auch liebevoll als Krapferl bezeichnet und zeigte sich eher weniger begeistert. 😉
Mir hingegen als Dummfugschreiberin kam da so eine Idee, wie man beide Geschichten miteinander verbinden kann. Der Tod meets Tom, den Bestatter. 😉
Krapfen gibts bei mir aber keine *grinsel*
Vorsicht. Laaaaaaaaanger Text.
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Der Tod war verzweifelt. Mercedes war sein Auftrag – und er konnte ihn nicht erledigen. Sie über die Grenze verschwinden zu sehen, das wollte er nicht und doch musste er es tun.
Er grübelte lange darüber nach, wer ihm helfen konnte. Der kleine Tod war ja der Reinfall schlechthin gewesen – alles was der Kleine anpackte, gereichte ihm zum Schaden und war bestenfalls mit Schockerlebnissen verbunden. Er besah missmutig die moderne Armbanduhr an seinem Handgelenk.
Auf seiner ziellosen Wanderung durch die Welt kam er auch in ein kleines idyllisches Städtchen.
Hier sah er auch ein großes Werbeplakat, was ihm mit einem Schlag klarmachte, dass seine Probleme gelöst werden könnten.
Wer hatte viel mit Toten zu tun? Für wen war der Tod kein Fremder? Wer würde seine Situation verstehen wie kein Zweiter?
Genau.
Ein professioneller Bestatter. Einer, der seine Arbeitsergebnisse eh dauernd wegräumt. Dem er zuarbeitete. Der ohne ihn nicht leben könnte.
Das Werbeplakat zeigte ihm den Weg zum ortsansässigen Bestattungshaus, „Pietät Eichenlaub“. Frohen Mutes griff er mit langen Schritten aus und schnell hatte er die angegebene Adresse erreicht und spionierte erst einmal durchs Fenster. „Die Lage peilen“ nannte es der kleine Tod. Wie passend.
Er sah ein Büro mit einem großen, edel wirkenden Schreibtisch. Der Mann, der hinter dem Schreibtisch saß, wirkte distinguiert, freundlich und zuvorkommend.
Der Tod hatte ein gutes Gefühl bei dem Mann und betrat das Ladenlokal. Der Mann war gerade bei der Beratung eines alten Mütterchens.
„Dann rechnen wir das mal aus.“ Der Mann tippte auf seinem Taschenrechner herum.
„Aber sie sagten doch, dass die ganze Beerdigung nicht mehr als 499 Euro Festpreis kostet?“
„Natürlich, aber nur, wenn sie die festgelegten Rahmenbedingungen akzeptieren. Extras muss ich leider auch extra berechnen. Und bei ihnen waren eine Menge Extras.“ Die Frau schluckte. Der Mann war fertig mit rechnen und guckte auf den Taschenrechner: „Das macht alles zusammen 3.500 Euro.“ Die Frau wurde bleich. „Das kann ich mir nicht leisten“, schluchzte sie in ihr Taschentuch, mein Franz soll doch vernünftig unter die Erde kommen, was mache ich denn jetzt nur?“
Um die Mundwinkel des Mannes spielte ein kurzes, siegessicheres Lächeln, bevor er schlagartig wieder ernst wurde und sagte: „Da finden wir eine Lösung. Sie müssen das ja nicht alles auf einmal bezahlen.“
Der Tod drehte sich auf dem Absatz um und verließ fluchtartig das Gebäude. DER war nun wirklich nicht vertrauenswürdig, der würde ja sogar noch ihm einen Sarg aufschwatzen. UND es danach dem Schicksal petzen. Vom kleinen Tod mal ganz zu schweigen.
Innerlich merkte er sich diese Type schon mal vor. Wenn er ihn holen würde, wäre es eine besondere Freude für ihn.
Ein kleiner Unfall lenkte die Aufmerksamkeit des Todes kurz auf einen Delinquenten. Der Auftrag war schnell erledigt und er konnte jetzt das Theater genießen. Rettung mit Blaulicht und Sirene, die Polizei folgte mit ebensoviel Krach und alle bemühten sich um den am Boden liegenden.
