Archiv der Kategorie: Trauriges

Mediale Zwickmühle


/Updates. Sandra Schink über die Praxis des Witwenschüttelns und ihrer furchtbaren Auswirkung.

Es ist aber auch ein Kreuz mit der Berichterstattung. Was darf man, was kann man, und was sollte man nicht?

Warnung: Was launig beginnt, endet traurig.

Lies den Rest dieses Beitrags

Manche sollten nicht :(


Nichte groß schwer krank. Bauchfellentzündung. Gestern Not-OP, 3,5 Stunden. Um halb zwei Uhr morgens waren die Ärzte fertig. Heute Intensivstation. Blinddarm-OP ging was schief 😦

Been there, done that, ich weiß, wie das Küken sich fühlt. Armes Kind 😦

Farewell Mr. Spock


Raumschiff Enterprise. Eine Science-Fiction Serie mit der ich aufgewachsen bin.

Gott, was hab ich die Serie geliebt. Captain Kirk und seine Crew, allen voran Mr. Spock, waren so meine Helden in Kindheit und Jugend. Teilweise herrlich albern und heute würde das keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken – jo und? Es war klasse.

Es folgten viele Ableger, aber an Mr. Spock reichte niemand heran. Leonard Nimoy hatte die Rolle so sehr geprägt, dass sie ihn sein Leben lang nicht losließ.

Zwei Biographien schrieb er. Die erste: „Ich bin nicht Spock“ und dann, 20 Jahre später: „Ich bin Spock“. Spock wurde sein Alter Ego und blieb es sein Leben lang, obwohl die Persönlichkeit Leonard Nimoy so unendlich viel vielschichtiger war.

Es war dennoch gut so.

You lived long and prosper. Now its time to rest.

Farewell, Mr. Spock. It was a pleasure to see you.

/edit

Und was für eine Art, abzutreten. Sein letzter Tweet, ein letzter Gruß an die Welt.

 

Aurela


Die Kleine ist derzeit in Remission. Das heißt, der Krebs ist zwar nicht besiegt, aber zumindest sind *derzeit* keine Krebszellen nachzuweisen, was Zeit verschafft hat.

Aber das Immunsystem ist nach wie vor geschwächt. Sie hat eine Lungenentzündung entwickelt, die eigentlich stationär behandelt werden müsste. Eigentlich. Lest selbst.

 

Helden der Kindheit


Laue Sommernacht. Man sitzt am Kanal, zeltet. Die Weinbuddel geht rum, man hat Spaß, man ist nachdenklich. Man ist vor allem eins: Jung.

Im Hintergrund läuft per Ghettoblaster die unverwechselbare Stimme von Joe Cocker.

Lies den Rest dieses Beitrags

Die Vereinigten Folterstaaten von Amerika


Anders kann man die Regierung Bush und leider auch Obama nicht mehr nennen.

Von unten nach oben lesen. Eimer bereithalten. Wer wissen will, WARUM Folter schlecht ist (für die Idioten, die es noch nicht wußten): Mit dem Text bekommt man es mit der groben Kelle. Andrew Sullivan war wütend.

Ich bin es auch.

Mindestens 2 Tote.

Ein Mann „geistig herausgefordert“ (Lies: Geistige Behinderung oder psychische Störung): Festgehalten als Geisel, damit ein Familienmitglied kooperiert.

Menschen Stundenlang in „Stresspositionen“ festgehalten. Bis sie sich in die Hose gemacht haben – oder die Schultern ausgekugelt waren. Wisst ihr, wann die Schulter auskugelt? DAS zum Beispiel ist eine „klassische“ Stressposition.

Es ist klar, dass die USA kein Rechtsstaat mehr sind. Aber wie weit sie sich von den eigenen Idealen entfernt haben, macht jedesmal, wenn man es deutlich sieht, mehr Angst. Um uns alle. Denn diese Verbrecher haben Atomwaffen.

 

Schrottpresse im Schrott?


Oh nein, die Schrottpresse ist weg…. Jung, wo bist du? Das Zeug war gut, was du geschrieben hast 😦

Unsere Rechte


Wir lebten in einem Jahrhundert, dass den Bürgern weitreichende Rechte und Bildung zugestanden hat. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war, zumindest bei uns, gekennzeichnet von einem hohen Bildungsstand, weitreichenden Arbeitnehmerrechten und vielerlei Bürgerrechten.

Das bisherige 21. Jahrhundert hat vor allem eine Kennzeichnung: Die „Rückführung“ dieser Rechte, für die unsere Großeltern und Eltern so hart gekämpft haben. Wie hart dieser Kampf war, sollte man sich mal wieder in Erinnerung rufen.

Lies den Rest dieses Beitrags

Musike


Fiel mir grad in die Ohren.

Und ich stelle fest, es gibt Songs, die ich immer noch nicht hören kann, selbst nach vielen Jahren noch nicht.

