Archiv der Kategorie: Doofes
Doof
Derzeit ist hier was ruhiger. Ist es bei meiner „sonstigen“ Schreiberei auch. Man nennt das, glaub ich „Writers block“ – oder in meinem Fall: Ne gute schöne Depression.
Die olle Dame schiebt grad wieder und das kräftig.
Ich werde es überleben – wie immer. Aber ich hab auch einiges zu bedenken, was die Sache nicht leichter macht.
So zum Beispiel die Erkenntnis, dass meine Depression nix neues ist. Sondern dass ich die schon gut 40 Jahre mit mir herumschleppe und schon als Kind depressiv war.
Humboldt mit dem Kantholz
Nein, es waren nicht die Femen *g*
Aber „schöner“ wird der Philosophie-Fall auf der Humboldt-Universität auch nicht mehr. Ich hatte da ein Vögelchen und ich zwitschere mit eigenen Worten mal weiter, was es mir geträllert hat. 😉
Humboldt-Universität Berlin
Liest hier jemand von der Uni mit? Student, Referent, Professor oder so?
Ich bräuchte mal einen von euch *g*
Der ultivmative Stresstest
Es wurde ja viel von „Stresstests“ für Banken erzählt, ohne genau zu sagen, was denn da gestresstestet wird.
Mein Vorschlag würde ja lauten: Wenn eine Bank eine SAP-Einführung überlebt, dann isse krisenfest.
Wie ich darauf komme?
Und ganz ehrlich: Bislang habe ich noch von keiner reibungslosen SAP-Umstellung gehört. Die Firmen, die auf das SAP-Versprechen reingefallen sind, standen hinterher *immer* schlechter da als vorher, teilweise bis kurz vor dem Konkurs weil über Tage das gesamte System nicht lief.
Redtube – immer noch
/update Lawblog mit demselben Thema.
Der Fall der Streaming-Abmahnungen für Redtube-Nutzer wird inzwischen eine reine Realsatire.
Die Firma, die das Programm geschrieben haben will, mit denen der „Rechteinhaber“: Verschwunden, die Webseite existiert nicht mehr.
Der „Rechteinhaber“ selbst? Der Geschäftsführer der Firma ist ausgetauscht, der Firmensitz hat gewechselt. Der neue Geschäftsführer stammt aus Benin und der neue Geschäftssitz ist ein Mehrfamilienhaus. Die Webseite des „Rechteinhabers“: Gelöscht.
Stück für Stück machen sich alle Beteiligten aus dem Staub und fangen an, die Spuren zu verwischen. Ich nehme an, dass die Aktion genug Geld in die Kassen gespült hat und sie sich jetzt eingraben, um die juristische Detonation abzuwarten.
Und die wird kommen. Aber wohl in eine andere Richtung als erwartet. An „The Archive“ wird keiner rankommen, die Firma hat ein Vermögen von 100.000 Schweizer Franken und dürfte im Schadenersatzfall fix pleite sein. An itGuard auch nicht, die Firma existiert offenbar nicht mehr.
Und die Anwälte?
Für die dürfte es jetzt verdammt eng werden. Denn auch Anwälte haben beim Versand von Abmahnungen eine Sorgfaltspflicht die hier meiner laienhaften Ansicht nach zumindest grob fahrlässig verletzt wurde. Die hätten die Ansprüche deutlich besser prüfen müssen, nicht einfach Abmahnungen auf Zuruf rausschicken. Und wenn ich das Landgericht Köln so höre, fühlen sich dort einige Richter von der Kanzlei getäuscht.
Folgerichtig sind die ersten Anzeigen gegen die Kanzlei eingegangen. Und folgerichtig wird jetzt auch gegen die Anwälte dieser Kanzlei ermittelt.
Mal sehen, was bei diesen Ermittlungen herauskommt.
Aus meinem Spamfilter
I must say, as considerably as I enjoyed reading what you had to say, I couldnt help but lose interest after a while. Its as if you had a great grasp around the topic matter, but you forgot to include your readers. Perhaps you should think about this from more than 1 angle. Or maybe you shouldnt generalise so very much. Its better if you think about what others may have to say instead of just going for a gut reaction to the topic. Think about adjusting your personal thought process and giving others who may read this the benefit of the doubt.
Ehrlich?
Auch schlechte PR ist gute PR?
Femen.
Ziehen blank, zeigen ihre nackten Brüste und protestieren so gegen Menschenrechtsverletzungen. Und sie tun das an durchaus so wichtigen Orten wie Tunesien, wo es um Menschenrechte und insbesondere Frauenrechte jetzt nicht so wirklich gut bestellt ist.
Aber ernsthaft, meine Damen? Ist bei euch ne Sicherung durch?
Ganz neue Sichtweisen
Sach mal keiner, dass man mit dem Genderkrams nicht auch seinen Spaß haben kann.
