Facebook dicht


Wer mich auf Facebook sucht, wird das vergebens tun. Warum? Weil ich den Account grad stillgelegt habe.

Gesund war das schon lange nicht mehr. Aber was die letzten 2 Tage auf meiner Wall abgelaufen ist, war so derartig widerwärtig, abstoßend und niedrig, dass ich mich gefragt hab, warum zum Henker ich da überhaupt noch rumlaufe.

Antwort ist: Muss ich nicht.

„Hatespeech“.

Indeed. Das „Beste“ daran?

Selbst nachdem ich etliche Male gesagt habe, dass es reicht, ging es IMMER noch weiter. Es hat in diesem Thread keine Möglichkeit gegeben, irgendwie zu irgendwem durchzudringen, die Leute dazu zu kriegen, wieder Bodenhaftung zu bekommen. Nein, *gewisse* Leute dazu zu kriegen, Bodenhaftung zu bekommen. Himmelherrgottnochmal, ICH bin ja schon Fluchqueen, aber was sich da einige geleistet haben, war so dermaßen dreckig, dass ich Monate brauchen werde, den Monitor wieder sauber zu kriegen.

Am Ende standen 2 Leute mit anderer Meinung, die schwer gemobbt wurden – und ich konnte und vor allem wollte nicht permanent da Wache stehen, damit bloß keiner mehr dummes Zeug macht. Eine sachliche Auseinandersetzung? Unmöglich.

Ich will sowas nicht. Vielleicht bin ich ne Pussy. Möglich. Wahrscheinlich. Aber ich hab echt keine Lust, keine Zeit und wirklich keine Ressourcen, mich mit so einer gequirlten Scheiße auseinanderzusetzen. Hinzu kommt, dass Facebook ein immenser Zeitfresser ist. Brauch ich auch nicht.

Gibts halt demnächst best-of-Katzenbilder.

*kotz*

Veröffentlicht am 22. März 2018, in Wütendes. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 16 Kommentare.

  1. Einer der Gründe warum ich da nur noch so selten auftauche. Ich merke einfach es geht mir besser je weniger ich auf Facebook bin.

    • Da ich zudem in der fiesesten depressiven Phase seit Jahren stecke: Jupp, das ist ein weiteres Problem, was zumindest teilweise damit gelöst wird. Ich brauch die Negativität einfach nicht.

  2. Ich hab zwar nie mit Facebook angefangen aber ja schon ein wenig SocialMedia erfagrung … manche diskussionenbraucht man einfach nicht. Wenn man sich zurückziehen kann für ne weile ist das gut. (Bin stolz auf dich tantchen)
    Das ganze schlägt einem aufs Gemüt als würde man zwischen zwei Leuten sitzen die sich gegenseitig anbrüllen (oder wahlweise einen zum x-ten mal als Therapeut misbrauchen) weil sie es nicht raffen das es irgendwo auch Grenzen gibt.
    Grade aber auch online scheinen manche Leute anders als im RL diese Grenzen nicht zu sehen. Persönlich denke ich liegt das daran das Gestig, mimik, ton etc. halt fehlen und durch eigene interpretationen ersetzt werden … und auch daran das einige (und ich muss gestehen mir fällt das auch schwer) nicht sachlich bleiben können.

  3. Mir ging FB vor allem auf die Nüsse wegen leerer Kommunikation, nervigen Anfragen und zu viel Zeug überhaupt. Ich habe meinen Account zwar nicht stillgelegt, ihn aber schon seit etlichen Wochen nicht mehr benutzt. Ich will einfach meine Ruhe haben. Wer mich wirklich erreichen will, wird die Wege schnell herausfinden.

    Gute Besserung übrigens. Ich bin auch mal wiedeer krankgeschrieben deswegen.

    • Gute Besserung dir auch. Mein Problem ist halt, dass ich keine Krankschreibung brauche. MM

      Massives Motivationsproblem – wozu bin ich denn noch nütze?

      • ein anderer Stefan

        Um den Leuten hier mitzuteilen, was Dich bewegt, umtreibt, nervt.

        Außerdem, weil Du Du bist – und weil ein Mensch ein Mensch ist und nicht zu irgendwas „nütze“ sein muss. Just sayin´ (auch wenns wahrscheinlich nicht viel hilft)

        • Ja, das hab ich schon öfters gehört – nur: Es stimmt halt nicht. Der Mensch *braucht* etwas, wozu er „nütze“ sein kann und 2×2 Stunden im Flüchtlingshilfebüro reichen einfach nicht.