Der Tod dachte wehmütig an die Zeit zurück, als er noch mit der Pest um die Städte gezogen war. Wie schön wäre es gewesen, hätte man damals diese Radauleuchten auf dem Pferd haben können. Nicht zu vergessen, dass damals keine Mercedes…
VERFLUCHT schon wieder das Mädchen. Noch nicht mal hier ließ sie ihn in Ruhe.
Frustriert drehte sich der Tod um und wollte schon gehen, als ein Fahrzeug eines anderen Bestatters um die Ecke bog. Der Tod sah interessiert die Aufschrift und sah sich die Szene an.
Der Wagen hielt an und heraus stieg ein vierschrötiger Kerl mit einem sehr breiten Kreuz. Er strahlte eine Aura sachlicher Kompetenz aus.
Auf der Beifahrerseite öffnete sich die Tür und das erste, was der Tod sah, waren erstmal die Beine, die sich langsam aus dem Auto schälten und zu einer langbeinigen schwarzhaarigen Schönheit wurden. Der Tod war ja kein Experte, aber es gefiel ihm, was er da sah.
Der Menge übrigens auch, die sich inzwischen angesammelt hatte und das Mädchen mit Pfiffen bedachte.
Was diese ebenso gekonnt wie verächtlich ignorierte. Der Fahrer drehte sich kurz um und blickte böse über die Menge.
Die Pfiffe hörten ebenso schlagartig auf wie sie begonnen hatten.
„Wow, das ist Autorität“ dachte der Tod bei sich und beschloß, hier mitzufahren. Das schien vielversprechend.
Mit viel Routine wurde der Tote auf der Straße eingesammelt und in den Bestattungswagen gelegt. Der Tod lehnte sich bequem an den Transportsarg und fuhr unerkannt mit.
Im Bestattungsinstitut angekommen, stieg der Tod aus und strich erstmal durch das Gebäude. Im Büro saß eine ältere Dame um die der Tod einen Bogen machte – mit der war offensichtlich nicht gut Kirschen essen.
Gerade murmelte sie wütend etwas vor sich hin und besah sich intensiv einige Notizzettel.
Nachdem sie noch eine Zeitlang erfolglos auf die Zettel geguckt hat, nahm sie sie, spazierte in das Nachbarbüro und legte dem dort sitzenden Angestellten die Zettel vor.
„Chef, Ihre Sauklaue kann wieder kein Mensch lesen!“ fragte sie den armen Wicht. Der besah sich die Zettel und meinte: „Äh, das ist schon in Ordnung, ich bearbeite die später.“ und guckte danach intensiv in eine Akte.
Der Tod dachte, er hätte sich verhört. „Chef“???? Der Laden hier wurde immer interessanter.
Die Frau ließ sich auf jeden Fall nicht beirren. Der Chef erfand den Zettel zwar kurzfristig neu, ist aber sofort aufgeflogen.
Hätte der Tod ihm gleich sagen können. Mercedes hat auch immer gewus…
VERDAMMT.
Der Tod strich weiter ums Gebäude. Ihm gefiel, was er sah, als ein infernalischer Lärm ihm fast einen Besuch vom kleinen Tod eingetragen hätte. Jessas, was war DAS denn?
Er blickte aus dem Fenster und sah einen der Nachbarn auf einem Rasenmäher der Marke „Ackermann Dreisitzer“ seinen Rasen trimmen.
Er blickte ins Büro und sah, dass die gesamte Belegschaft den Lärm offenbar schon kannte, denn alle saßen mit schwerem Gehörschutz auf den Ohren an den jeweiligen Schreibtischen.
Der Tod hatte genug gesehen. Er begab sich in das Büro vom Chef und machte sich sichtbar.
