Archiv der Kategorie: Nachdenkliches

Kindersupermarkt


Es gibt auf dem Adoptionsmarkt neben dem sogenannten „weißen Markt“, also der regulären Adoption über staatliche Stellen, auch einen gigantischen Grauen und Schwarzen Markt. Also Adoptionen die unter, sagen wir mal, merkwürdigen Umständen zustande kommen.

Oder, um es mal klar zu sagen: Kinderhandel

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Ohne Worte


Chemiewaffenkontrolle


Assad hat sich bereiterklärt, die Chemiewaffen seines Landes unter UN-Kontrolle zu stellen. Nicht zuletzt wahrscheinlich auf aufgrund der Gerüchte, dass die Rebellen Gasattacken auf Israel planen – ausgeführt von Gebieten, die von der syrischen Armee kontrolliert werden.

Nur mal als Untermauerung zu meinem Punkt, dass die Rebellen verzweifelt versuchen, weitere Fronten gegen Assad aufzumachen, weil sie selbst nicht alleine klarkommen und ihnen irgendwie keiner so richtig helfen will. Lies den Rest dieses Beitrags

Mobbing eines Unbekannten


So. Die Baustellen halbwegs abgearbeitet, fangen wir mal mit Blogupdates an.

Der Vortrag auf der OM13. Ihr wisst schon. Nina und Madeleine.

Oder Ochdomino und Madeleine. Den Namen von Nina kann ich ja raushauen – denn sie gibts nicht. Und meine erste Reaktion war:
WTF??? (ja, ich weiß, denke ich in letzter Zeit öfter)

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Black does not equal fear


Trayvon Martin war eine Zeitlang ein recht großes Thema hier. Der arme Junge, der nur Skittles holen wollte und dann von dem Mitglied einer Bürgerwehr („vigilante“) erschossen wurde.

Er wurde nur 17 Jahre alt.

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Meinung? Freiheit? Bullshit.


Tja, da war er also, mein erster Shitstorm.

Vieles wurde geschrieben, manches war lustig, manches ärgerlich und das meiste hat mich eigentlich wenig persönlich getroffen, auch dank einer im Akkord arbeitenden Kommentarredaktion bei CARTA. Dickes Danke und 2 große Kaffeekannen an der Stelle.

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Mobbing im Web


Tja und nun.

Da wurde ein Vortrag über Hate-Speech anlässlich der #Aufschrei-Debatte verfasst. Und was da zum Teil losgelassen wurde, war nicht mehr unter der Gürtellinie. Es war unter der Sockenlinie.

Und nun?

Hinweis: Das folgende ist der Weg wie ICH mit dem Thema umgehe. Andere mögen das anders sehen und vor allem anders bewerten. Aber das ist mein Weg – und ich fahre damit nicht schlecht.

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Äpfel, Birnen, Feministinnen


Es gibt eins bei vielen Feministinnen, was mich massiv stört. Das ist zum Beispiel der Drang, wirklich *jedes* Thema in die Fem-Ecke zu ziehen.
„Du das Fußballspiel neulich war ja echt geil.“
„Ja, aber Frauenfußball hat immer noch einen viel zu geringen Stellenwert.“

„Hast du den Marktschreier da gesehen, boah hat der sich zum Affen gemacht.“
„Ich vermisse die Frauen hier, das sind alles Chauvis, die lassen Frauen nicht zum Zuge kommen.“

„Edward Snowden hat die größte Abhöraktion in der Geschichte der Menschheit offengelegt“
„Ja, aber Sascha Lobo ist ein Sexist“

WTF?
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Veranstaltungshinweis


Berlin muss geflutet werden.

Freiheit statt Angst. Demo am 7.9.2013.

Erscheint zahlreich. Denn *noch* dürfen wir demonstrieren.

/edit
Datt Maxx (nich hauen) weist mich gerade darauf hin, dass sich der Treffpunkt geändert hat und jetzt an der Ecke Alexanderplatz (/Karl-Marx-Allee) ist 🙂

Geschützt: Schlaflos


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"…und anderswo verhungern Leute"


Ich muss ja beim Lesen der Geschichte immer noch in mich hineinkichern…ich hab ZU schöne Bilder vor Augen. Tom schreibt aber auch zu schön *g*

Aber ein Kommentar hat mich dann doch etwas nachdenklich gemacht.