          Klar, ich hab meinen Garten und bin beschäftigt – aber…leer. Leere Beschäftigung. Mehr nicht.

          • Nein. Was Stefan sagt. Ich hoffe für dich, dass du eine Möglichkeit findest, diese Zeit so zu nutzen, dass du dabei Freude empfindest.

  4. Schade. Nun, dann muss ich in Zukunft wieder öfter deinen Blog lesen. 😉

  5. Ich hatte dir dazu noch diese PM geschickt: „Jetzt aber nicht überreagieren – lass diese blöden Zicken nicht gewinnen, indem sie dich vertreiben. Dieser Thread ist aus dem Ruder gelaufen (nicht gänzlich ohne meine Mitschuld), er wurde gelöscht. Durchatmen. Weitermachen. Ich will nicht eine Stimme der Vernunft weniger hier haben, während diese durchgeknallten Weiber frei rumlaufen.“

    Weisst du, was mich an der Diskussion WIRKLICH wütend gemacht hat? Wie die Brandstifterin auf deine Ankündigung des Facebook-Austritts mit einem „Ach wie schade, Sweetie, wir lieben dich doch, aber irgendwie kann ich das verstehen“ reagiert hat. Die hat KEINERLEI Bewusstsein für das, was sie angerichtet hat. Und auch kein Bewusstsein, wie sie (und andere) damit ihre „Sache“ repräsentiert. Das ist eine sehr kranke Blase, die keinerlei ehrliche Introspektion kennt – und ich frage mich manchmal, warum du dir bei Facebook kein gesünderes Umfeld suchst. Gibt es ja.

    Ich für meinen Teil werde deine Beiträge vermissen.

    • Danke 🙂

      Was mir aufgefallen ist – vieles, was ich auf Facebook geteilt habe, war, wie du ja auch schon zu Recht angemeckert hast, „aus der Hüfte teilen“. Gesehen, klang gut, shared. Der Sharefinger ist schnell, davon lebt Facebook ja auch.

      Im Blog muss ich mir Gedanken machen. Muss meine Gedanken erstmal ordnen und vor allem: Niederschreiben. Das entfällt bei Facebook. Die kranke Blase stimmt. Witzigerweise glaubt Claire wahrscheinlich nicht mal, dass SIE diejenige ist (unter anderem) wegen der ich gehe.

      Aber auch sonst stimmt das mit dem ungesunden Klima leider. Die Frage ist: Wie bekommt man das gesündere Umfeld OHNE wiederum eine Filterbubble zu bauen, die einen vor dem „Kranken“ schützt? Genau das hab ich ja versucht, zu vermeiden: Eine Filterblase, die nur meine Ansichten zuläßt, die als „gesund“ eingestuft wurde.

      Damit verengt man den eigenen Blickwinkel und begibt sich auch der Möglichkeiten, etwas zu verändern (ich habe mindestens 2 Ärzte in den USA dazu gebracht, ihre Haltung zur Beschneidung zu ändern, ist auch ein Erfolg, weil DAS Multiplikatoren sind, wenn auch ein kleiner).

      Will ich nicht. Mir fehlt der Input von anderen, aber auf der anderen Seite, hey, Google News gibts ja. Guardian Newsletter und Twitter „The Hill“ und „Politico“, um ihnen zu folgen. NYT und einige andere, um nicht zu einseitig zu werden, Zeit verschwindet ja immer mehr hinter einer Werbefläche, ebenso wie Spiegel (meine Herren, ich hab mir die Seite ohne Adblocker angeguckt, unerträglich), die fallen also weg.

      Bleiben für Deutschland noch die FAZ und der Tagesspiegel. Und vielleicht der Freitag.

      Ganz gute Quellenlage für Artikel – die dann halt nicht aus der Hüfte geschossen sind, sondern die zumindest angedacht wurden. Ich blogge ja auch, um mal andere Meinungen zu hören und anders als bei Facebook kann ich hier die Kommentare einfach moderieren, wenn ein Reichsbürger mal wieder meint, an ungesunden Stellen Luft ziehen zu müssen.