Dieser blickte auf und sagte: „Kompliment, mit DER Verkleidung hats hier noch kein Bewerber versucht.“
Der Tod war konsterniert. „Entschuldige bitte, das ist keine Verkleidung.“ Der Bestatter grinste frech. „Hätte ich an deiner Stelle jetzt auch gesagt. Mann, Junge, das ist der älteste Witz im Bestattergewerbe, glaubst du wirklich, ich falle DARAUF rein?“
Der Tod hätte wirklich nicht gedacht, dass er jetzt noch einen Personalausweis benötigt oder seine Identität nachweisen müsste. Er dachte wieder kurz wehmütig an die alten Zeiten, wo die Leute ihn sofort erkannt haben, wenn sie ihn gesehen hatten.
„Ich bin wirklich der, den du zu sehen glaubst.“ Der Tod wurde langsam ärgerlich. „Soll ich erst jemanden mitnehmen um dir das zu zeigen?“ Der Bestatter guckte ihn an und wurde offenbar langsam wütend. „Hör doch auf mit dem Quatsch. So kriegst du hier mit Sicherheit keinen Job.“
„Wie soll ich dir denn beweisen, dass ich wirklich der Tod bin?“ „Der Tod ist das Ende allen Lebens und du siehst mir verdammt lebendig aus.“
Der Bestatter wurde allmählich wirklich wütend. „Wir melden uns bei ihnen, wenn wir eine Stelle frei haben. Ansonsten wünsche ich ihnen noch einen schönen Tag.“
Der Tod gab nicht auf. „Hören sie, ich habe ein Problem und brauche ihre Hilfe.“ Der Bestatter musterte ihn kurz von oben nach unten und meinte trocken: „Das sehe ich, aber ich glaube, ich bin da nicht der richtige Ansprechpartner.“
Dem Tod platzte der Kragen und er ergriff den Bestatter am selbigen. „Verdammtnochmal, ich gehe gerade durch die Hölle, ich habe ein Problem, und DU wirst mir jetzt verdammtnocheins helfen, sonst geh ich mal komplett durch das Gebäude und nehm alle mit, die mir in die Finger fallen, hast du das verstanden???“
Der Bestatter wurde jetzt wirklich wütend. Die Augen verzogen sich zu schmalen Schlitzen und eine lange, grüne Zunge rollte sich heraus und wollte sich um den Hals des Todes wickeln. Nur – der Tod war körperlos, seine, wenn auch massive Erscheinung, nur eine Illusion, etwas für den Sterblichen greifbares.
Demzufolge griff auf die lange Zunge ins Leere, verknotete sich und blieb auf dem Boden liegen, bleischwer.
Der Tod guckte verdattert. „Wie hast du das denn gemacht?“ Der Bestatter rollte mit den Augen: „“If hatte im Ftudium einen Ffeitfob als Flanfe in einem Luftfpiel. Würdeft du mir bitte helfen?“
Der Tod besah sich das ganze und hatte seit langer Zeit mal wieder richtig gute Laune. DAS gefiel ihm.
Die Tür öffnete sich und die gestrenge ältere Dame betrat das Büro. Sie sah ihren Chef in seiner misslichen Situation, rollte die Augen und rief: „SAAAAAAAAAANDY“, was die schwarzhaarige sofort zur Stelle rief. Beide guckten sich den Chef an, dieser meinte nur: „Fnauze halten. If will kein einfiges Wort hören, wenn ihr noch Weihnachtfgeld haben wollt.“
Beide gingen todernst zur Sache, aber in den Augen tanzte der Schalk. Für den Tod war dies die lauteste Stille, die er je hörte. Sie kannten die Situation offenbar, denn innerhalb kürzester Zeit war der Schaden behoben und der Chef konnte wieder ordentlich sprechen.
Die Tür schloss sich hinter den beiden und der Tod hätte schwören können, dass dort ein kapitaler Lachanfall vonstatten ging und er ein unterdrücktes „MANNI KOMM MAL HER“ hörte. Er konnte es ihnen nicht verdenken – er war selbst kurz davor, vor Lachen zu explodieren.