Irgendwo steht sinngemäß, dass man für irgendwelche überkandidelten Möchtegernpflegeprodukte Lebensmittel verwendet und anderswo verhungern die Leute.

Da steckt so viel drin, dass ich das mal für mich alleine aufdröseln möchte.

Zunächst einmal: Pflegeprodukte aus Lebensmitteln.

Letztendlich sind alle Pflegeprodukte doch aus Lebensmitteln gemacht. Seife wurde schon immer aus Fett und Lauge hergestellt – heute gibts nur den Unterschied, dass die Seife halt aus Pflanzenfetten hergestellt wird und nicht aus Rindertalg, wie im 19. Jahrhundert noch.

Auch Cremes und Schminksachen waren häufig Lebensmittelbasiert. Oder – schlimmer, eben das nicht, wie z.B. Bleiweiß als Gesichtsschminke im Rokoko, was nicht selten zu Vergiftungen geführt hat. Oder die Mode, Belladonna in die Augen zu träufeln, was zu Blindheit führen konnte.

Heutzutage heißt unser Bleiweiß „Hyaloronsäure“ – was nicht unbedingt toll ist. Sieht vielleicht toll aus, wenn die Haut unter dem Einfluss von dem Zeug aufquillt und „faltenfreier“ wird – aber ob das so gesund ist? Ich steh zu meinen Falten, von dem Zeug wird nie jemals etwas an meine Haut kommen.

Zurück zur Seife. Sie beinhaltet in erster Linie verseifte Fette. Damit es schäumt kommt Kokosfett oder Palmfett rein (Kokosfett macht feinen Schaum), damit es pflegt kommt Olivenöl, Jojobaöl oder auch Traubenkernöl rein. Gerne nehme ich auch Sheabutter oder Kakaobutter.

Gefärbt wird mit Lebensmittelfarben, sofern sie laugenfest sind: Eisenoxid (das gibt ein schönes rotbraun, aber vorsicht: Färbt das Waschbecken und Handtücher zuverlässig, die Haut hingegen nicht *g*), Titandioxid (weiß), diverse Heilerden (brauntöne) und gerne auch mal Rotwein (GUT aufgekocht, damit kein Alkohol mehr drin ist, das gehört nicht in die Seife, gibt ein feines dunkles rot).
Andere Farben sind Indigo und Ringelblumenöl macht z.b. ein schönes gelb. Karottensaft färbt leicht orange.

All das gibts im Pfenningsartikel in der Drogerie. Das steht da schon. Wenn ich es nicht kaufe und verseife, was würde geschehen? Würde das abgelaufene Zeug dann flugs nach Afrika verschifft werden, um dort Hungernde zu füttern?

Wohl eher nicht. Und hier kommen wir zum Punkt „umdenken“.

Es wird keinem einzigen helfen, wenn ich mein Hobby drangebe, weil halt soviel Elend in der Welt ist. Dem kann ich damit nicht abhelfen.

Aber:
Warum müssen es zu Weihnachten Importerdbeeren sein? Warum muss ich ne polnische Hafermastgans zu Weihnachten haben? Warum im Winter Brombeeren essen? Warum muss ich unbedingt Argentinisches Rindfleisch essen?

All das wird in Deutschland auch angebaut. Und es ist teilweise saisonales Essen. Ich brauche im Dezember keinen Spargel, dafür gibts die „Spargelzeit“. Klar kann man das bekommen, aber zu welchem Preis? Das Zeug wird über x Kilometer von Pontius nach Pilatus gebracht. Krabben? Schon Geschält? Feine Sache oder? Mal überlegt, dass die Viecher von der Nordseeküste bis nach Polen gekarrt werden und dort von Hand gepult? Und dann wieder nach Deutschland, damit man hier ja nicht Zeit verschwenden muss mit Krabben pulen? Alleine der Sprit der dabei draufgeht. Und wo wir überall das CO2 erwähnen, möchte ich zumindest mal ne kleine Randnotiz geben: Dieser Scheißluxus kostet unseren Kindern die Zukunft. Damit wir gepulte Krabben tiefgefroren kaufen können, wird mehr Treibhausgas in die Luft geblasen als ne Rinderherde in einem Jahr furzen könnte. *mpf*

Kommen wir mal zum Thema „anderswo verhungern Leute“.

