Archiv der Kategorie: politisches
Die kleinmütige Republik
Die Schwulen-Ehe ist auch einer der Marksteine, inwieweit bei uns die Leute noch Mut haben, wirkliche Veränderungen zu wollen.
Das Volk will es. Satte 2/3 aller Deutschen sind für eine vollständige Gleichstellung der Schwulen-Ehe. Nein, falsch. Ganz falsch.
Satte 2/3 aller Deutschen ist es vollkommen schnuppe, wer wen liebt und heiraten will. Sollen sies doch tun, wenn sie wollen. Lies den Rest dieses Beitrags
Sieg für Irland
Lange wurde in Irland die Schwulenehe umkämpft. Doch nach dem Volksentscheid ist klar: Irland wird weltweit das erste Land, dass das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehe in die Verfassung aufnimmt.
Frau Merkel und Steffen Seibert, die offen erklären, dass das Thema nicht auf der Agenda ist, haben damit Deutschland zu einer rückständigen Komikernation gemacht. Ganz offiziell.
Das katholische Irland hat in einer Volksabstimmung in überwältigender Mehrheit für Toleranz und gegen Engstirnigkeit gestimmt. Ich glaube, angesichts der massiven Skandale der katholischen Kirche in den vergangenen Jahren war das *auch* eine schallende Ohrfeige in Richtung Rom.
Und der Hinweis, dass die Leute sich vom Klerus nicht länger vorschreiben lassen, was sie zu denken haben.
Achsoja:
YAAAAAAAAAAAAAAAY o/
der ganz normale Pegida-Alltag
So, wer noch meint dass Pegida doch nur eine Versammlung „besorgter Bürger“ ist und dass man die an die Hand nehmen muss:
Wenn Lutz Bachmann einen Geert Wilders einlädt, dann ist die Ausrichtungj klar. Das ist nicht mehr zu rechtfertigen.
Wenn in Tröglitz Häuser angesteckt und Bürgermeister via Morddrohungen zum Rücktritt gezwungen werden: Dann ist das nicht mehr zu rechtfertigen.
Wenn die Bundes-Integrationsbeauftragte Morddrohungen erhält, weil sie sich für Flüchtlinge einsetzt, dann ist das nicht mehr zu rechtfertigen.
Das ist ein massiver Rechtsruck, den wir in unserer Gesellschaft erleben. Und der gehört verdammt noch eins gestoppt.
Keinen Fußbreit. Weder für Pegida noch für irgendeinen dieser Spackos.
Politiker oder Biedermann?
Um wen es geht? Natürlich um Syriza, Varoufakis und Tsipras. Bei der Überschrift auch: Wer sonst? 😉
Man muss sich bei Syriza bitte mal klarmachen, dass die Politiker dort keine Berufspolitiker sind. Sie reden weder wie Berufspolitiker, noch denken sie so.
Fingergate
Da hat Jauch ja ein wirkliches Meisterstück des investigativen Journalismus abgeliefert. Okay, das wird jetzt ne astreine Lästerrunde. 😉
Da hat er also Yannis Varoufakis dabei erwischt, wie er Deutschland den Stinkefinger gezeigt hat. Mit grimmiger Miene konfrontierte er einen völlig entsetzten Varoufakis: „Das ist eine Fälschung“.
Die unterschätzte Regierung
Derzeit arbeitet sich ja alles an den „doofen Griechen“ ab, was nicht bei drei auf dem Verlag ist.
Dabei sehe ich die jetzige griechische Regierung ziemlich positiv. Die sind verdammt clever, so ziemlich das integerste, was wir derzeit an Machtpositionen haben und vor allem wissen sie, wovon sie reden.
Das eine oder andere Billiönchen
Wenn man grad so durch den Blätterwald guckt, gibts ja eine riesengroße Empörungswelle.
Da wollen doch die Griechen tatsächlich die Zwangskredite zurückhaben, die die Nazis ihnen aufgedrückt haben.
