Archiv der Kategorie: Mediales
Gut und Böse
Eine Doku über die Überwachung. Vom ZDF. Ich gucke gerade. Es fängt schon mal nicht gut an, mit dem Soundtrack vom Herrn der Ringe. Aber wir werden sehen.
Updates
Wenn ich Artikel ändere erscheint das ja nicht im RSS-Feed, aber trotzdem haben sich zu den Artikeln gestern ein paar Updates ergeben.
Zur yemenitischen Kinderbraut:
Die Story scheint nicht zu stimmen. Der Faktencheck (durchgeführt mit arabischen Bloggern und Journalisten) gab das nicht her. Unabhängig davon bleibt das Fazit aber bestehen, es gilt für alle „Ehemänner“ und „Eltern“ sogenannter „Kinderbräute“:
Möge es einen Himmel und eine Hölle geben. Und mögen sie dort lange und in Unfrieden schmoren.
Zu Habemus IOCum:
Es gibt die Stellungnahme eines WDR-Reporters, der die Zahl der 34 angekarrten Journalisten dort relativiert und gleichzeitig erzählt, dass für den WDR für eine Radiosendung 46 Menschen erforderlich waren, davon 18 Korrespondenten. Und er versteigt sich tatsächlich zu der Behauptung, dass ohne die 46 Leute keine Radiosendung möglich gewesen wäre (ich hab die Bäckereifachverkäuferinnen, Pförtner, Lokomotivführer und ähnliches mal rausgenommen, das war Polemik, und das darf nur ich 😛 )
Sorry Leute, aber:
Das ist Luxus. Es geht *natürlich* auch mit weniger. Mit erheblich weniger. Aber dann muss man den eigenen Hintern ein wenig bewegen und sich nicht nur fotogen in irgendwelche Ecken stellen und wichtig tun. Man muss dann tatsächlich auch mal „minderwertige“ Arbeiten verrichten, weil man eben keine AvD (Arsch vom Dienst) hat. So einen Praktikanten oder ähnliches. Und notfalls muss man den Kaffee dann auch mal selber kochen und die Korrespondenz selbst erledigen. Und selbst entscheiden, was wichtig und was unwichtig ist. Es geht auch ohne Sekretärin.
Dass sowohl die ARD als auch Udo Stiehl das auch noch verteidigen? Wozu braucht der WDR dort 18 Korrespondenten? Die HÄLFTE hätte ich noch als echt gute Personalausstattung gesehen.
Das bitte auch vor dem Hintergrund sehen: Der WDR ist eine Sendeanstalt der ARD. Das heißt, insgesamt hat die ARD gut 80 Leute für eine Berichterstattung darüber, welche Stadt im Jahr 2020 die olympischen Sommerspiele austrägt und welcher Mensch künftig den Sessel des IOC-Chefs warmhält rübergeschickt. Und dann kommt noch nicht mal genug Fleisch dabei rum, um mal die korrupten Verbindungen aufzuzeigen.
Das schafft nur Jens Weinreich – im Alleingang, möchte ich an der Stelle mal sagen.
Das ist der Unterschied zwischen satter Versorgungsmentalität, die Kritiker wegbeißt anstatt mal zuzugeben, dass was schief gelaufen ist: Weil das nämlich bedeuten würde, dass man liebgewonnene Privilegien aufgeben müsste. Und dem Hunger eines Menschen, der eine Mission hat. Jens Weinreich ist alleine glaubwürdiger, recherchefreudiger und beweglicher als das 80 Personen starke Team der ARD zusammen.
Und man sollte mal die ganze Sache in ein paar Relationen setzen. Zum Beispiel mit meiner alten Arbeitsstelle im öffentlichen Dienst.
Es werden nicht nur keine Leute dort mehr eingestellt, es werden auch gezielt alle Beamten, die man in den Vorruhestand versetzen kann, in den Vorruhestand versetzt. Weil man Personal abbauen muss. Weil man kein Geld mehr hat. Die Arbeit wird auf die übriggebliebenen verteilt, die zum Teil kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Dabei bezieht sich diese Aussage aber ausschließlich auf die „unteren Chargen“. Den Chefs gehts gut, wie immer. Das ist kein Sonderfall des kleinen Dorfs am Rande der Großstadt – das findet im öffentlichen Dienst und auch bei der Telekom seit Jahren statt. Die Telekom entledigt sich so ihrer „Altlasten“.