Biosprit… die Brandrodung des Regenwaldes zugunsten von Palmölplantagen ist nicht gerade witzig. Und die Umwandlung von Anbauflächen zur Nahrungsmittelproduktion in die für Biospritproduktion ist auch unlustig.

Die 3.Welt-Länder haben immer noch groß unter dem Kolonialismus zu leiden. Dem modernen Kolonialismus – der durch Firmen repräsentiert wird, die ganze Länder meinen, in der Tasche zu haben. Shell und Nigeria ist hier ein großes Problem. Auch werden Schwellenländer durch die Weltbank und WHO künstlich im Armenstatus gelassen. Hinzu kommen Korruption in großem Stil und der Ausverkauf der Rohstoffe dieser Länder an Gierhälse.

Wenn ein Land nicht mitspielt wie die Großen wollen, dann ist Schluß mit Lustig. Die Iraker wissen das inzwischen sehr gut, die Afghanen auch. Und die Iraner sollen es grad lernen. Meinen andere.

Viele Probleme der Schwellenländer können wir nicht lösen. Wir können nicht viel gegen die Korruption tun – außer, sie nicht weiter zu unterstützen. Wenn der Westen nicht mehr mitspielen würde und Verbrecher als honorige Politiker behandeln, dann wäre der Sumpf schnell trocken. Allerdings ist es nicht Sache des Westens oder der ERsten Welt, anderen Ländern seine Vorstellung von Demokratie aufzudrücken.

Hungerhilfe – so nötig, wie sie in einer Hungersnot ist, das Handeln vieler Hilfsorganisationen ist kurzsichtig und verschärft viele Probleme noch. Wenn in Darfur eine Hungersnot ist, wird auf dem Weltmarkt Hirse in großem Stil gekauft und werbewirksam in die Hungergebiete verschifft und kostenfrei ausgegeben. Die Folgen sind inzwischen bekannt, trotzdem hört es nicht auf:

die noch verbliebenen Bauern werden ihre Waren nicht mehr los: Sie können nicht exportieren und in den Hungergebieten gibts die Lebensmittel ja kostenfrei. Sie verarmen ebenfalls und verlieren nicht selten ihr Land. Es folgen weitere Hungerjahre, weil keine Bauern mehr da sind und letztlich hängt die gesamte Gegend am Tropf der Welthungerhilfe und kommt da nicht mehr weg. Verschärft wird das ganze dadurch, dass die Preise für diese Lebensmittel extrem steigen. Und in anderen Ländern, wo man halt auch von demselben Zeug lebt, kann man auf einmal nicht mehr den Sack Hirse bezahlen, weil die Preise jenseits von gut und böse sind. Und so mildert man den Hunger in der einen Ecke und verschärft das Elend in der anderen.

Dann kommen die Entwicklungshelfer, bauen Brunnen in der Wüste, versuchen aus Steppen urbares Land zu machen und die Leute wieder anzusiedeln.

Doch es ist nicht das Projekt der Leute. Es gibt nur wenige Projekte, wo sich die Hilfsorganisationen zurückhalten und die Leute einfach mal machen lassen und allenfalls mal mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Viel öfter ist ein „ihr macht das jetzt so und so, sonst gibts kein Geld und kein Saatgut.“
Das muss nicht immer richtig für die Gegend sein, aber die Hilfsorganisationen wissens ja besser.

Was man dann hat, sind unwillige Zuarbeiter, die auf ihrem eigenen Land nicht mehr Herr sind, sondern anderen die Verantwortung übergeben müssen.

Und, um es mal deutlich zu sagen: Das widerliche Experiment mit Genveränderten Pflanzen muss sofort aufhören.

