Archiv der Kategorie: Trauriges

Maya Angelou


Eine Frau und was für eine Biographie. Sie ist im Grunde genommen eine Zeitleiste der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.

Oft stolpert man über kleine Wortfetzen, die einen zur Besinnung bringen sollen, Halbsätze oder ganze Sätze, die zum Nachdenken anregen. Maya Angelou war eine nachdenkliche Frau.

Und sie hatte ein bewegtes Leben. Mein Gott, an welch gewaltigen gesellschaftlichen Verwerfungen hatte sie Teil, was hat sie gesehen. 86 Jahre wurde sie alt. Und wenn man sich die geschichtliche Entwicklung von 1928 bis heute ansieht: 86 Jahre sind kurz. Und doch – die Zeit, in der sie geboren wurde, wirkt heute so seltsam unwirklich.

Stummfilme, die ersten Experimente mit Tonfilmen. Hollywood war erst im Entstehen. Man experimentierte. Und es gab die ersten Blockbuster. Rassismus war nicht gesellschaftlich geächtet, Rassismus war „common knowledge“.

Der Zweite Weltkrieg, der alle Kriege beenden sollte. Der Koreakrieg, Vietnamkrieg. Hippiebewegung, Malcolm X. und Martin Luther King Jr.

Was für ein Leben. Sie war mittendrin. Eine kluge, nachdenkliche Frau.

Sie war, denn Maja Angelou starb am 14. Mai dieses Jahres.

 

Maximilian Schell


Ein großer Künstler. Maler, Schauspieler, Autor – er konnte vieles und er konnte es gut.

Ein langes Leben, das jetzt zuende gegangen ist.

Maximilian Schell wurde 1930 in Österreich geboren. Er hat in seiner Kindheit das Ende des Dritten Reiches erlebt, die 50er, 60er und 70er Jahre – und ist in der Zeit zu einem Weltstar geworden. Der einzige deutschsprachige, übrigens.

Ein schillerndes Privatleben machte das übrige.

Was er nicht war: Einfach. Maximilian Schell war alles andere als das. Er war schwierig, ja jähzornig. Und doch unterschied ihn von Klaus Kinski, der auch diese Attribute hatte, dass er auch bescheiden sein konnte und sich selbst nicht immer als den Mittelpunkt der Welt sah.

Ein großer Mann. Der jetzt – hoffentlich – seinen Frieden und seine Schwester, die er wirklich liebte, wiedergefunden hat.

 

Was am Ende übrig bleibt


Der große Georg Schramm.

Seine Programme waren keine lustigen Feelgood-Veranstaltungen. Sein Programm war immer die zornige, wütende und verzweifelte Auflehnung gegen ein System, dass er als unmenschlich gesehen hat.

Georg Schramm hat in seinen vielen Figuren immer wieder die brennendsten Themen besagen können. „Empört euch“ – keiner konnte das besser als er.

„Glauben sie, dass sie diese Welt verbessern können?“ wurde er gefragt. Und die Antwort lautete: „Ja, klar. Ist das so ungewöhnlich?“

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Madiba


Meine erste Erinnerung an Nelson Mandela hatte mit Apartheid zu tun. Ich habe ihn bei dem Konzert zu seinem 70. Geburtstag zum ersten mal richtig auf dem Schirm gehabt. Und mit dem Konzert habe ich auch erstmalig verstanden, was Apartheid wirklich ist, was es bedeutet. Es war meine erste Kollision mit dem schreienden Unrecht, dass Rassismus ist.

Das ist 25 Jahre her.
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Bright Eyes


Das erste, was mir auffiel, als ich die WDR-Doku sah, waren die Augen. Lebendig. Nahmen regen Anteil. Hinter diesen Augen verbarg sich ein hellwacher, offener, fröhlicher Geist.

Die Augen sind jetzt geschlossen.

Meine Gedanken sind bei der Familie und den Freunden, die einen Verlust verkraften müssen, der viel zu früh kam.

Und bei der großartigen Freundin.

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Das politische Kabarett


Es ist bissig. Es ist harsch. Es ist nie bequem und die Kabarettisten sind ebensowenig bequem. Es sind Menschen, die machen wollen. Die etwas verändern wollen. Die uns den Spiegel vorhalten, aber mehr noch der Politik.

Es sind die Kabarettisten, es ist das politische Kabarett, dass die Entwicklung auf die Spitze treibt, pointiert hervorhebt und manchmal auch einfach schimpft wie ein Rohrspatz.