Der Bestatter schnaufte nur und meinte „undankbares Weibervolk. Morgen wollen sie wieder shoppen und ich soll sie rumfahren. HAH. Aber nicht mit mir.“
Was den Tod unwillkommenerweise wieder zurück zu seinem ungelösten Problem mit Mercedes brachte und seine Laune wieder in den Gefrierpunkt schnellen ließ.
„Glaubst du mir nun endlich??“
Der Bestatter guckte ihn an, seufzte und meinte: „Mir bleibt ja nichts anderes übrig. Aber wobei kann ausgerechnet ICH dir helfen? Übrigens: Ich bin der Undertaker.“ Der Tod schüttelte seine Hand und meinte: „Angenehm. Ich bin der Tod.“
Der Tod schilderte dem Undertaker sein Problem. Zuhören konnte der Mann ja.
Als der Tod mit seiner Schilderung fertig war, guckte der Undertaker ihn an und fragte: „Und wo genau komme ich ins Spiel?“
„Du bist jemand, der sich mit mir auskennt. Du weißt, wie man sowas macht. Mercedes ist mein Auftrag, aber ich kann ihn nicht ausführen. Ich brauche da Hilfe.“
Der Undertaker schüttelte den Kopf. „Ich glaube, du missverstehst da etwas. Ich bin nur für deine Ergebnisse zuständig. Ich mache nicht deine Arbeit.“
Der Tod ließ die Schultern sacken. „Aber irgendwas muss ich tun. Sonst steigt mir das Schicksal mächtig aufs Dach – und glaub mir, das will man nicht. Kannst du nicht mal mit ihr reden?“
Der Undertaker bekam große Augen. „Wie meinst du das?“
„Naja, wenn sie keine so große Angst mehr vor dem Tod hat, komme ich aus der Nummer vielleicht raus. So kann es nicht mehr weitergehen. Sie tut sich auch selbst keinen Gefallen, wenn sie sich weiter weigert, zu sterben. Sowas kann böse Konsequenzen haben.“
Der Undertaker nickte nachdenklich. „Und wie stellst du dir das vor? Soll ich einfach zu ihr fahren und…?“ Der Tod unterbrach ihn aufgeregt: „Wenn du das machst, dann geht das sofort. Ich kann uns sofort zu ihr bringen.“ Der Tod blickte auf seine Armbanduhr, verzog das Gesicht und meinte: „Naja, innerhalb der nächsten 5 Minuten vielleicht.“
Der Undertaker rieb sich das Kinn und meinte: „Das dürfte so ziemlich das verrückteste sein, was ich je gemacht habe.“
Der Tod guckte ihn von unten her an und meinte: „Verrückter als die Romabeerdigung? Irrer als eine grüne Zunge auf dem Boden verknotet liegen zu haben?“ Der Undertaker grinste und meinte: „Hast ja recht. Etwas ungewöhnlich ist das schon hier.“
In dem Moment sprang die Tür auf und ein wandelnder Cremekrapfen stapfte in das Büro. Der Cremekrapfen entpuppte sich als junges Mädchen, dass gerade offenbar eine Tüte mit einem Dutzend dieser Krapfen in der Hand hielt und sie mit den Worten: „Chef, auch einen?“ dem Undertaker unter die Nase hielt.
Im Hintergrund sah man, wie eine ältere, dicke Dame mit Kapotthut und Regenschirm fuchtelnd vor Manni stand und rief: „Ich will sofort den Chef sprechen, lassen sie mich durch, sie Flegel. MEIN MANN IST IM STADTRAT!!!“
Der Undertaker wurde kreidebleich und meinte: „Nein, danke. Nett von dir, aber ich muss weg, eiliger Termin.“ Der Cremekrapfen grinste kurz, drehte sich um und meinte: „Nüsselschweif-Termin?“ und schloss die Tür. Der Undertaker lehnte sich mit dem Rücken an die Wand und meinte: „Je eher wir hier wegkommen umso größer sind meine Chancen, den Krapfen und der Nüsselschweif zu entgehen. Eins von beiden wird mich irgendwann nochmal umbringen.“
Der Tod guckte ihn an, nahm ihn an die Hand, meinte kurz: „Ne, die bestimmt nicht.“ und drehte an seiner Armbanduhr.
