Archiv der Kategorie: Nachdenkliches
Das olympische Franchise
Olympia ist schizophren.
Auf der einen Seite ist es ein knallhart verfolgtes milliardenschweres Franchise-Unternehmen. Olympische Sommerspiele, Olympische Winterspiele, Deaf Games, Special Olympics, Paralympics, World Games, Olympische Jugendspiele: Jede Bevölkerungsgruppe hat „ihre“ olympischen Spiele.
Doch Olympia ist für viele Menschen mehr – nämlich das, wovon das Unternehmen eigentlich lebt. Der Mythos.
Gut gemeint
ist immer noch das Gegenteil von gut. Und eben nicht „schlecht“.
Aktuell ist mir ein Beitrag auf „Humanist News“ ins Auge gefallen. Es geht um „Anti-Vergewaltigungs-Unterwäsche“. Also eine Art moderner Keuschheitsgürtel, der es unmöglich machen soll, das Opfer tatsächlich zu vergewaltigen.
Angeblich soll dem Opfer so das Schlimmste erspart bleiben.
Menschenrechte
Ich werde an der Stelle vielleicht mal wieder ein wenig trollig, aber mir ist gerade danach.
In letzter Zeit habe ich recht viel zum Thema Frauenrechte gelesen und wie sehr Frauen doch benachteiligt sind. Während die Klagen in Deutschland durchaus auf hohem Niveau liegen (Stichwort „Manager sind unterrepräsentiert“), gibt es Länder, wo die Frauen täglich um ihr Leben fürchten müssen.
Feministin Deluxe
Die Frau ist klasse. Sie hats verstanden und genau auf den Punkt gebracht.
Sie hat recht. Ganz einfach. Wäre schön, wenn sich das mal rumsprechen würde.
Empathie
Detlef Nolde hat sich ja zu Wort gemeldet und verkündet, dass er doch die Toleranz einfordert, die die LGBT-Community immer für sich einfordert – wenn man Verhaltensweisen nicht gutheißen kann.
Da stecken leider mehrere Fehler drin, in die die meisten Menschen verfallen, wenn sie auf Homosexualität stoßen.
Linksammlung
Sam hat Progeria, das heißt er altert rapide. Bei der Geburt wurde gesagt, dass er nur 13, 14 Jahre alt wird. Er hat die Vorhersagen alle geschlagen.
Was mich beeindruckt hat? Ein Satz, ein einziger Satz:
„Don’t feel bad for me. You don’t need to feel bad for me. … Because this is my life.“
Chapeau. Und wenn jemand die komplette Doku hat, wäre ich für einen Link dankbar.
***
„Heal the gays“. Es gibt immer noch Idioten, die glauben, dass Jungen und Mädchen aufgrund frühkindlicher Traumata homosexuell werden. „Reparative Therapy“ nennt sich die Therapie, die diese Jungen und Mädchen sich oft auf Wunsch der Eltern, unterziehen müssen.
Die Folgen sind oft dramatisch – Exodus war eine dieser Einrichtungen, die diese Form der Therapie genutzt hat, um Schwule und Lesben zu „heilen“. Sie haben nicht zuletzt aufgrund der exorbitant hohen Suizidrate schließen müssen.
Es gibt auch in Deutschland Institute, die diese Therapieform anbieten. Und natürlich hat auch der unsägliche Ryke Geerd Hamer etwas zu Homosexualität geäußert (vorsicht, an dem Link macht man sich die Maus dreckig).
Video angucken. Es lohnt sich immer, Stephen Fry zuzuhören.
Ich kenne aktuell 2 US-amerikanische Schwule die sehr konkret von einer derartigen Zwangstherapie bedroht sind. Ich kann nur hoffen, dass die vorsichtig sind.
Die schönen Nachrichten
Wir werden so viel mit Blut, Gewalt, Tod, Lug und Betrug in den 20-Uhr-Nachrichten konfrontiert, dass die 15 min. eigentlich für eine Ewigkeit reichen sollten.
Es ist ja so: Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht. Ein Zugunglück hier, ein Anschlag dort, hier Bürgerkrieg, dort Proteste gegen die Regierung. Abgehört werden wir sowieso alle.
Das war ja der Grund für meine „Daily Good News“, die Rubrik, die ich nicht täglich füllen kann, aber ich find den Namen so passend. Ein Gegengewicht und um zu zeigen: Auch gute Nachrichten können gute Nachrichten sein.
Inzwischen hab ich da eine veritable Sammlung von Menschen, die einfach nur Mensch sind. Und die es schaffen – nur durch eine besondere Situation – über sich hinauszuwachsen. Rick und Dick Hoyt zum Beispiel. Und heute Herr Horst Kriegel.
Man findet diese Nachrichten. Und inzwischen muss ich auch nicht mehr groß suchen, diese Dinge scheinen mich zu finden. Sie wollen gefunden werden.
Denn die Welt ist nicht nur schlecht. Sie ist nicht nur böse oder zerstört.
Sie kann auch toll sein. Was wunderbares. Man muss nur hingucken.
Von daher: Guckt hin. Sagt den Leuten, die ihr mögt, dass ihr sie mögt. Genießt das warme Herbstwetter. Morgen schnapp ich mir meine Nichte und geh mit ihr spazieren. Wir haben einen tollen Park hier.
Zeit für den Blues haben wir noch genug.
Mir war heute einfach mal nach so einem Post. Sehts mir nach 😉
Buchstöckchen
Bei Büchern bin ich wie ein Hund: Hol’s Stöckchen 😉
daMax hat geworfen und ich hab gefangen, dann gucken wir doch mal:
Die russische Bigotterie
Nun finden die Spiele also statt in Sotschi.