Heutige Vertreter dieses Kabaretts sind der großartige Georg Schramm, Volker Pispers – aber auch Bruno Jonas, um nur einige zu nennen.

Und Dieter Hildebrandt. Lies den Rest dieses Beitrags

Die versteckten Folgen


Wir sind ein Land im Krieg. Wir haben Soldaten in Afghanistan und sie werden verwundet und getötet.

Hier ist eine (sehr heftige) Doku, die zeigt, warum ich Kriege so abgrundtief hasse. Warum ich Menschen, die leichtfertig Krieg führen, so sehr verachte.

Und ich wünschte, unsere Medien würden etwas vergleichbares mal für Deutschland machen. Denn die Soldaten, die unsere Politiker so leicht in den Krieg schicken, sind ebenso in Gefahr. Doch hier sind sie so seltsam abwesend, nicht sichtbar. Es ist als wären sich die Medien einig, dass man diesen Krieg nicht zeigt.

Doch:

Krieg ist nicht die Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln. Krieg tötet. Krieg verstümmelt. Krieg hinterläßt Trauer und Leid.

Gewinner des Krieges sind nie diejenigen, die die Entscheidung treffen.

Verlierer sind die, die keine Wahl haben.

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Es werden weniger


1972, ich bin noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gelaufen. A walk on the wild side. Das „dub dudu“ von dem Song konnte ich mitsingen und habe das auch mit Inbrunst getan, ich fand das Lied toll. Ja, das weiß ich noch. Ich hab meine Eltern fast in den Wahnsinn getrieben, weil ich das Lied immer und immer wieder hören wollte.

Perfect Day, ich kannte natürlich nicht den Text, aber ich mochte auch den Song. Ich bin zu jung, um die Band „The Velvet Underground“, das Kunstprojekt von Andy Warhol, noch selbst zu kennen, aber die Songs haben Musikgeschichte geschriebe und natürlich kenne ich sie. Lies den Rest dieses Beitrags

Manchmal…


Hühnchen im Krankenhaus, Bandscheiben-OP. Großartig mit einer 9 Monate alten Tochter, die von jetzt auf gleich sich dran gewöhnen muss, dass Mama sie eben nicht ständig tragen kann.

Anderes Familienmitglied hatte eine große Bauch-OP wegen Ileus. Das Krankenhaus hat Mist gebaut, ich weiß aktuell wirklich nicht, ob die da jetzt nicht auflösende Fäden verwendet haben oder was die da gemacht haben, auf jeden Fall Abszessbildung und ständig eiterte da was. Das geht jetzt bereits 3 Monate so. Der traut sich nicht mehr zu essen, aus Angst er kriegt wieder nen Darmverschluß und letzte Woche war er wieder im Krankenhaus wegen fieser Bauchschmerzen und Verdacht auf Darmverschluß.

Alles sehr unfein gerade und das besagte Familienmitglied ist derzeit mit den Ohren am Boden.

Finanziell ist das alles gesichert, mein Schwager hat unbezahlten Urlaub bekommen und kümmert sich um die Kleine, die Krankenkasse übernimmt, und auch die andere Baustelle ist soweit klar.

Jemand, den ich sehr mag, liegt auch am Boden, bekrabbelt sich aber langsam wieder. Hoffe ich. Sorgen macht man sich ja doch.

Ich bastel gerade daran, das nächste Gutachten zu kriegen, diesmal aber nicht mehr bei den Jungs, die so großzügig kaputtschreiben. Ich will wieder arbeiten, verdammt noch mal. Naja, schreib ich solange weiter.

Grippe? Hajo, wie alle anderen auch, ich werds überleben.

Und dann kriegt man noch die Meldung rein, dass sich jemand, den man schätzengelernt hat, die Kante gegeben hat. Schwul, Umfeld alles aber nicht akzeptierend, und jetzt ist er tot. Einfach so. Mit 20. Er war kein Freund, aber jemanden, den ich gemocht habe.

Scheißendreck.

Nur falls sich jemand fragt, warum ich gerade recht wenig blogge. Mir ist momentan irgendwie nicht nach ranten über Politik.

Die russische Bigotterie


Nun finden die Spiele also statt in Sotschi.

Unabhängig von Menschenrechten, von Gleichheit oder auch nur Respekt vor den Menschen. Ich habe lange überlegt, ob oder was ich schreiben soll, denn ich stehe mit wachsendem Entsetzen vor einem Russland, dass, was die Gleichstellung Homosexueller angeht, noch nicht einmal das Mittelalter erreicht hat.

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Geschützt: Schlaflos


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