Diese ekelhafte Geschäftemacherei mit sterilem Pflanzengut bedroht die Artenvielfalt. In Indien hat ja Monsanto bereits in großem Stil genveränderte Baumwolle anpflanzen lassen. Die Erträge blieben weit unter dem versprochenen zurück, Schuld hatten natürlich die Bauern, die nicht richtig angebaut hatten. Da die Erträge nicht ausreichten, dass sauteure Saatgut und die Düngemittel zu kaufen, sind da ganze Dörfer in die Pleite getrieben worden. Und danach flog eine Suizidwelle durch die Gegend, ganze Dörfer haben kollektiv Selbstmord begangen, weil sie aus der Falle keinen Ausweg mehr sahen. Durch die Missernte und die Schulden bei Monsanto konnten sie kein weiteres Saatgut mehr kaufen, die Pflanzen selbst lieferten keins, da sie steril waren.

Monsanto, Bayer, sie sind die Vorreiter dieser widerlichen Politik. Und dass ist das allererste was aufhören muss. Sofort. Denn wie sagte jemand (sinngemäßes Zitat):

Chemische Umweltverschmutzung ist nicht weiter schlimm. Die Flüsse sind vergiftet, ja. Aber mit der Zeit reinigen sie sich wieder. Biologische Umweltverschmutzung wie genmanipulierte Pflanzen hingegen greift direkt in die Evolution ein. Wir wissen noch nicht einmal, was das auslösen wird – und rückgängig machen kann man es auch nicht, da noch niemand weiß, zu was diese Pflanzen mutieren werden. Eine Verbreitung von Pflanzen, die auf einem freien Feld angebaut wurden, ist nicht zu verhindern, egal, was die Firmen sagen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Freiheit? Scheint böse…


Man stelle sich ein Land vor, in dem eine übermächtige Bundespolizei verdachtsunabhängig Bürger überwachen kann. Eine parlamentarische Kontrolle durch die demokratisch gewählte Volksvertretung erfolgt nicht, da es sich hierbei um ein Ermittlungshindernis handelt.
Statt dessen geht die Kontrolle auf Staatsanwälte und Richter über, diese sollen die Überwacher überwachen.

Natürlich sind die Überwacher unabhängig. Die Ermittler sind natürlich auch nicht bestechlich oder fehlerbehaftet. Wer etwas dagegen sagt, ist ein potenzieller Gefährdert. Diese Gefährder bekommen nicht mehr den Schutz der in der Verfassung niedergeschriebenen Menschenrechte, da sie ja den Staat gefährden. Was bis dahin vielleicht nur ein Ermittler sagt, aber der hat ja soviele Befugnisse, der weiß schon wovon er redet. Und diese Gefährdert sind dann Menschen zweiter Klasse.

Den Staat gibts nicht?
Vielleicht doch. Nur zu bald.

Und ich meine immer noch, dass ein Innenminister, der permanent der größte Feind des Grundgesetzes ist, das zu schützen er geschworen hat, sofort entlassen gehört.
Wir sind kein Experimentierfeld für die verdrehten Ansichten eines Wolfs im Schafpelz.

Und ich werde und werde nicht das Gefühl los, das wir das alles schon mal hatten…

Quelle: Lawblog

Vor Kreditkarten wird gewarnt…


Wie die „Operatione“ auch immer heißen: In letzter Zeit häufen sich die Meldungen, dass man wieder ZIGTAUSENDE Kinderschänder gefunden hat, gegen die nun mit der vollen Härte des Gesetzes ermittelt wird.

Wie siehts denn nun mit der Wirklichkeit aus?

Regelmäßige Leser vom Lawblog wissen eigentlich schon die Antwort: Beschissen.

Von der vielzitierten Operation Himmel ist eigentlich nicht viel übrig geblieben, die meisten Verfahren sind wegen erwiesener Unschuld eingestellt worden.
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Die EU-Verfassung erklärt…


…Prof. Schachtschneider.

Einfach mal zum reinhören. Viel Stoff, lange Rede, aber es _lohnt_ sich. Es kann einem schlecht werden. Ich frage mich allmählich wirklich, wo wir leben…

Teil 1

Teil 2
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Tschernobyl und kein Ende


Vorsicht: Laaaaanger Artikel 😉

Ein Posting bei Opi hat mich etwas nachdenklich gemacht. JA, ich les da noch mit 😉
Es ist recht einfach, auf Atomstrom zu setzen, wenn der halt günstiger ist und die Industrie immer wieder vorbetet, dass es nicht anders geht.
Nur – tut es das denn wirklich?
Fangen wir mal an:
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