Ich fürchte nur, DER Spaß ist unfreiwillig.
*g* Mein Dank gilt Fefe für den herzlichen Lacher zur Nacht. Auch wenn ich zugegebenermaßen nicht alles verstanden habe, konnte ich doch pi mal Daumen den Sinn erfassen. Schick. *g*
Die AfD mal wieder
Abseits der Selbstzerfleischung gibts den Laden ja noch.
Und sie haben echt eine total töffe PR-Abteilung, die richtig gut Werbung für die AfD macht. Wolle Rose kaufe?
Spamkommentar des Tages
Aus dem Artikel „Sternen“ – DAS Ding will ich euch nicht vorenthalten, ich bin vor lachen fast vom Stuhl gefallen:
Spenglisch
Es ist sehr schön, wenn man Content aus dem englischen übernimmt. Doof aber, wenn man sich bei der Übersetzung vertut.
Aktuelles Beispiel ist der Spiegel.
Morales, die einst in der Marine diente, beschreibt ihre Reaktion auf den unverschämten Bon so: „Niemals in einer Million Jahren hätte ich gedacht, dass so etwas passieren kann. Ich bin gründlich beleidigt und wahnsinnig sauer, dass es das ist, was sie ihren beiden Kindern mitgeben, und dass ich in der Marine gedient habe, um solche ignoranten Leute zu beschützen.“
Ähm, nein, lieber Spiegel. Morales war nicht bei der Marine, die war bei den Marines. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Die US-Marine ist die US-Navy. Und die Marines – nun ja, sind die Marines.
Ja, das ist in der Tat ein Unterschied. Hält man einen Angehörigen von der US-Navy für einen Marine, fühlt der sich möglicherweise geschmeichelt. Umgekehrt kriegt man eins auf die Mütze. 😉
Sie haben wohl keine Kinder
/Update: Avarion hat mir die Free Range Moms gelinkt. Gesunder Menschenverstand gegen Helicopter Mums 😉
Wer kennt das nicht. Kind steht an der Kasse und haut einem stäääääändig mit einem saufrechen Grinsen den Einkaufswagen in die Hacken. Man dreht sich um in der Erwartung, dass der anwesende Erziehungsberechtigte etwas unternimmt – aber nö. Da kommt nix, im Bestfall ein mildes Lächeln und ein „das tut man aber nicht“ (aber dann hat man schon Glück gehabt). Man zieht die Augenbrauen hoch, fragt, ob der Nachwuchs das bitte nicht unterlassen könnte, langsam würden die Hacken anfangen zu bluten, da kommt der tiefe Stoßseufzer der Mutter:
„Sie haben wohl keine Kinder, was? Sonst wüssten Sie doch, wie das ist“
Fragwürdige Methoden
Viel wird gerade über die Methode gestritten, über die Edward Snowden an die Daten gekommen sein soll: Indem er Kollegen dazu brachte, ihm die Kennwörter zu nennen, weil er die als System-Administrator brauchen würde.
An alle, die das für „fragwürdig“ halten:
– Wer in einem Netzwerk nach erfolgter Belehrung und Schulung noch seine Passwörter preisgibt, der gehört öffentlich ans Scheunentor genagelt.
– Wer aufgeflogen ist, weil er sein persönliches Kennwort für ein internes Netzwerk einem Dritten überlassen hat, verdient es, dass er seinen Job verliert.
– Es gibt einen Namen für diese Art Angriff: Social Engineering. Wenn die NSA und die „outgesourcten“ Sicherheitsbehörden ihre Leute nicht diesbezüglich schulen: Selbst schuld.
– Wenn ich als Administrator eines Netzwerkes bemerke, wie jemand sein Passwort weitergegeben hat und der Dritte damit Unfug gemacht hat, habe ich den Inhaber des Passworts verbal verdroschen. Nicht den Unfugbetreiber.
Edward Snowden hat „social engineering“ betrieben. Ja.
Und? Er hätte überhaupt nicht in der Lage sein dürfen, die Passwörter abgreifen zu können. Da hätten die Sicherheitsmechanismen greifen müssen. Man benötigt im Netzwerk eine stringente Rechtevergabe. Und wer ein privilegiertes Konto hat, muss vorher geschult werden und vor allem muss man ihm vertrauen können.
Macht man das nicht: Selbst schuld. Aber sowas von.
Dass sie es nicht haben, zeigt übrigens, dass auch die NSA nur mit Wasser kocht.
Persönlich würde ich mir übrigens wünschen, dass die ganzen Journalisten, die sich jetzt bemüßigt fühlen, die Klappe aufzureißen, sich mal vorher ein bisschen mit der Materie beschäftigen würden.
Ich glaub, das nennt man „Recherche“.