Archiv der Kategorie: Nachdenkliches
Dressurakt
Ein Thema, das in letzter Zeit immer wieder hochkommt, sind Zirkustiere. Und wenn man sich das genauer anguckt: Zu Recht.
Denn die Tiere werden alles andere als artgerecht gehalten, insbesondere in kleinen Zirkussen (Gott klingt das bescheuert ist aber laut Duden richtig *wein*).
Um es deutlich zu sagen: Die Tiere müssen eingebrochen werden. Und das geschieht mit roher Gewalt.
Das Schwarze Gold Amerikas
Ich hatte den Original-Artikel ja bereits verlinkt. Es hat etwas gedauert, aber ich habe die Erlaubnis von Rev. Edwin Sanders, seinen Artikel ins Deutsche zu übersetzen.
Ich halte ihn für wichtig, denn wir gehen auch in Richtung „Privatisierung auf Teufel komm raus“ und er Staat nimmt nur noch Nachtwächterfunktionen ein.
Und nicht jeder meiner Leser kann genug englisch, um das zu verstehen. Darum hier noch einmal die Übersetzung des Artikels, der auf der ACLU-Webseite zu finden ist.
Die Übersetzung erfolgte – wie immer nach bestem Wissen und Gewissen. Falls jemand Fehler findet, nehm ich die gerne entgegen.
Der Wert eines Eides
Beamte, auch politische Beamte schwören einen Eid. Sie schwören, die Verfassung und den Rechtsstaat zu achten und zu schützen.
Rechtsstaat. Ich habe mal die Wikipedia für die Definition bemüht.
Ein Rechtsstaat ist ein Staat, dessen konstitutionelle Gewalten rechtlich gebunden sind (Gesetzesbindung) und der damit in seinem Handeln durch Recht begrenzt wird, um die Freiheit des Einzelnen zu sichern. Alles staatliche Handeln, das in die Rechte eines Einzelnen eingreift, unterliegt somit dem Rechtsschutz. Es kann also durch ein Gericht überprüft werden, ob die getroffene Entscheidung dem Recht entspricht.[1]
Weltblutspendetag
Mal wieder kontroverses von mir. Aber das ist ja nichts neues. 😉
Der Weltblutspendetag – und meine, zugegebenermaßen, noch recht unsortierten Gedanken dazu.
Public Private Partnership
Vorweg: Ist in englisch, aus Gründen. Der Artikel geht *direkt* an meine Freunde in die USA. 😉
Naja. Oder das, was ich für englisch halten tu 😀
Der künstliche ESC-Skandal
Jedes Jahr hat der ESC auch den programmäßigen Eklat. Ein Sänger, der irgendwie ganz doll schlimm ist. Lena wars mal, weil sie so böse zu dem Wetten, dass…?-Erfinder Frank Elstner war.
Dieses Jahr ist es Conchita Wurst.
Gebt das Hanf frei
Hanf ist eigentlich eine verdammt nützliche Pflanze. Aus den Fasern kann man prima Klamotten machen und zur Papierherstellung ist sie auch geeignet. Man kanns sogar essen.
Das Pflanztier wächst sehr schnell, hat vielfältige Verwendungszwecke bis hin zum Hausbau, wenn ich das richtig sehe.
Warum ist das gute Zeug eigentlich verboten?
Wofür man so steht
Jeder Mensch hat Punkte für die er so einsteht. Meinungen, die er vertritt und für die er schlimmstenfalls auch geradestehen muss.
Der Wortvogel schreibt diese Punkte in einer Artikelserie gerade auf. Und der erste Artikel hats schon richtig in sich. Ich wollte, auch angesichts unserer teils heftigen Diskussionen in der Vergangenheit, eine Art Gegenentwurf schreiben und hab beim Lesen gemerkt: Brauche ich nicht.
Denn das was er da schreibt, kann man 1:1 so übernehmen. Er hat mit allem Recht, eine Umsetzung würde unsere Gesellschaft erheblich verbessern, die Leute mit geringerem Einkommen entlasten und zudem den Umweltschutz massiv voranbringen.
Kultur wäre dann nicht mehr eine Sache kleiner Eliten sondern eine Sache für die breite Masse. Ich habe es angesichts der Flashmobs mit klassischer Musik bereits einmal gesagt und wiederhole es gerne: Klassische Musik braucht keine großen Opernhäuser wie es grad in Hamburg gebaut wird. Klassische Musik braucht Publikum.
Und die Geschichten, die dort musikalisch erzählt werden, sind nach wie vor hörenswert. Man muss nur hören.
Auch Theater, dass sich gerne als hochfinanzierte Avantgarde versteht, wäre dann vielleicht wieder ansehbar.