Die Welt verschwamm und beide fanden sich in einem gemütlichen Blumenladen wieder. Tom drehte sich um und sah in ein paar wütende grüne Augen, gekrönt von einem feuerroten Haarschopf.
Der Tod sah Mercedes an und war offensichtlich gerade zu nichts zu gebrauchen. Mercedes war nichtsdestotrotz wütend wie eine nasse Katze. „Versuchst du schon wieder, mich zu holen?“ Der Undertaker rettete die Situation, indem er Mercedes‘ Aufmerksamkeit auf sich zog und sagte: „Ich glaube, wir sollten uns mal unterhalten. Alleine.“ und bedeutete dem Tod, den Raum zu verlassen.
Dergestalt entlassen, wartete er vor der Tür, köchelnd vor Wut. Welche Demütigung, rausgeschickt worden zu sein wie ein…ein…SCHULJUNGE.
Lange Zeit später kam der Undertaker aus dem Laden heraus und meinte zum Tod: „ich habe getan, worum du mich gebeten hast. Bitte tu, was du tun musst und dann bring mich nach Hause.“
Der Tod betrat den Laden und kam kurze Zeit später mit schweren Schritten heraus, nahm wortlos die Hand des Undertakers und brachte ihn nach Hause.
Kurz bevor er den Undertaker verließ, drehte er sich noch einmal um: „Danke. Glaube ich. Aber wie hast du das geschafft?“
Der Undertaker musterte den Tod intensiv. „Du hast so viele Menschen auf dem letzten Weg begleitet, aber nie etwas über sie gelernt, oder? Mercedes hatte einfach Angst vor dir. Das wusstest du, aber du hast die Konsequenzen daraus nie gezogen. Du hast einfach darauf gesetzt, dass sie früher oder später sowieso zu dir kommt und dich nie richtig in sie eingefühlt.
Ich konnte ihr die Angst vor dir nicht nehmen. Ich konnte ihr auch nicht sagen, wie es weitergeht, wenn sie über diese Grenze tritt. Aber ich konnte ihr helfen, zu akzeptieren, dass das Leben endlich ist. Und dass es manchmal einfach Zeit ist, zu gehen. Auch wenn man noch soviel vor hat.“
Der Tod nickte. „Du hast recht. Und ich wünschte, ich hätte diese Lektion nicht gelernt.“ Der Undertaker lächelte traurig: „Nein, es ist nur gerecht. So bleibt Mercedess Erinnerung bestehen, solange es dich gibt. Das ist das mindeste, was sie verdient hat. Wo immer sie auch ist.“
Der Tod sah den Undertaker lange an. Und diesmal meinte er es ehrlich:
„Ich danke dir.“
Epilog:
Irgendwann in Raum und Zeit. Der Tod und das Schicksal sitzen an einem See und sehen dem Sonnenuntergang zu.
Schicksal: „Du weißt schon, dass du sie irgendwann holen musst?“
Der Tod seufzte nur.
„Irgendwann. Ja.“
Tassenfimmel
ich hab doch so einen Tassenfimmel. Ich mag einfach Tassen. Diese Kaffeebecher, wo viel reinpasst 🙂
Aktuell freue ich mich grad wie Bolle:
1 x Antonia-Tasse aus dem Bestatterweblog
1 x Büssertasse aus Tod & Mädchen
Beide haben echt was, aber die zweite Tasse mit dem Tod als Büßer, achja, da freu ich mich wie Bolle drauf. *g*
Das Motiv ist wie für mich gemacht 🙂
Mist
Fahrradfahren ist Mist.
Ehrlich. Man hat viel zuviel frische Luft, kommt morgens frisch und wach im Büro an und kann gar nicht mehr dem wohlverdienten Büroschlaf frönen.
Aber das schlimmste ist:
Fahrradfahren macht eindeutig die Klamotten weiter.