Depressionen


„Bin heute etwas depressiv“ hört man recht häufig, wenn die Leute etwas gedämpfterer Stimmung sind. Und man hört dann als Antwort nahezu genauso häufig etwas, was aus der Reihe „Reiß dich z’samm, geht allen mal beschissen“ fällt.

Oft ist es geschrieben worden, man kanns nicht oft genug wiederholen: Mit „reiß dich z’samm“ ist es nicht getan.

Lies den Rest dieses Beitrags

Robin Williams


Die erste Reaktion: Schock. Die zweite: Wut.

Robin Williams ist tot, ein Mann, der mich wie kein zweiter zum Lachen, zum Weinen und zum Mitfühlen gebracht hat.

Lies den Rest dieses Beitrags

Die vergessenen Toten


Flug MH-17.

Dreihundert Tote Menschen, davon 80 Kinder. Für viele ist die Tragödie nicht erfassbar, man beschäftigt sich lieber damit, wer die Maschine runtergeholt hat. Akribisch wird gerade in den Flugforen jede Information zusammengetragen.

117 dieser Toten kamen aus den Niederlanden.

Dreihundert Leben. Dreihundert mal Hoffnung, Freude, Lachen – ausgelöscht von einer Minute zur nächsten. Aus welchem Grund auch immer. Mindestens dreitausend mal ist das Lachen für lange Zeit ausgelöscht worden. Bei den Hinterbliebenen, die jetzt mit einer unfassbaren Katastrophe zurechtkommen müssen.
Fehlfunktion, Wartungsstau: Das ist etwas, das kann man begreifen.

Ein Abschuß mit Kriegswaffen inmitten des (wenn auch sehr fragilen) Friedens?

Nein.

Dreihundert Tote, die im Zuge der Berichterstattung gerade unterzugehen drohen. Die unter den Fakten und gegenseitigen Anschuldigungen verschwinden.

Tom vom Bestatterweblog holt sie mit einem Artikel wieder an die Oberfläche.

Dietmar Schönherr


88 Jahre. Was hat der Mann nicht alles gesehen.

Den zweiten Weltkrieg in Berlin verbracht, die Aufbaujahre danach in Österreich. Er war Schriftsteller, Schauspieler, Pazifist und allgemein ein sehr kluger und hochgebildeter Mensch.

Er hat viel in Nicaragua geleistet, eine Schule gegründet und sie am Leben erhalten und ein Dorf wiederaufgebaut, dass nach einem Hurrican zerstört wurde. Die Wikipedia ist kurz, aber voll von Dingen, die zeigen, dass der Mann vielleicht zurückgezogen lebte, aber trotzdem teil hatte an dieser Welt.

Zwei Zitate, die Dietmar Schönherr beschreiben. Und die seine Sicht auf die Welt in kurzen Worten beschreibt:

  • „Ich bin ein Träumer, der die Welt verbessern will.“
  • „Brot und Kunst sind die wichtigsten Lebensmittel des Menschen. Wir kümmern uns um beides.“ – Dietmar Schönherr über den Verein Pan y Arte

Dietmar Schönherr war unglaublich vielseitig. Und er hat eine Liste an Dingen hinterlassen, die er erschaffen hat, die einen neidisch machen könnte, wenn da nicht so viel Bewunderung für den Mann wäre.

Dieser vielseitige Mann ist nicht mehr da. Er starb heute. Ein reiches Leben geht zuende. Und was bleibt ist sein Erbe, dass wahrlich nicht von schlechten Eltern ist.

Zum Schluß nochmal das, womit man Dietmar Schönherr immer verbunden hat: Raumpatrouille Orion. Die Serie ist komplett auf Youtube erhältlich. Inklusive Bügeleisen und Salzstreuer und den Raumanzügen mit Lüftungsschlitzen.

Commander McAllister: Rücksturz zu Vivi Bach.

Frank Schirrmacher


Einer der größten Denker dieser Republik ist tot. Mit 54, viel viel viel zu früh.

Auf die Verdienste von Frank Schirrmacher möchte ich nicht eingehen, dass haben andere besser und kompetenter gemacht.

Aber, mein Gott. 54 ist noch kein Alter. Und er ist einer der Vordenker gewesen, die wir so dringend noch gebraucht hätten. Er hat sich für mehr Geheimdienst-Kontrolle ausgesprochen. Die offene Abschaffung hat er nicht gefordert, die Begründung hatte Hand und Fuß: Wer das offen fordert, macht es leicht, dass man ihn als Sonderling abtut. Und damit gibt man viel Potenzial aus der Hand.

Woran er gestorben ist, weiß offenbar noch niemand. Wir werden es sehen.

Aber die Bundesrepublik hat einen kritischen Geist verloren, auf den wir zu keiner Zeit verzichten können.

Wir brauchen diese klugen Denker.

Denn die Gleichmacher, derer haben wir zu viele.

 

Samba auf Brasilianisch


Die Fußball-WM in Brasilien nähert sich. Die Leute sind ekstatisch, ganz Brasilien feiert.

Lies den Rest dieses Beitrags