Archiv der Kategorie: Innenpolitisches
Freiheit statt Angst – eine Review
Das war sie also, die erste Demonstration in meinem Leben. Auch und vielleicht gerade deshalb bin ich aber mit völlig anderen Erwartungen an die Demonstration gegangen. Nämlich mit gar keiner. Ich wollte sehen, wie so etwas abläuft.
Und ich bin überrascht worden. Positiv.
#fsa13
Ich werde versuchen, via Twitter meine Eindrücke wiederzugeben. Das Blog ist dafür zu träge, hier wird (wohl eher Montag) dann eine Zusammenfassung kommen.
Kamera ist startbereit, Speicherchip formatiert, Handy fast voll. Na dann – auf gehts. 🙂
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Das TV-Duell
Ich gebe zu, ich habe geschwänzt.
Ich hatte wichtigeres zu tun. Ich habe draußen eine Katze beobachtet, wie sie Vögel gejagt hat und außerdem hab ich mir den Bauch mit Eis vollgeschlagen. Und das TV-Duell vollständig ignoriert.
Das Ding war in dem Moment durchgefallen, als ich gesehen habe, dass da vier (unfähige) Moderatoren zu zwei Kandidaten stehen. Gehypt wurde es als „Wahlentscheidend“ – danke nein. Wenn jemand sich nur aufgrund dieses Duells für einen Kandidaten entscheidet, sind wir in einer Diktatur eh besser dran.
Es war doch klar: Merkel fährt die Duck & Cover-Taktik, weiß wieder nix von Neuland und ganz sicher nix von irgendwelchen Abhöraktionen, aber steht sicher an der Seite der amerikanischen Verbündeten. Und Steinbrück wird versuchen, das Duck & Cover zu beenden, was ihm mal mehr mal weniger gut gelingen wird. Sicher war nur, dass er der aggressivere sein wird.
Und besser darin ist, mit dem Zeigefinger wie ein Amipolitiker auf Menschen zu zeigen.
Bah.
Das Duell ändert nichts. Steinbrück ist weiterhin Steinbrück, Merkel ist weiterhin unsichtbar, sie hat offenbar sogar das Kunststück geschafft, in dem Duell fast unsichtbar zu bleiben. Bloß die Leute nicht merken lassen, dass man noch da ist.
Das einzige, was mich etwas irritiert, ist, dass Merkel uns allen ihr Vertrauen ausgesprochen hat.
Das macht mir wirklich Angst.
Beate Merk
Na, erinnert sich noch jemand an Frau Merk? Nur echt mit dem Mollath?
Die Frau hat ne interessante Historie. Nur, falls jemand meint, das wär ein Ausrutscher gewesen.
Best of Youtube: Wahlwerbespots II – die Miniparteien
Gibt ja auch noch Parteien, die wahrscheinlich nicht in den Bundestag kommen, aber die Spots gibts halt:
Teil 3 kommt dann morgen. Himmel hilf, sind das viele.
Best of Youtube: Wahlwerbespots I
Die Wahlen rücken näher, was liegt auch näher, mal eine Sammlung von Wahlwerbespots zu veröffentlichen?
🙂
Schockierende Wahlwerbung
Ein Politiker, der in Lack- und Leder lasziv posiert? Ein MÄNNLICHER Politiker? SKANDAL!!!
Aber die Kampagne ist cleverer als man auf den ersten Blick glauben mag.
Warum kämpfen?
Ein Artikel ganz ohne Links – er ist reine Meinung.
Die Zeiten seit dem NSA und GHCQ-Skandal haben sich geändert. Es ist eine Sache, mit einem leichten Lachen zu sagen „Hoho, die Amerikaner hören ja eh alles ab“ und dann am Telefon zu begreifen: Das ist Realität. Das Gespräch, dass ich soeben führe, wird mitgehört. Meine Mail, die ich abgeschickt habe, wird gelesen. Wenn sie verschlüsselt ist, werden die Metadaten gelesen.