Unabhängig von Menschenrechten, von Gleichheit oder auch nur Respekt vor den Menschen. Ich habe lange überlegt, ob oder was ich schreiben soll, denn ich stehe mit wachsendem Entsetzen vor einem Russland, dass, was die Gleichstellung Homosexueller angeht, noch nicht einmal das Mittelalter erreicht hat.
Was wäre wenn…
Es gäbe eine Bank, die würde dein Konto jeden Tag mit 86.400 Euro auffüllen. Das Geld verfällt um Mitternacht. Sparen ist nicht.
Jeden Tag hast du 86.400 Euro zum ausgeben. Kein Sparbuch, nichts.
Was würdest du tun?
Danke an die Törtel für die Frage.
Menschenrechte
Was häufig vergessen wird: Männer sind auch Menschen. Ja, wirklich. Sie haben Rechte. Und schlimm wirds immer dann, wenn diese „Männer“ eigentlich noch Kinder sind.
Jungen sind die derzeit in unserer Gesellschaft weitgehend ungeschützt. Aber nicht nur hier bei uns. In den USA wird das Problem allmählich auch sehr dringend.
Dieser Beitrag ist unglaublich sachlich und zeigt, in Kurzform, das Männerrechte keine Männerrechte sind und Frauenrechte keine Frauenrechte. Sondern dass es sich in beiden Fällen um Menschenrechte handelt.
Giuliano Gemma
Es sind die Helden der Kindheit. Bud Spencer, Terence Hill (Gott hab ich den um die blauen Augen beneidet…), Giuliano Gemma.
Ich fand die Filme toll. Und ich fand vor allem die Männer toll, die da mitspielten. Kommt, Hand aufs Herz, Mädels: Wie oft war es, dass euch die Handlung völlig wumpe war, hauptsache schöner Mann im Bild? 😉
Giuliano Gemma war aber mehr als „nur“ der Held von Italo-Western oder der Angélique-Reihe oder Komödiant. Er war Bildhauer, Vater und Freund.
War, denn am 1. Oktober 2013 starb er bei einem Autounfall.
Wieder einer weniger. Und es werden so verdammt viele, die man vermisst. 😦
Wenn der Troll den Troll trollt
Eigentlich wollte ich das Thema Feminismus nicht mehr mit der Kneifzange anpacken. Aber andererseits: Nö. Seh ich ja nicht wirklich ein.
Aber der Text hier hat mir den Aufhänger gegeben, den ich brauchte. Denn sie hat in allem Recht. Und es stellt sich die Frage, wie man sich verhält, wenn man sieht, dass Trolle trollen und alle anderen des Trollings bezichtigen.
Marcel Reich-Ranicki
/update: Frank Schirrmachers unendlich trauriger Nachruf in der FAZ.
Herr Reich-Ranicki war ein Mann der polarisierte. Der einen sehr eigenen Kopf hatte. Und der ihn wohl zu begründen wusste.
Man konnte sich mit Marchel Reich-Ranicki streiten. Wunderbar geschliffen oder auch mal pöbelhaft – zurückgesteckt hat er nie. Wenn er etwas als richtig empfunden hatte, dann war das so. Man konnte dann seine Argumente anbringen, die er auch hörte (oder auch nicht, je nach Tagesform) aber er war in des Wortes bestem Sinne ein sturer Mensch.
Musste es sein, sonst hätte er das Grauen des Warschauer Ghettos wahrscheinlich nicht überlebt.
Zusammen mit seiner Frau Teofila verband ihn eine tiefe Liebe und allein um diesen Teil seines Lebens habe ich ihn sehr beneidet.
Marcel Reich-Ranicki war ein sehr kluger und intelligenter Mann, aber kein mitfühlender, wenn er kritisierte. Er war auch keiner, der sich dem Mainstream beugte. Er hat Kritik eingesteckt und Lob und beides mit der Haltung eines Mannes angenommen, der in sich ruhte und der um seinen Wert wußte. Ich habe ihn immer als hart empfunden, wenn ich ihn diskutieren hörte, doch wenn ich mir die Zeit nahm und zuhörte wurde ich nur selten enttäuscht. Er war zudem keiner, der nach der Aufmerksamkeit gierte. Er brauchte sie nicht.
Marcel Reich-Ranicki starb heute nach langer Krankheit und ist seiner Teofila gefolgt.
Ich wünsche ihnen viel Glück, sie haben es verdient.
Und uns fehlt wieder ein großer Denker, an dem man sich reiben kann, der einem Reibefläche bietet.
Die Glatten haben wir bereits zur Genüge.
Tick Tick Tick
Die Zeit schreitet voran. Sie ist linear. Man kann nicht zurück.
Ein Tag, ein Monat, ein Jahr – so schnell vorbei. 2013 hat doch gerade erst begonnen und doch ist es schon fast vorbei. Seit wann rast die Zeit denn so?
Tick Tick Tick – hörst du die Uhr?
Vor etwa einem Jahr habe ich zum ersten Mal von Aurela gehört. Ein Jahr und doch sind wir noch nicht viel weiter als am Anfang. Es fehlen noch knapp 65.000 Euros. Fast 17.000 Euro klingen gut, doch der größere Teil liegt noch vor uns.
„Uns“ – klingt zuviel gesagt, es ist Ulf, der die Hauptlast trägt.
Verbreitet es weiter. Twitter, Facebook, überall. Ein kleines Kind braucht Hilfe. Je mehr davon wissen, umso besser.
Die Leute, die hier mitlesen, haben schon gegeben, was geht. Aber vielleicht könnt ihr die Nachricht weiterverbreiten. Je mehr je besser. Ein kleiner Mausklick. Doch vielleicht ein großer Schritt für ein kleines Kind.