Ich brauch neue 😦
Stümper?
Ne, ich glaub, das triffts nicht ganz… ich glaub das grad nicht. Meldung von SpOn, daher mit Vorsicht zu genießen, die sind nicht weit weg vond er Bildzeitung, aber interessant isses doch.
Da wird ein Frachter mit 5 Deutschen an Bord in Somalia von Piraten entführt. Das Piratenproblem ist keins von gestern sondern schon länger aktuell, aber inzwischen greifen die ziemlich routiniert an und entführen ein Schiff nach dem nächsten. Und das schlimme: Öltanker. Hätten die sich mal auf Lebensmittelschiffe oder so konzentriert, würde kein Hahn danach krähen. Aber Öltanker, das geht natürlich nicht.
Eins dieser Schiffe war also in der Hand von somalischen Piraten. Und unser Bundesschäuble dachte sich bei sich: „Mensch, Somalia. GSG 9, Landshut. Wenn wir da jetzt wieder was machen, dann sind wir die Helden und werden wiedergewählt.“
Weil aber der kleine Wolfgang das Format seiner Vorgänger nun mal nicht hat, das ganze Ministerium das Wort „Format“ offensichtlich nur von der zuständigen DIN-Verordnung kennt, dachte man sich: „Wer kennt sich mit so Zeuch denn aus?“ Guckte kurz auf die Weltkarte und kam natürlich sofort und ohne Umwege auf die Amis.
Tja, und dann begannen die Planungen. Innenministerium schaltete die Amis ein: „Ihr kennt das doch, könnt ihr uns nicht mal sagen, wie man sowas macht?“ Die Amis meinten: „Schauma mal, was ahbt ihr denn?“ Schäuble sagte stolz: „GSG 9, die haben schon mal in Somalia was befreit.“
Was natürlich eine dolle Referenz ist. Die Amis in der Folge offenbar wenig beeindruckt, versuchten, sowas wie eine Planung auf die Beine zu stellen, in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium. Woraufhin das Auswärtige Amt meinte: „Samma hackts bei euch? Könnt ihr sowas nicht alleine?“ Der Bundesschäuble hat dem Außenminister wohl dann sinngemäß gesagt haben muss, dass er die Fresse halten soll.
Tat er aber nicht, er lief zur Merkel. Die hat sich das Tohuwabohu angeguckt, die Amis schüttelten nur noch mit dem Kopf, 200 Mann zur Rettung wurden ja schon Anfang April nach Somalia geflogen und pulten sich da ein paar wochen den Dreck aus den Zehennägeln.
Und dann wurde moniert, dass es keine „Risikoanalyse“ gibt. Die Amis hatten inzwischen auch die Schnauze voll und meinten: „Macht euren Scheiß alleine.“
Und die Merkel hat wegen Blutbadgefahr die GSG 9 zurückgerufen.
Sagt mal, gibts irgendwo nen Papiertütenfonds, der dafür sorgt, dass man sich als Deutscher nicht so schämen muss?
Meine Fresse, was für Pappfiguren haben wir da oben eigentlich? Und welchen Zoo kann man dafür verantwortlich machen, dass er die rausgelassen hat?
Die sind doch alle nur noch sowas von grottenpeinlich…
Fakten statt Polemik
Etwas, was unsere Frau von der Leyen sich vorwerfen lassen muss, ist Statistikfälschung.
Woher ich das weiß? Daher.
Auswendig lernen, weitersagen.
Die Dame muss schnellstens gestoppt werden.
Und Christian ein Danke für das Durchforsten der Zahlen. Ich hätt das nicht gekonnt.
Frühlingsgefühle?
Bitte wasn heute los? Irgendwas in der Luft, was die Leute gaga macht?
Gerade Mittagspause gehabt. Tante Jay trabte so durch die Gegend und genoss die einigermaßen Pollenfreie Luft. Auf die Umgebungsgeräusche achtete ich wenig. Das Warnsignal „Xylophon an Südländer“ hätte ich aber besser nicht überhören sollen.