Ich hatte auf dem WordPress-Blog seit dem 25.02.2012 5.033 Zugriffe aus den USA. Meine Freunde dort sprechen kein Englisch, die wären nie auf diese Zugriffszahlen gekommen. 5.000 Seitenzugriffe in anderthalb Jahren – das klingt nicht viel. Und doch bedeutet das, dass mehrmals täglich mein Blog abgeschnorchelt wurde.
Das sind Dinge, die „Überwachung“ real erfühlbar werden lassen. Die dafür sorgen, dass „Überwachung“ kein leerer Begriff ist. Jeder Schritt im Netz wird überwacht, kontrolliert. Und notfalls sanktioniert. Sei es, um ein Exempel wie an Chelsea Manning zu statuieren, sei es, um den Leuten langsam klarzumachen, dass das Leben kein rechtsfreier Raum mehr ist.
Freiheit statt Angst.
Ein schönes Schlagwort, doch in meinen Augen ist es überholt. Wir haben nicht mehr die Wahl zwischen Freiheit oder Angst, die Wahl liegt nicht mehr bei uns, sie ist uns genommen worden.
Von ängstlichen alten Männern, die im Namen der Freiheit diese abschaffen. Weil sie Angst haben. Weil sie Macht wollen. Die Gründe sind viele, das Ergebnis eindeutig: Wir sind nicht mehr Herr unserer Kommunikation. Jede Äußerung kann jetzt bewertet werden, ob sie „rechtmäßig“ ist oder bereits gegen Gesetze verstößt. Oder ob jemand meint, dass sie gegen Gesetze verstößt.
In den USA macht der CIA Hausbesuche bei unbescholtenen Familien, deren einziges Verbrechen darin liegt, dass sie sich über die Boston-Bomber informieren wollten während sie nach Schnellkochtöpfen und Rucksäcken im Internet gesucht haben.
Hier werden Spaziergänge zum Dagger Complex unter hochnervösen Polizeischutz gestellt und ein Tweet über den Aufenthalt der bayrischen Justizministerin kann schnell zum Lynch-Aufruf uminterpretiert werden.
Nein, die Wahl zwischen Freiheit oder Angst haben wir nicht mehr. Es ist auch nicht mehr die Frage ob wir Freiheit statt Angst wollen. Die Politik hat sich weltweit entschieden: Sie hat die Angst gewählt.
Wenn wir die Freiheit wählen, kann der Slogen aber jetzt nur noch lauten:
Freiheit trotz Angst.
Dass es einmal soweit kommt, ich hätte es nie gedacht.
Der missbrauchte Missbrauch
Wir haben Wahlkampf. Leider. Woran man das merkt?
Landauf Landab fühlen sich wieder Politiker bemüßigt, sich daran zu erinnern, dass wir ja in einem Land leben, wo Kinder missbraucht werden.
Gut, die letzten 4 Jahre hätte man was machen können – aber das kann schon mal untergehen in dem ganzen hektischen Berliner Alltag, nich?
Experimentelle Meerschweinchen
In den USA gibt es die RIC – Routine Infant Circumcision. Also die routinemäßige Neugeborenenbeschneidung. Und „Neugeborene“ ist hier wörtlich zu nehmen, es gibt Fälle, wo die beschnitten werden, bevor Mami auch nur das Kind gesehen hat. Eine Einverständniserklärung der Eltern liegt nicht in allen Fällen vor. It’s „just a snip“ at least. Lies den Rest dieses Beitrags
Womit sich der Staatsschutz so beschäftigt…
…dafür braucht man auch unbedingt Online-Überwachung. So die Bekennerschreiben kontrollieren.
Jawoll.
Bei so großen Straftaten sollte man auch überlegen, wieder die Post im Bezirk nach weiteren Bekennerschreiben zu filzen. Die Kollegen in Hamburg helfen da sicher gerne mit Erfahrung aus.
Achja, wer Ironie findet, darf sie behalten….