Haben wir denn nicht schon genug Reparationen bezahlt?
Kurz gesagt: Ist nicht so einfach.
Die Mär von der moralischen Überlegenheit des Westens
„Wir“ gehören den westlichen Staaten an. Deutschland ist NATO-Mitglied und -Partner. Die Mitgliedsstaaten des Bündnisses sind als „der Westen“ definiert. Ein Relikt des Kalten Krieges. Wie die NATO.
Scotland the Brave
Heute entscheiden die Schotten, ob sie Teil Großbritanniens bleiben oder nicht.
Die „YES“-Seite, also die Unabhängigkeitsfraktion, hat heute nochmal ein fieses Meme gezogen und klargemacht, was Schottland blüht, wenn sie für „NO“ stimmen: Wenn sie unabhängig werden, sind sie Premier Cameron los. Wenn sie nicht unabhängig werden, haben sie ihn weiter am Hals.
Das könnte tatsächlich das Fitzelchen Information sein, was es braucht, um das Referendum positiv ausgehen zu lassen. Ja, Cameron ist tatsächlich so dermaßen verhasst dort.
Es bleibt spannend. Nicht zuletzt auch die Frage, was wird aus Europa und der EU, wenn Schottland geht und die Engländer als notorische EU-Hasser übrigbleiben.
Wir werden sehen.
Hintergrundinfos gibts bei den Nachdenkseiten.
Parallele Justiz?
Schiedsgerichte sind eigentlich eine gute Sache. Sie agieren auf dem Boden der bestehenden Gesetze und sie sorgen dafür, dass Druck von den Gerichten für die Dinge weggenommen wird, die wichtig sind.
Ein Maschendrahtzaun zum Beispiel, der zum Streitfall wird, muss nicht zwingend vor Gericht behandelt werden. Vertragsstreitigkeiten können vor Schiedsgerichten enden oder vor Gericht, das kommt auf die Ausgestaltung an.
Soweit so gut. Wieso ist das hier Thema?
Ferguson-Blues
bisschen spät – aber trotzdem aktuell.
Ferguson, ein kleiner Ort im County St. Louis. Eigentlich sollte hier alles ruhig sein. Die Menschen gehen ihrem Tagewerk nach, die Kinder zur Schule und abends trifft sich die Familie am heimischen Esstisch.
Doch für einen Jungen wird es das nicht mehr geben. Michael Brown wurde von einem Polizisten erschossen.
Er war achtzehn Jahre alt. Und er war unbewaffnet.
Argumentationsproblematik
Ehrlich gesagt: Mir gehen die Argumente aus. Worum es geht? Um Religionen im allgemeinen und um den Islam im Besonderen.
Achtung: Es wird kontrovers.
Die Tragödie in Gaza
Ich kann nicht gut in Worte fassen, was ich zum Thema Gaza sagen will. Zuviel ist passiert, aufzulösen ist der Konflikt nicht mehr.
Und klar ist auch: Die Schuldfrage stellen – außer vielleicht im aktuellen Konflikt – hilft nicht weiter.
Wer es aber gut in Worte fassen kann und es getan hat, ist Misha Anouk vom Blog indub.io. Und es ist gut getan.
Mit einer Ergänzung meinerseits.
Die Schuldfrage hat seit 60 Jahren nicht weitergeführt. Die beiden von Misha angeführten Punkte sind die Grundbedingung für Frieden.
Und der muss, für mindestens 10 Jahre, von einer Blauhelmmission abgesichert werden, die ihren Namen zu Recht trägt.
Diese Blauhelmmission muss die Streithähne trennen, die UN muss die Rahmenbedingungen für einen unabhängigen palästinensischen Staat schaffen und für Israels Sicherheit garantieren UND die Wasserrechte aufteilen. Denn um die geht es in dem Konflikt eigentlich. Gaza ist eine Wüste. Wasser ist dort wichtiger als Gold.
So. Und wer erklärt das jetzt Ban-Ki Moon?