Ich dachte gerade an was völlig anderes, als plötzlich und unerwartet mich ein Mann griff und mit mir Tanzschritte vollführte.
Hallooohooo?
Schon mal versucht, mit dem Berg Ararat zu tanzen, wenn der nicht will?
Hmpf.
Die Umstehenden hatten ihren Spaß, ich weniger.
Mein Gesichtsausdruck muss zu dem Zeitpunkt von „verdattert“ auf „mordlustig“ gewechselt haben, was mein Eintänzer irgendwie nicht mitbekommen hatte. Da er gut 2 Köpfe kleiner war als ich, hatte er gerade eine andere Aussicht im Blick.
Irgendwann guckte er mal hoch, weil sein Tanzopfer nicht wirklich mitmachte. Und mein Gesichtsausdruck ließ ihn dann schleunigst ein hastiges „war mir eine Freude“ und Diener machen und er wieselte hinter das sichere Xylophon, weg von meiner Gegenwart, die zu dem Zeitpunkt tatsächlich eine unmittelbare Lebensgefahr für ihn bedeutete.
Noch 2 Sekunden länger und man hätte den Atompilz einer Nuklearexplosion über das kleine Städtchen am Rande der Großstadt sehen können.
*hmpf*
Ich hab zugesehen, dass ich Land gewinne, bevor ich den Hänfling verknote.
Südländer hin oder her… ich nix tanzen.
Hochsicherheitstrakt continued
Die Story hier hat noch einen kleinen Nachtrag.
Gerade eben rief mich der Vertrieb der Firma an. Und wollte „Feedback“ haben und gucken wie der „Response“ auf seine „offer“ wäre.
Nachdem wir uns darauf geeinigt haben, dass die Amtssprache deutsch ist (noch nen Englischvergewaltiger brauche ich heute mal echt nicht), hab ich dann recht deutlich gemacht, was ich von verchipten Zugängen an den Schulen halte.
Und er solle mir doch mal in einfachen Worten erklären, wie er einen Schüler davon abhalten will, Amok zu laufen, wenn er systembedingt doch den Zutritt zur Schule schon hat.
„Das war nur ein Konzeptentwurf um zu sehen, wie die Schulen darauf reagieren“ kam als Antwort.
Und ich meinte: „Keine Ahnung, was andere Städte machen. Hier ist es völlig ausgeschlossen, dass wir aus den Schulen Hochsicherheitstrakte mit Zugangskontrollen machen“.
Das Gespräch war dann recht fix beendet. *g*
Ohne Kaffee
Leute Leute… Leute gibts… *pfuh*
Heute morgen beim Bäcker. Ich noch mit einem Koffeeinspiegel unterhalb der Schmerzgrenze so kurz vorm „im stehen einschlafen“
Kollege neben mir quatscht mich zu und bestellt seine Brötchen. Plötzlich werd ich hellwach, als an der Frühstückstheke ein etwa 45jähriger (!!!) Mann folgendes bestellt:
„Yo, man, gib mir mal ein Crazy Breakfast“.
*fussnägelaufroll*
Verkäuferin professionell: „Welche Brötchen darfs denn sein? Sesam, Fitness, Multikorn….“ irgendwie 200 Sorten runtergerattert. Das hätt jeden überfordert. Entsprechend kam die schallende Entgegnung: „Mir egal, aber das Breadchen bitte nicht so dark.“
Mir fing im Unterkiefer ein Backenzahn leise an zu puckern…
Verkäuferin schnappte sich ein Brötchen mit Körnern druff, kam natürlich sofort die Beschwerde: „Ne, datt nich, datt is zu dark. Nimm datt daneben datt is lighter.“
Meine Augenbrauen verschwanden gerade Richtung Haaransatz, als der Nachsatz kam:
„Is doch nich im Darkroom hier“ *schenkelklopf und Muahahaha*
Von mir kam ein unterdrücktes Quietschen und ich sagte das innere Mantra auf: „Schnauze halten, halt EINMAL die Schnauze. Schnauze halten. Sag nix…SCHNAUUUUUZE HALTEN!!!“
Und von der Verkäuferin nur ein unglaublich verständnisloser Blick und die Antwort: „Ne, wieso auch? Is doch Licht an.“
Ich: *wegbrech*
Ehrlich… man erwartet wirklich ein bisschen viel Selbstbeherrschung von mir an einem Mittwoch morgen vor dem Aufstehen und ohne Kaffee….