Herr Stiehl, erzählen sie doch bitte mal einem Beamten im mittleren Dienst, der gerade noch ein weiteres Sachgebiet dazubekommen hat, weil die Arbeit ja gleich bleibt nur die Leute werden weniger, mal bitte in einfachen Worten, dass man tatsächlich 46 Leute braucht um eine verdammte Radiosendung zu moderieren.
Zu Syrien:
Pantoufle mit einer treffenden Zusammenfassung. Und einer, die traurig macht, wenn man sich vorstellt, wie zynisch diese alten Menschen dort doch sind 😦
Zum Feminismus:
Sorry, aber ich habe hier einen veritablen Lachanfall heute bekommen. Da gibt es einen Shitstorm, weil ich mich darüber geärgert habe, dass eine bestimmte Sorte Feministinnen (hey, ich bin ja lernfähig *g*) jedes, aber auch JEDES Thema in die Fem-Ecke zieht. Und dann sehe ich bei Udo Stiehl diesen Kommentar.
Tja.
Terroristen geben Giftgas-Attacke in Syrien zu
Korrektur: Politaia ist nicht nur nicht die dichteste aller Quellen, das ist eine der übelsten Verschwörungstheoretischen Seiten, die mir seit langer Zeit begegnet ist.
Für einen Augenblick hats mich hier fast aus den Socken gehauen. Politaia ist zwar nicht die dichteste aller Quellen, aber die Story klang schon mal gut:
AP-Journo Dale Gavlak soll den Scoop gemacht haben, dass in Damaskus Ghouta Mitglieder der al-Nusra-Brigade zugegeben haben, dass die „Attacke“ ein Fehler bei der Handhabung der Giftgascontainer waren, die aus Saudi-Arabien geliefert wurden.
Yikes?
Mobbing
Der Text wird länger. Und er ist nicht schön. Er dreht sich um virtuelles Mobbing.
Ich zitiere aus dem Vorwort zu einer meiner Geschichten:
Mobbing zerstört. Mobbing macht krank. Und manchmal tötet Mobbing seine Opfer auch, wenn diese als einzigen Ausweg nur den Suizid kennt. Und für diese reicht dann manchmal nicht einmal mehr der Halt aus, den die Familie normalerweise gibt.
Es soll nur aufhören.
Das Ganze wird jetzt eine Geschichte, die sich an dem orientiert, was ich aus dem Wust von Informationen über die OM 13 jetzt rausfiltern konnte. Die Protagonisten werden umbenannt, es geht mir an dieser Stelle NICHT um Personen sondern darum, Mechanismen aufzuzeigen, wie schnell Dinge im Web eskalieren können und wie klein der Schritt vom Täter zum Opfer ist. Und wie schnell sich Täter als Opfer gerieren können und tatsächlich mit Mitgefühl belohnt werden. Ich verändere die Namen aus einem Grund: Ich will den Fokus auf die Sache lenken, nicht auf Personen. Namen würden hier wirklich stören. Also seht bitte davon ab, welche zu posten. Bis zum Schlußwort versuche ich übrigens, so wertfrei wie möglich zu sein. Ich will versuchen, Info und Meinung nicht zu vermischen – ganz gelingt es mir leider nicht.
Handelnde sind:
Madeleine: Hält einen Vortrag auf einer Konferenz
Nina: Ist unfreiwillig Teil dieses Vortrages mit Bild und Nickname
Lies den Rest dieses Beitrags
Dies und das
Ein paar Links die mir zugeflogen sind. Sie sind spannend, aber ich kann da derzeit keinen Artikel draus basteln, was eigentlich schade ist, also klebe ich die hier rein 🙂
Das ist ein bisschen rückwärtsgewandt
Derzeit konnte man ja viel über den Spiegel lesen und die Installation von Nikolaus Blome als stellvertretenden Chefredakteur, was die Mitarbeiter des Spiegels nicht so toll fanden.
Popcornkino vom Feinsten.
Wolfgang Michal hat im Deutschlandradio dazu ein Interview gegeben. Und auf eine unheimlich nette, ruhige, sachkundige und zurückhaltende Art keine Gefangenen genommen 🙂