      Mir fehlt einiges, so der direkte Kontakt via Messenger. Oder die Gruppen zum direkten Austausch – aber irgendwas ist ja immer. Letztlich: Zumindest ZUR ZEIT bin ich erstmal besser dran. Wie das noch künftig aussieht, weiß ich nicht, aber sollte ich zurückkommen, wird der Freundeskreis radikal ausgedünnt.

      Denn es stimmt: Bestimmte Dinge wie „pipe exhaust fucker“ nur, weil der andere nicht der eigenen Argumentation folgt und man glaubt, man wäre im Recht mit seiner Argumentation, ist absolut unterirdisch (und heilige Scheiße, ich bin von meinen Briten ja einiges gewohnt, aber DIE hat ja echt das Niveau noch um einige Kellergeschosse tiefergelegt…).

    • Was mir noch einfällt:

      Hinzu kommt, dass mich Politik im allgemeinen gerade richtig abstößt. Wo du hinguckst, findest du nur noch Idioten. Sei es ein Schulz, der fleißig an einer neuen Dolchstoßlegende strickt, um vom eigenen Versagen und der eigenen Überschätztheit abzulenken, sei es eine Nahles, die gerade auf einem echten Machtrausch tanzt oder ein Seehofer, der heimattümelt. Oh und ein Jens Spahn, der glaubt, man wäre arm, wenn man sich nicht mehr leisten kann, den Armani-Anzug in die Wäscherei zu bringen.

      Bodenhaftung verloren, schon seit Jahren – aber DAS was jetzt kommt, wird grausam. Und die Beschäftigung damit tut mir auch nicht gerade gut.

      P.S.: Erinnerst du dich an unser Gespräch: Habs geschafft. Gestern alles erledigt.

  6. Ja, ich bin auch frustriert, wenn ich mir den aktuellen Lauf der Welt ansehe. Präsident T ist bei uns seit dem Tag seiner Wahl daheim kein Thema, weil es nur aufregen KANN. Und darin liegt auch eine Erkenntnis: Den Ärger nicht suchen. Ich bin in keiner Gruppe mit schwierigen Themen Mitglied, nur in Gruppen, die mein Entertainment fördern (die scheißeste Musik wo gibt, Trashfilme, der goldene Aluhut). TROTZDEM kommen immer wieder Diskussionen an mir vorbei, in die ich mich dann einklinke (wie deine). Das REICHT dann auch. Die wichtigste Erkenntnis: zuerst einmal bist du für dich selbst verantwortlich, nicht für andere. Deine Welt braucht erheblich dringender deinen Einsatz als der Rest. Mach dich nicht immer zum Christophorus. Ich achte darauf, mir von der Welt so viel aufzuladen, wie mein aktueller Gemütszustand zulässt. Das kann man regeln (lernen). Und was mir besonders auffällt, ist diese Aussage:
    „Klar, ich hab meinen Garten und bin beschäftigt – aber…leer. Leere Beschäftigung. Mehr nicht.“
    Das kann es nicht sein. Alles, was du für dich und gerne tust, ist heilig. Es ist nicht leer. Jede Tasse Kaffee, die du dir kochst und genießt, sollte in deinem Leben einen höheren Stellenwert haben als eine durchdiskutierte Nacht, an deren Ende vielleicht ein Idiot wahrheitswidrig schreibt „Okay, I’ll think about that“.
    Facebook darf nicht mehr als ein Spielplatz sozialer Interaktionen sein – ein Spielplatz. Da schmeißen viele heulend mit Schippchen. Dann geht man heim, macht sich einen Tee, legt die neue Staffel Game of Thrones in den Player und freut sich, dass man diese Vollspacken nicht in der eigenen Wohnung sitzen hat. Wenn man das nicht mehr (oder immer noch nicht) kann, muss man in der Tat die Reissleine ziehen.

    • Mindestens einer der erwähnten Docs ist inzwischen ganz gut bei der Gegenseite dabei, das war bissi mehr als „I’ll think about that“ 😉

      Unabhängig davon: Ja, kann ich nicht. Ich werde zu schnell in Diskussionsschleifen gefangen aus denen ich nicht mehr rauskomme. Stunden hänge ich drin – und am Ende steht, wie du richtig bermerkt hast, nur Frustration.

      Reißleine ziehen konnte ich noch nie gut. Und so wie es momentan ist, vermisse ich zwar etliche Leute aber Facebook selber – das nicht.

warf folgenden Kuchen auf den Teller

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