Aber der Boden in dem Laden ist jetzt sauber gefegt *g*
Der Bewegungsmelder
…ich schwörs, der ist auf Beamtenerkennung spezialisiert.
Bei JEDEM Kollegen hier im Büro springt der an und macht Licht im Flur.
NUR BEI MIR NICHT!!!!
Der hat was gegen mich 😦
/update:
*misstrauischguck*
Heute morgen funktioniert er wieder. Ich muss nachher mal gucken, ob die Kollegen das Ding manuell ausstellen können….
Kreuzzugsgründe
Da hat sich ja Frau von der Leyen dem Kreuzzug gegen Kinderpornografie verschrieben und bekanntermaßen das Problem gelöst, indem sie die Augen schließt.
Warum sie das Thema mit derart viel Getöse rausrotzt, sieht man, wenn man sich die Politik der Dame in den letzten vier Jahren einmal betrachtet.
Bettina Winsemann von Telepolis hats mal aufgemetert, hat den Vorteil, das ich das dann nicht machen muss, danke dafür.
Fakt ist: Frau von der Leyen hat die letzten vier Jahre alles andere als im Familien und Kinderschutz geglänzt. Im Gegenteil, ihre Politik war offensichtlich davon geprägt, Täter zu schützen.
Und genau in dem Stil macht sie weiter, denn das, was sie als Kampf gegen die Kinderpornografie bezeichnet, schützt diese im Gegenteil. Das Deckmäntelchen Internetsperre, was sie verhängt, gibt genau diesen geschlossenen Benutzerkreisen den Schutz den sie vor zufälliger Entdeckung benötigen.
Sie sagt, sie will Kinder schützen und schützt faktisch die Täter.
Frau von der Leyen, wenn ich mich damit nicht auf ihr Niveau herunterbegeben würde, würde ich mich fragen, ob sie evtl. Pädokriminell veranlagt sind. Und mich fragen, ob sie vielleicht noch nicht mal was dafür können, weil sie einfach zuviel von der Einstiegsdroge konsumiert haben, als sie der versammelten Presse die Bilder zeigten?
Unsere Zensursula von der Sperren
…hat ein Interview gegeben. Bei dem einem wirklich schlecht werden kann ob des geistigen Horizonts der Dame.
Die unterstellt wirklich, dass gerade mal 20% aller Internetnutzer in der Lage sind, einen alternativen DNS-Server einzustellen. Und das diese 20% sich überwiegend aus „schwer Pädokriminellen“ besteht.
Oder um die Dame mal zu zitieren:
„Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft“,
Also, vorsicht: Wenn der Knabe, der demnächst hilft, euren Rechner wieder geradezubiegen, den ihr vergurkt habt: Sofort Polizei rufen, der ist Pädokriminell. Beweis: „Er kennt sich mit „dem Internet“ aus.“
Btw. wem ist noch aufgefallen, dass die sich verplaudert hat? „Die bewegen sich in ganz anderen Foren“
Jawohl. in geschlossenen Benutzergruppen. Hallo? Jemand zu Hause? Die Dame weiß sehr genau, was sie sagt….
Ähem….
Unser Hochbauonkel ist auf eine prima Stromsparidee gekommen:
Auf den Fluren ist nur noch eine Tranfunzel den ganzen Tag lang wach, der Rest wird über Bewegungsmelder zugeschaltet.
Ähem.
Muss ich mir jetzt Gedanken machen, weil die Lampen ausgeblieben sind?
Ne, oder? Ist doch bestimmt nur der Bewegungsmelder defekt, oder? *grübel*