Wo ich nicht ganz mit einverstanden bin, ist die „Theater muss sich am Publikum orientieren“-Haltung. Eine derartige Haltung ist problematisch. Denn wenn man sich nur am breiten Publikumsgeschmack orientiert, verliert das Theater zumindest teilweise seine Rolle als Vordenker und Neudenker. Und ein Fast-Food-Theater, das man gedankenlos konsumiert, ist zwar ganz nett aber ich bevorzuge dann doch auch immer mal wieder die Theaterstücke, bei denen man die Murmel mal anwerfen muss.
Der schönste Teil ist der mit dem Wegfall der Buchpreisbindung. Sie ist wirklich ein Anachronismus. Und gehört abgeschafft.
Jeder Tag ist Weltfrauentag
Denn solange es Richter gibt, die „Vergewaltigung“ nicht an den Fakten festmachen, sondern an etwas willkürliches wie: „Ich hab so ein Gefühl, der hat das nicht gemacht. Außerdem benimmt das Opfer sich nicht wirklich wie eins“, so lange wird es leider Dinge wie den Weltfrauentag geben müssen, auch wenn mir persönlich das nicht passt.
Hat tatsächlich stattgefunden und tatsächlich in einem Land, dass eigentlich nicht als Entwicklungsland gilt. Das war nicht in Indien, nicht in Saudi-Arabien, nicht in Dubai, wo vergewaltigte Frauen gerne mal wegen „Ehebruchs“ verknastet werden, sondern in den USA.
Ein Berufungsrichter hat eine 25jährige Gefängnisstrafe aufgehoben. Weil er „so ein Gefühl hatte“ dass der Angeklagte unschuldig ist. Und weil ihm das Opfer, dass ein Down-Syndrom hat, nicht opfermäßig genug erschien. Und der Täter nie wie ein Täter wirkte.
Wie muss sich ein anständiges Opfer eigentlich benehmen, Herr Richter? Und wie benimmt sich eigentlich ein Täter so?
Weltfrauentag die zweite
Sonst wäre der Text zu lange geworden.
Das, was ich eben geschrieben habe, galt eindeutig für unsere Welt hier. Für unser Leben. Doch es gibt Länder, in denen sieht es fundamental anders aus.
Weltfrauentag
Heute ist der Frauengedenktag. Ich gestehe: Ich mag ihn nicht. Ich will nicht nur wahrgenommen werden, wenns mal wieder angesichts eines Gedenktages reihenweise mahnende Finger erhoben werden.
„Denk doch mal einer an die Frauen“
„Denk doch mal einer an die Kinder“
Andererseits: Es läuft ja noch eine Menge schief.
Effekte?
Was mich ja am meisten erschreckt, ist, wieviele von Mobbing betroffen sind.
Das es nicht gerade wenig sind, wußte ich. Aber SO viele? Ein alltägliches Problem? Etwas, wo man sich mal kurz aufregt? Ist halt so, war halt so, irgendwann ist die Schule vorbei.
Ist das so? Welche Effekte hat das Schulmobbing eigentlich heute so auf euch? Was glaubt ihr, wie man das ändern kann oder sollte?
Disclaimer: Das ist keine wissenschaftliche Untersuchung oder sowas. Sondern ein gezielter Diskussionsthread über die Individualfolgen. Das heißt: Es gibt hier kein „das stimmt aber nicht“ oder „du stellst dich gerade an“, okay?
Sichtweisen
Matthias Matussek gegen Michalis Pantelouris.
Und dann Dale Hansen.
*Salute* für die beiden letzteren. Shame on Matussek.
Flying Solo
Robina Astii ist 92, Weltkriegsveteranin, sie war Pilotin im Pazifik. Damals gab es keine weiblichen Piloten, zu dem Zeitpunkt war Robina ein Mann.
Sie hat ihr Geschlecht offiziell geändert. Sie hat ihren Mann kennengelernt und ihm irgendwann die Wahrheit gesagt. Er war wütend, fühlte sich betrogen. Doch nach einer Woche kam er zu ihr und meinte: „Es ist mir egal. Du bist eine wunderschöne Frau, ich liebe dich so sehr und ich will einfach nur mit dir zusammensein.“ Lies den Rest dieses Beitrags
Die linke und die rechte Hand des Teufels
Ich gestehe: ich bin Linkshänderin. Und wie meine Grundschullehrerin nicht müde wurde, zu betonen, sind Linkshänder des Teufels und wer mit links schreibt geht Gottes Gnade verlustig.
Wenn ich jetzt Blogleser verloren haben sollte, weil ich eins dieser teuflischen Wesen bin, die mit der linken Hand schreiben und deren „starke“ Hand die Linke ist – dann tut es mir leid, doch ich möchte das nicht länger verstecken.
Es fällt mir schwer, in der Öffentlichkeit so zu tun, als wäre ich nicht Linkshänderin. Ständig muss ich aufpassen, was ich mit welcher Hand mache. Schreiben wird so zum Spießrutenlauf. Immer wieder ernte ich kritische Blicke, weil ich einen Moment nicht aufgepasst habe.